Fragen

Hier finden Sie die anonymisierten Fragen, die mich per Mail erreicht haben. Stellen Sie mir auch gerne Ihre Frage, ich helfe Ihnen gerne weiter, soweit es meine Zeit erlaubt. Beachten Sie bitte, dass ich aus rechtlichen Gründen keine individuellen Beratungen per E-Mail erteilen darf, allgemeine Hinweise zu Diagnostik und Therapie, Ernährung oder Nahrungsergänzungen darf ich jedoch geben.

Omega-3 nach Gallenblasenentfernung

 

Sehr geehrter Dr. Schmiedel ,

Ich beziehe über Sanomega schon zum beruflichen und privaten Gebrauch Omega 3 Fischöl und bin damit sehr zufrieden. Nun möchte meine Mutter eben- falls das Öl nehmen, hat aber nach einer Gallenblasenentfernung vor einigen Jahren Bedenken zur Verträglichkeit. Gilt es dies einfach auszuprobieren oder haben Sie vielleicht einen anderen Rat für sie?

Vielen Dank für eine Antwort.

Antwort

Das ist eine gute und berechtigte Frage. Manche Menschen haben nach einer Gallenoperation Probleme mit der Fettverdauung. Wenn Ihre Mutter diese Probleme nicht hat, wird sie auch keine Probleme mit einem EL Fischöl haben. Wenn sie aber Probleme mit zu viel Fett hat, dann soll sie doch einen EL anderes Fett durch das Fischöl ersetzen, z.B. in der Suppe oder im Salat einen EL von einem anderen Öl weniger und dafür das Fischöl nehmen. Eine andere Möglichkeit, um die Fettverdauung bei Z.n. Gallenoperation zu unterstützen, ist die Einnahme eines gut dosierten Artischockenpräparate, z.B. Ardeycholan oder Hepar-POS oder Hepar SL forte 1-2 Kapseln eine halbe Stunde vor Einnahme des Fischöls. Ich bin sicher, mit einer dieser Möglichkeiten wird es gut gehen. Viel Erfolg!

MfG Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Quotient

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel.

Da ich von der reinen Schulmedizin nicht 100 % überzeugt bin , habe ich mich in der letzten Zeit ( auch Dank Ihrer Bücher) mit Alternativen befasst. Daraufhin habe ich unter anderem meine Omega-3 / – 6 Fettsäuren ermitteln lassen.

Meine Werte :
Omega-3-Fettsäuren in Plasmalipiden (GC)
a-Linolensäure (18:3w3) = 29,8 mg/l
Eicosapentänsäure (20:5w3) = 54.30 mg/l
Docosahexänsäure (22:6w3) = 94.0 mg/l

Omega-6-Fettsäuren in Plasmalipiden(GC)
Linolsäure (18:2w6) = 901.2 mg/l
y-Linolensäure ( 18:3w6) =9.80 mg/l
Bishomo-y-Linolensäure (20:3w6) 49.5 mg/l
Arachidonsäure (20:4w6) = 235.7 mg/l
EPA/AA = 0.2

Da mein Hausarzt ein 100 % Schulmediziner ist , und sich in dieser Materie nicht genau auskennt , oder nicht auskennen will, kann ich leider den Quotienten nicht ermitteln. Vielleicht wäre es Ihnen möglich , mir eine entsprechende Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort

Der Quotient ist ja angegeben: EPA/AA = 0,2. Ich rechne immer ungekehrt, also der Quotient ist dann 5. Das ist überdurchschnittlich gut. Optimal ist ein Quotient unter 3. Wenn Sie eine Krankheit haben, die sich durch Omega-3 beeinflussen lässt, wäre sogar ein Quotient von unter 2,5 empfehlenswert. Wenn Sie noch kein Omega-3 einnehmen, würde ich Ihnen bei diesen recht guten Werten einen TL anstelle des sonst üblichen 1 EL empfehlen. Sie können den Wert dann in 3 Monaten kontrollieren lassen. Ich empfehle Ihnen aber dringend die Kontrolle bei www.norsan.de. Ihr Labor gibt die absoluten Fettsäurewerte in mg/l an. Das ist schwierig zu interpretieren, wenn Sie sehr hohe oder sehr niedrige Gesamtfettwerte im Blut haben. Bei SanOmega werden die relativen Fettsäurewerte in % der Gesamtfettmenge angegeben, was ich vorteilhaft finde. Außerdem erhalten Sie vom Labor eine aussagekräftige Interpretation der Werte.

 

In der Hoffnung, Ihnen damit weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit freundliche Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

 

Dr. Volker Schmiedel

Meteorismus und Flatulenzen

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,

seit Jahrzehnten leide ich unter Meteorismus und Flatulenzen, werde mehrmals in der Nacht wach, weil der Druck und die Blähungn unerträglich sind und ich dann froh bin, wenn die Winde rauskommen. Aber auch tagsüber ist es nicht viel besser. Dazu kommt Sodbrennen und öfter Übelkeit mit Spucken.
Untersuchungen, die ganzen Bandbreite, was so üblich ist und diverse Ärzte habe ich schon hinter mir, z.Zt. mache ich gerade eine homöopathische Behandlung. Leider bleibt hier der Erfolg bis jetzt auch aus.
Meine Ernährung : ich esse hauptsächlich Bioprodukte, dabei Vollkornbrot (Dinkel) , Obst, Gemüse, Salate, aber auch Milchprodukte und Käse und Fleisch in Maßen. 1 x die Woche auf jeden Fall Fisch.
Ich bin männlich, 1958 geboren, Gewicht normal schlank.
Vielen herzlichen Dank schon mal im Voraus für Ihre Hilfe.

Freundliche Grüße

Antwort

Eigentlich will ich keine Schleichwerbung machen, aber in meinem Buch „Alarm im Darm“ vom TRIAS-Verlag sind alle Ursachen solcher Beschwerden beschrieben. Es kommen unterschiedliche Erkrankungen wie z.B. Laktose-, Fruktose-, Histaminintoleranz, Gallendysfunktion, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Nahrungsmittelallergien, leaky gut oder Darmentzündungen in Frage. Sie sollten sich einen Therapeuten suchen, der sich mit Stuhluntersuchungen, wie in meinem Buch beschrieben, gut auskennt und eine solche ausführliche Stuhltestung veranlassen. Achtung: Es reicht nicht aus, nur die Darmflora zu testen und die fehlenden Keime einzuwerfen oder den „bösen Candida-Pilz“ auszurotten. Wer nur das kann, versteht nichts von einer ganzheitlichen Darmtherapie! Viel Erfolg und gutes Gelingen!

Dr. Volker Schmiedel

Borreliose

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

seit Jahren erhalte ich Ihre Newsletter und lese diese immer mit großem Interesse, sind doch häufig ganz neue Denkansatze darin enthalten. Vielen Dank hierfür.

 

Haben Sie ggf. auch Erkenntnisse, wie Borreliose behandelt werden kann? Nach zwei Wochen Antibiotika wird der Patient meist als „geheilt“ entlassen, leidet aber (wie meine Mutter) jahrelang erheblich unter Schmerzen in den Gelenken, Dauermüdigkeit etc.

 

Für alternative Therapie-Anregungen wäre ich sehr dankbar.

 

Mit herzlichen Grüßen,

 

Antwort

Borreliose ist ein ganz komplexes Thema. Bei einer wirklich nachgewiesenen Borreliose kommt man meines Erachtens um eine Antibiotikabehandlung nicht herum. Zusätzlich würde ich aber immer die Wilde Karde sowie immunstärkende Nährstoffe wie Vitamin D, Zink, Selen oder Vitamin C, ggf. nach Messung im Blut, einsetzen. Bei chronischen Beschwerden besteht nicht selten ein DHEA-Mangel, den man durch eine Hormonuntersuchung im Speichel nachweisen kann. Ich habe den Eindruck, dass das Immunsystem manchmal durch eine Infektion stimuliert wurde und dann aber nicht wieder zur Ruhe kommt, obwohl gar keine Erreger mehr vorhanden sind. Dann kann eine Optimierung der Omega-3-Versorgung (AA/EPA-Quotient im Blut unter 2,5) sowie ein Vitamin D-Spiegel von 40-60 ng/ml unter Umständen weiterhelfen.

 

MfG

 

Dr. Schmiedel

 

Rosazea

Welche Erfahrung haben Sie mit Rosazea?
Welche Therapie und Ernährung empfehlen Sie?

Antwort

leider habe ich keine eigenen Erfahrungen mit Roazea. Da aber entzndliche Prozesse an der Pathogenese mit beteiligt sind, würde ich hier ebenso wie bei anderen chronischen entzündlichen Erkrankungen auch für einen optimalen AA/EPA-Quotienten von unter 2,5 sorgen. Um diesen zu erreichen, brauchen die meisten mindestens einen EL Fischöl. Genau kann man die Therapie steuern, wenn man eine Fettsäureanalyse sowie eine Kontrolle nach 3 Monaten und dann ggf. Dosisanpassung veranlsst. Da Vitamin D auch anti-entzündlich wirkt, würde ich auch Vitamin D messen und in den optimalen Bereich einstellen (40-60 ng/ml) – zumal bei Rosazea ja vor Sonne als Verstärker der Krankheit gewarnt wird und daher oft ein noch größerer Vitamin D-Mangel als allgemein in der Bevölkerung angenommen werden kann. Außerdem würde ich Zink und Selen im Blut messen und für eine optimale Versorgung im oberen Normbereich sorgen. Wenig tierische Fette und Nahrung sowie Bevorzugung „anti-entzündlicher Lebensmittel“ wie Curcuma, Ingwer, alle blauen, roten und gelben Früchte und Gemüse sind sicher ebenfalls hilfreich.

 

MfG

 

Dr. Volker Schmiedel

Entgiftungsstörungen und LDL Anstieg

Kennen Sie Entgiftungsstörungen, die bei Einnahme von Omega-3 ein Ansteigen des LDLs verursachen?

Antwort

Nein, solche Polymorphismen sind mir nicht bekannt. Laut Studien kommt es im Durchschnitt unter Omega-3 eher zu einem leichten Anstieg von LDL im Gegensatz zur Erwartung vieler Nutzer, die von einer Cholesterinsenkung ausgehen. Es kommt im Durchschnitt aber auch zu einer HDL-Steigerung sowie zu einer manchmal sogar deutlichen Triglyceridsenkung, so dass es – alles über alles betrachtet – insgesamt zu einer Verbesserung der Gesamtlipidituation kommt.

 

Sollte im Einzelfall das LDL doch einmal dramatisch und vielleicht sogar gefährlich ansteigen und wirklich eine Indikation für Omega-3 vorliegen, so würde ich mit dem Roten Reis das LDL senken. Siehe hierzu https://www.dr-schmiedel.de/rotes-reismehl/

Verdauungsstörungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, ich würde mich freuen, wenn Sie mir einen Rat geben könnten. Seit 2,5 Jahren leide ich an Verdauungsstörungen. Mittlerweile immer stärker. Spiegelungen Magen/Darm sowie Blut- und Stuhluntersuchungen blieben ohne Erfolg. Tabletten gegen Reizdarm helfen nicht. Hätten Sie evtl eine Art Checkliste, welche Untersuchungen/Tests ich noch anstreben könnte? Lactose- und Fructose-Intoleranz-Test werden jetzt in den nächsten 14 Tagen noch durchgeführt.

Antwort

Leider schreiben Sie nicht, welche Verdauungsstörungen bestehen und welche Stuhl- und Blututnersuchungen durchgeführt wurden. Ein Laktose- und/oder Fruktosetest ergibt praktisch nie ein positives Ergebnis, wenn nicht zumindest der Verdacht auf eine entsprechende Intoleranz besteht. Ihn einfach nur zu machen, damit man irgendetwas macht, ist aufwändig und meist unsinnig. Wenn Sie Frischmilchprodukte gar nicht vertragen, aber Käse schon, dann braucht man einen Laktosetest auch nicht zu machen, weil eine Laktoseintoleranz dann sehr wahrscheinlich ist. Wenn Sie jedoch einen halben Liter Milch ohne Beschwerden trinken können, dann haben Sie wohl keine Intoleranz. Wenn Sie süsse Früchte und zuckerhaltige Lebensmittel gar nicht vertragen, dann ist eine Fruktoseintoleranz sehr wahrscheinlich. Vertragen sie beides hingegen seht gut, ist sie sehr unwahrscheinlich. In beiden Fällen braucht man auch nicht zu testen. Also: Wenn man sich sicher ist – in der einen oder anderen Richtung -, braucht nicht getestet zu werden. Bei Unklarheiten, bei einem Verdacht rate ich aber dringend dazu.

 

Was viel wichtiger ist, ist eine ausfürhliche Stuhluntersuchung. Ich untersuche als orienierenden Darmcheck die Stuhlflora, Verdauungsrückstände, Fett quantitativ, Gallensäuren, Calprotectin und Alpha-1-Antitrypsin. Sie benötigen aber noch jemanden, der diese Werte dann auch zu interpretieren vermag. Die meisten Ärzte (und leider auch viele Gastroenterologen) führen diese Untersuchungen nicht durch und kennen sich damit auch nicht aus. Einen Überblick, was diese Werte bedeuten, welche Krankheiten Verdauungsstörungen machen können und wie wir sie erkennen und behandeln können, erhalten Sie in meinem Buch:

 

Schmiedel, V.: Alarm im Darm, TRIAS-Verlag

 

Viel Erfolg und gutes Gelingen,

 

Dr. Volker Schmiedel

Neurodermitis und Ernährung

Guten Tag,
ich habe eine fast 4 Jahre alte Tochter, welche seit ihrer 6 Lebenswoche an Neurodermitis leidet.
Wir sind in Behandlung beim Hautarzt, waren in der Dermatologie im Inselspital.
Leider bin ich aber mit den Therapieansätzen nicht im ganzen zufrieden und bin auf der Suche nach jemandem der mir/uns zum Thema Ernährung und Darmaufbau weiterhelfen könnte spezialisiert auf Kinder.
Ich würde mich über eine Antwort von ihnen freuen,
Vielen Dank für ihre Bemühungen
Freundliche Grüsse

Antwort:

Per Mail darf ich keine individuelle Beratung geben. Allgemeine diagnostische und therapeutische Hinweise bei bestimmten Erkrankungen darf ich aber schon erteilen.

 

Diesen Artikel haben Sie ja vielleicht schon auf meiner Homepage gelesen:

 

https://www.dr-schmiedel.de/wp-content/uploads/2016/10/ehk_2016_05_121016_14_21.pdf

 

Mit bestimmten Ernährungsmassnahmen kann man sehr viel erreichen. Neben einer subtilen Nährstoffanalyse halte ich eine ausführliche Stuhluntersuchung für sehr sinnvoll. Wir wissen, dass die Darmschleimhaut und die äussere Haut sehr eng miteinander zusammenhängen. Die Darmflora ist dabei genauso wichtig wie die Vermeidung eines leaky gut-Syndroms. All dies können wir leicht messen. Darüber hinaus empfehle ich dringend einen Nahrungsmittelallergietestes. Viele Autoimmunerkrankungen werden dadurch unterhalten, dass eigentlich unverträgliche Lebensmittel verzehrt werden.

 

Gern können Sie sich einen Termin in meiner Praxis www.paramed.ch geben lassen, wenn Sie dies wünschen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Volker Schmiedel, M.A.

Plaquestabilisierende Wirkung von Rotem Reis

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

Mit Interesse habe ich ihren Artikel über die Wirkung der Blutfettsenkung von rotem Reismehl gelesen.
Hat das Reismehl ähnlich wie Statine auch plaquestabilisierende Wirkung?
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen, da ich ein großer Skeptiker von Statinen bin.

Besten Gruß

Antwort:

Es ist davon auszugehen, dass alle Wirkungen der Statine (außer die Nebenwirkungen) auch beim Roten Reis zu erwarten sind – also auch die plaquestabilisierende Wirkung. Darauf deuten jedenfalls die klinischen Endpunktstudien hin, bei denen unter Rotem Reis genauso viele vermiedene Herzinfarkte und Todesfälle (tendentiell sogar eine bessere Verminderung) wie unter Statinen gefunden wurden. Der Effekt wird vermutlich noch verstärkt, wenn zusätzlich Omega-3 gegeben wird. Zu dieser Kombination gibt es jedoch keine Studien.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Erhöhter Homocysteinwert

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
mein Homocysteinwert ist seit meiner Konsultation bei Ihnen in Kassel (2013) von 9,23 auf 17 gestiegen.
Alle anderen Werte ( CRP ultrasensitiv, Fibrinogen, Lipoperoxide) waren damals normal, Lipoprotein mit 0,33,g/l leicht erhöht. Besteht Handlungsbedarf?
Meine aktuellen Cholesterinwerte (seit Jahren fast unverändert):
Gesamt: 271, HDL: 66, LDL: 172.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Aus standesrechtlichen Gründen darf ich Ihnen keine individuelle Beratung erteilen. Ein Homocystein über 15 kann laut epidemiologischen Studien jedoch das Risiko für Demenz, Schlaganfall oder Osteoporose erhöhen. Hoch dosierte B-Vitamine (Folsäure, B12 und B6) sind in den meisten Fällen in der Lage, den Wert deutlich zu senken.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Erhöhtes Lp(a)

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich war einige Jahre Patientin in Ihrer ambulanten Sprechstunde in der Habichtswaldklink. Sie hatten bei mir eine Kuhmilchunverträglichkeit festgestellt und die Fettstoffblutwerte waren auch nicht immer in Ordnung. Nun habe ich nach einiger Zeit mal wieder bei meinem Hausarzt das Blut kontrollieren lassen. HOMO 15,4,LPA 173, HDL 60, LDL 147. Mir macht nun der hohe LPA grund zur Sorge. Mein Hausarzt meinte das wäre genetisch bedingt und man könnte dagegen nichts tun, außer wenn er noch höher würde müsste man über eine Lipidapherese nach denken. Gibt es nichts homöphatisches zum Senken des Wertes?
Über eine kurze Nachricht würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank.

Antwort:

Leider darf ich Ihnen über das Internet keine persönliche Beratung zuteil werden lassen. Erhöhtes Lp(a) ist tatsächlich genetisch bedingt. Manchmal lässt es sich ein wenig durch sehr hoch dosiertes Vitamin B3 (1500 mg tgl.!) senken. Auf jeden Fall müssen alle anderen Risikofaktoren optimal gesenkt werden. Erhöhtes Homocystein lässt sich immerhin sehr leicht mit den B-Vitaminen Folsäure, B6 und B12 senken. Es wäre natürlich schön, wenn Sie jemanden finden würden, der sich damit auskennt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Darmprobleme

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
bin über Ihr Buch „Verdauung“ auf Sie aufmerksam geworden.

Mittelerweile ist mein Leidensdruck so groß, dass ich nicht mehr weiter weiß.

Bin 52 Jahre alt und habe seit rund 35 Jahren Darmprobleme in Form von massiven Blähungen und Durchfällen.
Hatte im Alter von 27 und 28 Jahren mehrere Monate anhaltende Durchfallphasen, in denen ich 15 kg bzw. 20 kg abgeommen hatte.
Aktuell wiege ich seit Jahren unverändert 71kg bei 1,91m Körpergröße.
Ich habe immer wieder anhaltende Durchfälle und eine Art Brennen, ca. 10 cm rechts vom Nabel. Dazwischen gibt es kurze Phasen mit normalem Stuhlgang, in denen ich scheinbar alle Lebensmittel gut vertrage.

3 Darmspiegelungen: unauffällige Ergebnisse (inkl. Gewebeuntersuchung der Ileumschleimhaut, Colonschleimheit)
2 Magenspiegelungen: unauffällige Ergenisse
Stuhluntersuchung auf Calprotectin: unauffällig

Myrrhinil intest, Luvos Heilerde, Mutaflor, Activomin bringen keine spürbare Besserung
Nur mit Salofalk 500mg gelingt es mir, für einige Wochen die Durchfälle zu stoppen (7 Tage 3×2 Tabletten täglich).

Haben Sie einen Tipp,
– was für eine Diagnostik, Therapie im meinem Fall Sinn macht?
– können Sie mir ggf. einen guten Therapeuten empfehlen (wohne in Lippstadt, NRW)

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Freundliche Grüße

Antwort:

Zuerst würde man bei Beschwerden wie den Ihren auch an eine Darmentzündung denken, was aber durch die erfolgten Untersuchungen erher unwahrscheinlich erscheint. Aber ein Gallensäureverlustsyndrom, eine Pankreasinsuffizienz oder Nahrungsmittelallergien können dieselben Symptome verursachen. Menschen mit Ihren Beschwerden rate ich, sich unbedingt einen Therapeuten zu suchen, der die in meinem Buch beschriebenen Stuhl- und ggf. auch Blutuntersuchungen durchführen und interpretieren (!) kann. Man kann zur Not bei einem Labor wie www.enterosan.de nachfragen, ob die mit einem erfahrenen Therapeuten in Ihrer Nähe zusammenarbeiten. Wenn man gar nicht weiterkommt, kann man mich natürlich auch in meiner Praxis www.paramed.ch in der Schweiz aufsuchen.
In der Hoffnung, Ihnen damit weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen,
Dr. Volker Schmiedel

 

 

Neurodermitis - Omega-3 Gabe bei Kindern

Hallo Hr Schmiedel,
Herzl Dank, Sie machen eine tolle Arbeit; ich durfte Sie schon mehrmals bei Enterosan hören.
Meine Frage: in welcher Form kann ich einem Dreijährigen Omega 3 geben; das Kind hat starke Neurodermitis.

Herzl Dank!

Antwort:

Vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung! Da Dreijährige oft noch nicht so gut Kapseln schlucken können, kann man Omega-3 in flüssiger Form geben. Pro 10 kg 1 ml oder pro kg 2 Tr. NorSan total Fischöl ist die richtige Dosis. Eine Alternative ist das NorSan kids in derselben Dosis – schmeckt für Kinder noch etwas besser. Am besten in Saft oder Suppe verstecken. Smoothies sind ideal. Vitamin D nicht vergessen. Bei Neurodermitis bei kleinen macht man mit 1000 IE zusätzlich zu dem im NorSan enthaltenen Vitamin D nichts verkehrt – auch jetzt im Sommer.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

 

Leaky-Gut-Syndrom

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
vielen Dank für Ihr Buch „Alarm im Darm“ und Ihre Internetpräsenz. Ich würde am liebsten umgehend Ihre Praxis aufsuchen, denn ich bin einigermaßen verzweifelt.
Ich habe zwei Fragen an Sie – 1. bzgl. des Leaky-Gut- Syndroms. Und 2. bzgl. eines „Pseudotumors“ + Sigma- Divertikulitis.
Ich bin 54 Jahre alt. Im September 2015 diagnostizierte mein Arzt ein Leaky- Gut- Syndrom. Die Stuhldiagnostik wies eine starke Dysbiose, Fäulnisflora, vermehrt Hefen und pH- Wert 7,5 nach.
Therapie: Antibiotika, Myrhinil intest, Lactobact premium. Nichts änderte sich wirklich.
Mir fiel auf, daß ich Fleisch schlecht vertrage und Stuhl sowie Urin manchmal beißend scharf stinken, fast wie Ammoniak.

!. Frage: Wie gehe ich weiterhin mit dieser Erkrankung um bzw. woran erkenne ich, daß es ausgeheilt ist?
Seit Anfang Juli verzichte ich wegen der ständigen starken Bauchschgmerzen komplett auf jegliches Getreide. Das brachte Besserung.
Vor zwei Wochen bat ich wegen starker Schmerzen im linken Unterbauch um eine Koloskopie.
Seit einigen Wochen hatte ich das Gefühl, daß ich was im Bauch habe, das jeden Moment platzt. Mein Bruder berichtete mir zudem, daß unserer Mutter mit Mitte 40 wegen Darmkrebs ein Stück Darm entfernt wurde und daß er selbst vor 3 Jahren einen Tumor hatte.
Die Koloskopie am 4.8. zeigte einen hochgradig entzündeten, eiternden „Pseudotumor“. Blutbild wies u.a. CRP- Wert von 60,3 mg/l nach. McHC 30,9 g/dl. Der Arzt diagnostizierte akute Sigma- Divertikulitis,“ weil die Werte dazu passen“.
Hystologischer Befund: keine Malignität.
Therapie: Metromidazol 400mg + zusätzlich Ciprofloxacin 500 mg.
Ich hatte eine starke allergische Reaktion mit Halsenge/ Atemnot.
Also Wechsel zu Moxafloxacin 400 mg. Auf eigene Faust: Omniboitik AAD 10 + Omnibiotik 6, + Schüßlersalze in Dilution.
Neuerliches Blutbild von Montag, 14.8. zeigt normale Werte.
Gestern abend hatte ich wieder pulsierend- stechende Schmerzen im linken Unterbauch. Allerdings etwas weiter unten.
2. Frage: Was mache ich jetzt?
Mein Hausarzt (zur Zeit in Urlaub) hat mich schonmal als Hypochonder bezeichnet. Und der Gastroenterologe empfiehlt mir weitere Antibiotika bzw. OP.
Bitte verzeihen Sie, daß ich Sie mit einem so langen Schreiben belästige.
Ich freue mich auf Ihre Antwort und hoffe, Sie können mir eine Sprechstunde anbieten.
Mit den besten Grüßen

Antwort:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich aus zeitlichen und vor allem auch aus rechtlichen Gründen gar keine individuelle Beratung per Mail erteilen darf.

Es ist immer zu fragen, wie denn eine Diagnose entsteht. Worauf begründet sich die Diagnose leaky gut? Die wichtigsten Parameter dafür sind Alpha-1-Antitrypsin und Zonulin, die Sie aber gar nicht erwähnen. Die Ursache eines Fäulnisstuhls ist meist eine Fettverdauungsstörung. Ist das Fett gemessen worden? Es sollten alle Werte gemessen werden, die ich in meinem Buch beschreibe. Dann kann man die Ursache schon mal eingrenzen. Ein CRP von 60 findet man bei einer masiven Entzündung wie z.B. einer Blutvergiftung (das heißt nicht, dass Sie eine haben). Da darf man schon etwas Schmerzen haben.

In einem Akutfall wie diesem müssen unbedingt sofort Blutbild und Entzündungswerte untersucht und bei vorliegender starker Entzündung sofort behandelt werden. Danach sollte man sich aber einer umfassenden Stuhldiagnostik zuwenden, um die Ursache des Fäulnisstuhles herauszubekommen.

Mit freundlichen Grüßen und viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

 

Vitamin D Spiegel

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, bei mir wurde durch einen Sportmediziner und Internist, ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel festgestellt. Er liegt bei 17,2 und sollte lt. Arzt zwischen 40 – 60 liegen. Mir wurde daraufhin Dekistrol 20.000 verschrieben und ich soll einmal wöchentlich eine Kapsel einnehmen. Dies mache ich seit Ende Mai 2017. Ich habe Muskelprobleme und Durchblutungsstörungen. Wie lange dauert es erfahrungsgemäß bis bei dieser Dosierung eine Besserung der Beschwerden eintritt? Bis jetzt kann ich nur feststellen, dass meine Augen nicht mehr so lichtempfindlich sind und meine Stimmung hat sich verbessert. Aber an den Muskeln merke ich noch nichts. Ausserdem nehme ich von Lavita den Vitalstoffsaft ein. Der Arzt meint er könne zwar die Dosierung vom Vitamin D erhöhen, aber es können dann auch Nebenwirkungen auftreten. Ist dem so? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir antworten könnten. Danke im Voraus für Ihre Bemühungen und freundliche Grüße

Antwort:

Früher habe ich auch die wöchentliche Gabe von Vitamin D bevorzugt, inzwischen gibt es aber Studien, die belegen, dass das leider nichts bringt. Das Speicher-Vitamin D steigt im Blut zwar an, aber es wirkt nicht. Es müssen also zwei Bedingungen erfüllt werden:

– Der Spiegel sollten tatsächlich in einen Bereich von 40-60 ng/ml kommen.
– Die Einnahme der dafür nötigen Dosis (die meisten benötigen dafür 2000-6000 IE) muss täglich erfolgen.

Wenn der Spiegel unter 100 ng/ml bleibt, können praktisch keine Nebenwirkungen auftreten. Um einen solchen Spiegel zu erreichen, müssten Sie aber 20.000 IE täglich einnehmen.

Zu dem Vitalstoffsaft kann ich nicht viel sagen. Ich untersuche gerne alle Vitamine und Mineraltsoffe, die zu einer bestimmten Krankheit passen und gebe dann die fehlenden Stoffe in einer hohen Dosierung und was in Ordnung ist, muss ich überhaupt nicht geben. In den „Multi-Präparaten“ sind viele Stoffe drin, von dener der Patient genügend hat. Und von denen, die im Mangel sind, ist zuwenig drin.

Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr. Volker Schmiedel

 

Behandlung in der Schweiz

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,

schade, daß Sie nicht mehr in D. praktizieren. Können oder dürfen Sie jemanden empfehlen, der so nach Ihrem Konzept arbeitet ?
Ich leide unter RA und essentielle Thrombozythämie, PAVK, bin auf starke Medikamente angewiesen…….
Haben Sie in der schweiz eine Kassenzulassung?

Danke für eine Antwort
Freundl. Grüße

Antwort:

Bei Rheumatoider Arthritis und bei arterieller Verschlusskrankheit gibt es viele naturheilkundliche Ansätze. Leider kenne ich in Deutschland niemanden, der exakt nach meinen Konzepten arbeitet. Die Gemeinschaftspraxis Paramed in Baar zwischen Luzern und Zürich hat eine Kassenarztzulassung, was deutschen Kassenpatienten allerdings nichts nützt, da die deutschen gesetzlichen Kassen das nicht bezahlen. Sie müssten also privat zu mir kommen. www.paramed.ch
Sie können aber auf jeden Fall einige der in meinen Artikeln vorgeschagenen Empfehlungen befolgen. Eine Fettsäureanalyse können Sie auch über das Internet bei www.norsan.de durchführen lassen. Dann sollten Sie so viel Fischöl einnehmen, dass Sie einen AA/EPA-Quotienten unter 2,5 erreichen. Mit Vitamin D, Selen und anderen Faktoren kann man natürlich noch viel mehr erreichen, wenn dies optimal eingestellt wird.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Seit Jahren begleitet mich die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto. Ich habe täglich mein Thyroxin 50 eingenommen und damit lebte ich sehr lange ganz gut. Im Jahre 2015 riet mir eine Heilpraktikerin zum absetzten der Medikation und ich bin ihrem Rat gefolgt (ohne mich näher mit diesem Themen auseinanderzusetzen. Heute bereue ich diesen Schritt!!!!!!
6 Monate danach wurde mein Leben ein Anderes. Mit Verdacht auf Herzinfarkt (Diagnose hat sich nicht bestätigt- alle notwendigen Untersuchungen wurden gemacht und alle waren ohne Befund bis auf EKG Veränderungen) kam ich ins Krankenhaus. Es wurden T- Negativierungen festgestellt und es wurde mir ans Herz gelegt meine SD Medikation wieder aufzunehmen. Seit dieser Zeit kämpfe ich….. mein Leben ist nicht mehr das was es mal war. Erschöpfung, Ängste bis hin zu Panikattacken, Herzprobleme, Mangelzustände und ständig das Gefühl überfordert zu sein…..
Ich bin in Behandlung und Arbeite an der Psyche, an meinem Wohlbefinden und einer emotionalen Gelassenheit aber es gelingt mir einfach nicht in mein Leben zurückkehren!
Meine SD ist zwar nach Werten eingestellt mit (Thyreogland) wieder scheinbar in Ordnung nur geht es mir immer noch nicht gut!
Nun habe ich Ihre Website gefunden und sie mit Interesse gelesen…. meine Frage geht nun dahin,ob Sie sich meine Wertemal anschauen könnten. Ich habe schon viel Geld für Blutuntersuchungen bezahlt aber vielleicht braucht es in meinem speziellen Fall auch noch anderes (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine)?!

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen da ich wirklich sehr verzweifelt bin. Ich möchte endlich wieder mein Leben mit meiner kleinen Familie „leben“….!

Mit den besten Grüßen

Antwort:

Sicher haben Sie meinen Newsletter über Hashimoto gelesen, in dem schon viele Informationen enthalten sind, die man üblicherweise nicht erhält. Wenn nicht, dann schauen Sie bitte hinein:
Neben den aktuellen Schilddrüsenwerten interessieren mich auch Schilddrüsen-Antikörper und bestimmte Nährstoffe wie Omega-3 und Selen, die ich benötige, um Entzündungen zu lindern oder gar zu heilen. Ich hatte zufällig gerade gestern eine Patientin, bei der wir innerhalb weniger Monate die zehnfach (!) erhöhten Schilddrüsenantikörper in den Normalbereich gebracht haben. Das gelingt nicht immer so schnell und so gut, aber es zeigt, dass der Hashimot prinzipiell behandelbar ist, was von den meisten Schulmedizinern geleugnet wird.
Gern können Sie einen Termin in meiner Praxis vereinbaren:
Bitte bringen Sie alle Befunde, die Sie haben, und alle Medikamente, Nährstoffe etc., die Sie nehmen, mit. Wenn Sie aus Deutschland kommen sollten: Die Praxis liegt in Baar zwischen Luzern und Zürich etwa 100 km von der Grenze in Basel entfernt. Die gesetzliche Versicherung beteiligt sich nicht an den Kosten, die private mindestenes teilweise.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Verdauungsstörungen

Lieber Herr Dr. Schmiedel,

Ich habe seit über einem Jahr extreme Verdauungsstörungen.

Diese kamen nach einem Darminfekt, der mit Schleim und Blut um Stuhl einherging.
Bedingt durch den starken Gewichtsverlust habe ich nun Panikattacken und vertrage kaum Lebensmittel.

Ständig habe ich Blähungen und durch den enormen Gewichtsverlust Kreislaufprobleme.

Ich bin am verzweifeln.

Haben Sie eine Idee?

Ich habe Ihr Buch gelesen ,Alarm im Darm, und mich da oft wieder erkannt.

Herzliche Grüße und vielen lieben Dank im Voraus.

Antwort:

Sie sollten unbedingt die in meinem Buch aufgeführten Untersuchungen durchführen lassen. Wenn Sie sich beispielsweise bei der Laktoseintoleranz wiederfinden, sollte ein Laktosetest durchgeführt werden. Sollte sich diese bestätigen, so müssen Sie sich an die Anweisungen zur Laktoseintoleranz halten.
Finden Sie sich bei Gallenfunktionsstörungen wieder, so sollten Sie die Galle mit den angegebenen Heilmitteln stimulieren.
Sind Sie nicht sicher, was es sein könnte, sollte eine ausführliche Stuhluntersuchung mit den angegebenen Werten durchgeführt werden. Leider bezahlt das die Kasse in der Regel nicht und es gibt wenige Ärzte, die sich damit auskennen. Suchen Sie sich einen solchen. Wenn Sie gar keinen finden und nicht weiterkommen, können Sie sich natürlich auch gern in meiner Praxis www.paramed.ch in der Schweiz melden.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Depressionen

Ich lese gerade ein Buch über Depressionen und TCL Therapie. Aber ich finde in ganz Deutschland keinen Therapeuten der mit der Therapie arbeitet. Ich habe seid 2 Jahren Depressionen und Panikattacken. Plus Tinitus und schlafe nicht ohne Tabletten. Ich bin 68 Jahre

Antwort:

Da ich nicht weiß, was TCL-Therapie ist, kann ich Ihnen hier auch nicht helfen. Ich finde bei meinen Depressionspatienten oft einen Mangel an Serotonin, Vitamin D und Omega-3. Werden diese Substanzen optimiert, kommt es häufig zu einer deutlichen Besserung, wenn nicht gar Heilung. In meinen Artikeln hierzu gibt es nähere Einzelheiten.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Vegan

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich habe eine Frage bezüglich der San Omaga 3 Öle. Ich habe aufgrund Ihres Artikels zunächst das San Omaga 3 Total Öl gekauft. Da meine Tochter Vegetarierin ist, habe ich dann San Omega 3 vegan bestellt. dann habe ich aber gesehen, dass dieses auch Sonnenblumenöl enthält. Wenn ich richtig informiert bin, ist das ungünstig, da wir Omega 3 ja einnehmen, um dem Ungleichgewicht und dem Überwiegen der Omega-6 FS entgegenzuwirken. Was ist von san Omega 3 vegan zu halten? Ist die Menge an Sonnenblumenöl darin bedenklich? Wenn ja, haben Sie Einfluss auf die Firma Norsan und könnten empfehlen, das Öl ohne Sonnenblumenöl herzustellen?
Oder kennen Sie eine andere vegetarische Quelle eines guten (wohlschmeckenden) Omega 3 Öls?

Mit besten Grüßen und Dank im Voraus

Antwort:

Die Menge von 2 % ist gegenüber dem Oliven- und dem Algenöl vernachlässigbar und konterkariert keineswegs die positiven Wirkungen des Algenöls. Aufgrund seines hohen Omega-3-Gehaltes, des guten Geschmacks und des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlen ich es allen Vegetarieren/Veganern (und weiß von vielen Carnivoren, dass sie es auch bevorzugen).

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Krillöl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Vitamin D nehme ich hochdosiert ein, dazu K2, hochdosierter VIt. B-Komplex, Vitamin E, ein fermentiertes Granatapfel-Produkt und Fischöl mit hohem EPA-Gehalt, möchte aber umsteigen auf Krillöl-Kapseln. Es ist schwierig gute Produkte zu finden, der Markt ist ja so überhäuft………Fischöl ist ja auch sehr mit Schadstoffen belastet.

Ich nehme täglich eine Knoblauchzehe roh zum Essen, mache mir einen Kurkumatrunk mit 1 geh. Tl. Kurkuma,Pfeffr, Zimt,Kakao usw……….., in der Hoffnung es richtig zu machen.

Vielleicht können sie dazu noch kurz was sagen, ich werde auch auf Ihre Seiten schauen, was ich teilweise auch schon tat.

Freundliche Grüße und danke

Antwort:

Von Krillöl kann ich Ihnen nur abraten, da Sie 300-600 Euro im Monat bezahlen müssten, um eine vernünftige Dosis zu erhalten. Ein qualitativ hochwertiges Fischöl ist praktisch schadstofffrei. Ich nehme selbst das NorSan, bei dem Sie auch die Analysen einsehen können.

Ich kann Ihnen nur raten, eine Fettsäurenalyse durchzuführen, dann NorSan mind. 1 EL einzunehmen, nach 3 Monaten nochmals eine Analyse durchzuführen. Wenn der AA/EPA-Quotient unter 2,5 liegt und gleichzeitig das Vitamin über 100 nml/l (beim Hausarzt messen lassen, zur Not auf eigene Kosten, ca. 25 Euro), dann haben Sie eine gute Chance, die Entzündung zu minimierien.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Vegan vs. Fischöl

Guten Tag,

ich würde gerne wissen ob die vegetarischen/ veganen omega 3 Kapseln genauso effektiv
sind wie Fischöl Kapseln?

Ich hoffe sehr auf eine aufrichtige Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Algenöl ist praktisch genauso effektiv wie Fischöl. Entscheidend ist, dass die Gesamtmenge der Fettsäuren EPA/DHA beachtet werden muss. Hier ist das Algenöl sogar effizienter als das Fischöl, denn während Fischöl meist ca. 30 % EPA/DHA enthält, sind es bei Algenöl sogar 60 %. Ein Esslöffel Fischöl enthält 2 g EPA/DHA und ein Teelöffel Fischöl enthält auch 2 g EPA/DHA – das sind die Mengen, die die meisten Menschen benötigen, um präventive oder therapeutische Effekte erzielen zu können. Bei Kapseln muss man ausrechnen, wie viele man nehmen muss, um auf 2 g zu kommen. Es kommt neben der Quantität aber noch auf die Qualität an. Riecht und schmeckt das Algenöl sehr nach Fisch, dann ist es ranzig und sollte nicht mehr genommen werden. Der dritte Punkt ist das Preis-Leistungsverhältnis. Rechnen Sie doch mal aus, wie viel Sie bei verschiedenen Präparaten für eine Tagesdosis von 2 g bezahlen müssen.

Es gibt eine Sorte von Krankheiten, wo ich dennoch für das Fischöl plädieren möchte. Dies sind alle Entzündungen von Asthma über Neurodermitis und Rheuma bis Zöliakie. Hier würde ich ein Fischöl bevorzugen, welches mehr EPA als DHA enthält. Fischöl aus Kabeljau sowie Algenöl sind hier nicht ganz so gut geeignet, weil EPA Entzündungen mehr senkt als DHA. Bevor aber ein Vegetarier/Veganer gar nichts nimmt, ist es immer noch besser, das hier nicht ganz so gute Algenöl anstelle von gar nichts zu nehmen – aber es ist eben nur die zweitbeste Lösung bei Entzündungen. Zur Erhaltung der geistigen Leistung, zur Entwicklung des kindlichen Nervensystems durch Einnahme von Öl durch eine Schwangere sowei zur Vermeidung von Demenz ist Algenöl sogar etwas vorteilhafter.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Fehldiagnose Reizdarm

Sehr geehrter Dr.Schmiedel,

als Heilpraktikerin ( in Reutlingen) lese ich regelmäßig und mit großem Interesse Ihre Newsletter. Ich arbeite hauptsächlich mit Bioresonanz und teste meine Patienten vollständig durch, bevor ich mit ihnen ihre Therapie durchspreche. Nun habe ich seit 4 Wochen eine 60jähr. Patientin, die nach zahlreichen Operationen, Impfungen und schweren Infekten nur noch Durchfälle hat. Meine Bioresonanzbehandlung, Zeolith-Gaben, Unverträglichkeitstests sind von mäßigem, meist nur wenige Stunden anhaltendem Erfolg gekrönt. Sie hat aber (Stuhluntersuchung vom HA) keine auffälligen bakteriellen Befunde, keinen Reizdarm, keine tropischen Parasiten oder sonstigen Erreger. Trotz alledem nimmt sie leicht zu. Was kann ich noch tun außer Geduld zu haben??

Mit Dank im Voraus

Antwort:

In der Stuhluntersuchung beim Hausarzt wurde wahrscheinlich nur nach Parasiten und pathologischen Keimen gesucht. Da wird man fast nie fündig. Eine ausführliche Stuhluntersuchung umfasst die Darmflora, Verdauungsrückstände, Fett quantitativ, Pankreaselastase, Gallensäure, Alpha-1-Antitrypsin und PMN-Elastase. Wenn man da nicht fündig wird, muss man noch an Laktose-, Fruktose-, Histaminintoleranz sowie Nahrungsmittelallergien denken. All diese Untersuchungen kann man beim Labor www.enterosan.de durchführen lassen. In meinem Buch „Alarm im Darm“ sind all diese Untersuchungen ausführlich beschrieben. Das Labor enterosan bietet auch Fortbildungen zum Thema an. Der Reizdarm ist die häufigste Fehldiagnose überhaupt. Bei 80-90 % aller so genannten „Reizdärme“ finde ich eine organische Ursache – man muss nur richtig suchen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Diabetes Ersatzprodukt Guar Verlan

Hallo Hr. Dr. Schmiedel,

in einem Ihrer Bücher empfehlen Sie Guar Verlan als geeignetes Produkt für Diabetiker.
Dieses Produkt wurde leider vom Markt genommen. Wissen Sie warum bzw. welches Ersatzpräparat können Sie empfehlen?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort:

Es geht prinzipiell mit allen Ballaststoffen, da hierdurch die rasche Aufnahme von Zucker aus der Nahrung gebremst wird – also eingeweichte Bockshornkleesamen, geschroteter Leinsamen oder gemahlener Flohsamen. Am besten keine Fertigpräparate, sondern die unbehandelten Substanzen aus Apotheke, Drogerie oder Reformhaus besorgen, da in (wohlschmeckenden) Fertigprodukten oft Zucker oder Süßstoff enthalten ist.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Artikel über Veganismus

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

zunächst bedanke ich mich für Ihren Beitrag zum Veganismus, welcher sich fachlich sicher auf belegtem Grund befindet.
Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema ist in jeder Hinsicht erstrebenswert, insbesondere auch eine differenzierte.

Ich wollte Sie dennoch fragen, ob es für eine grundsätzlich sachliche Debatte über Veganismus und entsprechende Risiken nötig sein kann, auf solch polemische und negativ konnotierte Art und Weise dieses Thema darzustellen?

Viele Ihrer Leser haben sicher nicht Ihren medizinischen Kenntnisstand, sodass es mir so erscheint, dass Ihre geradezu spöttische und suggestive Darstellung für diese den Veganismus als reine Gefahr darstellt.
Einseitigkeit und subjektive Abneigung gehören meines Erachtens nach nicht in einen Fachbeitrag eines Mediziners, unabhängig davon, dass Kritik an Veganismus stets möglich sein muss.

Die Notwendigkeit eines emotional so aufgeladenen Beitrags sehen Sie jedoch allen Anscheins nach.
Dennoch hoffe ich, dass künftig mehr Ihres zweifellosen Fachwissens und weniger Subjektivität Ihre Beiträge kennzeichnet.

Antwort:

Vielen Dank für Ihre konstruktive, aber dennoch persönlich zurückhaltende Kritik! Da habe ich aus der veganen Ecke schon ganz anderes zu hören bekommen. Ja, der Beitrag ist bewusst polarisierend und provokativ. Von veganer Seite kommen aber durchaus auch sehr provokative Äußerungen in Richtung der „Fleischfresser“. Wer austeilt, muss auch ein wenig einstecken können. An Ihrem Stil meine ich zu erkennen, dass Sie vermutlich nicht zu den aggressiven Veganern gehören. Und ich wollte Menschen wie Sie ganz bestimmt nicht persönlich treffen. Meine Kritik richtet sich vielmehr an die aggressiven Hardcore-Veganer, die meinen, sie hätten die Weisheit mit ihren veganen Löffeln gegessen. Ich selbst bin zu mehr als 95 % Veganer, esse nur noch selten Milchprodukte oder Eier, manchmal aber Fische und gar kein Fleisch. Trotzdem ich noch Fische esse, muss ich aber Omega-3 und Vitamin D nehmen, um optimale Werte zu haben, die anderen Werte sind bei mir gut.

Noch einmal: Ich halte vegane Ernährung für die gesündeste der Welt – wenn Omega-3, Vitamin D, B12, Zink, Selen und Eisen gemessen und bei Bedarf substituiert werden. Geschieht dies jedoch nicht, halte ich sie langfristig für eine gefährliche Mangelernährung. Wenn ich nur einen einzigen Veganer mit meiner Polemik dazu gebracht habe, doch einmal diese Werte zu messen und zu optimieren und damit vor einer sonst drohenden Krankheit zu bewahren, dann hat sich der Beitrag bezahlt gemacht. Die alten Griechen haben gesagt, man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen, ohne jemanden den Bart zu verbrennen. Ich hoffe, ich habe „Ihren Bart“ nur ein wenig angesengt und er ist noch zu retten.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Fettverdauungsstörung

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,
ich habe Ihr Buch „Alarm im Darm“ (mehrfach) gelesen, da ich seit ca. 1/2 Jahr v.a. unter sehr starken Blähungen leide.
Eine Stuhlanalyse bei ganzimmun hat ergeben, dass ich eine starke Fett- und Eiweißverdauungsstörung sowie eine Dysbiose (E coli stark vermehrt, Lactobazillen stark vermindert) habe. Außerdem wurde eine verminderte Konzentration von sIgA festgestellt. Die Pankreaselastase ist in Ordnung, keine Gallensäuren im Stuhl.
Meine Hausärztin ist nicht begeistert, dass ich mit ihr über den Befund sprechen möchte. Ich möchte jedoch unbedingt diagnostisch abklären, wo die Ursache(n) liegen. Worauf sollte ich meine Hausärztin gezielt ansprechen? Sollte ich mich in jedem Fall an einen Facharzt überweisen lassen? Meine Hausärztin ist Allgemeinmedizinerin.
Ich bedanke mich für Ihr hilfreiches Buch und Ihren Rat.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Im Studium und in den von Pharmafirmen angebotenen Fortbildungen lernen Ärzte nicht, wie solche Befunde interpretiert werden. Manche, wenige Hausärzte besuchen Fortbildungen, wo man so etwas lernen kann. Dort habe ich aber noch nie einen Gastroenterologen gesehen.

Die Ursache Ihrer Verdauungsstörung ist also die Fettverdauungsstörung, die Folge ist dann die Dysbiose. Alle möglichen Ursachen sind in meinem Buch afgeführt, z.B. Laktoseintoleranz, Gallenstörung oder Nahrungsmittelallergien. Bei entsprechendem Verdacht müssten also weitere Abklärungen erfolgen.

Wenn Sie selbst nicht weiterkommen oder niemanden finden, der davon etwas versteht, dann rufen Sie das Labor ganzimmun an, ob die Therapeuten in Ihrer Nähe kennen, die sich damit wirklich gut auskennen. Wenn Sie damit auch nicht weiterkommen, dann können Sie sich auch in meiner Schweizer Praxis eine Termin geben lassen.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

 

Kombination verschiedener Nährstoffe in einem Präparat

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
in Kassel habe ich Sie 2008 persönlich kennen gelernt und seitdem lese ich mit Vergnügen und Interesse Ihren Newsletter. Meine Frage:
Ich bin 68 Jahre alt, ernähre mich vegan, aber mit Fisch, Ei und ein bisschen Käse. Dazu die Vitamine B, C, D (Dekristol gekoppelt mit Vit. K2), OPC und Schüssler Salze, hier vor allem Magnesium. Dazu das von Ihnen empfohlene San Omega Fischöl.
Alle diese Tabletten nehme ich einzeln – gibt es das nicht auch ein bisschen kompakter? Wenn Sie da was hätten, würde ich mich sehr freuen,
liebe Grüße

Antwort:

In der Schweiz gibt es eine Firma, die kann jeden gewünschten Nährstoff und jeder beliebigen Kombination und Dosis in ein Granulat packen. Schüssler-Salze sind da aber auch nicht drin (nebenbei ist Magnesium im Schüsslersalz homöopathisch und nicht materiell enthalten – ich habe es mal ausgerechnet: Man muss 30.000 Tabletten nehmen, um auf die Tagesdosis von Magnesium kommen, aber jeden Tag!). Omega-3 kann man auch nicht in das Granulat packen.

Nochmal nebenbei: Vitamin K brauchen Sie nicht – es sei denn, Sie haben eine Osteoporose mit nachgewiesenem Vitamin K-Mangel. Und Dekristol bitte niemals einmal in der Woche nehmen (es sei denn, Sie haben eine Osteoporose und nehmen es wirklich nur dafür, nicht aber für Nerven, Herz und Immunsystem).

MfG

Dr. Schmiedel

Mikronährstoffbestimmung aus Kapillarblut

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
auf der Suche nach einer Möglichkeit, die venöse Blutabnahme wenigstens zum Teil durch eine Kapillarblutanalyse ersetzen zu können, bin ich auf Ihre website gestoßen. Ich bin Heilpraktikerin in Minden, nehme bei gut sichtbaren Venen mehr oder minder gerne Blut ab und stoße gerade bei Frauen immer wieder auf schwierige venöse Verhältnisse. Zudem kommt keine Routine auf, weil der Anteil der Patienten, die eine privat zu bezahlende Laborleistung in Anspruch nehmen, eher gering ist. Sie bieten in der Schweiz einen Vortrag und ein Seminar zum Thema Mikronährstoffbestimmung aus Kapillarblut an. Weil es mir aus privaten Gründen momentan nicht möglich ist, eine längere Reise anzutreten, bitte ich Sie auf diesem Weg um Informationen zu diesem Thema. Oder kennen Sie zufällig auch ein Labor in Deutschland, die diese Art der Blutanalyse anbietet und unterstützt? Denn wahrscheinlich ist es logistisch nicht möglich, eine in Deutschland gewonnene Blutprobe aus Kapillarblut in der Schweiz bestimmen zu lassen.
Über eine Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen!
Alles Gute für Sie in der wunderschönen Schweiz!
Herzliche Grüße

Antwort:

Leider weiss ich auch nicht, wer in Deutschland solche Untersuchungen anbietet. Fragen Sei doch die einzelnen Labore. Lediglich bei Fettsäuremessungen kann ich Ihnen weiterhelfen. Die werden von www.norsan.de angeboten. In diesem Jahr (2017) in München und im nächsten Jahr (2018) in Hamburg und Berlin werden auch Seminare angeboten, wo man die Interpretation der Befunde sowie die optimale Behandlung mit Fettsäuren erlernen kann.
Vielleicht finden Sie im nächsten Jahr doch einmal den Weg in die Schweiz, wo unter www.paramed.ch sicher wieder Seminare angeboten werden, wo man erlernen kann, wie mit den Werten von Vitamin D, Selen, Homocystein usw. umgehen kann.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Herzrhythmusstörungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich habe Sie im Februar in Dortmund erstmalig kennengelernt, und war jetzt bei einigen Webinaren begeistert dabei. Zuletzt das Herz-Webinar, was sehr beeindruckend war. Jetzt fragte mich ein Patient, ob das Omega-3-Öl explizit bei Herzrhythmusstörungen erfolgreich eingesetzt werden kann. Er ist Afrikaner und sicherlich spielt das Thema Vitamin D auch eine große Rolle in seiner Gesundheit.
Ich danke Ihnen für eine kurze Rückmeldung.
Herzliche Grüße

Antwort:

Natürlich kann das Omega-3 gerade bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Messen Sie bitte die Fettsäuren und bringen Sie den Patienten auf einen Omega-3-Index über 8 %. Nicht alle, aber viele Patienten berichten dann von viel weniger Herzrhythmusstörungen. Sie haben recht, Vitamin D sollte auch optimal sein, d.h. mit einem Spiegel von 100-150 nmol/lMenschen mit dunkler Hautfarbe benötigen dafür in unseren Breiten mehr Vitamin D als Kaukasier. Bei Herzrhythmusstörungen messe ich außerdem Magnesium und Kalium im Vollblut und optimiere die Spieel nötigenfalls.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Hohe Vitamin D Zufuhr

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

mit Bitte um kurze Anfragen:

Aktueller D3- Wert = 49 ng / l bei 10.000 IE täglich.
Nach meinen Berechnungen erreiche ich bei 12.860 IE täglich 63 ng / L

Laut Dr. Strunz und Dr. Schweikart liegt der sehr hohe Bereich 80 – 90 ng / l

Pro Tag nehme ich 200 ug K2 MK7.

Was passiert, wenn der Wert auf 65 – 70 steigen würde ?

(Im Sommer nehme ich bedingt durch Sonnencreme fast keine Sonne auf)

Besteht die Gefahr von Calciumablagerungen u.a. Langzeitschädigungen ?

Ist es besser die Grenze bei ca 63 zu belassen ?

Eisenwert aktuell, 138 bei 21 mg Eisen II täglich (Viel Vitamin C zu den Mahlzeiten)

Erreichen möchte ich 250.

Bei normalen Eisentabletten habe ich Magenprobleme.

Was halten Sie von der Einnahme von Eisen Chelat, 14 mg pro Tablette ?

Nehme müsste ich hiervon ca. 3 St. pro Woche.

Eiweisspiegel fast vegane Ernährung = 6,85 ( 100 g Soja- Isolat zur Ernährung, ansonsten reichhaltige Eiweisernährung + sehr viele NEM)

Sport ca 14 Stunden wöchentlich.

Fördert die Aufnahme von B1 + B6 die Eiweisaufnahme ?

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Antwort:

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass individuelle Fernberatungen rechtlich gar nicht erlaubt sind. Bei Werten bis 60 ng/ml sehe ich überhaupt keine Gefahr. Bei einer Hochdosistherapie sollte unbedingt die Betreuung durch einen mit Vitamin D wirklich sehr erfahrenen Arzt stattfinden. Ich selbst messe dann regelmäßig bestimmte Laborwerte, anhand derer ich feststellen kann, dass noch keine Gefahr besteht.

Bedenken Sie bitte, dass Sie sich mit einer möglichen Überdosierung nicht nur selbst schädigen, sondern auch die Vitamin D-Therapie diskreditieren, falls etwas passieren sollte. Die Gegner warten nur auf Schäden durch Vitamin D, um das leidlich auszuschlachten. Also: Keine Experimente ohne Absicherung durch einen erfahrenen Arzt!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Nephrotisches Syndrom und Hashimoto

Sehr geehrter Herr Doktor Schmiedel,
seit geraumer Zeit nehme ich Produkte von Lifeplus.Ich fühle mich super!!
Meine Cousine jedoch ist am Syndrom nephroticum und Hashimoto erkrankt.Was würden Sie ihr empfeheln!?Auch Vitamin D und Eiweis?!?!Sie ist erst 52 J jung und total platt.Verliert viel Eiweis,schwillt an wenn sie kein Deuretika nimmt und hat keine Kraft.Die kleinste Anstrengung macht sie fertig.Uch michte ihr so gerne helfen weis aber nicht wie.Sie hat immer alle 3 Monate Blutabnahmen und alles wird kontrolliert.Ich bin jedoch der Meinung,dass sie doch Vitamine und Mineralien dringend benötigt,was meinen Sie?!?!Ich begrüse es sehr wie Sie behandeln.Soeben habe ich von Ihnen aus der Zeitung BIO erfahren.
Auf Ihre Antwort freue ich mich sehr.
Herzlichst

Antwort:

Mit Nephrotischem Syndrom kenne ich mich nicht sehr gut aus. Entsprechende Eiweißverluste müssen natürlich ersetzt werden. Dazu bedarf es einer guten Betreuung durch einen Nephrologen und entsprechend geschulte Ernährungsberatung.
Bezüglich Hashimoto schauen Sie bitte in mein Newsletterarchiv auf www.dr-schmiedel.de
Dort habe ich wichtige Infos zu Hashimoto zusammengefasst. In jedem Fall sollte das TSH auf 1-2 eingestellt werden. Ich würde auch Vitamin D, Selen und die Fettsäuren messen und auf optimale Werte einstellen. Wenn die Nierenfuktion schon beeinträchtigt ist, müssen 25-OH-Vitamin und 1,25-OH2-Vitamin D gemessen und optimiert werden.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
COPD - fortgeschrittene chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Sehr geehrter Herr Kollege Dr. Schmiedel,

ich habe eine COPD Stad. III nach Gold (Anm. des Autors: fortgeschrittene chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Haben Sie Therapievorschläge für diese chronische Entzündung?

Freundliche Grüsse

Antwort:

Aus der Ferne ohne Kenntnis genauer Befunde ist eine allgemeine Therapieempfehlung nicht einfach und eine individuelle unmöglich. Als chronisch entzündliche Erkrankung empfehle ich jedem COPD-Patienten die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, wobei ich das NorSan empfehle. Mit 1 EL tgl. macht niemand etwas falsch. Wenn man es genauer haben möchte, sollte man vorher eine Fettsäureanalyse durchführen lassen, um zu sehen, ob man vielleicht nur 1 TL oder 1 1/2 EL benötigt. Sowohl das Öl als auch das Testset erhält man bei www.norsan.de.

Wenn häufige Infekte auftreten oder die COPD unter Infekten deutlich exacerbiert, würde ich auch noch Vitamin D, Zink und Selen und diese Werte optimal einstellen, Vitamin D mind. 40, besser 60 ng/ml.

Freundliche Grüsse

Dr. Volker Schmiedel, M.A.

Kaliumüberversorgung

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, ich hätte bitte eine Frage an Sie. Von Dr. Grandel (Grandelat, Trinkmagnesium) nehme ich seit ca. 1,5 Jahren täglich 2 Brausetabletten. die Nährstoffe pro Tablette sind: Vit C 40 mg; Magnesium 150 mg und Kalium 500 mg). Soviel ich weiß, wird Magnesium besser aufgenommen, wenn Kalium dabei ist. Irgendwie freut sich mein Körper jeden Tag auf die 2 Tabletten. Mein Kalium Wert im Serum beträgt 4,9 mmol/l. Ich habe nun nämlich etwas Angst, dass ich zu viel Kalium aufnehme, weil in Ihrem Buch „Nährstofftherapie“, schreiben Sie ja auch, zu viel Kalium ist schädlich. Vielleicht könnten Sie mir da einen Rat geben. Wie gesagt, Magnesium möchte ich gerne weiterhin nehmen, weil ich das Gefühl habe, dass es mit gut tut.
Mit ganz lieben Grüßen

Antwort:

Der Serumwert ist völlig im Normbereich. Sie brauchen vor einer Kaliumüberversorgung keine Angst zu haben. 500 mg ist auch keine grosse Dosis. Die meisten Menschen nehmen heute mit der Nahrung 2-4 g ein. Unsere Vorfahren in der Steinzeit haben teilweise über 8 g täglich zu sich genommen. Beim Kalium muss man nur dann aufpassen, wenn eine Nierenfunktionsstörung vorliegt. Ist das nicht der Fall, kann überschüssiges Kalium problemlos ausgeschieden werden.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Vitamin D im Winter

Guten Morgen Herr Dr. Schmiedel,
ich schätze seit vielen Jahren Ihre Naturheilkundlichen Newsletter und war auch schon bei Ihnen zu einer persönlichen Beratung . Ich bin 73 Jahre alt, nutze ganz konsequent den Sonnenstand im Sommerhalbjahr mit über 45 Grad. Diese Sonnenstände (bezogen auf München) haben Sie vor einiger Zeit auch von mir erhalten. Im Winterhalbjahr nahm ich bisher wöchentlich 1 Kpsl. Decristol 20.000 IE. Nun erfahre ich in Ihrem Newsletter vom August (Stichwort: Halbwertzeit), dass es wichtig ist einen gleichmäßigen Vitamin-D-Status im Blut aufrecht zu erhalten. Meine Frage: Welches Mittel / Medikament empfehlen Sie, das bei einer täglichen Einnahme Ihrer Aussage entspricht.
Herzlichen Dank für Ihre Antwort
Mit freundlichen Gruessen

Antwort:

Wenn 20.000 Einheiten in der Woche die richtige Dosis war, um einen guten Spiegel des Speichervitamin D zu erzielen, sollte man 3000 IE am Tag nehmen, z.B. Vitamin D Hevert 4000 Tabl. eine und eine halbe Tablette alternierend pder 6 Tr. Vigantol Oel täglich.

MfG

Dr. Schmiedel

Cholesterin - Statine oder PCSK 9?

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich schreibe Ihnen auf einen anderen Newsletter bzgl. Cholesterin. Ich habe Sie in Stuttgart bei Ihrem Vortrag über Cholesterin vor längerer Zeit kennengelernt und erhalte seit dieser Zeit Ihre Newsletters, die ich sehr schätze und für die ich mich sehr bedanke.
Ich habe heute nur eine Frage und glaube, daß Sie der richtige Ansprechpartner sind: Ich machs auch kurz: Angeboren hoher Cholesterinwert, früher guter Quotient, heute nicht mehr, LDL sehr hoch (272 und 303), absolute Statin-Unvertäglichkeit und Ezetrol bringt keinen Erfolg.
Habe bislang problemlos mit den Werten gelebt, jedoch Februar 16 einen Schlaganfall gehabt, und mein Arzt möchte, daß ich PCSK 9 Hemmer anwende.
Da ich glaube, daß Sie sich damit auskennen, habe ich nur eine Frage: Wie stehen Sie zu dieser doch noch ohne Langzeitwirkung erforschten Methode…?
Ich bin 71 Jahre alt und habe als Nebenwirkung Gedächtnisstörungen und Muskelzerfall ausgemacht, das kann und will ich mir nicht antun.

Ich bin nicht sicher, ob es von mir anmaßend ist, Sie zu belästigen, würde mich aber sehr über eine Reaktion freuen.

Danke im voraus, schönes Wochenende

liebe Grüße

Antwort:

Auch bei Statinunverträglichkeit habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem natürlichen Statin Monacolin gemacht. Ich habe hier bei guter Wirkung noch nie eine Unverträglichkeit gesehen. Bei einem Schlaganfall würden mich aber noch weitere Parameter interessieren, z.B. Homocystein, Lp(a), Vitamin D, Fettsäurestatus. Ich rate Ihnen dringend, dies auch zu messen und ggf. zu behandeln. Wenn Sie niemanden finden, der das für Sie untersucht , können Sie mich auch gern einmal in der Schweiz besuchen. Anmeldung bei ambi@paramed.ch

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Niedrige Pankreaselastase

Lieber Herr Schmiedel,

ich möchte Sie um Ihren fachlichen Rat bitten.

Ich habe eine 18 jährige Patienten, die eine Histaminintoleranz hat seit ca. 8 Jahren (Laktose-, Gluten- und Fruktoseintoleranz ausgeschlossen). Zwischenzeitlich ging es ihr gut, konnte auch wieder seit 2 Jahren histaminhaltige Lebensmittel problemlos vertragen. Seit Februar lebt sie wegen Verdauungsproblemen wieder histaminfrei.

Trotzdem hat sie immer wieder Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit, wenn Sie vor ihrem Handballtraining etwas isst, egal was. Deshalb isst sie 3 h vor dem Training nichts mehr. Ansonsten geht es ihr einigermaßen, Stuhlgang ist gel. dünner. Wegen dieser Beschwerden kam sie vor ca. 10 Tagen zu mir.

Ich habe die Laborwerte letzte Woche kontrolliert: bis niedriges Zink,  und  TSH von 3,35 , daraufhin veranlasst AK-Diagnostik: A-TPO und TAK erhöht à D: Hashimoto-Thyreoiditis

Außerdem beigefügter Stuhlbefund: was mich erstaunt: die niedrige Pankreaselastase! Und das erhöhte Calprotectin. Würden Sie eine Spiegelung veranlassen? Haben Sie eine Erklärung für die niedrige Pankreaselastase bei der jungen Patientin?

Ich würde mich über eine baldige Rückantwort freuen, da ich die Pat. zum 2.Termin am 26.10. sehe.

Sie haben so viel Erfahrung und haben bestimmt eine Erklärung.

Ganz herzlichen Dank für Ihre kompetente Rückmeldung schon im Voraus

Antwort:

Erstmal würde ich prinzipiell für richtig halten, 3h vor einem anstrengenden Training nichts (oder nur ganz wenig) zu essen.

Zum Zweiten hat sie aber mit der Fettverdauungsstörung und der niedrigen Pankreaselastase deutlich Hinweise auf eine Bauchspeicheldrüsenschwäche. Vielleicht hat sie einen Infekt, der sich auch mal auf das Pankreas geschlagen hat oder sie hat eine Autoimmunpankreatitis. Ich würde ihr auf jeden Fall mal ein Enzympräparat geben, 25.000-50.000 IE bei einer leichten und 50.000-75.000 IE bei einer größeren Mahlzeit.

Dann sollte nach einigen Wochen noch mal Fett quantitativ, Pankreasleastase, Calprotectiv und Gallensäuren bestimmt werden. Die Gallensäuren können auch mal die Schleimhaut entzündlich reizen. Wenn das Fett viel besser ist und das Calprotectin weiter deutlich erhöht ist, könnte auch ein Autoimmunprozess des Darmes mit dahinter stecken. Der Wert ist noch nicht so hoch, dass man von einem deutlichen Crohn oder einer Colitis ausgehen muss. Wenn die Beschwerden und die Werte trotz Unterstützung durch Enzyme mehr werden, müsste auch an eine Koloskopie gedacht werden.

Wenn es sich wirklich um Autoimmunprozesse handelt, würde ich auch noch die Fettsäuren, Vitamin D und Selen untersuchen und hier für eine Optimierung sorgen.

Viel Erfolg und liebe Grüße,

Volker Schmiedel

Blähbauch

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Sie haben mal einen Artikel in der Naturarztzeitschrift über das Roemheldsyndrom geschrieben… Leider finde ich diesen in der Zeitschrift nicht mehr. Ich leide darunter, seit einer Woche sehr heftig, so dass ich beim Gastroenterologen sowie beim Kardiologen vorstellig wurde. Da ist jedoch alles i.O. Durch diese Luftansammlung, die nach oben gedrückt wird und ddurch auch bei mir Herzrhythmusstörungen verursacht werden, bekomme ich zusehens panische Angst. Mache schon seit ein paar Wochen eine Diät, da ich nicht nur den Reizmagen habe, sondern auch von Allergien, Intoleranzen betroffen bin. Esse gluten-, zucker- sowie Milcheiweißfrei. Obst gar keins mehr – nur noch gedünstetes Gemüse (Zuchini, Kürbis, Möhre) mit Reis oder mal etwas Kartoffeln. Hatte schon seit einem Jahr auf Dinkel umgestellt, weil ich merkte, dass mir das besser bekommt. Am Wochenende hatte ich Rindfleisch (Rinderhack) mit Kartoffeln und Möhren gegessen – gestern dann wieder heftige Symptome. Jetzt getrau ich mir fast nichts mehr zu essen, denn diese Beschwerden sind für mich psychisch belastend, so dass ich mich gar nicht mehr getraue, irgendwohin zu fahren. Vom Gastroenterologen bekam ich Pantoprazol. Meine Heilpraktikerin verschrieb mir ein Präpart mit Huminsäure. Nehme auch Heilerde, um die Gifte im Darm zu binden und trinke Tee (Anis, Fenchel, Kümmel – zerstoßen im Mörser). Darmbakterien (Biotic Panda) habe ich auch, bekomme jedoch dadurch auch einen Blähbauch, obwohl ich nicht einmal die Hälfte der Packung einnehme. Bin etwas ratlos, wie es weitergehen soll. Sicherl. braucht die Umstellung der Ernährung Zeit, doch es wäre gut, wenn ich etwas im Haus hätte, was dann prompt wirkt. Gelesen habe ich heute im Netz, dass man auch Verdauungsenzyme nehmen sollte.
Gibt es evtl. eine gute Klinik, die Sie mir empfehlen könnten bzw. einen guten Ernährungsmediziner in meiner Nähe (PLZ 31…), wo ich wöchentl. vorstellig werden kann?
Herr Dr. Schmiedel, es wäre schön, wenn Sie mir diesbezüglich ein paar Hinweise geben könnten.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

In meinem Buch „Alarm im Darm“ habe ich alle wichtigen Ursachen von Blähbauch beschrieben – einschliesslich Diagnostik und Therapie. Einige Dinge können Sie nach dem Lesen des Buches vielleicht schon selbst bei sich ausschliessen. Andere gilt es mittels der beschriebenen Test nachzuweisen oder auszuschliessen. Sie benötigen jemanden, der sich mit diesen Tests gut auskennt. Leider gibt es da nicht so viele. Wenn Ihnen niemand weiterhelfen kann, so können Sie mich auch gern in der Schweiz besuchen. Wöchentliche Termine sind völlig unnötig. Einmal sollte es persönlich sein, die Ergebnisse kann man dann 3 Wochen später besprechen. Ggf. kann eine Kontrolle bestimmter Werte nach 3 Monaten erforderlich sein. Auch dafür müsste man aber nicht in die Schweiz kommen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Volker Schmiedel

Dosierung Monacolin K und hohes LDL/HDL

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel
Gestatten sie mir 2 Fragen. Ich versuche sie allgemein zu halten.
1. Mit welchen Dosierungen von Monacolin K haben Sie Erfahrungen ?
2. Haben Sie zum Cholesterin eine andere Meinung ( in Bezug zu ihrem Buch ), wenn LDL und HDL „hoch“ sind ?
(Nehmen wir mal theoretisch an LDL = 125, HDL = 106, TG = 40)

Vielen Dank für eine kurze Antwort
MfG

Antwort:

Die meisten meiner Patienten bekommen ein präparat mit 10 mg Monacolin und 30 mg Q10. Erst heute Morgen hatte ich wieder eine Patientin, die unter Statinen starke Muskelschmerzen aufwies. Der Muskelwert CK sollte unter 170 sein. Er war bei der Patientin bei sehr hohen 400. Nach Umstellung auf Monacolin blieben die Fettwerte gleich gut, der CK-Wert sank auf serh niedrige 40 und die Muskelschmerzen sind weg.

Zu hohem LDL und HDL habe ich immer noch die Meinung, die ich in meinem Buch vertrete: Es muss in der Regel nicht behandelt werden. Wenn aber bereits eine arteriosklertoische Gefässerkrankung eingetreten ist, möchte man lieber einen LDL-Wert unter 100, auch wenn das HDL gut ist.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

CFS (Chronic Fatigue Syndrom)

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,

ich bin Apothekerin und bekomme Ihren Newsletter seit vielen Jahren, den ich stets mit sehr großer Begeisterung lese.
Tausend Dank für Ihr Engagement.

Heute wende ich mich mit einer Bitte an Sie.
Eine Kundin mit Pfeiferischem Drüsenfieber bat mit um Unterstützung.
Eine Ärztin absolviert mit Ihr bereits eine Immuntherapie mit diversen Präparaten.
Ich beschäftige mich gerade sehr intensiv mit dem Thema Mitochondrientherapie und fragte mich beim heutigen Lesen, ob dies eine weitere Hilfe sein könnte.
Stichwort CFS

Haben Sie diesbezüglich Erfahrung und könnten mir einen Tipp geben an wen ich die Kundin verweisen könnte ?
Optimalerweise im Raum München.

Ich freue mich auf Ihre Antwort

Antwort:

CFS (Chronic Fatigue Syndrom) kommt nach Infektionen nicht selten, gerade nach Pfeifferschem Drüsenfieber sogar besonders häufig vor. Ich weiß natürlich nicht, was die Kollegin im Einzelnen bereits untersucht und behandelt hat. Ich untersuche auf jeden Fall:
– Q10
– Ferritin (Speichereisen)
– Magnesium
– B-Vitamine (der Marker Homocystein reicht meist aus)
Alle diese Stoffe sind wichtig für die Mitochondrienfunktion.
– TSH (eine latente Schilddrüsenunterfunktion verstärkt Symptome des CFS
– Vitamin D
– Omega-3-Fettsäuren
– Selen
Für mich ist CFS ein durch die Infektion aktiviertes Immunsystem, welches anschließend nicht wieder richtig „heruntergefahren“ wurde. Die oben genannten immunmodulierenden Substanzen tragen dazu bei, das Immunsystem wieder einzutakten.
– DHEA (dieses wichtige Vorhormon habe ich bei CFS mehrfach im Mangel gesehen, es ist wichtig für die Energie und wirkt auch anti-entzündlich)
– Progesteron/Östrogen (wenn die Patientin noch prämenstruelle Beschwerden hat, es liegt dann meist ein relativer Progesteronmangel vor, Progesteron verbessert den Schlaf und die Energie)
Diese Hormone sollten alle im Speichel untersucht werden.
Bei allen diesen Parametern strebe ich dann optimale Spiegel an, die z.B. beim Ferritin, TSH, Vitamin D oder Selen überhaupt nicht mit den so genannten „Normwerten“ übereinstimmen. Diese Spiegel sollten dann mit einem Monitoring (Laborkontrollen der nicht optimalen Werte alle 3 Monate bis zum Erreichen des Optimums) von jemandem gesteuert werden, der sich wirklich gut damit auskennt. Beim Omega-3 strebe ich einen AA/EPA-Quotienten von unter 2,5 an (die meisten haben Werte über 10). Die obigen Laborwerte kann jedes Labor machen (man darf eben nur nicht auf die Normwerte achten). Die Fettsäuren werden am besten bei www.norsan.de gemacht.
Wenn die Patientin diese Diagnostik und Therapie bei ihrer Ärztin nicht bekommt, können Sie sie auch gern zu mir in die Schweiz schicken, wenn sie ein solch subtiles Konzept wünscht (www.paramed.ch).
Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel

 

Diabetes und Bauchspeicheldrüsenschwäche

Sehr geehrter Hr. Dr. Schmiedel,

seit einiger Zeit ist leider Unterzuckerung ein Thema für mich. Folgende Werte wurden in einem Labortest festgestellt: Blutzucker nüchtern: 80 (Normbereich 60-100), Homa-Score-Index: 4,5 (Normbereich: < 2), Insulin, Basalwert: 23 (Normbereich: 3,21-16,32). Es wurde außerdem eine enzymatische Schwäche der Bauchspeicheldrüse festgestellt.

Mir wurde „Pascopankreat“ empfohlen, doch leider enthält dieses Präparat Pankreas-Pulver vom Schwein. Ich ernähre mich vegetarisch und möchte dieses Präparat nicht einnehmen. Zur Blutzuckerstabilisierung nehme ich Chrom ein, was mir jedoch nur ein bisschen hilft.

Welche Präparate (frei von tierischem Pankreas-Pulver) empfehlen Sie mir zur Behandlung der enzymatischen Schwäche meiner Bauchspeicheldrüse und zur Blutzuckerstabilisierung?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Auskunft.

Freundliche Grüße

Antwort:

Haben Sie wirklich Unterzuckerungen? Das sind niedrige Zuckerwerte unter 60 mit gleichzeitigen Symptomen einer Unterzuckerung. Ist das jemals so gemessen worden?
Was Sie auf jeden Fall haben, ist eine deutliche Insulinresistenz. Wenn Sie ihn nicht schon haben, dann besteht die Gefahr der Entwicklung eines Diabetes, also einer Überzuckerung, nicht einer Unterzuckerung.
Diabetes und Bauchspeicheldrüsenschwäche hängen nicht selten miteinander zusammen. Ich müsste Ihnen jetzt seitenweise etwas zu beidem schreiben, verweise aber auf meine beiden Bücher
Alarm im Darm
Typ-II-Diabetes – Heilung ist doch möglich
Dort steht alles drin, was Sie über Ihre Kranheiten wissen müssen (auch eine pflanzliche Alternative zu den Schweineenzymen). Alle angegebenen Laboruntersuchungen sollten durchgeführt und Mängel unbedingt beseitigt werden. Ganz besonders wichtig für eine gute Zuckereinstellung sind neben Chrom noch Zink, Magnesium, Vitamin D, B-Vitamine und die Omega-3-Fettsäuren. Wenn Ihre Ärzte die Messungen nicht durchführen wollen oder nicht interpretieren können, müssten Sie sich vielleicht doch einmal auf den Weg zu mir in die Schweiz begeben (vorher veranlassen, dass Ihre Akte aus der Habichtswaldklinik zu mir geschickt wird). www.paramed.ch
Alles Gute und vie Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel

 

Hashimoto

Guten Morgen Herr Dr. Schmiedel,

Ich wende mich an Sie, weil ich sehr verzweifelt bin.
Vor ca. 12 Jahren bekam ich die Diagnose Hashimoto. Damals wurde direkt zur OP geraten wegen den vielen Knoten. Ich lebte eigentlich ganz normal damit Eine OP habe ich noch nicht machen lassen. Doch hatte ich mich schon immer gefragt wie andere es schaffen nach einem anstrengenden Arbeitstag abends noch so fit zu sein. Dann hatten mein Mann und ich Kinderwunsch. Es wollte nicht klappen. Die Dosis von Lthyrox wurde sehr häufig geändert. Dann nach Eintritt der Schwangerschaft auch. Mir wurde dann euthyrox verschrieben. Anfang 4. Monat bekam ich einen sehr belastenden und angstauslösenden Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen. Nach der Geburt habe ich gestillt und leider wurde viel zu spät reduziert. Ich hatte eine schlimme Zeit mit nächtlichen starken schwitzen, Angst, schlaflosigkeit, innere Unruhe, Erschöpfung. Nach 6 Monaten stillzeit wurde ich ins KH eingeliefert. Wieder Drehschwindel, Kälte am ganzen Körper, starkes Erbrechen, Probleme mit Ohrdruck. Totale Erschöpfung. Seit dem komme ich nicht mehr richtig auf die Beine. Ich fühle mich extrem schnell überfordert. Sobald Stress kommt, bekomme ich nun Kopfschmerzen, den Schwindel, Angst , brennen am ganzen Körper, Stiche in den Gelenken. Muskelzucken. Es ist eine Qual.

Meine Tochter ist ein riesiger Sonnenschein. (Sie wird jetzt im Januar 2 1/2). Kerngesund und mopsfidel. Aber ich fühle mich wie ausgelaugt. Ich möchte ihr eine starke Mama sein. Leider bin ich nun auch noch Alleinerziehende .

Aktuell nehme ich euthyrox 112, vor ca 1 Jahr war der Tsh wert bei 1,2.

Nun meine Fragen:

Meinen sie eine OP ist doch sinnvoll?

Sollte ich wieder auf Lthyrox zurückgreifen?

Was kann ich tun?

Bitte helfen Sie mir…

Liebe Grüße

Antwort:

Ihr TSH-Wert ist perfekt, so dass Sie die Thyroxin-Dosis so beibehalten sollten. Was machen die Schilddrüsenhormone FT3 und FT4? Wie hoch sind jetzt die Schilddrüsen-Antikörper? Es reicht bei Hashimoto nicht, einfach den TSH-Wert zu reguleiren, sondern wir sollten das entzündliche Autoimmungeschehen herunterregulieren. Dafür benötigen wir optimale Werte bei Vitamin D, Selen und Omega-3. All dies kann man messen und optimeiren.

Bei Erschöpfung sind natrülich auch noch andere Werte wichtig wie z.B. Eisen oder Q10. Auch andere Hormone (DHEA. Testosteron, Progesteron, Östrogen sowie das Cortisol-Tagesprofil) sind sehr wichtig. All das kann man unterscuchen, wird aber normalerweise nicht gemacht.

Sie sollten sich einen Arzt suchen, der sich mit diesen Dingen wirklich gut auskennt. Wenn Sie niemanden finden, können Sie sich natürlich auch auf den Weg in die Schweiz begeben, damit wir all dieses einmal untersuchen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Blutverdünner und Omega-3

Sehr geehrter Herr DR. Schmiedel,
Menschen mit Vorhofflimmern müssen einen Blutverdünner nehmen. Wie verhält sich dies bei einer Einnahme von Nahrungsergänzung also Fischöl, muss die Blutverdünnung während der Einnahme dann überwacht werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Da Omega-3 auch die Blutgerinnung beeinflusst (das Blut wird „dünner“, Omega-3 hat eine aspirinartige Wirkung), berichten manche Menschen, dass Sie bei einer Verletzung länger bluten oder leichter blaue Flecken bekommen. In der Regel kann aber Omega-3 zusammen mit ASS (z.B. Aspirin®) eingenommen werden. Sollten Sie jedoch stärkere Medikamente zur Hemmung der Durchblutung einnehmen (so genannte orale Antikoagulantien wie Marcumar® oder Pradaxa®) oder solche Mittel sogar spritzen, z.B. Heparin zur Thromboseprophylaxe, so sollten Sie sehr viel vorsichtiger sein. Ich habe auch hier noch nie jemanden gesehen, der Blutungen unter einer Kombination mit stärker gerinnungshemmenden Medikamenten und Omega-3 angegeben hat. Es gibt sogar eine Studie, bei der mehrere hundert Patienten diese Kombination erhielten. Es wurde keine Veränderung der Gerinnungsparameter und auch keine vermehrten Blutungsereignisse gefunden. Trotzdem wäre ich hier vorsichtig: Den INR-Wert würde ich so tief, wie es der Arzt gerade noch erlaubt, anstreben. Beispiel: Bei Vorhofflimmern wird meist ein INR-Wert von 2-3 empfohlen. Ich würde diesen eher nahe bei 2 als bei 3 haben wollen. Werden NOAKs eingenommen (die modernen Gerinnungshemmer, bei denen man nicht mehr im Blut die Gerinnung überprüfen muss), würde ich die geringste Dosis empfehlen, die der Arzt erlaubt. Und beim Omega-3 würde ich im Zweifel eher eine niedrigere Dosis empfehlen. Die Dosis sollte mit noch kleineren Mengen eingeschlichen werden. Beispielsweise kann man mit einem halben TL anfangen und dann wöchentlich um einen halben TL bis zur gewünschten Zieldosis steigern. Bei einem vermehrten Auftreten von blauen Flecken oder gar von Blutungen, sollte Omega-3 für einige Tage abgesetzt und dann mit einer geringeren Dosis wieder gestartet werden.

In einer Studie wurde bei Herzpatienten, die unter ASS standen, bei einer Einnahme von 6,9 g EPA/DHA (das sind mehr als 3 EL Fischöl!) zwar eine Verlängerung der Blutungszeit im Labor gefunden, es wurden aber weder in dieser noch in anderen Studien jemals Blutungskomplikationen gefunden. Selbst bei Einnahme von Gerinnungshemmern darf die Gabe von Omega-3 also als sicher angenommen werden, wenn nicht exzessiv hohe Mengen genommen werden. Ein wenig Vorsicht (siehe oben) kann aber nicht schaden.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Vitamin D3 und Vitamin K2

Sehr geehrter Herr Dr. med. Schmiedel,

in der Zeitschrift Bio von Oktober / November 2017 haben Sie ein Interview zu Vitamin D3 gegeben, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Ich fand den Artikel sehr fundiert und plausibel.

Dabei wurden Sie auch dazu befragt, ob Vitamin D3 zusammen mit Vitamin K2 aufgenommen werden sollte, damit Calcium in die Knochen eingelagert werden kann, statt sich bei alleiniger Vitamin D3 Aufnahme in den Arterien abzulagern.
Darauf haben Sie sehr deutlich geantwortet, ich zitiere: „diese Behauptung ist völliger Unsinn“. Das hat mich doch sehr überrascht. Laut Ihren Ausführen gibt es keine „aussagekräftigen Studien“ dazu.

Ich habe vor kurzem das Buch „Vitamin K2“ von Kate Rhéaume-Bleue gelesen in dem ausführlich über die notwendige Kombination von Vitamin D3 und Vitamin K2 geschrieben wird.
Das Buch ist mir meist zu euphorisch gehalten, aber die Ausführungen scheinen mir plausibel und es wird auf eine große Anzahl diverser Studien zu Vitamin K2, Vitamin D und auch ein paar für die Kombination von Vitamin K2 und D3 verwiesen.

Ebenso auf der Webseite http://www.vitamind.net/vitamin-k/ werden die Zusammenhänge zwischen Vitamin D3 und Vitamin K2 mit Angabe von Studien beschrieben.

Ich bin kein Experte auf dem Gebiet und Mangels Zeit und Englisch Kenntnissen bin ich auch nicht in der Lage die zahlreichen Studien zu lesen und zu beurteilen.
Ich kann mich nur darauf verlassen, dass die Autoren ehrliche Aussagen treffen und relevante Studien für Ihre Aussagen heranziehen.

Wenn man Ihnen aber Glauben schenken will, sind alle Studien, auf die in dem Buch und auf der Webseite verwiesen wird, allesamt nicht aussagekräftig?
Warum sind aus Ihrer Sicht diese Studien nicht brauchbar? Oder waren Sie Ihnen bislang noch nicht bekannt?

Ich würde ich sehr freuen, wenn Sie mir hier zu antworten könnten.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Ja, ganz genau. Keine diese Studien beweist irgendeine der Behauptungen zu Vitamin K2. Beispiel: Zitat in der Veröffentlichung: „Ohne Vitamin K2 bleiben diese Proteine inaktiv und das Calcium lagert sich als nutzlose und schädliche Schlacke im Körper ab: Verkalkungen bilden sich und schädigen Gefäße, Organe und Gewebe. Die Folge sind Nierensteine, Arteriosklerose und zahlreiche schwerwiegende Krankheiten bis hin zum Herzinfarkt. (4)“ Als Beweis wird die Studie im Zitat (4) angeführt. Diese habe ich mir angeschaut. Dort wird dargestellt, dass es aufgrund biochemischer Wirkungen von Vitamin K2 plausibel ist, dass es vor Arteriosklerose oder Nierensteinen schützen könnte. Könnte und plausibel sind aber keine Beweise.

Das etwas ein Schutzfaktor als bewiesen werden kann, weiß man, wenn man einer Gruppe Vitamin K2 gibt und der anderen nicht – am besten noch zufällig verteilt und doppelblind, damit Placebo-Effekte ausgeschlossen werden können. Hierzu gibt es aber weltweit keine einzige Studie. Schauen Sie sich doch die angegebenen Zitate in der Veröffentlichung alle einmal ein. Ich habe leider keine Zeit dafür und die Platzierung und die Beschreibung der Zitate deutet auch nicht darauf an, dass irgendeine solche, beweiskräftige klinische Studie dabei ist. Wenn sie doch eine finden sollten, dann werde ich mir diese gern einmal anschauen. Bis dahin behaupte ich weiter:

Die Aussagen, dass Vitamin D ohne K2 nicht auswirkt und dass Vitamin D ohne K2 zu Arteriosklerose oder Nierensteinen führt, sind völlig aus der Luft geholt, es gibt nicht den Hauch eines Beweises dafür und es handelt sich um dreiste Marketing-Lügen! Gern lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen, wenn mir irgendeine beweis- und aussagekräftige Studie gezeigt wird. Dass Vitamin D vor Infekten schützt, dass Omega-3 Symptome von ADHS bessert, ist nicht nur in Studien, sondern sogar in Meta-Analysen (Zusammenhang verschiedener gleichartiger Studien) eindeutig bewiesen. Zu Vitamin K2 gibt es hierzu nur heiße Luft!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Histaminintoleranz

Sehr geehrter Dr . Schmiedel,

Ich leide trotz sehr guter Omega 3 (EPA/AA: 2,3) Versorgung an einer Histaminintoleranz.
Die Versorgung durch Folsäure aus natürlichen Quellen in Gemüsen ist nur unzureichend möglich.
Die Masse an Produkte (Nahrungsergänzung Folate, Lecithine) bestehen aus einer Soja und oder Sonnenblumenbasis bei denen ich ebenfalls sensibel reagiere. Das zeigt sich durch Migräne, Darmträgheit, Blähungen etc.
Haben Sie hierfür eine Alternativen zur ausgewogenen Versorgung mit Folaten?

MfG

Antwort:

Mir sind keine Studien bekannt, dass Omega-3 eine Histaminintoleranz günstig beeinflusst. Aus vielen anderen Gründen ist es aber sicher sinnvoll, ein AA/EPA von 2,3 zu haben (ich denke, dass Sie das meinen, denn ein EPA/AA von 2,3 habe ich noch nie gesehen!).

Wie ist denn die Diagnose Histaminintoleranz gestellt worden. Ich sehe häufig, dass ein niedriges DAO im Blut oder ein hohes Histamin im Stuhl zur Fehldiagnose Histaminintoleranz führt. Eine Histaminintoleranz liegt nur dann vor, wenn histaminreiche Lebensmittel nicht vertragen werden. Bekommen Sie typische Histaminintoleranzsymptome wie Kopfschmerzen, Flush im Gesicht oder Durchfall wenn Sie alten Käse, Rotwein oder geräucherten Fisch verzehren? Wenn Sie diese Lebensmittel vertragen, haben Sie keine Histaminintoleranz!

Wenn wirklich eine Histaminintoleranz vorliegt und die DAO niedrig ist, hilft DAOSIN ganz gut, wenn Sie z.B. mal auswärts essen und nicht wissen, ob da histaminreiches Essen dabei ist. Desweiteren sind hohe Dosen Vitamin C in der Lage, Histamin schneller abzubauen. Ich empfehle da dreimal einen Viertel TL Vitamin C täglich. Eine gute Versorgung mit Zink und Vitamin B6 ist bei Histamin ebenfalls hilfreich. Lassen Sie das im Vollblut messen und nehmen Sie ggf. ein gutes Präparat ein.

Woher wissen Sie, dass Sie einen Folsäuremangel haben? Lassen Sie die Folsäure oder das Homocystein im Blut messen. Wenn das in Ordnung ist, dann haben Sie genügend Folsäure. Die meisten Gemüse werden bei Histaminintoleranz ganz gut vertragen. Ich verstehe nicht, warum die Versorgung mit Gemüse unzureichend möglich sein soll.

MfG

Dr. Volker Schmiedel