Guten Tag Herr Schmiedel,

in dem Artikel https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2013/07/25/san-omega-3-total-fischoel-optimales-epa-und-dha-verhaeltnis wird von optimalem EPA/DHA Verhältnis geschrieben, mittlerweile ist dieses Verhältnis beim flüssigen Norsan Omega3 Fischöl aber nur noch ca 2:1 statt 3:1.
Für wie wichtig halten Sie dieses Verhältnis und kennen Sie den Grund warum es geändert wurde ?
Vielen Dank und liebe Grüße

Antwort

Das ist ja eine tolle Werbung für San Omega Total (heute: Norsan Omega-3 Total)! Ich fange von hinten an: Norsan Omega-3 Total ist ein natürliches Fischöl. Es hängt also immer von der Zusammensetzung der gefangenen Fische ab – und das kann sich immer etwas ändern. Das Norsan Omega-3 Arktis hat mehr DHA als EPA und ist manchmal sogar zu bevorzugen.

Ich finde den Beitrag der Apothekerzeitung gut, aber in einem Punkt muss ich widersprechen: Es gibt kein ideales EPA/DHA-Verhältnis. Bei Erkrankungen wie Entzündungen, KHK oder Depression möchte ich eher mehr EPA. Zur Vorbeugung von Demenz möchte ich eher DHA. Aber das sind eher Nuancen. DHA hat auch anti-inflammatorische Wirkungen und EPA ist auch gut für das Nervensystem. Entscheidend ist die Gesamtdosis. Es sollten (ohne Fettsäureanalyse) 2 g EPA/DHA sein. Mit Fettsäureanalyse strebe ich ein AA/EPA von 2,5 bei Entzündungen und einen Omega-3-Index von über 8 % bei Herzerkrankungen an.

Ich hoffe, ich habe damit ein wenig zur Klärung beigetragen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Dr. Volker Schmiedel