Fragen

Hier finden Sie die anonymisierten Fragen, die mich per Mail erreicht haben. Stellen Sie mir auch gerne Ihre Frage, ich helfe Ihnen gerne weiter, soweit es meine Zeit erlaubt. Beachten Sie bitte, dass ich aus rechtlichen Gründen keine individuellen Beratungen per E-Mail erteilen darf, allgemeine Hinweise zu Diagnostik und Therapie, Ernährung oder Nahrungsergänzungen darf ich jedoch geben.

Fettsäure-Analyse stößt auf Widerstand beim Hausarzt

 

Lieber Herr Dr. Schmiedel,

es freut mich, dass aus Ihrer Sicht nichts gegen das Algenöl spricht, sodass auch bei einer veganen Ernährung eine optimale Versorgung sichergestellt werden kann.

Leider stoßen meine Patienten immer noch ganz oft auf enormen Widerstand beim Hausarzt – bis hin zur vollständigen Verweigerung – wenn es um die Bestimmung der Werte per Blutbild geht. Auch wenn der jeweilige Behandler eine andere Meinung zum Thema Fettsäuren Status hat, sollte doch letztlich der Patientenwunsch ausreichen. Hier wird aber ganz oft verunsichert, oder gar verweigert. Häufig erhalte ich sogar die Rückmeldung, dass der Arzt mit dem Auftrag erst gar nichts anfangen konnte.

Wir bleiben dran.

Herzliche Grüße

 

Antwort

Die Hausärzte kennen – in der Regel – die Fettsäureanalyse gar nicht. Um sich (angeblich) keine Blöße zu geben, sagen sie dann oft lieber, dass sie nichts davon halten als dass sie es nicht kennen.

Das einfachste ist es, wenn der Patient die Fettsäureanalyse beim Labor bestellt (z.B. www.norsan.de) und den Test selbst zuhause durchführt. Besser noch ist es, wenn der Therapeut dem Patienten den Test zur Selbstmessung in die Hand gibt und anschließend die Werte mit ihm diskutiert und die nötigen Konsequenzen ergreift. Die Hausärzte wissen – in der Regel – nämlich nicht nur nichts über die Diagnostik, sondern auch nichts über die therapeutischen Konsequenzen. Omega-3 ist praktisch kein Thema im Studium und in den pharma-dominierten Fortbildungen gibt es natürlich auch keine Lobby dafür.

Sowohl Ärzte als auch andere Therapeuten (z.B. HP, Apotheker, Ernährungsberater) können auf so genannten Akkredietierungsseminaren von Norsan in wenigen Stunden erlernen, wie man eine Fettsäureanalyse liest und welche nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen sind, um eine optimale Therapie für den Patienten zu ermöglichen. Vielleicht wäre das ja auch einmal etwas für Sie!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

EPA-Anteil in veganem Algenöl von Norsan

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

über 2 Jahre nehme ich täglich 1 EL Fischöl von Norsan. Jetzt würde ich gerne das Algenöl ausprobieren.
Hat es auch genug EPA oder ist weniger davon im Algenöl enthalten?
Ich habe Progrediente MS und da ist ja gerade das EPA wichtig .
Vielen dank für Ihre Antwort im Voraus und
mit freundlichen Grüßen

Antwort

Ja, bei MS wäre mir eine gute Versorgung mit EPA wichtig. 1 EL Omegega-3 Total von Norsan hat 1100 mg EPA, 1 EL Omega-3 Vegan hat nur 700 mg EPA. Sie können also gern einmal das vegane Öl ausprobieren. Ich rate dann aber nicht zu 1TL, wie sonst üblich, um weiterhin 2 g EPA/DHA zu haben, sondern 1 1/2 TL vegan, dann haben Sie die gleiche EPA-Menge. Sie können auch gern abwechseln. Mal eine Flasche Fischöl, dann mal wieder eine Flasche Algenöl – aber mit den eben empfohlenen Dosierungen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit,

Dr. Volker Schmiedel

Empfehlung Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln

Hallo Herr Schmiedel,

ich wollte Sie fragen, ob Sie bestimmte Hersteller im Bereich Nahrungsergänzungsmittel empfehlen können?Gerade bei den von Ihnen oft genannten Nährstoffen wie Zink, Selen, Vitamin D, Magnesium, B-Vitamine …

Vielen Dank im Voraus.

Antwort

Das ist jetzt meine ganz persönliche Lieblingsliste, was nicht bedeutet, dass andere nicht auch gute Nahrungsergänzungen herstellen:

Vitamin D und B-Vitamine: Hevert

Omega-3: Norsan

Zink: Wörwag

Selen: loges

Magnesium: Verla

Wenn Sie das interessiert: Ende Januar erscheint mein Nährstofftherapiebuch. Da werden zu jedem Nährstoff verschiedene Präparate genannt:

https://www.amazon.de/Vitamine-Mineralstoffe-Spurenelemente-Diagnostik-Nährstofftherapie/dp/3132421944/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1540626900&sr=8-1&keywords=schmiedel+nährstofftherapie

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Beste Einnahmeform von Vitamin D

 

Sehr geehrter Herr Dr. med. Schmiedel,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Das Sonnenvitamin unter Beschuss“ gelesen.

Es scheint demnach gute Gründe zu geben, von der zweiwöchigen Einnahme einer Dosis von 20 000 i.E. Vitamin D3 auf eine tägliche Einnahme von 2000 bis 4000 i.E. umzustellen. Dabei möchte ich das Vitamin D3 künftig gern als Tropfen einnehmen, da es in dieser Form wohl die höchste Bioverfügbarkeit besitzen soll.

Darf ich Sie bitten, mir ein paar Vorschläge zu unterbreiten, welche Vitamin D3 Tropfen Sie Ihren Patienten als empfehlenswert vorschlagen können bzgl. einer besonderen Wertigkeit und Haltbarkeit der Inhaltsstoffe?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen

Antwort

Es ist völlig gleichgültig, ob man Vitamin D als Tropfen mit Öl oder ohne Öl, als Tablette oder als Kapsel oder als Jelly einnimmt! Das entscheidende ist, dass man es zu einer fetthaltigen Nahrung konsumiert und dass die Dosis so hoch ist, dass man einen Spiegel von 100-150 nmol/l erreicht.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Einnahme Enzyme bei Pankreas-Schwäche

Sehr geehrter Herr Doktor Schmiedel,

inspiriert durch Ihr Buch „Alarm im Darm“ erlaube ich mir folgende Frage.
Bedingt durch eine Pankreas-Schwäche (Elastase = 126 µg/g, aktuelles Körpergewicht 41kg , Größe 159 cm, Alter 64 Jahre) nehme ich das Präparat Nortase, welches ich gut vertrage.
Eine einmalige Einnahme eines hochdosierten Enzympräparates (Laves 20 000) führte zu starken Schmerzen und Durchfall.
Kann dies eine Unverträglichkeit sein?
Ferner bekomme ich unterschiedliche Aussagen bezgl. der Einnahmemengen aller Bauchspeicheldrüsen-Präparate, eine längerfristige Einnahme dieser Mittel würde zu einer weiteren „Ermüdung“ der Bauchspeicheldrüse führen.
Manche Ärzte dementieren dies.
Seit Jahren ernähre ich mich vorwiegend vegetarisch (Bio-Lebensmittel), werde aber durch einige Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ausgebremst.
Die Hauptsorge gilt meinem Gewichtsverlust (ca. 8 kg in 6 Jahren), bzw. der Tatsache, daß ich keine Gewichtszunahme erreiche.

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Antwort

Die Aussage, bei einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse keine oder wenig Enzyme zu geben ist genauso sinnvoll wie eine Empfehlung bei Schilddrüsenunterfunktion keine Hormone zu geben, damit diese nicht ermüdet. Wirklich Unsinn!

Jeder mit einer Schwäche sollte so viele Enzyme nehmen, dass er eine einigermaßen gute Fettverdauung hat. Nehmen der subjektiven Wahrnehmung (bei wie viel Fett bekomme ich Blähungen, Durchfall etc.?) sollte man gelegentlich den Stuhl auf die Fette untersuchen lassen. Wenn Fett im Stuhl nicht mehr erhöht ist, besteht auch die Chance, dass man wieder „etwas ansetzen“ kann.

Ich empfehle in solchen Fällen auch dringend eine Vitalstoffdiganostik, weil bei Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Selen auch leicht Mangelzustände bei langanhaltender Fettverdauungsstörungen vorkommen können.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Nüchternblutzuckerwert bei Diabetes Typ II

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel.

Leider kann ich vorerst nicht in Ihre Praxis kommen.

Habe Ihr Buch Typ II Diabetes gelesen und bin jetzt ziemlich verunsichert. Habe im Moment einen HbA1c Wert von 5.2, aber mein Nüchternblutzucker ist nach ihrer Angabe befriedigend bis schlecht. Was könnten Sie mir vorschlagen? Nehme zum Müsli Zimt und trinke auch Ingwerwasser. Ich habe in Ihrem Buch von Zink gelesen. Wieviel Zink soll man nehmen?

Mein Problem ist, dass ich bei 1m64 im Moment 76,8 kg wiege, also einen BMI von 28,5 habe .Ich habe mit dem Intervallfasten begonnen und gehe ein bis zwei Mal am Tag spazieren.

Vielen Dank für Ihr Gehör und freue mich von Ihnen zu hören.

Einen schönen Gruß aus Tirol.

Antwort

Der Nüchternblutzuckerwert ist der unwichtigste überhaupt. Ich habe erlebt, dass jemand einen hohen Wert hatte und nach einem Weißmehlbrötchen mit Marmelade (!!!) ist der Wert mitunter abgesunken. Vergessen Sie den Nüchterwert! Messen Sie eine halbe bis eine Stunde nach dem Essen. Wie hoch ist der Wert 1 h nach einer Portion Spaghetti. Wie hoch ist der Wert nach einer Portion Spaghetti und einem anschließenden Spaziergang. Sammeln Sie Erfahrungen, was Ihren Blutzucker nach oben oder nach unten treibt. Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Diabetologen und Diätberater immer auf der Messung des praktisch wertlosen und oft sogar verwirrenden Nüchternblutzucker bestehen.

Die im Buch erwähnten Nährstoffe sind sehr wichtig. Besonders Vitamin D (Spiegel von 40-60 ng/ml anstreben. Omega-3 bei www.norsan.de messen lassen und einen AA/EPA von 2,5 anstreben (dafür braucht es meist 1 EL Fischöl oder mehr). Auch Zink, Magnesium, Chrom und B-Vitamine sind wichtig. Vitamin D kann ihr Hausarzt messen. Bestehen Sie darauf und bezahlen Sie die 20-30 Euro selbst. Messen Sie selbst Ihre Fettsäuren (89 Euro, aber sehr wichtig für Ihre optimale Einstellung). Vielleicht klappt es ja doch irgendwann einmal in der Praxis. Ein Besuch mit Diagnostik und Therapie bei mir kostet deutlich weniger als der jährliche Check eines Mittalklassewagens.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Häufigkeit Kontrolle Schilddrüsenwerte bei Hashimoto und Verdacht auf Reizdarm

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

über den Hashimoto-Onlinekongress bin ich auf Sie aufmerksam geworden, da ich selbst Hashimoto habe. Ihr Interview (und den Besuch Ihrer Website) fand ich äußerst interessant und hilfreich. Ich habe aber ein Problem: keiner meiner Ärzte kontrolliert meine Werte in den von Ihnen empfohlenen Zeiträumen:
– bei mir wird jedes halbe Jahr der TSH Wert und T4 bestimmt
– bei mir wurden noch nie Mikronährstoffe, Vitamine usw. untersucht, weil Zitat: „es mir gut geht, ich viel Sport treibe und mich ‚gesund‘ ernähre ( Vegetarisch mit 1 – 2 Mal die Woche Fisch, viele Körner – auf Gluten verzichte ich seit 1 Woche)“
– mir wurde ein Eierstock wegen einer Zyste entfernt, ich habe unreine Haut, bei der ein amerikanischer Artzt und auch meine Kosmetikerin meinte, das sind ‚Hormonpickel‘ und da ich oft an Blasenentzündung leide, gab es eine Blasenspiegelung und der Urlogoge meinte, die Ursache könne auch ein gestörter Hormonhaushalt sein – trotzdem sagen verschiedene Ärzte die Kontrolle meiner ‚Hormone‘ sei nicht nötig.

Da ich selbst auch die Symptome eines ‚Reizdarms‘ aufweise, der mich mittlerweile auch beruflich (ich arbeite mit Menschen) belastet, wollte ich auch eine Untersuchung des Verdauungstrakts – auch das wird abgelehnt, da die Symptome auf einen ‚Reizdarm‘ hindeuten.

Nun meine Frage: kann ich darauf bestehen, dass die Werte der Schilddrüse, der Hormone usw. regelmäßig alle 3 Monate untersucht werden? Gibt es da eine Art ‚ärztliche Pflicht‘? Oder läuft es darauf hinaus, dass ich weiterhin von Arzt zu Arzt laufen darf, bis ich einen gefunden habe, der das macht ?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und bedanke mich schon jetzt für das sehr aufschlussreiche Interview.

Mit besten Grüßen

Antwort

Die Schilddrüsenwerte müssen tatsächlich nicht alle 3 Monate kontrolliert werden, wenn sie einigermaßen stabil sind. Bei einer Therapieänderung von Schilddrüsenhormonen kontrolliere ich nach 6 Wo bis 3 Monaten. Wenn ich Nährstoffe wie Vitamin D, Selen oder Omega-3 gebe, kontrolliere ich diese nach 3 Monaten, um zu schauen, ob ich mit der Dosis richtig liege. Dann untersuche ich natürlich auch die Schilddrüsenantikörper, um ein Ansprechen der Entzündung auf die Therapie zu messen.

Bezüglich der Hormone empfehle ich die Lektüre meines Hormonartikels: http://www.dr-schmiedel.de/hormone-hormonmangel/

Bei Entzündungen hilft häufig Progesteron, wenn ein Mangel besteht, was man leicht im Speichel messen kann. Man braucht dafür aber jemanden, der sich mit der Speicheldiagnostik und der transdermalen Therapie mit naturidentischen Hormonen gut auskennt.

Der „Reizdarm“ ist eine seltene Erkrankung. Nach den wahren Ursachen von Darmbeschwerden wird leider kaum gefahndet. In meinem Buch „Alarm im Darm – Mathos Reizdarm“ kann man erfahren, wie man die Ursachen erkennen und behandeln kann.

Es wäre natürlich sehr hilfreich, wenn man einen Arzt findet, der sich mit den Nährstoffen, der natürlichen Hormontherapie und der Verdauung gut auskennt – all dies kann man nicht im Medizinstudium lernen.

Wenn Sie niemanden finden, können Sie sich gern einen Termin in meiner Praxis www.paramed.ch geben lassen.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Empfehlung zu Vitamin D, B12 und Magnesium

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

sie hatten mir netterweise in Ihrer Antwort per Email Info zu Vitamin D und Omega 3 zukommen lassen.

Inzwischen habe ich mir auch Ihr Buch Omega-3 – Öl des Lebens gekauft und warte mit Interesse auf die Veröffentlichung Ihres Buches Anfang 2019 zum Thema Nährstofftherapie – Vitamine, Mineralstoffe & Co.

Entsprechend Ihrer Formel halbiere ich nun die Vitamin D-Hevert 4000 IE Tabletten, da mein Blutwert von 23 ng/ml nun bei 37 ng/ml liegt (optimaler Wert 50 ng/ml = 13×125=1625 aufgerundet 2000 IE täglich).

Außerdem habe ich mir von Norsan das Omega-3 Total Fischöl gekauft.

Nun bat ich meinen Hausarzt weitere Blutwerte von mir zu nehmen mit dem Ergebnis

Vitamin C          2.1 mg/l         (Norm 5.0 – 15.0) esse wenig Obst, da ich eine nachgewiesene Laktose- und Fructoseintoleranz habe.

Magnesium      1.64 mval/l    (Norm 1.40 – 2.10)

Vitamin B 12    342 pg/ml      (Norm 200 -1000) mit Laborvermerk: bei Werten unter 400 pg/ml Holotranscobalamin empfohlen !

Da ich Magen- bzw. säureempfindlich bin, nehme ich die CEROLA Vitamin-C-Lutschtaler nicht mehr. Gelesen habe ich, dass die empfohlene Zufuhr in meinem Alter von 66 Jahren 110 mg pro Tag sein sollte.

Da Sie per Mail keine individuelle Beratung erteilen dürfen und ich vom Hausarzt leider hierzu keine Empfehlungen bekomme, würde mich folgendes interessieren

Welches Vitamin C Präparat, das gut verträglich ist, können Sie empfehlen ?

Ab welchem Magnesiumwert empfehlen Sie die Einnahme eines Präparates und welches würden Sie empfehlen ?

Sollte ich vom Hausarzt bei dem B 12 Wert einen Holo-TC-Test verlangen ?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antworten.

 

Antwort

Ich präferieren ja ein Vitamin D von 40-60 ng/ml. Wenn jemand unter 4000 IE 37 hat, dann reduziere ich nicht auf 2000, sondern erhöhe auf 5000.

Vitamin B12 messe ich wegen der Ungenauigkeit gar nicht mehr, sondern nur noch Holo-TC.

Vitamin C kann man zusammen mit Natron nehmen: 100g Vitamin C plus 50 g Natron gibt eine neutrale Mischung. Davon 3x tgl. einen Viertel TL in Wasser. 100 mg sind keine Vitamin C-Therapie, sondern die Mindestdosis, bei der man keinen Skorbut bekomt.

Wenn man 3 Monate lang Fischöl genommen hat, sollte man eine Fettsäureanalyse (z.B. bei www.norsan.de) durchführen. Omega-6/3 sollte prophylaktisch bei 3-5 liegen, bei einer omega-3-abhängien Krankheit bei etwa 2,5.

Alles weitere erfahren Sie dann in meinem Buch. Viel Erfolg!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

5-HTP bei geringem Gewicht und Autoimmunerkrankungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

sie befürworten bei Schlafstörungen die Einnahme von 5-HTP.

Auf der Website von Phytodoc ist zu lesen, dass „Personen mit geringem Gewicht 5-HTP nicht einnehmen sollten….“

Und weiter:  … Es fehlen genauere statistit. Daten zur Giftigkeit an einem größeren Personenkollektiv. Nicht eingenommen werden sollte 5-HTP zur Sicherheit von Personen mit …… Autoimmunkrankheiten oder Allergien“.

Bei mir wären das die Hashimoto sowie div. Intoleranzen wie Histamin, Fructose, ASS, Gräserallergie.

Es gibt leider für mich keine kompetenten Ansprechpartner/Naturheilklinik, unter deren Anleitung/Aufsicht ich dieses Mittel ausprobieren könnte.

Auch Dr. Teut weiß darüber nichts.

Gibt es von Ihnen dazu Erfahrungen von Patienten und wo kann man diese nachlesen?

Vielen Dank!

 

Antwort

Sollten Personen mit geringem Gewicht dann etwa auch kein Omega-3 oder keine Lebensmittel mit Tryptophan einnehmen? Das fördert nämlich die Serotoninbildung. So einen Blödsinn bezüglich 5HTP habe ich noch nie gehört. Personen unter Psychopharmaka sollten kei 5HTP nehmen.

Bei Entzündungskankheiten kann die Aminosäure Tryptophan einen anderen, ungünstigen Stoffwechselweg einschlagen. Ob die Neigung dazu besteht, kann man mit der Messung des Kynurenin/Tryptophan-Quotienten herausbekommen. Dann sollte man kein Tryptophan nehmen, sondern eben gerade 5HTP, weil dieses nicht in Kynurenin umgewandelt werden kann.

Ich würde aber auch 5HTP nur dann geben, wenn der Verdacht auf einen Serotoninmangel besteht. Sehen Sie auch unter

http://www.dr-schmiedel.de/serotonin/

Prüfen Sie bitte sorgfältig, ob ihre Informationen woanders noch bestätigt werden (selbst dann kann man nicht ganz sicher, siehe auch http://www.dr-schmiedel.de/mythen-naturheilkunde/), weil einfach so viel Halbwissen und Blödsinn verbreitet wird.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

 

Omega-3 und Vitamin D bei Gallenblasenkarzinom

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich arbeite als Seelsorgerin, Beraterin und Traumatherapeutin seit vielen Jahren in eigener Praxis.

Nun bin ich aber letztes Jahr selber sehr krank geworden. Im Juli 2017 wurde bei mir bei einer Routineuntersuchung ein bösartiges Gallenblasenkarzinom entdeckt. Ich bin gerade noch rechtzeitig operiert worden, bevor das Gallenblasenkarzinom die Leberwand durchbrochen hat (1mm Abstand noch!). Ich musste keine Chemotherapie machen. Bei der Nachsorgeuntersuchung im Mai wurde erneut ein kleines Gallenblasenkarzinom in der Bauchwand entdeckt. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um eine „Abklatschmetastase“ handelt. Ich wurde diesen August (2018) erneut operiert. Auch diesmal keine Chemotherapie.

Von einer Kollegin wurde mir das Omega 3 Öl von der Fa. Norsan empfohlen. Ich begann schon gleich im Juni mit der Einnahme (nach einem Fettsäure-Analyse-Test mit der entsprechenden Empfehlung von 2 Esslöffeln täglich). Ich habe diesmal die OP sehr gut überstanden und fühlte mich schon nach 4 Wochen wieder sehr fit und schmerzfrei. Das führe ich mit auf die Einnahme des Omega 3 Öls zurück.

Nun hätte ich noch eine Frage an Sie: Wie kann ich zusätzlich meinen Körper noch gut unterstützen? Ich habe Ihren Newsletter über das Vitamin D bekommen, bisher aber noch keinen Arzt gefunden, der mich darin unterstützt hätte. Auf meine Frage hin bekam ich zur Antwort, dass ich bestimmt keinen Vitamin D Mangel hätte. Ich persönlich kenne mich damit nicht aus und weiß nicht, wie hoch das Vitamin D konkret bei mir sein sollte und welches Vitamin D Präparat dafür das richtige wäre. Können Sie mir dazu einen Rat geben?

Und noch eine andere Frage: Vor kurzem wurde bei unserer 38jährigen Tochter eine Zyste im Gehirn diagnostiziert, die operiert werden muss. Könnten Sie mir auch dazu eine Empfehlung geben, was sie nach der OP zur Vorbeugung tun könnte, um die Entstehung einer neuen Zyste möglichst zu verhindern?

Ich danke Ihnen ganz herzlich im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

 

Antwort

Fangen wir mit der letzten Frage an: Zyten sind gutartige Tumoren. Ich kenne dafür keine Schutz- und keine Risikofaktoren.

Ganz anders beim Krebs. Hier kann man Nährstoffen und Ernährung sehr viel machen. Neben Omega-3 ist eine optimale Versorgung mit Vitamin D, Selen und Zink wichtig. Jeder Krebspatient sollte sich einen Therapeuten suchen, der sich damit wirklich auskennt. Ich habe in den letzten 10 Jahren 2 Patienten gehabt, die ohne Einnahme einen guten Vitamin D-Spiegel hatten. Der optimale Wert sollte bei ca. 60 ng/ml oder 150 nmol/l liegen. Die meisten Menschen benötigen dafür 2000-8000 IE, wobei das individuell eben sehr unterschiedlich ist und durch wiederholte Kontrollen gesteuert werden sollte.

Zink sollte im Normbereich und Selen knapp oberhalb der oberen Normgrenze liegen. Der AA/EPA-Quotient bei den Fettsäuren sollte bei ca. 2,5 liegen.

Viel Erfolg und alles Gute für Ihre Gesundheit!

Dr. Volker Schmiedel

 

Pankreasinsuffizienz - Verträglichkeit von Omega-3 Ölen und Dosierung

 

 

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,

ich habe ein 7 jähriges Mädchen mit Mukoviszidose in der Praxis.

Wegen der Pankreasinsuffizienz möchte ich Sie fragen, wie Sie Omega3 Öl – eher Algenöl? – dosieren würden?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung

Sonnige Grüße

Antwort

Das wichtigste bei einer Pankreasinsuffizienz ist, die Fettverdauung wieder in Ordnung zu bringen. Die Patienten müssen so viel Verdauungsenzyme nehmen (vor allem die fettspaltende Lipase), dass diese wieder gut möglich ist. Dazu braucht man manchmal 50.000-100.000 IE pro Mahlzeit.

Bei einer schweren Insuffizienz reicht das aber nicht aus, weil dann auch die Bikarbonatsekretion eingeschränkt ist, der saure Magenbrei also nicht mehr alkalisiert werden kann mit der Folge, dass die Schweinenzyme gar nicht mehr wirken. Nach meiner Erfahrung ist dies bereits bei einer Pankreasalastase im Stuhl unter 100 der Fall. Dann muss man das Pilzenzympräparate Nortase nehmen, welches auch bei saurem pH-Wert noch funktioniert. Mit 1-3 Kapseln (die Nortase-Einheiten entsprechen nicht den Schweineenzym.Einheiten) kommt man dann meist aus. Der Stuhl sollte dann unter der Therapie auf Fett kontrolliert werden, um ggf. die Dosis noch zu steigern.

Wenn dann also Fette wieder verdaut werden, müsste auch Fischöl gehen. Wenn es nicht gut geht, kann man ein anderes Öl (z.B. Olivenöl im Salat) durch das Fischöl ersetzen, so dass die Gesamtfettmenge nicht grösser wird). Oder man steigt auf das Algenöl um, von dem man nur die Hälfte benötigt oder man verteilt die Dosis auf 2-4 kleine Portionen am Tag.

Viel Erfolg!

Dr. Schmiedel

Vitamin D - bessere Wirkung durch gemeinsame Einnahme mit Vitamin K2?

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

danke für ihre aufschlußreichen Newsletter.

Immer wieder lese ich, Vit. D müsse für eine gute Wirksamkeit zusammen mit Vit. K2 eingenommen werden.

Empfehlen sie dies ebenfalls?

mit freundlichem Gruß

Antwort

Kurze Antwort: nein.

Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass Vitamin D besser wirkt, wenn K2 genommen wird. Einzige Ausnahme: Bei Osteoporose verstärken sich diese beiden Nährstoffe tatsächlich. Die Portagonisten von K2 haben von dieser Spezialindikation einfach verallgemeinert, was zwar dem Umsatz der Firmen aber nicht der Gesundheit der Anwender zuträglich ist.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Präparat für Kinder mit kindgerechtem Geschmack

Guten Tag!

Ich habe Ihren Artikel zu den Omega 3 Fettsäuren gelesen. Ich möchte meinen Söhnen (13 J. und 11 J.) Omega 3. Leider haben wir jeden Abend ein großes Drama weil sie den Geschmack ganz furchtbar finden (Pure flüssiges Omega3). Kapseln kann mein Kleinerer nicht schlucken. Gibt es eine Variante die besser schmeckt, oder ein Lebensmittel außer Fisch den meine Kinder nicht ständig essen wollen, die von Kindern besser angenommen wird? Und gibt es weitere Mineralstoffe die man dazu geben sollte?

Liebe Grüße

Antwort

Eine Alternative ist das Norsan Omega-3 Kids, welches angenehm nach Orange schmeckt. Ich selbst nehme das Norsan Omega-3 Total (Fischöl mit ein wenig Zitronenaroma), welches ich aber pur auch nicht nehmen kann, weil ich den Fett-, nicht den Fischgeschmack nicht mag. Ich nehme es in Smoothies oder mit ein ganz klein wenig Saft zusammen ein. Das geht bei mir gut.

Wenn bei Kindern mit den flüssigen Ölen gar nichts geht, so gibt es seit neuestem die Norsan Omega-3 Kids Jelly. Diese schmecken wie normale Gummidrops und man schmeckt Fischöl überhaupt nicht heraus. 8 Jellies entsprechen einem EL Fischöl. Probieren Sie doch einmal die verschiedenen Präparate aus – eines wird ganz bestimmt gehen! In meinem Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“ habe ich neben wichtigen Informationen zu Omega-3 auch beschrieben, welche Dosen bei welchen Krankheiten und bei Kindern welchen Gewichtes sinnvoll sind.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Gadolinium-Vergiftung

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich freue mich immer über Ihre e-mails und Ihre besonderen Infos.. Vielen Dank dafür. Habe heute ein persönliches Anliegen an Sie. War 2000 in der Habichtswald Klinik.

Können Sie mir bitte mitteilen, ob Sie auch über die jahrelange Gadolinium-Vergiftung genauere Kenntnis haben und welche Klinik hier helfen kann. Die Sache ist durch die z.T. vom Markt genommenen Mittel weltweit in 3/18 sehr aktuell. Sie als Naturheilkundler haben vielleicht gute Tipps und vor allem das Wissen, wie hier geholfen werden kann.

Entgiftung ist ja sicher hier besonders angesagt. Sicher auch ergänzende naturheilkundliche Dinge. Wie kann man hier am besten vorgehen.

Würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen.

Beste Grüße

Antwort

Vor die Therapie haben die Götter die Diagnostik gestellt. Ich führe bei Verdacht auf Schwermetallbelastungen einen DMPS-Test, mit der die Mobilisation von Schwermetallen gemessen wird. Liegt dann eine solche Belastung vor, kann man ausleitende Maßnahmen wie Orthomolekulare Therapie, Ernährung, Phytotherapie ggf. Infusionen in die Wege leiten, wobei das Ausmaß der Behandlungen natürlich auch von der Symptomatik anhält.

Wenn Sie niemanden in Deutschland finden, der eine solche Diagnostik durchführt, so können Sie mich auch gern in der Schweiz besuchen.

www.paramed.ch

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 und Folsäure bei Epilepsie

Hallo Herr Schmiedel,
ich bin Ernährungscoach und auch ein Befürworter für den sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungen.
Eine Klientin, Anfang 30, mit Epilepsie (mit Medikamenten anfallsfrei), hat gelesen, dass Omega 3 Fettsäuren und Folsäure für sie ungünstig sind. Können Sie das bestätigen?
Gerade in Bezug auf eine evtl. Schwangerschaft sind diese Faktoren doch wichtig.
Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort

Wo hat Ihre Klientin denn das her? Ich kenne eine Studie an Epileptikern (allerdings nur Kinder), bei denen Antiepileptika nicht gewirkt haben. Nach Gabe von Omega-3 oder Placebo gab es in der Placebo-Gruppe keine Änderung, in der Omega-3-Gruppe sind 2/3 der Kinder innerhalb von 2 Monaten anfallsfrei geworden, bei den anderen gab es zumindest eine massive Reduktion der Anfälle.

Einige Antiepileptika sind Folsäureantagonisten. Daher braucht sie auf jeden Fall Folsäure. Wenn sie Patientin bei mir wäre, würde ich das Homocystein messen. Daran könnte ich erkennen, dass ein funktioneller Folsäuremangel vorliegt und würde die richtige Dosis herausfinden. Zum Thema Folsäure in der Schwangerschaft bei Epilepsie sollte sie aber auf jeden Fall noch einmal ihren Neurologen und ihre Gynäkologie befragen.

Wenn man es bei Omega-3 genau wissen will, sollte sie eine Fettsäureanalyse bei www.norsan.de durchführen lassen. Sie sollte so viel Omega-3 nehmen, dass der AA/EPA-Quotient bei etwa 2,5 liegt.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Dosierung Omega-3 Öl

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel!

ich hätte da eine Frage zur Dosierung von dem Norsan Fischöl!
Die Verzehrempfehlungen auf den Packungen/Flaschen sind ja an gesetzliche Vorschriften gebunden.
Diese Empfehlungen sind aber großteils nicht ausreichend, um auch den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Daher interessiert mich, wie viel sie täglich nehmen (15, 20 oder mehr ml). Angeben wird ja immer wieder 0,15 ml pro kg Körpergewicht!?

Danke für Ihre Hilfe und noch einen schönen Sonntag!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort

Die Empfehlungen zur oberen Grenze der Zufuhr liegen derzeit bei vielen Ernährungsgesellschaften oder staatlichen Regelungen bei 2-5 g EPA/DHA. Spannend ist, dass die Schweiz ihre Grenze im letzten Jahr von 500 mg auf 3 g angehoben hat. Und die Schweiz ist hier traditionell sehr konservativ und eher übervorsichtig.

Ich selbst richte mich immer an die Fettsäureanalyse, z.B. bei www.norsan.de. Wenn ich einen Quotienten von etwa 2,5 und einen Index von 8-11 % habe, liege ich ideal – egal ob ich dafür 2, 4 oder 5 g benötige. Ich komme dafür aber meist mit 1-4 g aus.

Der Maßanzug (Festlegung nach individueller Testung) ist doch besser als der Anzug von der Stange (keiner darf mehr als 3 g nehmen).

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

 

 

 

Homocystein-Wert

Lieber Herr Schmiedel,

Mein b12 = 440mg

Mein vit. D= 54ng

Mein aaa/epa = 1.74

Mein homocystein jedoch bei 10,2

Was ich nicht vetstehe ; bin vorwiegend pescetarier mit hohen rohkostanteil mit wenig obst. Liegt es vielleicht an den salamiorgien denen ich alle 7- 10 tage verfalle. Für einige tips wir man das homocystein senkt wäre ich ihnen sehr dankbar, da es ja an der hauptursache b12 in meinem fall nicht liegen kann.

Grüsse

Antwort

Vitamin B12, Vit. D und AA/EPA sind in den Bereichen, die ich als optimal ansehe. Beim Homocystein wird ein Wert unter 10 als optimal angesehen. Wenn nur ein Risikofaktor wie Cholesterin oder Bluthochdruck vorliegt, kann man 10-12 aber auch zufrieden sein. Unter 10 will ich bei bereits vorliegender Arteriosklerose haben. Sollten schon Gefäßverengungen nachweisbar sind, sollte man bei einer solch leichten Erhöhungen mt einem B-Vitamin-Präparat (z.B. Vitamin B-Komplex forte Hevert und Folsäure Hevert, je einmal die Woche) gut auskommen. Fleisch und Wurst enthalten viel Methionin, was eine Vorstufe von Homocystein darstellt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

 

 

 

Omega-3-Fettsäuren bei Hörsturz

 

Hallo Herr Dr. Schmiedel,

eine kurze Frage: Hilft Omega -3 Öl von Norsan auch bei einem Hörsturz? Welche Dosierung wäre sinnvoll?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort

Leider kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten, da ich hierzu keine Erfahrung habe und es auch keine Studien gibt. Versuchen würde ich es trotzdem, da EPA/DHA entzündungshemmend wirkt (die Schulmedizin setzt ja das entzündungshemmende Cortison ein), es verbessert die Mikrodurchblutung und es wirkt neuroregenerativ, so dass geschädigte Hörzellen sich wieder besser erholen können. Sie machen damit nichts falsch – aber vielleicht vieles richtig.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

 

 

 

 

Ist Krillöl besser als Fischöl oder Algenöl?

 

Benutzen Sie eigentlich lieber das Algenöl – vegan, oder das Fischöl? Ich habe nun für meinen Vater das Fischöl bestellt (weil die doppelte Menge drin ist) und für mich das Algenöl – weil ich mir nicht mehr vorstellen kann – Tiere zu essen… Ist abgesehen vom Preis eines wertiger als das andere? Krillöl soll doch auch so toll sein – schon wegen des Astaxhanthins… Hmmm – Sie brauchen mir bitte nicht ausführlich zu antworten – ich gehe mal davon aus, dass ich die ausführliche Variante auf ihrer Webseite – oder spätestens bei der Lektüre Ihres Omega 3 Buches erfahren werde 😉

Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.

Antwort

Ich benutze mal dies und mal das. Beide sind gut.

Krillöl ist genausogut wie Fischöl (wenn es eine gute Qualität hat – ich habe auch schon Patienten mit ranzigen Krillölkapseln erlebt), aber 10-20x (!!!) so teuer. Das ist nicht bezahlbar oder man muss es viel zu gering dosieren.

Asthaxanthin ist ein Karotinoid. Ob es  aber besser wirkt als Beta-Carotin aus der Möhre oder Lycopin aus der Tomate, kann niemand sagen. Das rote Krillöl mit dem Asthaxanthin ist in meinen Augen nichts als ein großer Marketingschwindel. Wer behauptet, das Krillöl dem Fischöl überlegen ist und den Wucherpreis wirklich rechtfertigt, der muss es auch beweisen! Ich kenne aber keine Krillöl- oder Asthaxanthinstudie, die diesen Beweis antritt. Im Gegensatz zu Fischöl mit mehr als 3000 Studien gibt es nur ganz wenige – und nicht besonders überzeugende – Studien zu Krillöl oder Asthaxanthin.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

 

 

Kollagen-Einnahme durch Fleisch?

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Volker Schmiedel,

könnte ich Ihnen bitte eine Frage stellen bezüglich Kollagen-Einnahme?

Es ist so, dass ich die Bücher von Frau Ana Maria Bergasa – einer spanischen Chemikerin und Ernährnungs-Wissenschaftlerin) gelesen habe. Sie sagt, dass es wichtig ist, zu allen Mahlzeiten Proteine, Vitamin C und Magnesium einzunehmen. Die Wichtigkeit von Magnesium ist mir bekannt. Darum geht es mir nicht.

Sie sagt, nämlich, dass es wichtig ist Fleisch (natürlich in Kombination mit anderen Lebensmitteln) zu essen, damit sich Kollagen im Körper bilden kann. Das letztlich gegen Arthose und Osteoporose und gesundes Gewebe wirkt.

Ich bin 52 Jahre alt, meine Osteoporose Werte sind nicht ganz so gut und ich glaube auch, dass ich eine leichte Arthrose habe. Deshalb habe ich begonnen, nach den Grundsätzen von Bergasa zu leben. (Denn vorher habe ich, glaube ich, etwas zu viel Gemüse gegessen) 😊.

Bergasa empfiehlt auch noch Kollagen-Kapseln zusätzlich einzunehmen.

Seit einem halben Jahr nehme ich Mobilflex von Stada ein, da sind 27,8 mg (Typ II) Kollagen drinnen, davon 10 mg natives Kollagen.

Am Markt gibt es aber unzählige Produkte, mit teils sehr hohen Dosierungen, von denen ich als Laie, nicht beurteilen kann, welche sinnvoll sind.

Ich habe mir noch zusätzlich ein Fisch-Kollagen (Typ I) gekauft (400 mg nutritives Kollagen). Jetzt bin ich unsicher, ober ich dieses zusätzlich nehmen kann.

In Ihrem Buch habe ich gelesen, dass Sie abraten, von zu viel Eiweiß.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir antworten könnten.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag und

verbleibe mit

lieben Grüßen

Antwort

Von Frau Bergasa habe ich noch nie gehört. Ja, Protein, Magnesium und Vitamin C sind wichtig. Aber dass man ohne Fleisch kein Kollagen bilden könne, habe ich noch nie gehört.

Wir müssen ja auch nur ein wenig nachdenken: Alle Vegetarier müssten dann ja Probleme bekommen! Ist das der Fall? Nein, im Gegenteil.

In Südostasien isst man immer noch (fast) vegetarisch. Gibt es dort mehr Osteoporose oder Arthrose? Nein, im Gegenteil.

Sie müssen nicht allen Leuten glauben, die Ihnen ihre fragwürdigen und durch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse bewiesenen Thesen verkaufen wollen – nebenbei: Meist wollen diese Menschen Ihnen auch noch was anderes verkaufen.

Mobilflex von Stada hat 27 mg Kollagen – sorry, aber das ist eine „homöopathische“ Dosis. Das können Sie vergessen. Ich setze bei Arthrose gern das Präparat von Orthoexpert ein. Dieses enthält Glucosamin, Chondroitin und Kollagen in hoher Dosierunge (5.000 mg!).

Von Eiweiß rate ich nicht ab. Nur bei viel Eiweiß kann es zu einer Übersäuerung kommen, die das Kalzium aus dem Knochen löst. Ich empfehle bei Osteoporose folgende Messungen (Knoichendichtemessung 1 Jahr nach der letzten Messung und Beginn einer guten Therapie), Vitamin D, ucMGP (Marker für Vitamin K2) und Fettsäureanalyse. Außerdem einen Sandertest zur Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes. Außer Knochendichtemessung machen wir das alles in meiner Praxis www.paramed.ch. Wenn Sie eine gute Praxis in Deutschland finden, die das alles untersucht – prima! Wenn nicht, dürfen Sie mich auch gern in der Schweiz besuchen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit (und ein wenig mehr Vorsicht vor selbsternannten Gurus),

Dr. Volker Schmiedel

 

 

Eigenschaften eines gutes Fischöls

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

zur Zeit informiere ich mich über Omega-3-Fettsäuren und möchte mir ein gutes Fischölpräparat kaufen. Da habe ich natürlich recherchiert und stoße wie so oft auf konträre Meinungen.
Gelesen habe ich, dass ein gutes Fischöl immer mehr DHA enthalten solle als EPA. Also billige Fischöle würden daran zu erkennen sein, dass sie einen hohen EPA- Gehalt enthalten würden. Doch die EPA-FS sind mehrfach ungesättigt (5 Doppelbindungen!) und bergen deshalb eine hohe Gefahr zu oxidieren und außerdem bräuchte das Gehirn viel mehr von den langkettigen DHA- FS, die bis zu 20% unseres Gehirns ausmachen würde.

Zudem wäre es sehr wichtig zu dem Fischöl immer reichlich Antioxidantien zu nehmen, um die Oxidation der hohen Menge an ungesättigten Fettsäuren abzufangen. Wichtig wäre daher immer, dass Vitamin E zusätzlich enthalten ist und zwar sei auf das natürliche Vitamin E zu achten, also D-Alpha-Tocopherol oder gemischte Tocopherole und nicht die künstliche Variante, die DL-Alpha-Tocopherole.
In den meisten Produkten würden nur die Alpha-Tocopherol vorliegen und diese würde die antioxidative Wirkung von Gamma-Tocopherol hemmen. Deshalb sollten Tocopherole idealerweise immer in einem Gemisch vorliegen!
Vitamin E allein würde aber nicht ausreichen, denn Antioxidantien wirken ja in einem großen Verbund miteinander, indem sie sich gegenseitig ergänzen.
Verschiedene freie Radikale brauchen also auch unterschiedliche Antioxidantien. Da nützt wohl ein einziges wie das Vitamin E nicht wirklich viel?
In unserer heutigen modernen Ernährung mangelt es aber oft an ausreichenden Antioxidantien, was ich bestätigen kann, wenn ich so meine Mitmenschen beobachte. Die logische Schlussfolgerung daraus wäre doch, Fischöl nicht isoliert einzunehmen, sondern immer mit einem guten Basisprodukt (Vitamin- und Mineralstoffe) zu kombinieren, um die Oxidation im Körper auch wirklich abzufangen und keinen Schaden anzurichten?
Sonst könnte doch schnell der Schuss nach hinten los gehen, oder?

Es gibt Studien zur Langzeit-Einnahme von Fischölkapseln (4 Jahre lang) wie die „Dart 2 Trial“. Hier wurde beobachtet, dass das Risiko für Herz- Kreislauf- Krankheiten sogar erhöht wurde.

Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren, zumal Sie auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, allein schon durch Ihre häufig durchgeführten Blutanalysen. Bei dem heutigen Informationsangebot wird man ziemlich verunsichert und weiß nicht mehr, was man glauben soll. Da ich gern in die Tiefe gehe, habe ich mich entschlossen, sie zu kontaktieren.

Sie empfehlen das „Norsan Fischöl“. Da es einen sehr hohen EPA- Anteil hat (1152 mg auf 1 EL Fischöl), bin ich jetzt doch verunsichert. Und ist das darin enthaltene Vitamin E natürlich oder künstlich? Besteht es aus einem Tocopherol- Gemisch?

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße

 

Antwort

Sie verfügen über viele Informationen. Einige davon sind richtig, einiges davon ist Halbwissen und einiges ist schlichtweg falsch. Das Norsan Omega-3 Total enthält mehr EPA als DHA, weil die Sardinen und Anchovis, aus denen dieses Öl nun mal gewonnen wird, mehr EPA als DHA enthält. Das hat aber nichts mit der Qualität zu tun. Fischöl hat eine gute Qualität, wenn der TOTOX-Wert sehr niedrig ist, also nur eine geringe Oxidation vorliegt. Dies kann man mit einer Laboruntersuchung feststellen. Wenn das Öl ranzig und fischig riecht oder schmeckt, dann braucht man das aber nicht, weil es einfach verdorben ist. Das Norsan Omega-3 Arktis ist aus Dorsch gewonnen, der nun mal mehr DHA als EPA hat.

Ich empfehle ein Öl mit mehr EPA, wenn ich Entzündungen beeinflussen will, und Öl mit mehr DHA, wenn ich die kognitiven Fähigkeiten unterstützen will. Aber das sind Nuancen. Norsan Omega-3 Arktis wirkt auch gegen Entzündungen und Norsan Omega-3 Total schützt auch vor Demenz. Hauptsache man nimmt überhaupt ein qualitativ gutes Öl in genügend hoher Dosierung (etwa 2 g EPA/DHA, drunter sollte es nicht sein).

Das Norsan Omega-3 Total enthält natürliches Vitamin E, also alle 8 Isomere von Vitamin E. Der wichtigste antioxidative Bestandteil ist aber ein sehr hochwertiges, biologisches Olivenöl mit einem sehr hohen Anteil an antioxidativen Polyphenolen. Das macht das Norsan Omega-3 Total so einzigartig.

Ja, es gibt immer wieder Studien und sogar Meta-Analysen, die negativ ausfallen. In meinem nächsten Newsletter behandle ich genau dieses Thema sehr ausführlich. Abonnieren Sie bitte auf meiner Homepage www.dr-schmiedel.de meinen Newsletter, dann werden Sie genau über die Problematik der „negativen“ Omega-3-Studien informiert werden. Wenn Sie wirklich gute und umfassende Informationen über Omega-3 haben wollen, dann lesen Sie bitte mein Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“. Dort habe ich den aktuellen Stand des Wissens (Links zu fast 100 wichtigen wissenschaftliche Studien) und meine persönliche Erfahrungen zusammengefasst. Lassen Sie sich bitte nicht von Halb- und Pseudowissen verwirren.

Herzliche Grüße,

Dr. Volker Schmiedel

 

 

 

Gleichzeitige Einnahme von Omega-3 und ASS

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

in einem Interview bei Phytodoc ( http://www.phytodoc.de/gesund-leben/ernaehrung-gesund-abnehmen/special-omega-3-fettsaeuren/warum-omega-3-nicht-gleich-omega-3-ist) mit Frau Corinna Heyer zum Thema Omega 3 sagen Sie, das keine Kontraindikation mit ASS 100 besteht, aber ASS ist doch ein COX-Hemmer? Ist dann eine gleichzeitige Einnahme ratsam?

Haben Sie Erkenntnisse zu Omega 3 und Allergien wie Heuschnupfen. Ich selbst nehme Omega 3 Fischölkapseln täglich 3-4 mal 3-5 Stück á 500mg mit 30% EPA/DHA ein und habe keinerlei Symptome mehr, außer bei extremer Pollenbelastung.

Mit besten Grüßen

Antwort

Ja, beide haben ähnliche Wirkungen. Das ist dann in etwa so, als wenn Sie nicht 100 mg, sondern 150 mg ASS nehmen – da passiert ja auch noch nichts. Wenn Sie merken, dass sie mehr blaue Flecke bekommen oder bei einer Blutung länger bluten, dann würde ich ASS halbieren (das ist nämlich auch noch kardioprotektiv). Mit Fischöl nutzen Sie noch weit mehr Möglichkeiten als bei ASS allein (Blutdrucksenkung, Verbesserung der Blutfette, bessere Stressresilienz).

Ja, bei Allergien und Heuschnupfen wirkt es auch. Ihre Erfahrung kann ich bestätigen. Mit 9-10 Kapseln nehmen Sie auch eine vernünftige Dosis ein. Wie schaffen Sie es, diese Menge zu nehmen? 1 EL Fischöl wäre doch viel einfacher. Von der Dosis liegen Sie also vermutlich völlig richtig (genau weiß man es erst nach einer Fettsäureanalyse z.B. bei www.norsan.de). Ist die Qualität der Kapseln gut? Wenn Sie draufbeißen, schmecken sie dann sehr nach Fisch? Dann bitte nicht mehr nehmen. Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis? 2 g EPA/DHA – das entpsricht 15 Ihrer Kapseln – kosten bei Norsan total etwa 1 Euro.

MFG

Dr. Volker Schmiedel

 

Ergebnis Fettsäure-Analyse

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

bei meiner letzten Blutentnahme zur Untersuchung verschiedener Werte (Cholesterin, Homocystein, Vitamin D3, B12, B6) ließ ich auch ein Omega-Fettsäure-Profil erstellen. Die meisten Werte (Linolsäure, alpha- + gamma-Linolsäure, DGLA, EPA, Docosadienoinsäure, DHA, Omega-3 + Omega-6-Fettsäuren) sind stark erhöht. Das Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 liegt bei 5,92. Leider erhielt ich weder von meinem Hausarzt noch von meinem Kardiologen eine befriedigende Antwort und Beurteilung zu den einzelnen Werten.

Bei meiner Internetrecherche bin ich auf Sie gestoßen. Können Sie zu den erhöhten Werten Auskunft geben?

Sollten Sie die Frage veröffentlichen wollen, bitte ich Sie diese zu anonymisieren.

Ich würde mich über eine positive Antwort freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Antwort

Es ist schon wichtig, diese Untersuchungen bei einem Labor zu machen, welches sich damit auch wirklich gut auskennt. Wahrscheinlich hat das Labor die absoluten Mengen bestimmt (erkennbar an einer Mengenangabe wie mg/dl hinter der Fettsäure). Ich arbeite nur mit Laboren zusammen, die eine relative Angabe machen (also % aller Fettsäuren). Das ist viel leichter zu interpretieren.

Vermutlich haben Sie hohe Triglyceride, also insgesamt viel Fett bzw. Fettsäuren. Dann sind natürlich auch alle einzelnen Fettsäuren hoch – es kommt aber auf das Verhältnis der Fettsäuren untereinander an. Der Omega-3/6-Quotient wurde bei Ihrem Labor angegeben. Präziser ist aber der AA/EPA-Quotient, der in fast allen Studien verwendet wird. Wenn das Labor diesen Quotienten nicht angibt, hat es die wissenschaftliche Studienlage der letzten 20 Jahre verschlafen. Wichtig ist außerdem der Omega-3-Index, der Summe aus EPA/DHA zu allen Fettsäuren. Nähere Hinweise hierzu finden Sie in meinem Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“. Die Fettsäureanalyse empfehle ich bei www.norsan.de, wo Sie auch eine sehr gute Interpretation der Wert erhalten.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

'Gutes' HDL-Cholesterin?

 

Eine aktuelle Studie besagt, dass hohe HDL-Cholesterin-Werte eventuell doch keine Schutzwirkung haben und mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Sterblichkeits-Risiko assoziiert sind.

Was stimmt denn nun? Ist HDL doch nicht gut?

Antwort

Die ganze Cholesterin- und Fettangelegenheit wird immer komplexer. Erst war Fett schlecht. Dann waren die gestättigten Fette schlecht und die ungesättigten gut. Dann waren bei den gesättigten die mittelkettigen gut und die langkettigen schlecht. Dann waren bei den ungesättigten Omega-6 schlecht und Omega-3 gut. Transfettsäuren waren ohne hin schlecht. Dann gibt es plötzlich einige Trandfettsäuren, die gar nicht so schlecht sind. Dann waren Omega-6 schlecht, aber Gamma-Linolensäure ist Omega-6, aber trotzdem gut.

Genauso beim Cholesterin. Früher nur schlecht. Dann war LDL schlecht und HDL gut. Dann zeigte sich, dass es 6 verschiedene LDLs gibt und nur einige davon sind schlecht. Wir wissen auch, dass es 4 verschiedene HDLs gibt. Leider hat man in dieser Studie nicht die einzelnen HDLs differenziert. Das könnte die Lösung sein.

Entweder denken und handeln wir immer differenzierter und messen zukünftig auch noch die einzelnen LDLs und HDLs (sehr aufwendig und teuer) oder wir sagen uns: Wenn ich das HDL durch Bewegung und Omega-3 hoch bringe, dann kann das nicht schlecht sein. Gute, wirklich gute Ernährung, vegetarisch orientiert, vollwertig, Bewegung, Entspannung, die fehlenden Nährstoffe substituieren, in jedem Fall Vitamin D und Omega-3 in den optimalen Bereich bringen (> 100 nmol/l bzw. Omega-3-Index > 8 %) – das kann alles nicht verkehrt sein.

Also: entweder den einzelnen Baum immer näher betrachten bis hin zur Rinde und schliesslich den einzelnen Atomen – oder irgendwann wieder lernen, den ganzen Wald zu sehen!

Nicht verwirren lassen!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Osteoporose

Sehr geehrter herr dr. schmiedel

Ich verfolge leider erst seit einigen monaten ihre informationen über den newsletter.

Haben sie über osteoporose auch etwas geschrieben?

Ich leide (seit gestern habe ich die diagnose) unter osteoporose und weiss nicht wirklich, was ich an meiner lebensweise verbessern kann. Ich treibe sehr viel sport (radfahren gehört anscheinend nicht zu osteoporoseprophylaxe – stimmt das), esse regional und saisonal und so weit es geht bio, nehme vitamin d, omega3, habe b-vitamine spritzen bekommen….

Was kann ich verändern bzw was braucht mein körper?

Freundlicher gruss

Antwort

Per Mail darf ich keine individuelle Beratung erteilen. Ich würde aber Vitamin D, ucMGP und Ostase (Knochenumbauenzym) messen. Außerdem kann man einen Sandertest machen (Säure-Basen-Test, Übersäuerung führt zu Knochenentkalkung). Omega-3-Fettsäuren kann man auch messen.

Wenn man die Werte hat, kann man eine individuelle und optimale Therapie in die Wege leiten. Dafür brauchen Sie aber jemanden, der sich damit wirklich gut auskennt. Wenn Sie niemanden finden, können Sie sich auch gern bei  www.paramed.ch melden. Die gesetzliche Kasse bezahlt davon aber nichts, die PKV immerhin einen großen Teil.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

P.S.: Man braucht Bewegungen mit Erschütterungen wie Joggen oder Powerwalking. Fahrradfahren ist nicht so günstig – außer Mountainbikefahren über Holperstrecken.

Reizdarm

 

Habe ihr Buch über Reizdarm gelesen. Darmspiegelung wurde abgebrochen im MRT alles ok.

Möchte nun die Diagnostik mit den Stuhl und Blutuntersuchung machen. Weiß nicht wo und wie. Bin privat /Beihilfe versichert. Wohne in Mannheim.

Können sie mir Kollegen im Raum Mannheim nennen, die ähnlich wie Sie arbeiten? Oder ist telefonisch bei Ihnen möglich?

Vielen Dank

Antwort

Ich kenne dort leider keinen Kollegen. Eine Fernbehandlung ist rechtlich untersagt. Einmal müsste ich einen Patienten schon persönlich sehen, um mir ein Bild zu machen. Weitere Kontakte sind dann über Mail oder Telefon möglich.

Meine Praxis ist:

Paramed, Haldenstr.1, CH-6340 Baar

www.paramed.ch

Anmeldung unter:

+41 41 768 20 60
ambi@paramed.ch

Von Mannheim sind das 3-4h mit Bahn oder Auto. Vielleicht finden Sie ja noch jemanden, der die subtilen Stuhl- und ggf. Blutwerte veranlassen und interpretieren (!) kann.

Wenn nicht, steht Ihnen der Weg in die Schweiz noch offen. Beihilfe/PKV bezahlen immerhin einen großen Teil der Kosten in der Schweiz, was bei GKV-Patienten leider überhaupt nicht der Fall ist.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Chronische Entzündungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

mein Mann und ich schätzen Ihre Newsletters sehr. Vielen Dank dafür.

Wir lesen allerdings auch die naturheilkundlichen Informationen von mercola.com, die uns schon oft geholfen haben. Vielleicht ist der folgende Artikel auch für Sie interessant.

https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2018/08/07/game-changer-of-the-year-carole-baggerly.aspx

Wir sind beide 77 Jahre alt und nehmen täglich 6000 IU Vitamin D und sind ziemlich gesund, da wir auch versuchen manches andere zu beachten. Nur mich plagt eine langwierige Entzündung des lig. deltoideum, die leider mit konventioneller Behandlung (20 Tabletten celecox-Hexal 200 mg) nicht weggegangen ist. Arthrose liegt tatsächlich nicht vor, was mich sehr freut in meinem Alter. Nun muss ich nach einem anderen Weg suchen, auf jeden Fall einen naturheilkundlichen.

Herzliche Grüße

Antwort

Bei einer täglichen Dosis von 6000 IE würde ich schon den Vitamin D-Spiegel kontrollieren, um Überdosierungen zu vermeiden.

Um chronischen Entzündungen entgegenzuwirken, ist eine gute Versorgung mit Omega-3 sehr wichtig. Ich würde die Fettsäuren messen lassen (z.B. bei www.norsan.de) und so viel Fischöl einnehmen (meist 1 EL), damit ein AA/EPA von 2,5 erreicht wird.

Gut entzündungshemmend beim Bewegungsapparat wirken auch Arnika-Umschläge (Tinktur verdünnt mit Wasser) oder Salben. Wenn gar nichts hilft, kann man auch einmal Blutegel an die Entzündung lassen. Viel Erfolg!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 bei Colitis ulcerosa

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

haben Sie auch schon Erfahrungen mit dem wunderbaren Norsan Omega Öl bei Colitis ulcerosa?

Viele Grüße

Antwort

Ebenso wie bei allen Autoimmunkrankheiten kann man auch CU sehr gut mit Omega-3 behandeln. Die Studienlage ist hier sehr gut. Ich habe schon vielen Patienten damit helfen können. Eine Patientin von mir ist seit 15 Jahren völlig beschwerdefrei.

Es gelten dieselben Regeln wie bei anderen Krankheiten: Wenn möglich, einen AA/EPA-Quotienten von unter 2,5 anstreben. Wenn eine Labordiagnostik abgelehnt wird, dann 1 EL Norsan Omega-3 Total. Bei übergewichtigen Menschen oder solchen, die sehr wenig oder gar keinen Fisch essen, besser 1,5-2 EL täglich.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

P.S.: Nähere Einzelheiten siehe mein Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“

 

Chronische Erkrankungen und TNF-Alpha-Hemmtest

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

mit großem Interesse habe ich Ihre Beiträge gelesen. Ich selbst bin chron. krank. Ich habe seit 43 Jahren Migräne (die letzten 8 Jahre täglich 1-2 Anfälle). Außerdem leide ich an PBC im Frühstadium, chron. Schwermetallbelastung (starke Erhöhung von Arsen und Quecksilber), chron. Magenschleimhautentz. (ausgedehnte intestinale Metaplasie), Refluxkrankheit, Reizdarm, genetische Histaminintoleranz, div. weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Alopezia Areata und KPU. Ich bin seit 2014 bei einem Umweltmediziner hier in Kiel in Behandlung. Dort wurde 2015 ein sog. TNF-Alpha-Hemmtest gemacht. Dort kam heraus, dass bei mir Omega3 proentzündlich wirkt. Deshalb wäre nun meine Frage, ob ich denn trotzdem das von Ihnen empfohlene Fischöl einnehmen kann. Ich nehme ansonsten täglich 100-150 µg Selen, 40 mg Zinkorot, Kryptosan forte, Mariendistel, Eisen, Biotin und Innovall RDS.

Ich würde mich sehr über Ihre geschätzte Meinung freuen.

Antwort

TNF-Alpha ist ein wichtiger Entzündungsmediator – aber nur einer von vielen. Es gibt noch verschiedene Prostaglandine, Leukotriene, Interleukine, Zytokine, Resolvine, Protectine und viele Botenstoffe mehr, von denen einige eine proentzündliche und andere eine antientzündliche Wirkung aufweisen. Die Studien, die ich kenne, haben alle ergeben, dass proentzündliche Mediatoren durch Omega-3 gehemmt und antientzüdliche Botenstoffe durch Omega-3 gefördert werden. Aber diese Studien sind alle an echten Menschen im Vorher-Nachher-Test und nicht in einem Reagenzglas wie der TNF-Hemmtest gemacht worden. TNF-Alpha ist nur ein winziger Bestandteil des sehr komplexen Immunsystems. Ich würde niemals meine Entscheidung von so einem einzigen Test abhängig machen (der auch nicht ganz billig ist, dafür hätten Sie schon Liter eines guten Fischöls bekommen). Stellen Sie sich vor, TNF-Alpha würde tatsächlich ausgerechnet bei Ihnen durch Omega-3 negativ, aber alle anderen Entzündungsmediatoren positiv beeinflusst werden – dann hätten Sie aufgrund eines solchen wirklich sehr speziellen Einzeltests eine falsche Entscheidung getroffen!

Ein solcher Einzeltest ist ein gutes Beispiel für „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Da hat jemand mit dem Mikroskop auf ein kleines Stück der Rinde eines Baumes gesehen (TNF-alpha), aber der Blick auf den Wald (die gesamte Entzündungssituation) ging verloren. Das ist keine Ganzheitsmedizin, sondern eine analytische (= zerschneidende), reduktionistische Schulmedizin mit einem scheinbar naturheilkundlichen Anstrich.

„Entscheidend ist immer, was hinten rauskommt“ – wie schon unser Altbundeskanzler Kohl wusste. Wir wollen ja nicht einen Einzelwert, sondern das Ganze beeinflussen. Mein Vorschlag daher: Lassen Sie eine Fettsäureanalyse durchführen. Nehmen Sie dann 1-2 EL Fischöl für 3 Monate, kontrollieren Sie die Fettsäuren nochmals – optimal ist ein AA/EPA-Quotient unter 2,5. Und lassen Sie vorher CRP und Leberwerte messen.

Sind diese Werte nach 3 Monaten besser? Und wie geht es Ihnen nach 3 Monaten subjektiv? Dann würde ich meine Entscheidung treffen. Es würde mich sehr wundern, wenn es Ihnen nicht besser ginge.

Mit freundlichen Grüßen und alles Gute,

Dr. Volker Schmiedel

 

Chronisch lymphatische Leukämie

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

vor 12 Jahren wurde bei mir chronisch lymphatische Leukämie festgestellt. Derzeitiger Stand: Leukozyten 14.000 Lymphozyten 77. Die Leukos waren schon bei 19.600, die Lymphozyten bewegen sich kaum. Die Hämatologin sagte vor einigen Jahren, daß sie immer wieder Patienten hat, bei denen die Krankheit wieder verschwindet, aber sie weiß nicht was diese Patienten gemacht haben. Ich vermute, daß sie sich naturheilkundlich behandeln ließen, da schulmedizinisch in diesem Stadium außer regelmäßigen Blutkontrollen nichts gemacht wird. Ich habe schon verschiedene Heilpraktiker konsultiert, leider ohne Erfolg.
Können Sie mir einen Rat geben, welche Art von Therapie hier greifen könnte?
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus bestens.

Antwort

Bei jeder Art von Krebserkrankung – und die CLL ist zum Glück eine recht harmlose Variante – würde ich für eine gute Nährstoffversorgung für das Immunsystem sorgen. Ich würde also die Fettsäuren bei www.norsan.de messen lassen und einen AA/EPA-Quotienten von etwa 2,5 anstreben. Die meisten benötigen dafür einen EL Fischöl. Selen, Zink und Vitamin D kann man beim Hausarzt messen lassen (zur Not auf eigene Kosten!). Zink sollte im mittleren Normbereich, Selen an der obeen Normgrenze oder leicht darüber sein und Vitamin D würde ich auf 100-150 nmol/l oder 40-60 ng/ml einstellen. Zink und Selen können gut sein, wenn nicht, dann 10-15 mg Zink bzw. 50-100 µg Selen nehmen. Vitamin D ist fast nie optimal. Die meisten brauchen für einen optimalen Spiegel 2000-8000 IE. Nach drei Monaten die pathologischen Werte wieder kontrollieren und ggf. die Dosis anpassen.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

 

 

Colitis ulcerosa

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

mein Sohn ist 17 Jahre alt. Bei 1.77 m Grösse wiegt er derzeit nur 49 kg.
Im Juni letzten Jahres wurde die Diagnose Verdacht auf Colitis ulcerosa gestellt.
Ein stationärer Aufenthalt in der Universitäts-Klinik Heidelberg folgte. Dort wurde bei einer Spiegelung diese Diagnose bestätigt Mit 40 mg Cortison über 3 Wochen, ausgeschlichen bis zum 07. November ging es ihm langsam besser.
Seit Juni nahm er pro Tag 1,5 mg Salofalk ein. Von der Uni-Klinik wurde uns die Einnahme von Azathioprin nahegelegt,
Emanuel hatte dieses Medikament aber nicht eingenommen. Sein Gewicht verbesserte sich von 50 kg auf 58 bis März 2018.
In diesem Monat hatte er das Salofalk ganz weggelassen und zeitgleich bekam er 1 x pro Woche Vit. C Infusionen. im April fing es wieder blutbeimengeungen im Stuhl an. Er verlor zunehmend an Gewicht und die Stuhlgänge nahmen zu. Er fühlte sich schwach und antriebslos. Am Montag, den 16.07.2018 bekam er die erste Infusion des Medikamentes mit dem Namen Flixabi mit dem Wirkstoff Infleximap.
Derzeit geht es ihm noch nicht besser.

Wie ist Ihre Meinung zu Vit. C Infusionen und welche anderen Behandlungsmethoden empfehlen Sie wann?
Wann wäre der richtige Zeitpunkt mit einer ergänzenden alternativen Behandlung zu beginnen?

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Antwort

Warum haben Sie mir nicht vor 4 Wochen vor Beginn der Therapie mit „Biologika“ geschrieben? Das soll kein Vorwurf, sondern nur ein Ausdruck des Bedauerns sein. Man kann so viel bei Autoimmunkrankheiten machen. Meine „Basisdiagnostik“ ist Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Selen und Zink zu messen. Die meisten haben dabei katastrophale Werte. Optimiert man diese Nährstoffe, so erreicht man bei vielen schon eine Beschwerdelinderung oder sogar -freiheit.

Wenn das nicht ausreicht, kann man hochdosiert Vitamin D geben (www.coimbraprotokoll.de). Gute Erfolge bei Colitis habe ich mit der Ozontherapie gesehen (intravenös und rektal). Wenn man jetzt damit anfängt, weiß man nicht, ob die Besserung von den „Biologika“ oder vom naturheilkundlichen Immunprogramm kommt. Aber wenn es besser wird, kann man ja nach einiger Zeit vielleicht nach Rücksprache mit den Ärzten die „Biologika“ absetzen und dann schauen, ob es stabil bleibt.

Vielleicht finden Sie einen Arzt, der die oben angegebenen Nährstoffe bei Ihrem Sohn untersuchen (und interpretieren!) kann. Leider lernen Ärzte das nicht an der Uni. Vielleicht finden Sie auch einen Coimbra-Arzt. Wenn nicht, dürfen Sie mich auch gern einmal in der Schweiz (www.paramed.ch) besuchen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Omega-3 nach Gallenblasenentfernung

 

 

 

 

 

Sehr geehrter Dr. Schmiedel ,

Ich beziehe über Sanomega schon zum beruflichen und privaten Gebrauch Omega 3 Fischöl und bin damit sehr zufrieden. Nun möchte meine Mutter eben- falls das Öl nehmen, hat aber nach einer Gallenblasenentfernung vor einigen Jahren Bedenken zur Verträglichkeit. Gilt es dies einfach auszuprobieren oder haben Sie vielleicht einen anderen Rat für sie?

Vielen Dank für eine Antwort.

Antwort

Das ist eine gute und berechtigte Frage. Manche Menschen haben nach einer Gallenoperation Probleme mit der Fettverdauung. Wenn Ihre Mutter diese Probleme nicht hat, wird sie auch keine Probleme mit einem EL Fischöl haben. Wenn sie aber Probleme mit zu viel Fett hat, dann soll sie doch einen EL anderes Fett durch das Fischöl ersetzen, z.B. in der Suppe oder im Salat einen EL von einem anderen Öl weniger und dafür das Fischöl nehmen. Eine andere Möglichkeit, um die Fettverdauung bei Z.n. Gallenoperation zu unterstützen, ist die Einnahme eines gut dosierten Artischockenpräparate, z.B. Ardeycholan oder Hepar-POS oder Hepar SL forte 1-2 Kapseln eine halbe Stunde vor Einnahme des Fischöls. Ich bin sicher, mit einer dieser Möglichkeiten wird es gut gehen. Viel Erfolg!

MfG Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Quotient

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel.

Da ich von der reinen Schulmedizin nicht 100 % überzeugt bin , habe ich mich in der letzten Zeit ( auch Dank Ihrer Bücher) mit Alternativen befasst. Daraufhin habe ich unter anderem meine Omega-3 / – 6 Fettsäuren ermitteln lassen.

Meine Werte :
Omega-3-Fettsäuren in Plasmalipiden (GC)
a-Linolensäure (18:3w3) = 29,8 mg/l
Eicosapentänsäure (20:5w3) = 54.30 mg/l
Docosahexänsäure (22:6w3) = 94.0 mg/l

Omega-6-Fettsäuren in Plasmalipiden(GC)
Linolsäure (18:2w6) = 901.2 mg/l
y-Linolensäure ( 18:3w6) =9.80 mg/l
Bishomo-y-Linolensäure (20:3w6) 49.5 mg/l
Arachidonsäure (20:4w6) = 235.7 mg/l
EPA/AA = 0.2

Da mein Hausarzt ein 100 % Schulmediziner ist , und sich in dieser Materie nicht genau auskennt , oder nicht auskennen will, kann ich leider den Quotienten nicht ermitteln. Vielleicht wäre es Ihnen möglich , mir eine entsprechende Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort

Der Quotient ist ja angegeben: EPA/AA = 0,2. Ich rechne immer ungekehrt, also der Quotient ist dann 5. Das ist überdurchschnittlich gut. Optimal ist ein Quotient unter 3. Wenn Sie eine Krankheit haben, die sich durch Omega-3 beeinflussen lässt, wäre sogar ein Quotient von unter 2,5 empfehlenswert. Wenn Sie noch kein Omega-3 einnehmen, würde ich Ihnen bei diesen recht guten Werten einen TL anstelle des sonst üblichen 1 EL empfehlen. Sie können den Wert dann in 3 Monaten kontrollieren lassen. Ich empfehle Ihnen aber dringend die Kontrolle bei www.norsan.de. Ihr Labor gibt die absoluten Fettsäurewerte in mg/l an. Das ist schwierig zu interpretieren, wenn Sie sehr hohe oder sehr niedrige Gesamtfettwerte im Blut haben. Bei SanOmega werden die relativen Fettsäurewerte in % der Gesamtfettmenge angegeben, was ich vorteilhaft finde. Außerdem erhalten Sie vom Labor eine aussagekräftige Interpretation der Werte.

 

In der Hoffnung, Ihnen damit weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit freundliche Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

 

Dr. Volker Schmiedel

Meteorismus und Flatulenzen

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,

seit Jahrzehnten leide ich unter Meteorismus und Flatulenzen, werde mehrmals in der Nacht wach, weil der Druck und die Blähungn unerträglich sind und ich dann froh bin, wenn die Winde rauskommen. Aber auch tagsüber ist es nicht viel besser. Dazu kommt Sodbrennen und öfter Übelkeit mit Spucken.
Untersuchungen, die ganzen Bandbreite, was so üblich ist und diverse Ärzte habe ich schon hinter mir, z.Zt. mache ich gerade eine homöopathische Behandlung. Leider bleibt hier der Erfolg bis jetzt auch aus.
Meine Ernährung : ich esse hauptsächlich Bioprodukte, dabei Vollkornbrot (Dinkel) , Obst, Gemüse, Salate, aber auch Milchprodukte und Käse und Fleisch in Maßen. 1 x die Woche auf jeden Fall Fisch.
Ich bin männlich, 1958 geboren, Gewicht normal schlank.
Vielen herzlichen Dank schon mal im Voraus für Ihre Hilfe.

Freundliche Grüße

Antwort

Eigentlich will ich keine Schleichwerbung machen, aber in meinem Buch „Alarm im Darm“ vom TRIAS-Verlag sind alle Ursachen solcher Beschwerden beschrieben. Es kommen unterschiedliche Erkrankungen wie z.B. Laktose-, Fruktose-, Histaminintoleranz, Gallendysfunktion, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Nahrungsmittelallergien, leaky gut oder Darmentzündungen in Frage. Sie sollten sich einen Therapeuten suchen, der sich mit Stuhluntersuchungen, wie in meinem Buch beschrieben, gut auskennt und eine solche ausführliche Stuhltestung veranlassen. Achtung: Es reicht nicht aus, nur die Darmflora zu testen und die fehlenden Keime einzuwerfen oder den „bösen Candida-Pilz“ auszurotten. Wer nur das kann, versteht nichts von einer ganzheitlichen Darmtherapie! Viel Erfolg und gutes Gelingen!

Dr. Volker Schmiedel

Borreliose

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

seit Jahren erhalte ich Ihre Newsletter und lese diese immer mit großem Interesse, sind doch häufig ganz neue Denkansatze darin enthalten. Vielen Dank hierfür.

 

Haben Sie ggf. auch Erkenntnisse, wie Borreliose behandelt werden kann? Nach zwei Wochen Antibiotika wird der Patient meist als „geheilt“ entlassen, leidet aber (wie meine Mutter) jahrelang erheblich unter Schmerzen in den Gelenken, Dauermüdigkeit etc.

 

Für alternative Therapie-Anregungen wäre ich sehr dankbar.

 

Mit herzlichen Grüßen

Antwort

Borreliose ist ein ganz komplexes Thema. Bei einer wirklich nachgewiesenen Borreliose kommt man meines Erachtens um eine Antibiotikabehandlung nicht herum. Zusätzlich würde ich aber immer die Wilde Karde sowie immunstärkende Nährstoffe wie Vitamin D, Zink, Selen oder Vitamin C, ggf. nach Messung im Blut, einsetzen. Bei chronischen Beschwerden besteht nicht selten ein DHEA-Mangel, den man durch eine Hormonuntersuchung im Speichel nachweisen kann. Ich habe den Eindruck, dass das Immunsystem manchmal durch eine Infektion stimuliert wurde und dann aber nicht wieder zur Ruhe kommt, obwohl gar keine Erreger mehr vorhanden sind. Dann kann eine Optimierung der Omega-3-Versorgung (AA/EPA-Quotient im Blut unter 2,5) sowie ein Vitamin D-Spiegel von 40-60 ng/ml unter Umständen weiterhelfen.

 

MfG

 

Dr. Schmiedel

Rosazea

Welche Erfahrung haben Sie mit Rosazea?
Welche Therapie und Ernährung empfehlen Sie?

Antwort

leider habe ich keine eigenen Erfahrungen mit Roazea. Da aber entzndliche Prozesse an der Pathogenese mit beteiligt sind, würde ich hier ebenso wie bei anderen chronischen entzündlichen Erkrankungen auch für einen optimalen AA/EPA-Quotienten von unter 2,5 sorgen. Um diesen zu erreichen, brauchen die meisten mindestens einen EL Fischöl. Genau kann man die Therapie steuern, wenn man eine Fettsäureanalyse sowie eine Kontrolle nach 3 Monaten und dann ggf. Dosisanpassung veranlsst. Da Vitamin D auch anti-entzündlich wirkt, würde ich auch Vitamin D messen und in den optimalen Bereich einstellen (40-60 ng/ml) – zumal bei Rosazea ja vor Sonne als Verstärker der Krankheit gewarnt wird und daher oft ein noch größerer Vitamin D-Mangel als allgemein in der Bevölkerung angenommen werden kann. Außerdem würde ich Zink und Selen im Blut messen und für eine optimale Versorgung im oberen Normbereich sorgen. Wenig tierische Fette und Nahrung sowie Bevorzugung „anti-entzündlicher Lebensmittel“ wie Curcuma, Ingwer, alle blauen, roten und gelben Früchte und Gemüse sind sicher ebenfalls hilfreich.

 

MfG

 

Dr. Volker Schmiedel

Entgiftungsstörungen und LDL Anstieg

Kennen Sie Entgiftungsstörungen, die bei Einnahme von Omega-3 ein Ansteigen des LDLs verursachen?

Antwort

Nein, solche Polymorphismen sind mir nicht bekannt. Laut Studien kommt es im Durchschnitt unter Omega-3 eher zu einem leichten Anstieg von LDL im Gegensatz zur Erwartung vieler Nutzer, die von einer Cholesterinsenkung ausgehen. Es kommt im Durchschnitt aber auch zu einer HDL-Steigerung sowie zu einer manchmal sogar deutlichen Triglyceridsenkung, so dass es – alles über alles betrachtet – insgesamt zu einer Verbesserung der Gesamtlipidituation kommt.

 

Sollte im Einzelfall das LDL doch einmal dramatisch und vielleicht sogar gefährlich ansteigen und wirklich eine Indikation für Omega-3 vorliegen, so würde ich mit dem Roten Reis das LDL senken. Siehe hierzu http://www.dr-schmiedel.de/rotes-reismehl/

Verdauungsstörungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, ich würde mich freuen, wenn Sie mir einen Rat geben könnten. Seit 2,5 Jahren leide ich an Verdauungsstörungen. Mittlerweile immer stärker. Spiegelungen Magen/Darm sowie Blut- und Stuhluntersuchungen blieben ohne Erfolg. Tabletten gegen Reizdarm helfen nicht. Hätten Sie evtl eine Art Checkliste, welche Untersuchungen/Tests ich noch anstreben könnte? Lactose- und Fructose-Intoleranz-Test werden jetzt in den nächsten 14 Tagen noch durchgeführt.

Antwort

Leider schreiben Sie nicht, welche Verdauungsstörungen bestehen und welche Stuhl- und Blututnersuchungen durchgeführt wurden. Ein Laktose- und/oder Fruktosetest ergibt praktisch nie ein positives Ergebnis, wenn nicht zumindest der Verdacht auf eine entsprechende Intoleranz besteht. Ihn einfach nur zu machen, damit man irgendetwas macht, ist aufwändig und meist unsinnig. Wenn Sie Frischmilchprodukte gar nicht vertragen, aber Käse schon, dann braucht man einen Laktosetest auch nicht zu machen, weil eine Laktoseintoleranz dann sehr wahrscheinlich ist. Wenn Sie jedoch einen halben Liter Milch ohne Beschwerden trinken können, dann haben Sie wohl keine Intoleranz. Wenn Sie süsse Früchte und zuckerhaltige Lebensmittel gar nicht vertragen, dann ist eine Fruktoseintoleranz sehr wahrscheinlich. Vertragen sie beides hingegen seht gut, ist sie sehr unwahrscheinlich. In beiden Fällen braucht man auch nicht zu testen. Also: Wenn man sich sicher ist – in der einen oder anderen Richtung -, braucht nicht getestet zu werden. Bei Unklarheiten, bei einem Verdacht rate ich aber dringend dazu.

 

Was viel wichtiger ist, ist eine ausfürhliche Stuhluntersuchung. Ich untersuche als orienierenden Darmcheck die Stuhlflora, Verdauungsrückstände, Fett quantitativ, Gallensäuren, Calprotectin und Alpha-1-Antitrypsin. Sie benötigen aber noch jemanden, der diese Werte dann auch zu interpretieren vermag. Die meisten Ärzte (und leider auch viele Gastroenterologen) führen diese Untersuchungen nicht durch und kennen sich damit auch nicht aus. Einen Überblick, was diese Werte bedeuten, welche Krankheiten Verdauungsstörungen machen können und wie wir sie erkennen und behandeln können, erhalten Sie in meinem Buch:

 

Schmiedel, V.: Alarm im Darm, TRIAS-Verlag

 

Viel Erfolg und gutes Gelingen,

 

Dr. Volker Schmiedel

Neurodermitis und Ernährung

Guten Tag,
ich habe eine fast 4 Jahre alte Tochter, welche seit ihrer 6 Lebenswoche an Neurodermitis leidet.
Wir sind in Behandlung beim Hautarzt, waren in der Dermatologie im Inselspital.
Leider bin ich aber mit den Therapieansätzen nicht im ganzen zufrieden und bin auf der Suche nach jemandem der mir/uns zum Thema Ernährung und Darmaufbau weiterhelfen könnte spezialisiert auf Kinder.
Ich würde mich über eine Antwort von ihnen freuen,
Vielen Dank für ihre Bemühungen
Freundliche Grüsse

Antwort:

Per Mail darf ich keine individuelle Beratung geben. Allgemeine diagnostische und therapeutische Hinweise bei bestimmten Erkrankungen darf ich aber schon erteilen.

 

Diesen Artikel haben Sie ja vielleicht schon auf meiner Homepage gelesen:

 

http://www.dr-schmiedel.de/wp-content/uploads/2016/10/ehk_2016_05_121016_14_21.pdf

 

Mit bestimmten Ernährungsmassnahmen kann man sehr viel erreichen. Neben einer subtilen Nährstoffanalyse halte ich eine ausführliche Stuhluntersuchung für sehr sinnvoll. Wir wissen, dass die Darmschleimhaut und die äussere Haut sehr eng miteinander zusammenhängen. Die Darmflora ist dabei genauso wichtig wie die Vermeidung eines leaky gut-Syndroms. All dies können wir leicht messen. Darüber hinaus empfehle ich dringend einen Nahrungsmittelallergietestes. Viele Autoimmunerkrankungen werden dadurch unterhalten, dass eigentlich unverträgliche Lebensmittel verzehrt werden.

 

Gern können Sie sich einen Termin in meiner Praxis www.paramed.ch geben lassen, wenn Sie dies wünschen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Volker Schmiedel, M.A.

Plaquestabilisierende Wirkung von Rotem Reis

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

Mit Interesse habe ich ihren Artikel über die Wirkung der Blutfettsenkung von rotem Reismehl gelesen.
Hat das Reismehl ähnlich wie Statine auch plaquestabilisierende Wirkung?
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen, da ich ein großer Skeptiker von Statinen bin.

Besten Gruß

Antwort:

Es ist davon auszugehen, dass alle Wirkungen der Statine (außer die Nebenwirkungen) auch beim Roten Reis zu erwarten sind – also auch die plaquestabilisierende Wirkung. Darauf deuten jedenfalls die klinischen Endpunktstudien hin, bei denen unter Rotem Reis genauso viele vermiedene Herzinfarkte und Todesfälle (tendentiell sogar eine bessere Verminderung) wie unter Statinen gefunden wurden. Der Effekt wird vermutlich noch verstärkt, wenn zusätzlich Omega-3 gegeben wird. Zu dieser Kombination gibt es jedoch keine Studien.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Erhöhter Homocysteinwert

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
mein Homocysteinwert ist seit meiner Konsultation bei Ihnen in Kassel (2013) von 9,23 auf 17 gestiegen.
Alle anderen Werte ( CRP ultrasensitiv, Fibrinogen, Lipoperoxide) waren damals normal, Lipoprotein mit 0,33,g/l leicht erhöht. Besteht Handlungsbedarf?
Meine aktuellen Cholesterinwerte (seit Jahren fast unverändert):
Gesamt: 271, HDL: 66, LDL: 172.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Aus standesrechtlichen Gründen darf ich Ihnen keine individuelle Beratung erteilen. Ein Homocystein über 15 kann laut epidemiologischen Studien jedoch das Risiko für Demenz, Schlaganfall oder Osteoporose erhöhen. Hoch dosierte B-Vitamine (Folsäure, B12 und B6) sind in den meisten Fällen in der Lage, den Wert deutlich zu senken.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Erhöhtes Lp(a)

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich war einige Jahre Patientin in Ihrer ambulanten Sprechstunde in der Habichtswaldklink. Sie hatten bei mir eine Kuhmilchunverträglichkeit festgestellt und die Fettstoffblutwerte waren auch nicht immer in Ordnung. Nun habe ich nach einiger Zeit mal wieder bei meinem Hausarzt das Blut kontrollieren lassen. HOMO 15,4,LPA 173, HDL 60, LDL 147. Mir macht nun der hohe LPA grund zur Sorge. Mein Hausarzt meinte das wäre genetisch bedingt und man könnte dagegen nichts tun, außer wenn er noch höher würde müsste man über eine Lipidapherese nach denken. Gibt es nichts homöphatisches zum Senken des Wertes?
Über eine kurze Nachricht würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank.

Antwort:

Leider darf ich Ihnen über das Internet keine persönliche Beratung zuteil werden lassen. Erhöhtes Lp(a) ist tatsächlich genetisch bedingt. Manchmal lässt es sich ein wenig durch sehr hoch dosiertes Vitamin B3 (1500 mg tgl.!) senken. Auf jeden Fall müssen alle anderen Risikofaktoren optimal gesenkt werden. Erhöhtes Homocystein lässt sich immerhin sehr leicht mit den B-Vitaminen Folsäure, B6 und B12 senken. Es wäre natürlich schön, wenn Sie jemanden finden würden, der sich damit auskennt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Darmprobleme

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
bin über Ihr Buch „Verdauung“ auf Sie aufmerksam geworden.

Mittelerweile ist mein Leidensdruck so groß, dass ich nicht mehr weiter weiß.

Bin 52 Jahre alt und habe seit rund 35 Jahren Darmprobleme in Form von massiven Blähungen und Durchfällen.
Hatte im Alter von 27 und 28 Jahren mehrere Monate anhaltende Durchfallphasen, in denen ich 15 kg bzw. 20 kg abgeommen hatte.
Aktuell wiege ich seit Jahren unverändert 71kg bei 1,91m Körpergröße.
Ich habe immer wieder anhaltende Durchfälle und eine Art Brennen, ca. 10 cm rechts vom Nabel. Dazwischen gibt es kurze Phasen mit normalem Stuhlgang, in denen ich scheinbar alle Lebensmittel gut vertrage.

3 Darmspiegelungen: unauffällige Ergebnisse (inkl. Gewebeuntersuchung der Ileumschleimhaut, Colonschleimheit)
2 Magenspiegelungen: unauffällige Ergenisse
Stuhluntersuchung auf Calprotectin: unauffällig

Myrrhinil intest, Luvos Heilerde, Mutaflor, Activomin bringen keine spürbare Besserung
Nur mit Salofalk 500mg gelingt es mir, für einige Wochen die Durchfälle zu stoppen (7 Tage 3×2 Tabletten täglich).

Haben Sie einen Tipp,
– was für eine Diagnostik, Therapie im meinem Fall Sinn macht?
– können Sie mir ggf. einen guten Therapeuten empfehlen (wohne in Lippstadt, NRW)

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Freundliche Grüße

Antwort:

Zuerst würde man bei Beschwerden wie den Ihren auch an eine Darmentzündung denken, was aber durch die erfolgten Untersuchungen erher unwahrscheinlich erscheint. Aber ein Gallensäureverlustsyndrom, eine Pankreasinsuffizienz oder Nahrungsmittelallergien können dieselben Symptome verursachen. Menschen mit Ihren Beschwerden rate ich, sich unbedingt einen Therapeuten zu suchen, der die in meinem Buch beschriebenen Stuhl- und ggf. auch Blutuntersuchungen durchführen und interpretieren (!) kann. Man kann zur Not bei einem Labor wie www.enterosan.de nachfragen, ob die mit einem erfahrenen Therapeuten in Ihrer Nähe zusammenarbeiten. Wenn man gar nicht weiterkommt, kann man mich natürlich auch in meiner Praxis www.paramed.ch in der Schweiz aufsuchen.
In der Hoffnung, Ihnen damit weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen,
Dr. Volker Schmiedel
Neurodermitis - Omega-3 Gabe bei Kindern

Hallo Hr Schmiedel,
Herzl Dank, Sie machen eine tolle Arbeit; ich durfte Sie schon mehrmals bei Enterosan hören.
Meine Frage: in welcher Form kann ich einem Dreijährigen Omega 3 geben; das Kind hat starke Neurodermitis.

Herzl Dank!

Antwort:

Vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung! Da Dreijährige oft noch nicht so gut Kapseln schlucken können, kann man Omega-3 in flüssiger Form geben. Pro 10 kg 1 ml oder pro kg 2 Tr. NorSan total Fischöl ist die richtige Dosis. Eine Alternative ist das NorSan kids in derselben Dosis – schmeckt für Kinder noch etwas besser. Am besten in Saft oder Suppe verstecken. Smoothies sind ideal. Vitamin D nicht vergessen. Bei Neurodermitis bei kleinen macht man mit 1000 IE zusätzlich zu dem im NorSan enthaltenen Vitamin D nichts verkehrt – auch jetzt im Sommer.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Leaky-Gut-Syndrom

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
vielen Dank für Ihr Buch „Alarm im Darm“ und Ihre Internetpräsenz. Ich würde am liebsten umgehend Ihre Praxis aufsuchen, denn ich bin einigermaßen verzweifelt.
Ich habe zwei Fragen an Sie – 1. bzgl. des Leaky-Gut- Syndroms. Und 2. bzgl. eines „Pseudotumors“ + Sigma- Divertikulitis.
Ich bin 54 Jahre alt. Im September 2015 diagnostizierte mein Arzt ein Leaky- Gut- Syndrom. Die Stuhldiagnostik wies eine starke Dysbiose, Fäulnisflora, vermehrt Hefen und pH- Wert 7,5 nach.
Therapie: Antibiotika, Myrhinil intest, Lactobact premium. Nichts änderte sich wirklich.
Mir fiel auf, daß ich Fleisch schlecht vertrage und Stuhl sowie Urin manchmal beißend scharf stinken, fast wie Ammoniak.

!. Frage: Wie gehe ich weiterhin mit dieser Erkrankung um bzw. woran erkenne ich, daß es ausgeheilt ist?
Seit Anfang Juli verzichte ich wegen der ständigen starken Bauchschgmerzen komplett auf jegliches Getreide. Das brachte Besserung.
Vor zwei Wochen bat ich wegen starker Schmerzen im linken Unterbauch um eine Koloskopie.
Seit einigen Wochen hatte ich das Gefühl, daß ich was im Bauch habe, das jeden Moment platzt. Mein Bruder berichtete mir zudem, daß unserer Mutter mit Mitte 40 wegen Darmkrebs ein Stück Darm entfernt wurde und daß er selbst vor 3 Jahren einen Tumor hatte.
Die Koloskopie am 4.8. zeigte einen hochgradig entzündeten, eiternden „Pseudotumor“. Blutbild wies u.a. CRP- Wert von 60,3 mg/l nach. McHC 30,9 g/dl. Der Arzt diagnostizierte akute Sigma- Divertikulitis,“ weil die Werte dazu passen“.
Hystologischer Befund: keine Malignität.
Therapie: Metromidazol 400mg + zusätzlich Ciprofloxacin 500 mg.
Ich hatte eine starke allergische Reaktion mit Halsenge/ Atemnot.
Also Wechsel zu Moxafloxacin 400 mg. Auf eigene Faust: Omniboitik AAD 10 + Omnibiotik 6, + Schüßlersalze in Dilution.
Neuerliches Blutbild von Montag, 14.8. zeigt normale Werte.
Gestern abend hatte ich wieder pulsierend- stechende Schmerzen im linken Unterbauch. Allerdings etwas weiter unten.
2. Frage: Was mache ich jetzt?
Mein Hausarzt (zur Zeit in Urlaub) hat mich schonmal als Hypochonder bezeichnet. Und der Gastroenterologe empfiehlt mir weitere Antibiotika bzw. OP.
Bitte verzeihen Sie, daß ich Sie mit einem so langen Schreiben belästige.
Ich freue mich auf Ihre Antwort und hoffe, Sie können mir eine Sprechstunde anbieten.
Mit den besten Grüßen

Antwort:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich aus zeitlichen und vor allem auch aus rechtlichen Gründen gar keine individuelle Beratung per Mail erteilen darf.

Es ist immer zu fragen, wie denn eine Diagnose entsteht. Worauf begründet sich die Diagnose leaky gut? Die wichtigsten Parameter dafür sind Alpha-1-Antitrypsin und Zonulin, die Sie aber gar nicht erwähnen. Die Ursache eines Fäulnisstuhls ist meist eine Fettverdauungsstörung. Ist das Fett gemessen worden? Es sollten alle Werte gemessen werden, die ich in meinem Buch beschreibe. Dann kann man die Ursache schon mal eingrenzen. Ein CRP von 60 findet man bei einer masiven Entzündung wie z.B. einer Blutvergiftung (das heißt nicht, dass Sie eine haben). Da darf man schon etwas Schmerzen haben.

In einem Akutfall wie diesem müssen unbedingt sofort Blutbild und Entzündungswerte untersucht und bei vorliegender starker Entzündung sofort behandelt werden. Danach sollte man sich aber einer umfassenden Stuhldiagnostik zuwenden, um die Ursache des Fäulnisstuhles herauszubekommen.

Mit freundlichen Grüßen und viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Vitamin D Spiegel

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, bei mir wurde durch einen Sportmediziner und Internist, ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel festgestellt. Er liegt bei 17,2 und sollte lt. Arzt zwischen 40 – 60 liegen. Mir wurde daraufhin Dekistrol 20.000 verschrieben und ich soll einmal wöchentlich eine Kapsel einnehmen. Dies mache ich seit Ende Mai 2017. Ich habe Muskelprobleme und Durchblutungsstörungen. Wie lange dauert es erfahrungsgemäß bis bei dieser Dosierung eine Besserung der Beschwerden eintritt? Bis jetzt kann ich nur feststellen, dass meine Augen nicht mehr so lichtempfindlich sind und meine Stimmung hat sich verbessert. Aber an den Muskeln merke ich noch nichts. Ausserdem nehme ich von Lavita den Vitalstoffsaft ein. Der Arzt meint er könne zwar die Dosierung vom Vitamin D erhöhen, aber es können dann auch Nebenwirkungen auftreten. Ist dem so? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir antworten könnten. Danke im Voraus für Ihre Bemühungen und freundliche Grüße

Antwort:

Früher habe ich auch die wöchentliche Gabe von Vitamin D bevorzugt, inzwischen gibt es aber Studien, die belegen, dass das leider nichts bringt. Das Speicher-Vitamin D steigt im Blut zwar an, aber es wirkt nicht. Es müssen also zwei Bedingungen erfüllt werden:

– Der Spiegel sollten tatsächlich in einen Bereich von 40-60 ng/ml kommen.
– Die Einnahme der dafür nötigen Dosis (die meisten benötigen dafür 2000-6000 IE) muss täglich erfolgen.

Wenn der Spiegel unter 100 ng/ml bleibt, können praktisch keine Nebenwirkungen auftreten. Um einen solchen Spiegel zu erreichen, müssten Sie aber 20.000 IE täglich einnehmen.

Zu dem Vitalstoffsaft kann ich nicht viel sagen. Ich untersuche gerne alle Vitamine und Mineraltsoffe, die zu einer bestimmten Krankheit passen und gebe dann die fehlenden Stoffe in einer hohen Dosierung und was in Ordnung ist, muss ich überhaupt nicht geben. In den „Multi-Präparaten“ sind viele Stoffe drin, von dener der Patient genügend hat. Und von denen, die im Mangel sind, ist zuwenig drin.

Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr. Volker Schmiedel

Behandlung in der Schweiz

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,

schade, daß Sie nicht mehr in D. praktizieren. Können oder dürfen Sie jemanden empfehlen, der so nach Ihrem Konzept arbeitet ?
Ich leide unter RA und essentielle Thrombozythämie, PAVK, bin auf starke Medikamente angewiesen…….
Haben Sie in der schweiz eine Kassenzulassung?

Danke für eine Antwort
Freundl. Grüße

Antwort:

Bei Rheumatoider Arthritis und bei arterieller Verschlusskrankheit gibt es viele naturheilkundliche Ansätze. Leider kenne ich in Deutschland niemanden, der exakt nach meinen Konzepten arbeitet. Die Gemeinschaftspraxis Paramed in Baar zwischen Luzern und Zürich hat eine Kassenarztzulassung, was deutschen Kassenpatienten allerdings nichts nützt, da die deutschen gesetzlichen Kassen das nicht bezahlen. Sie müssten also privat zu mir kommen. www.paramed.ch
Sie können aber auf jeden Fall einige der in meinen Artikeln vorgeschagenen Empfehlungen befolgen. Eine Fettsäureanalyse können Sie auch über das Internet bei www.norsan.de durchführen lassen. Dann sollten Sie so viel Fischöl einnehmen, dass Sie einen AA/EPA-Quotienten unter 2,5 erreichen. Mit Vitamin D, Selen und anderen Faktoren kann man natürlich noch viel mehr erreichen, wenn dies optimal eingestellt wird.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Seit Jahren begleitet mich die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto. Ich habe täglich mein Thyroxin 50 eingenommen und damit lebte ich sehr lange ganz gut. Im Jahre 2015 riet mir eine Heilpraktikerin zum absetzten der Medikation und ich bin ihrem Rat gefolgt (ohne mich näher mit diesem Themen auseinanderzusetzen. Heute bereue ich diesen Schritt!!!!!!
6 Monate danach wurde mein Leben ein Anderes. Mit Verdacht auf Herzinfarkt (Diagnose hat sich nicht bestätigt- alle notwendigen Untersuchungen wurden gemacht und alle waren ohne Befund bis auf EKG Veränderungen) kam ich ins Krankenhaus. Es wurden T- Negativierungen festgestellt und es wurde mir ans Herz gelegt meine SD Medikation wieder aufzunehmen. Seit dieser Zeit kämpfe ich….. mein Leben ist nicht mehr das was es mal war. Erschöpfung, Ängste bis hin zu Panikattacken, Herzprobleme, Mangelzustände und ständig das Gefühl überfordert zu sein…..
Ich bin in Behandlung und Arbeite an der Psyche, an meinem Wohlbefinden und einer emotionalen Gelassenheit aber es gelingt mir einfach nicht in mein Leben zurückkehren!
Meine SD ist zwar nach Werten eingestellt mit (Thyreogland) wieder scheinbar in Ordnung nur geht es mir immer noch nicht gut!
Nun habe ich Ihre Website gefunden und sie mit Interesse gelesen…. meine Frage geht nun dahin,ob Sie sich meine Wertemal anschauen könnten. Ich habe schon viel Geld für Blutuntersuchungen bezahlt aber vielleicht braucht es in meinem speziellen Fall auch noch anderes (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine)?!

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen da ich wirklich sehr verzweifelt bin. Ich möchte endlich wieder mein Leben mit meiner kleinen Familie „leben“….!

Mit den besten Grüßen

Antwort:

Sicher haben Sie meinen Newsletter über Hashimoto gelesen, in dem schon viele Informationen enthalten sind, die man üblicherweise nicht erhält. Wenn nicht, dann schauen Sie bitte hinein:
Neben den aktuellen Schilddrüsenwerten interessieren mich auch Schilddrüsen-Antikörper und bestimmte Nährstoffe wie Omega-3 und Selen, die ich benötige, um Entzündungen zu lindern oder gar zu heilen. Ich hatte zufällig gerade gestern eine Patientin, bei der wir innerhalb weniger Monate die zehnfach (!) erhöhten Schilddrüsenantikörper in den Normalbereich gebracht haben. Das gelingt nicht immer so schnell und so gut, aber es zeigt, dass der Hashimot prinzipiell behandelbar ist, was von den meisten Schulmedizinern geleugnet wird.
Gern können Sie einen Termin in meiner Praxis vereinbaren:
Bitte bringen Sie alle Befunde, die Sie haben, und alle Medikamente, Nährstoffe etc., die Sie nehmen, mit. Wenn Sie aus Deutschland kommen sollten: Die Praxis liegt in Baar zwischen Luzern und Zürich etwa 100 km von der Grenze in Basel entfernt. Die gesetzliche Versicherung beteiligt sich nicht an den Kosten, die private mindestenes teilweise.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Verdauungsstörungen

Lieber Herr Dr. Schmiedel,

Ich habe seit über einem Jahr extreme Verdauungsstörungen.

Diese kamen nach einem Darminfekt, der mit Schleim und Blut um Stuhl einherging.
Bedingt durch den starken Gewichtsverlust habe ich nun Panikattacken und vertrage kaum Lebensmittel.

Ständig habe ich Blähungen und durch den enormen Gewichtsverlust Kreislaufprobleme.

Ich bin am verzweifeln.

Haben Sie eine Idee?

Ich habe Ihr Buch gelesen ,Alarm im Darm, und mich da oft wieder erkannt.

Herzliche Grüße und vielen lieben Dank im Voraus.

Antwort:

Sie sollten unbedingt die in meinem Buch aufgeführten Untersuchungen durchführen lassen. Wenn Sie sich beispielsweise bei der Laktoseintoleranz wiederfinden, sollte ein Laktosetest durchgeführt werden. Sollte sich diese bestätigen, so müssen Sie sich an die Anweisungen zur Laktoseintoleranz halten.
Finden Sie sich bei Gallenfunktionsstörungen wieder, so sollten Sie die Galle mit den angegebenen Heilmitteln stimulieren.
Sind Sie nicht sicher, was es sein könnte, sollte eine ausführliche Stuhluntersuchung mit den angegebenen Werten durchgeführt werden. Leider bezahlt das die Kasse in der Regel nicht und es gibt wenige Ärzte, die sich damit auskennen. Suchen Sie sich einen solchen. Wenn Sie gar keinen finden und nicht weiterkommen, können Sie sich natürlich auch gern in meiner Praxis www.paramed.ch in der Schweiz melden.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Depressionen

Ich lese gerade ein Buch über Depressionen und TCL Therapie. Aber ich finde in ganz Deutschland keinen Therapeuten der mit der Therapie arbeitet. Ich habe seid 2 Jahren Depressionen und Panikattacken. Plus Tinitus und schlafe nicht ohne Tabletten. Ich bin 68 Jahre

Antwort:

Da ich nicht weiß, was TCL-Therapie ist, kann ich Ihnen hier auch nicht helfen. Ich finde bei meinen Depressionspatienten oft einen Mangel an Serotonin, Vitamin D und Omega-3. Werden diese Substanzen optimiert, kommt es häufig zu einer deutlichen Besserung, wenn nicht gar Heilung. In meinen Artikeln hierzu gibt es nähere Einzelheiten.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Vegan

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich habe eine Frage bezüglich der San Omaga 3 Öle. Ich habe aufgrund Ihres Artikels zunächst das San Omaga 3 Total Öl gekauft. Da meine Tochter Vegetarierin ist, habe ich dann San Omega 3 vegan bestellt. dann habe ich aber gesehen, dass dieses auch Sonnenblumenöl enthält. Wenn ich richtig informiert bin, ist das ungünstig, da wir Omega 3 ja einnehmen, um dem Ungleichgewicht und dem Überwiegen der Omega-6 FS entgegenzuwirken. Was ist von san Omega 3 vegan zu halten? Ist die Menge an Sonnenblumenöl darin bedenklich? Wenn ja, haben Sie Einfluss auf die Firma Norsan und könnten empfehlen, das Öl ohne Sonnenblumenöl herzustellen?
Oder kennen Sie eine andere vegetarische Quelle eines guten (wohlschmeckenden) Omega 3 Öls?

Mit besten Grüßen und Dank im Voraus

Antwort:

Die Menge von 2 % ist gegenüber dem Oliven- und dem Algenöl vernachlässigbar und konterkariert keineswegs die positiven Wirkungen des Algenöls. Aufgrund seines hohen Omega-3-Gehaltes, des guten Geschmacks und des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlen ich es allen Vegetarieren/Veganern (und weiß von vielen Carnivoren, dass sie es auch bevorzugen).

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Krillöl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Vitamin D nehme ich hochdosiert ein, dazu K2, hochdosierter VIt. B-Komplex, Vitamin E, ein fermentiertes Granatapfel-Produkt und Fischöl mit hohem EPA-Gehalt, möchte aber umsteigen auf Krillöl-Kapseln. Es ist schwierig gute Produkte zu finden, der Markt ist ja so überhäuft………Fischöl ist ja auch sehr mit Schadstoffen belastet.

Ich nehme täglich eine Knoblauchzehe roh zum Essen, mache mir einen Kurkumatrunk mit 1 geh. Tl. Kurkuma,Pfeffr, Zimt,Kakao usw……….., in der Hoffnung es richtig zu machen.

Vielleicht können sie dazu noch kurz was sagen, ich werde auch auf Ihre Seiten schauen, was ich teilweise auch schon tat.

Freundliche Grüße und danke

Antwort:

Von Krillöl kann ich Ihnen nur abraten, da Sie 300-600 Euro im Monat bezahlen müssten, um eine vernünftige Dosis zu erhalten. Ein qualitativ hochwertiges Fischöl ist praktisch schadstofffrei. Ich nehme selbst das NorSan, bei dem Sie auch die Analysen einsehen können.

Ich kann Ihnen nur raten, eine Fettsäurenalyse durchzuführen, dann NorSan mind. 1 EL einzunehmen, nach 3 Monaten nochmals eine Analyse durchzuführen. Wenn der AA/EPA-Quotient unter 2,5 liegt und gleichzeitig das Vitamin über 100 nml/l (beim Hausarzt messen lassen, zur Not auf eigene Kosten, ca. 25 Euro), dann haben Sie eine gute Chance, die Entzündung zu minimierien.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 Vegan vs. Fischöl

Guten Tag,

ich würde gerne wissen ob die vegetarischen/ veganen omega 3 Kapseln genauso effektiv
sind wie Fischöl Kapseln?

Ich hoffe sehr auf eine aufrichtige Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Algenöl ist praktisch genauso effektiv wie Fischöl. Entscheidend ist, dass die Gesamtmenge der Fettsäuren EPA/DHA beachtet werden muss. Hier ist das Algenöl sogar effizienter als das Fischöl, denn während Fischöl meist ca. 30 % EPA/DHA enthält, sind es bei Algenöl sogar 60 %. Ein Esslöffel Fischöl enthält 2 g EPA/DHA und ein Teelöffel Fischöl enthält auch 2 g EPA/DHA – das sind die Mengen, die die meisten Menschen benötigen, um präventive oder therapeutische Effekte erzielen zu können. Bei Kapseln muss man ausrechnen, wie viele man nehmen muss, um auf 2 g zu kommen. Es kommt neben der Quantität aber noch auf die Qualität an. Riecht und schmeckt das Algenöl sehr nach Fisch, dann ist es ranzig und sollte nicht mehr genommen werden. Der dritte Punkt ist das Preis-Leistungsverhältnis. Rechnen Sie doch mal aus, wie viel Sie bei verschiedenen Präparaten für eine Tagesdosis von 2 g bezahlen müssen.

Es gibt eine Sorte von Krankheiten, wo ich dennoch für das Fischöl plädieren möchte. Dies sind alle Entzündungen von Asthma über Neurodermitis und Rheuma bis Zöliakie. Hier würde ich ein Fischöl bevorzugen, welches mehr EPA als DHA enthält. Fischöl aus Kabeljau sowie Algenöl sind hier nicht ganz so gut geeignet, weil EPA Entzündungen mehr senkt als DHA. Bevor aber ein Vegetarier/Veganer gar nichts nimmt, ist es immer noch besser, das hier nicht ganz so gute Algenöl anstelle von gar nichts zu nehmen – aber es ist eben nur die zweitbeste Lösung bei Entzündungen. Zur Erhaltung der geistigen Leistung, zur Entwicklung des kindlichen Nervensystems durch Einnahme von Öl durch eine Schwangere sowei zur Vermeidung von Demenz ist Algenöl sogar etwas vorteilhafter.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Fehldiagnose Reizdarm

Sehr geehrter Dr.Schmiedel,

als Heilpraktikerin ( in Reutlingen) lese ich regelmäßig und mit großem Interesse Ihre Newsletter. Ich arbeite hauptsächlich mit Bioresonanz und teste meine Patienten vollständig durch, bevor ich mit ihnen ihre Therapie durchspreche. Nun habe ich seit 4 Wochen eine 60jähr. Patientin, die nach zahlreichen Operationen, Impfungen und schweren Infekten nur noch Durchfälle hat. Meine Bioresonanzbehandlung, Zeolith-Gaben, Unverträglichkeitstests sind von mäßigem, meist nur wenige Stunden anhaltendem Erfolg gekrönt. Sie hat aber (Stuhluntersuchung vom HA) keine auffälligen bakteriellen Befunde, keinen Reizdarm, keine tropischen Parasiten oder sonstigen Erreger. Trotz alledem nimmt sie leicht zu. Was kann ich noch tun außer Geduld zu haben??

Mit Dank im Voraus

Antwort:

In der Stuhluntersuchung beim Hausarzt wurde wahrscheinlich nur nach Parasiten und pathologischen Keimen gesucht. Da wird man fast nie fündig. Eine ausführliche Stuhluntersuchung umfasst die Darmflora, Verdauungsrückstände, Fett quantitativ, Pankreaselastase, Gallensäure, Alpha-1-Antitrypsin und PMN-Elastase. Wenn man da nicht fündig wird, muss man noch an Laktose-, Fruktose-, Histaminintoleranz sowie Nahrungsmittelallergien denken. All diese Untersuchungen kann man beim Labor www.enterosan.de durchführen lassen. In meinem Buch „Alarm im Darm“ sind all diese Untersuchungen ausführlich beschrieben. Das Labor enterosan bietet auch Fortbildungen zum Thema an. Der Reizdarm ist die häufigste Fehldiagnose überhaupt. Bei 80-90 % aller so genannten „Reizdärme“ finde ich eine organische Ursache – man muss nur richtig suchen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Diabetes Ersatzprodukt Guar Verlan

Hallo Hr. Dr. Schmiedel,

in einem Ihrer Bücher empfehlen Sie Guar Verlan als geeignetes Produkt für Diabetiker.
Dieses Produkt wurde leider vom Markt genommen. Wissen Sie warum bzw. welches Ersatzpräparat können Sie empfehlen?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort:

Es geht prinzipiell mit allen Ballaststoffen, da hierdurch die rasche Aufnahme von Zucker aus der Nahrung gebremst wird – also eingeweichte Bockshornkleesamen, geschroteter Leinsamen oder gemahlener Flohsamen. Am besten keine Fertigpräparate, sondern die unbehandelten Substanzen aus Apotheke, Drogerie oder Reformhaus besorgen, da in (wohlschmeckenden) Fertigprodukten oft Zucker oder Süßstoff enthalten ist.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Artikel über Veganismus

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

zunächst bedanke ich mich für Ihren Beitrag zum Veganismus, welcher sich fachlich sicher auf belegtem Grund befindet.
Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema ist in jeder Hinsicht erstrebenswert, insbesondere auch eine differenzierte.

Ich wollte Sie dennoch fragen, ob es für eine grundsätzlich sachliche Debatte über Veganismus und entsprechende Risiken nötig sein kann, auf solch polemische und negativ konnotierte Art und Weise dieses Thema darzustellen?

Viele Ihrer Leser haben sicher nicht Ihren medizinischen Kenntnisstand, sodass es mir so erscheint, dass Ihre geradezu spöttische und suggestive Darstellung für diese den Veganismus als reine Gefahr darstellt.
Einseitigkeit und subjektive Abneigung gehören meines Erachtens nach nicht in einen Fachbeitrag eines Mediziners, unabhängig davon, dass Kritik an Veganismus stets möglich sein muss.

Die Notwendigkeit eines emotional so aufgeladenen Beitrags sehen Sie jedoch allen Anscheins nach.
Dennoch hoffe ich, dass künftig mehr Ihres zweifellosen Fachwissens und weniger Subjektivität Ihre Beiträge kennzeichnet.

Antwort:

Vielen Dank für Ihre konstruktive, aber dennoch persönlich zurückhaltende Kritik! Da habe ich aus der veganen Ecke schon ganz anderes zu hören bekommen. Ja, der Beitrag ist bewusst polarisierend und provokativ. Von veganer Seite kommen aber durchaus auch sehr provokative Äußerungen in Richtung der „Fleischfresser“. Wer austeilt, muss auch ein wenig einstecken können. An Ihrem Stil meine ich zu erkennen, dass Sie vermutlich nicht zu den aggressiven Veganern gehören. Und ich wollte Menschen wie Sie ganz bestimmt nicht persönlich treffen. Meine Kritik richtet sich vielmehr an die aggressiven Hardcore-Veganer, die meinen, sie hätten die Weisheit mit ihren veganen Löffeln gegessen. Ich selbst bin zu mehr als 95 % Veganer, esse nur noch selten Milchprodukte oder Eier, manchmal aber Fische und gar kein Fleisch. Trotzdem ich noch Fische esse, muss ich aber Omega-3 und Vitamin D nehmen, um optimale Werte zu haben, die anderen Werte sind bei mir gut.

Noch einmal: Ich halte vegane Ernährung für die gesündeste der Welt – wenn Omega-3, Vitamin D, B12, Zink, Selen und Eisen gemessen und bei Bedarf substituiert werden. Geschieht dies jedoch nicht, halte ich sie langfristig für eine gefährliche Mangelernährung. Wenn ich nur einen einzigen Veganer mit meiner Polemik dazu gebracht habe, doch einmal diese Werte zu messen und zu optimieren und damit vor einer sonst drohenden Krankheit zu bewahren, dann hat sich der Beitrag bezahlt gemacht. Die alten Griechen haben gesagt, man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen, ohne jemanden den Bart zu verbrennen. Ich hoffe, ich habe „Ihren Bart“ nur ein wenig angesengt und er ist noch zu retten.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Fettverdauungsstörung

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,
ich habe Ihr Buch „Alarm im Darm“ (mehrfach) gelesen, da ich seit ca. 1/2 Jahr v.a. unter sehr starken Blähungen leide.
Eine Stuhlanalyse bei ganzimmun hat ergeben, dass ich eine starke Fett- und Eiweißverdauungsstörung sowie eine Dysbiose (E coli stark vermehrt, Lactobazillen stark vermindert) habe. Außerdem wurde eine verminderte Konzentration von sIgA festgestellt. Die Pankreaselastase ist in Ordnung, keine Gallensäuren im Stuhl.
Meine Hausärztin ist nicht begeistert, dass ich mit ihr über den Befund sprechen möchte. Ich möchte jedoch unbedingt diagnostisch abklären, wo die Ursache(n) liegen. Worauf sollte ich meine Hausärztin gezielt ansprechen? Sollte ich mich in jedem Fall an einen Facharzt überweisen lassen? Meine Hausärztin ist Allgemeinmedizinerin.
Ich bedanke mich für Ihr hilfreiches Buch und Ihren Rat.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Im Studium und in den von Pharmafirmen angebotenen Fortbildungen lernen Ärzte nicht, wie solche Befunde interpretiert werden. Manche, wenige Hausärzte besuchen Fortbildungen, wo man so etwas lernen kann. Dort habe ich aber noch nie einen Gastroenterologen gesehen.

Die Ursache Ihrer Verdauungsstörung ist also die Fettverdauungsstörung, die Folge ist dann die Dysbiose. Alle möglichen Ursachen sind in meinem Buch afgeführt, z.B. Laktoseintoleranz, Gallenstörung oder Nahrungsmittelallergien. Bei entsprechendem Verdacht müssten also weitere Abklärungen erfolgen.

Wenn Sie selbst nicht weiterkommen oder niemanden finden, der davon etwas versteht, dann rufen Sie das Labor ganzimmun an, ob die Therapeuten in Ihrer Nähe kennen, die sich damit wirklich gut auskennen. Wenn Sie damit auch nicht weiterkommen, dann können Sie sich auch in meiner Schweizer Praxis eine Termin geben lassen.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Kombination verschiedener Nährstoffe in einem Präparat

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
in Kassel habe ich Sie 2008 persönlich kennen gelernt und seitdem lese ich mit Vergnügen und Interesse Ihren Newsletter. Meine Frage:
Ich bin 68 Jahre alt, ernähre mich vegan, aber mit Fisch, Ei und ein bisschen Käse. Dazu die Vitamine B, C, D (Dekristol gekoppelt mit Vit. K2), OPC und Schüssler Salze, hier vor allem Magnesium. Dazu das von Ihnen empfohlene San Omega Fischöl.
Alle diese Tabletten nehme ich einzeln – gibt es das nicht auch ein bisschen kompakter? Wenn Sie da was hätten, würde ich mich sehr freuen,
liebe Grüße

Antwort:

In der Schweiz gibt es eine Firma, die kann jeden gewünschten Nährstoff und jeder beliebigen Kombination und Dosis in ein Granulat packen. Schüssler-Salze sind da aber auch nicht drin (nebenbei ist Magnesium im Schüsslersalz homöopathisch und nicht materiell enthalten – ich habe es mal ausgerechnet: Man muss 30.000 Tabletten nehmen, um auf die Tagesdosis von Magnesium kommen, aber jeden Tag!). Omega-3 kann man auch nicht in das Granulat packen.

Nochmal nebenbei: Vitamin K brauchen Sie nicht – es sei denn, Sie haben eine Osteoporose mit nachgewiesenem Vitamin K-Mangel. Und Dekristol bitte niemals einmal in der Woche nehmen (es sei denn, Sie haben eine Osteoporose und nehmen es wirklich nur dafür, nicht aber für Nerven, Herz und Immunsystem).

MfG

Dr. Schmiedel

Mikronährstoffbestimmung aus Kapillarblut

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
auf der Suche nach einer Möglichkeit, die venöse Blutabnahme wenigstens zum Teil durch eine Kapillarblutanalyse ersetzen zu können, bin ich auf Ihre website gestoßen. Ich bin Heilpraktikerin in Minden, nehme bei gut sichtbaren Venen mehr oder minder gerne Blut ab und stoße gerade bei Frauen immer wieder auf schwierige venöse Verhältnisse. Zudem kommt keine Routine auf, weil der Anteil der Patienten, die eine privat zu bezahlende Laborleistung in Anspruch nehmen, eher gering ist. Sie bieten in der Schweiz einen Vortrag und ein Seminar zum Thema Mikronährstoffbestimmung aus Kapillarblut an. Weil es mir aus privaten Gründen momentan nicht möglich ist, eine längere Reise anzutreten, bitte ich Sie auf diesem Weg um Informationen zu diesem Thema. Oder kennen Sie zufällig auch ein Labor in Deutschland, die diese Art der Blutanalyse anbietet und unterstützt? Denn wahrscheinlich ist es logistisch nicht möglich, eine in Deutschland gewonnene Blutprobe aus Kapillarblut in der Schweiz bestimmen zu lassen.
Über eine Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen!
Alles Gute für Sie in der wunderschönen Schweiz!
Herzliche Grüße

Antwort:

Leider weiss ich auch nicht, wer in Deutschland solche Untersuchungen anbietet. Fragen Sei doch die einzelnen Labore. Lediglich bei Fettsäuremessungen kann ich Ihnen weiterhelfen. Die werden von www.norsan.de angeboten. In diesem Jahr (2017) in München und im nächsten Jahr (2018) in Hamburg und Berlin werden auch Seminare angeboten, wo man die Interpretation der Befunde sowie die optimale Behandlung mit Fettsäuren erlernen kann.
Vielleicht finden Sie im nächsten Jahr doch einmal den Weg in die Schweiz, wo unter www.paramed.ch sicher wieder Seminare angeboten werden, wo man erlernen kann, wie mit den Werten von Vitamin D, Selen, Homocystein usw. umgehen kann.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Herzrhythmusstörungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich habe Sie im Februar in Dortmund erstmalig kennengelernt, und war jetzt bei einigen Webinaren begeistert dabei. Zuletzt das Herz-Webinar, was sehr beeindruckend war. Jetzt fragte mich ein Patient, ob das Omega-3-Öl explizit bei Herzrhythmusstörungen erfolgreich eingesetzt werden kann. Er ist Afrikaner und sicherlich spielt das Thema Vitamin D auch eine große Rolle in seiner Gesundheit.
Ich danke Ihnen für eine kurze Rückmeldung.
Herzliche Grüße

Antwort:

Natürlich kann das Omega-3 gerade bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Messen Sie bitte die Fettsäuren und bringen Sie den Patienten auf einen Omega-3-Index über 8 %. Nicht alle, aber viele Patienten berichten dann von viel weniger Herzrhythmusstörungen. Sie haben recht, Vitamin D sollte auch optimal sein, d.h. mit einem Spiegel von 100-150 nmol/lMenschen mit dunkler Hautfarbe benötigen dafür in unseren Breiten mehr Vitamin D als Kaukasier. Bei Herzrhythmusstörungen messe ich außerdem Magnesium und Kalium im Vollblut und optimiere die Spieel nötigenfalls.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Hohe Vitamin D Zufuhr

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

mit Bitte um kurze Anfragen:

Aktueller D3- Wert = 49 ng / l bei 10.000 IE täglich.
Nach meinen Berechnungen erreiche ich bei 12.860 IE täglich 63 ng / L

Laut Dr. Strunz und Dr. Schweikart liegt der sehr hohe Bereich 80 – 90 ng / l

Pro Tag nehme ich 200 ug K2 MK7.

Was passiert, wenn der Wert auf 65 – 70 steigen würde ?

(Im Sommer nehme ich bedingt durch Sonnencreme fast keine Sonne auf)

Besteht die Gefahr von Calciumablagerungen u.a. Langzeitschädigungen ?

Ist es besser die Grenze bei ca 63 zu belassen ?

Eisenwert aktuell, 138 bei 21 mg Eisen II täglich (Viel Vitamin C zu den Mahlzeiten)

Erreichen möchte ich 250.

Bei normalen Eisentabletten habe ich Magenprobleme.

Was halten Sie von der Einnahme von Eisen Chelat, 14 mg pro Tablette ?

Nehme müsste ich hiervon ca. 3 St. pro Woche.

Eiweisspiegel fast vegane Ernährung = 6,85 ( 100 g Soja- Isolat zur Ernährung, ansonsten reichhaltige Eiweisernährung + sehr viele NEM)

Sport ca 14 Stunden wöchentlich.

Fördert die Aufnahme von B1 + B6 die Eiweisaufnahme ?

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Antwort:

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass individuelle Fernberatungen rechtlich gar nicht erlaubt sind. Bei Werten bis 60 ng/ml sehe ich überhaupt keine Gefahr. Bei einer Hochdosistherapie sollte unbedingt die Betreuung durch einen mit Vitamin D wirklich sehr erfahrenen Arzt stattfinden. Ich selbst messe dann regelmäßig bestimmte Laborwerte, anhand derer ich feststellen kann, dass noch keine Gefahr besteht.

Bedenken Sie bitte, dass Sie sich mit einer möglichen Überdosierung nicht nur selbst schädigen, sondern auch die Vitamin D-Therapie diskreditieren, falls etwas passieren sollte. Die Gegner warten nur auf Schäden durch Vitamin D, um das leidlich auszuschlachten. Also: Keine Experimente ohne Absicherung durch einen erfahrenen Arzt!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Nephrotisches Syndrom und Hashimoto

Sehr geehrter Herr Doktor Schmiedel,
seit geraumer Zeit nehme ich Produkte von Lifeplus.Ich fühle mich super!!
Meine Cousine jedoch ist am Syndrom nephroticum und Hashimoto erkrankt.Was würden Sie ihr empfeheln!?Auch Vitamin D und Eiweis?!?!Sie ist erst 52 J jung und total platt.Verliert viel Eiweis,schwillt an wenn sie kein Deuretika nimmt und hat keine Kraft.Die kleinste Anstrengung macht sie fertig.Uch michte ihr so gerne helfen weis aber nicht wie.Sie hat immer alle 3 Monate Blutabnahmen und alles wird kontrolliert.Ich bin jedoch der Meinung,dass sie doch Vitamine und Mineralien dringend benötigt,was meinen Sie?!?!Ich begrüse es sehr wie Sie behandeln.Soeben habe ich von Ihnen aus der Zeitung BIO erfahren.
Auf Ihre Antwort freue ich mich sehr.
Herzlichst

Antwort:

Mit Nephrotischem Syndrom kenne ich mich nicht sehr gut aus. Entsprechende Eiweißverluste müssen natürlich ersetzt werden. Dazu bedarf es einer guten Betreuung durch einen Nephrologen und entsprechend geschulte Ernährungsberatung.
Bezüglich Hashimoto schauen Sie bitte in mein Newsletterarchiv auf www.dr-schmiedel.de
Dort habe ich wichtige Infos zu Hashimoto zusammengefasst. In jedem Fall sollte das TSH auf 1-2 eingestellt werden. Ich würde auch Vitamin D, Selen und die Fettsäuren messen und auf optimale Werte einstellen. Wenn die Nierenfuktion schon beeinträchtigt ist, müssen 25-OH-Vitamin und 1,25-OH2-Vitamin D gemessen und optimiert werden.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
COPD - fortgeschrittene chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Sehr geehrter Herr Kollege Dr. Schmiedel,

ich habe eine COPD Stad. III nach Gold (Anm. des Autors: fortgeschrittene chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Haben Sie Therapievorschläge für diese chronische Entzündung?

Freundliche Grüsse

Antwort:

Aus der Ferne ohne Kenntnis genauer Befunde ist eine allgemeine Therapieempfehlung nicht einfach und eine individuelle unmöglich. Als chronisch entzündliche Erkrankung empfehle ich jedem COPD-Patienten die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, wobei ich das NorSan empfehle. Mit 1 EL tgl. macht niemand etwas falsch. Wenn man es genauer haben möchte, sollte man vorher eine Fettsäureanalyse durchführen lassen, um zu sehen, ob man vielleicht nur 1 TL oder 1 1/2 EL benötigt. Sowohl das Öl als auch das Testset erhält man bei www.norsan.de.

Wenn häufige Infekte auftreten oder die COPD unter Infekten deutlich exacerbiert, würde ich auch noch Vitamin D, Zink und Selen und diese Werte optimal einstellen, Vitamin D mind. 40, besser 60 ng/ml.

Freundliche Grüsse

Dr. Volker Schmiedel, M.A.

Kaliumüberversorgung

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel, ich hätte bitte eine Frage an Sie. Von Dr. Grandel (Grandelat, Trinkmagnesium) nehme ich seit ca. 1,5 Jahren täglich 2 Brausetabletten. die Nährstoffe pro Tablette sind: Vit C 40 mg; Magnesium 150 mg und Kalium 500 mg). Soviel ich weiß, wird Magnesium besser aufgenommen, wenn Kalium dabei ist. Irgendwie freut sich mein Körper jeden Tag auf die 2 Tabletten. Mein Kalium Wert im Serum beträgt 4,9 mmol/l. Ich habe nun nämlich etwas Angst, dass ich zu viel Kalium aufnehme, weil in Ihrem Buch „Nährstofftherapie“, schreiben Sie ja auch, zu viel Kalium ist schädlich. Vielleicht könnten Sie mir da einen Rat geben. Wie gesagt, Magnesium möchte ich gerne weiterhin nehmen, weil ich das Gefühl habe, dass es mit gut tut.
Mit ganz lieben Grüßen

Antwort:

Der Serumwert ist völlig im Normbereich. Sie brauchen vor einer Kaliumüberversorgung keine Angst zu haben. 500 mg ist auch keine grosse Dosis. Die meisten Menschen nehmen heute mit der Nahrung 2-4 g ein. Unsere Vorfahren in der Steinzeit haben teilweise über 8 g täglich zu sich genommen. Beim Kalium muss man nur dann aufpassen, wenn eine Nierenfunktionsstörung vorliegt. Ist das nicht der Fall, kann überschüssiges Kalium problemlos ausgeschieden werden.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Vitamin D im Winter

Guten Morgen Herr Dr. Schmiedel,
ich schätze seit vielen Jahren Ihre Naturheilkundlichen Newsletter und war auch schon bei Ihnen zu einer persönlichen Beratung . Ich bin 73 Jahre alt, nutze ganz konsequent den Sonnenstand im Sommerhalbjahr mit über 45 Grad. Diese Sonnenstände (bezogen auf München) haben Sie vor einiger Zeit auch von mir erhalten. Im Winterhalbjahr nahm ich bisher wöchentlich 1 Kpsl. Decristol 20.000 IE. Nun erfahre ich in Ihrem Newsletter vom August (Stichwort: Halbwertzeit), dass es wichtig ist einen gleichmäßigen Vitamin-D-Status im Blut aufrecht zu erhalten. Meine Frage: Welches Mittel / Medikament empfehlen Sie, das bei einer täglichen Einnahme Ihrer Aussage entspricht.
Herzlichen Dank für Ihre Antwort
Mit freundlichen Gruessen

Antwort:

Wenn 20.000 Einheiten in der Woche die richtige Dosis war, um einen guten Spiegel des Speichervitamin D zu erzielen, sollte man 3000 IE am Tag nehmen, z.B. Vitamin D Hevert 4000 Tabl. eine und eine halbe Tablette alternierend pder 6 Tr. Vigantol Oel täglich.

MfG

Dr. Schmiedel

Cholesterin - Statine oder PCSK 9?

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich schreibe Ihnen auf einen anderen Newsletter bzgl. Cholesterin. Ich habe Sie in Stuttgart bei Ihrem Vortrag über Cholesterin vor längerer Zeit kennengelernt und erhalte seit dieser Zeit Ihre Newsletters, die ich sehr schätze und für die ich mich sehr bedanke.
Ich habe heute nur eine Frage und glaube, daß Sie der richtige Ansprechpartner sind: Ich machs auch kurz: Angeboren hoher Cholesterinwert, früher guter Quotient, heute nicht mehr, LDL sehr hoch (272 und 303), absolute Statin-Unvertäglichkeit und Ezetrol bringt keinen Erfolg.
Habe bislang problemlos mit den Werten gelebt, jedoch Februar 16 einen Schlaganfall gehabt, und mein Arzt möchte, daß ich PCSK 9 Hemmer anwende.
Da ich glaube, daß Sie sich damit auskennen, habe ich nur eine Frage: Wie stehen Sie zu dieser doch noch ohne Langzeitwirkung erforschten Methode…?
Ich bin 71 Jahre alt und habe als Nebenwirkung Gedächtnisstörungen und Muskelzerfall ausgemacht, das kann und will ich mir nicht antun.

Ich bin nicht sicher, ob es von mir anmaßend ist, Sie zu belästigen, würde mich aber sehr über eine Reaktion freuen.

Danke im voraus, schönes Wochenende

liebe Grüße

Antwort:

Auch bei Statinunverträglichkeit habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem natürlichen Statin Monacolin gemacht. Ich habe hier bei guter Wirkung noch nie eine Unverträglichkeit gesehen. Bei einem Schlaganfall würden mich aber noch weitere Parameter interessieren, z.B. Homocystein, Lp(a), Vitamin D, Fettsäurestatus. Ich rate Ihnen dringend, dies auch zu messen und ggf. zu behandeln. Wenn Sie niemanden finden, der das für Sie untersucht , können Sie mich auch gern einmal in der Schweiz besuchen. Anmeldung bei ambi@paramed.ch

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Niedrige Pankreaselastase

Lieber Herr Schmiedel,

ich möchte Sie um Ihren fachlichen Rat bitten.

Ich habe eine 18 jährige Patienten, die eine Histaminintoleranz hat seit ca. 8 Jahren (Laktose-, Gluten- und Fruktoseintoleranz ausgeschlossen). Zwischenzeitlich ging es ihr gut, konnte auch wieder seit 2 Jahren histaminhaltige Lebensmittel problemlos vertragen. Seit Februar lebt sie wegen Verdauungsproblemen wieder histaminfrei.

Trotzdem hat sie immer wieder Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit, wenn Sie vor ihrem Handballtraining etwas isst, egal was. Deshalb isst sie 3 h vor dem Training nichts mehr. Ansonsten geht es ihr einigermaßen, Stuhlgang ist gel. dünner. Wegen dieser Beschwerden kam sie vor ca. 10 Tagen zu mir.

Ich habe die Laborwerte letzte Woche kontrolliert: bis niedriges Zink,  und  TSH von 3,35 , daraufhin veranlasst AK-Diagnostik: A-TPO und TAK erhöht à D: Hashimoto-Thyreoiditis

Außerdem beigefügter Stuhlbefund: was mich erstaunt: die niedrige Pankreaselastase! Und das erhöhte Calprotectin. Würden Sie eine Spiegelung veranlassen? Haben Sie eine Erklärung für die niedrige Pankreaselastase bei der jungen Patientin?

Ich würde mich über eine baldige Rückantwort freuen, da ich die Pat. zum 2.Termin am 26.10. sehe.

Sie haben so viel Erfahrung und haben bestimmt eine Erklärung.

Ganz herzlichen Dank für Ihre kompetente Rückmeldung schon im Voraus

Antwort:

Erstmal würde ich prinzipiell für richtig halten, 3h vor einem anstrengenden Training nichts (oder nur ganz wenig) zu essen.

Zum Zweiten hat sie aber mit der Fettverdauungsstörung und der niedrigen Pankreaselastase deutlich Hinweise auf eine Bauchspeicheldrüsenschwäche. Vielleicht hat sie einen Infekt, der sich auch mal auf das Pankreas geschlagen hat oder sie hat eine Autoimmunpankreatitis. Ich würde ihr auf jeden Fall mal ein Enzympräparat geben, 25.000-50.000 IE bei einer leichten und 50.000-75.000 IE bei einer größeren Mahlzeit.

Dann sollte nach einigen Wochen noch mal Fett quantitativ, Pankreasleastase, Calprotectiv und Gallensäuren bestimmt werden. Die Gallensäuren können auch mal die Schleimhaut entzündlich reizen. Wenn das Fett viel besser ist und das Calprotectin weiter deutlich erhöht ist, könnte auch ein Autoimmunprozess des Darmes mit dahinter stecken. Der Wert ist noch nicht so hoch, dass man von einem deutlichen Crohn oder einer Colitis ausgehen muss. Wenn die Beschwerden und die Werte trotz Unterstützung durch Enzyme mehr werden, müsste auch an eine Koloskopie gedacht werden.

Wenn es sich wirklich um Autoimmunprozesse handelt, würde ich auch noch die Fettsäuren, Vitamin D und Selen untersuchen und hier für eine Optimierung sorgen.

Viel Erfolg und liebe Grüße,

Volker Schmiedel

Blähbauch

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Sie haben mal einen Artikel in der Naturarztzeitschrift über das Roemheldsyndrom geschrieben… Leider finde ich diesen in der Zeitschrift nicht mehr. Ich leide darunter, seit einer Woche sehr heftig, so dass ich beim Gastroenterologen sowie beim Kardiologen vorstellig wurde. Da ist jedoch alles i.O. Durch diese Luftansammlung, die nach oben gedrückt wird und ddurch auch bei mir Herzrhythmusstörungen verursacht werden, bekomme ich zusehens panische Angst. Mache schon seit ein paar Wochen eine Diät, da ich nicht nur den Reizmagen habe, sondern auch von Allergien, Intoleranzen betroffen bin. Esse gluten-, zucker- sowie Milcheiweißfrei. Obst gar keins mehr – nur noch gedünstetes Gemüse (Zuchini, Kürbis, Möhre) mit Reis oder mal etwas Kartoffeln. Hatte schon seit einem Jahr auf Dinkel umgestellt, weil ich merkte, dass mir das besser bekommt. Am Wochenende hatte ich Rindfleisch (Rinderhack) mit Kartoffeln und Möhren gegessen – gestern dann wieder heftige Symptome. Jetzt getrau ich mir fast nichts mehr zu essen, denn diese Beschwerden sind für mich psychisch belastend, so dass ich mich gar nicht mehr getraue, irgendwohin zu fahren. Vom Gastroenterologen bekam ich Pantoprazol. Meine Heilpraktikerin verschrieb mir ein Präpart mit Huminsäure. Nehme auch Heilerde, um die Gifte im Darm zu binden und trinke Tee (Anis, Fenchel, Kümmel – zerstoßen im Mörser). Darmbakterien (Biotic Panda) habe ich auch, bekomme jedoch dadurch auch einen Blähbauch, obwohl ich nicht einmal die Hälfte der Packung einnehme. Bin etwas ratlos, wie es weitergehen soll. Sicherl. braucht die Umstellung der Ernährung Zeit, doch es wäre gut, wenn ich etwas im Haus hätte, was dann prompt wirkt. Gelesen habe ich heute im Netz, dass man auch Verdauungsenzyme nehmen sollte.
Gibt es evtl. eine gute Klinik, die Sie mir empfehlen könnten bzw. einen guten Ernährungsmediziner in meiner Nähe (PLZ 31…), wo ich wöchentl. vorstellig werden kann?
Herr Dr. Schmiedel, es wäre schön, wenn Sie mir diesbezüglich ein paar Hinweise geben könnten.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

In meinem Buch „Alarm im Darm“ habe ich alle wichtigen Ursachen von Blähbauch beschrieben – einschliesslich Diagnostik und Therapie. Einige Dinge können Sie nach dem Lesen des Buches vielleicht schon selbst bei sich ausschliessen. Andere gilt es mittels der beschriebenen Test nachzuweisen oder auszuschliessen. Sie benötigen jemanden, der sich mit diesen Tests gut auskennt. Leider gibt es da nicht so viele. Wenn Ihnen niemand weiterhelfen kann, so können Sie mich auch gern in der Schweiz besuchen. Wöchentliche Termine sind völlig unnötig. Einmal sollte es persönlich sein, die Ergebnisse kann man dann 3 Wochen später besprechen. Ggf. kann eine Kontrolle bestimmter Werte nach 3 Monaten erforderlich sein. Auch dafür müsste man aber nicht in die Schweiz kommen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Volker Schmiedel

Dosierung Monacolin K und hohes LDL/HDL

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel
Gestatten sie mir 2 Fragen. Ich versuche sie allgemein zu halten.
1. Mit welchen Dosierungen von Monacolin K haben Sie Erfahrungen ?
2. Haben Sie zum Cholesterin eine andere Meinung ( in Bezug zu ihrem Buch ), wenn LDL und HDL „hoch“ sind ?
(Nehmen wir mal theoretisch an LDL = 125, HDL = 106, TG = 40)

Vielen Dank für eine kurze Antwort
MfG

Antwort:

Die meisten meiner Patienten bekommen ein präparat mit 10 mg Monacolin und 30 mg Q10. Erst heute Morgen hatte ich wieder eine Patientin, die unter Statinen starke Muskelschmerzen aufwies. Der Muskelwert CK sollte unter 170 sein. Er war bei der Patientin bei sehr hohen 400. Nach Umstellung auf Monacolin blieben die Fettwerte gleich gut, der CK-Wert sank auf serh niedrige 40 und die Muskelschmerzen sind weg.

Zu hohem LDL und HDL habe ich immer noch die Meinung, die ich in meinem Buch vertrete: Es muss in der Regel nicht behandelt werden. Wenn aber bereits eine arteriosklertoische Gefässerkrankung eingetreten ist, möchte man lieber einen LDL-Wert unter 100, auch wenn das HDL gut ist.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

CFS (Chronic Fatigue Syndrom)

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,

ich bin Apothekerin und bekomme Ihren Newsletter seit vielen Jahren, den ich stets mit sehr großer Begeisterung lese.
Tausend Dank für Ihr Engagement.

Heute wende ich mich mit einer Bitte an Sie.
Eine Kundin mit Pfeiferischem Drüsenfieber bat mit um Unterstützung.
Eine Ärztin absolviert mit Ihr bereits eine Immuntherapie mit diversen Präparaten.
Ich beschäftige mich gerade sehr intensiv mit dem Thema Mitochondrientherapie und fragte mich beim heutigen Lesen, ob dies eine weitere Hilfe sein könnte.
Stichwort CFS

Haben Sie diesbezüglich Erfahrung und könnten mir einen Tipp geben an wen ich die Kundin verweisen könnte ?
Optimalerweise im Raum München.

Ich freue mich auf Ihre Antwort

Antwort:

CFS (Chronic Fatigue Syndrom) kommt nach Infektionen nicht selten, gerade nach Pfeifferschem Drüsenfieber sogar besonders häufig vor. Ich weiß natürlich nicht, was die Kollegin im Einzelnen bereits untersucht und behandelt hat. Ich untersuche auf jeden Fall:
– Q10
– Ferritin (Speichereisen)
– Magnesium
– B-Vitamine (der Marker Homocystein reicht meist aus)
Alle diese Stoffe sind wichtig für die Mitochondrienfunktion.
– TSH (eine latente Schilddrüsenunterfunktion verstärkt Symptome des CFS
– Vitamin D
– Omega-3-Fettsäuren
– Selen
Für mich ist CFS ein durch die Infektion aktiviertes Immunsystem, welches anschließend nicht wieder richtig „heruntergefahren“ wurde. Die oben genannten immunmodulierenden Substanzen tragen dazu bei, das Immunsystem wieder einzutakten.
– DHEA (dieses wichtige Vorhormon habe ich bei CFS mehrfach im Mangel gesehen, es ist wichtig für die Energie und wirkt auch anti-entzündlich)
– Progesteron/Östrogen (wenn die Patientin noch prämenstruelle Beschwerden hat, es liegt dann meist ein relativer Progesteronmangel vor, Progesteron verbessert den Schlaf und die Energie)
Diese Hormone sollten alle im Speichel untersucht werden.
Bei allen diesen Parametern strebe ich dann optimale Spiegel an, die z.B. beim Ferritin, TSH, Vitamin D oder Selen überhaupt nicht mit den so genannten „Normwerten“ übereinstimmen. Diese Spiegel sollten dann mit einem Monitoring (Laborkontrollen der nicht optimalen Werte alle 3 Monate bis zum Erreichen des Optimums) von jemandem gesteuert werden, der sich wirklich gut damit auskennt. Beim Omega-3 strebe ich einen AA/EPA-Quotienten von unter 2,5 an (die meisten haben Werte über 10). Die obigen Laborwerte kann jedes Labor machen (man darf eben nur nicht auf die Normwerte achten). Die Fettsäuren werden am besten bei www.norsan.de gemacht.
Wenn die Patientin diese Diagnostik und Therapie bei ihrer Ärztin nicht bekommt, können Sie sie auch gern zu mir in die Schweiz schicken, wenn sie ein solch subtiles Konzept wünscht (www.paramed.ch).
Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel
Diabetes und Bauchspeicheldrüsenschwäche

Sehr geehrter Hr. Dr. Schmiedel,

seit einiger Zeit ist leider Unterzuckerung ein Thema für mich. Folgende Werte wurden in einem Labortest festgestellt: Blutzucker nüchtern: 80 (Normbereich 60-100), Homa-Score-Index: 4,5 (Normbereich: < 2), Insulin, Basalwert: 23 (Normbereich: 3,21-16,32). Es wurde außerdem eine enzymatische Schwäche der Bauchspeicheldrüse festgestellt.

Mir wurde „Pascopankreat“ empfohlen, doch leider enthält dieses Präparat Pankreas-Pulver vom Schwein. Ich ernähre mich vegetarisch und möchte dieses Präparat nicht einnehmen. Zur Blutzuckerstabilisierung nehme ich Chrom ein, was mir jedoch nur ein bisschen hilft.

Welche Präparate (frei von tierischem Pankreas-Pulver) empfehlen Sie mir zur Behandlung der enzymatischen Schwäche meiner Bauchspeicheldrüse und zur Blutzuckerstabilisierung?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Auskunft.

Freundliche Grüße

Antwort:

Haben Sie wirklich Unterzuckerungen? Das sind niedrige Zuckerwerte unter 60 mit gleichzeitigen Symptomen einer Unterzuckerung. Ist das jemals so gemessen worden?
Was Sie auf jeden Fall haben, ist eine deutliche Insulinresistenz. Wenn Sie ihn nicht schon haben, dann besteht die Gefahr der Entwicklung eines Diabetes, also einer Überzuckerung, nicht einer Unterzuckerung.
Diabetes und Bauchspeicheldrüsenschwäche hängen nicht selten miteinander zusammen. Ich müsste Ihnen jetzt seitenweise etwas zu beidem schreiben, verweise aber auf meine beiden Bücher
Alarm im Darm
Typ-II-Diabetes – Heilung ist doch möglich
Dort steht alles drin, was Sie über Ihre Kranheiten wissen müssen (auch eine pflanzliche Alternative zu den Schweineenzymen). Alle angegebenen Laboruntersuchungen sollten durchgeführt und Mängel unbedingt beseitigt werden. Ganz besonders wichtig für eine gute Zuckereinstellung sind neben Chrom noch Zink, Magnesium, Vitamin D, B-Vitamine und die Omega-3-Fettsäuren. Wenn Ihre Ärzte die Messungen nicht durchführen wollen oder nicht interpretieren können, müssten Sie sich vielleicht doch einmal auf den Weg zu mir in die Schweiz begeben (vorher veranlassen, dass Ihre Akte aus der Habichtswaldklinik zu mir geschickt wird). www.paramed.ch
Alles Gute und vie Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel
Hashimoto

Guten Morgen Herr Dr. Schmiedel,

Ich wende mich an Sie, weil ich sehr verzweifelt bin.
Vor ca. 12 Jahren bekam ich die Diagnose Hashimoto. Damals wurde direkt zur OP geraten wegen den vielen Knoten. Ich lebte eigentlich ganz normal damit Eine OP habe ich noch nicht machen lassen. Doch hatte ich mich schon immer gefragt wie andere es schaffen nach einem anstrengenden Arbeitstag abends noch so fit zu sein. Dann hatten mein Mann und ich Kinderwunsch. Es wollte nicht klappen. Die Dosis von Lthyrox wurde sehr häufig geändert. Dann nach Eintritt der Schwangerschaft auch. Mir wurde dann euthyrox verschrieben. Anfang 4. Monat bekam ich einen sehr belastenden und angstauslösenden Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen. Nach der Geburt habe ich gestillt und leider wurde viel zu spät reduziert. Ich hatte eine schlimme Zeit mit nächtlichen starken schwitzen, Angst, schlaflosigkeit, innere Unruhe, Erschöpfung. Nach 6 Monaten stillzeit wurde ich ins KH eingeliefert. Wieder Drehschwindel, Kälte am ganzen Körper, starkes Erbrechen, Probleme mit Ohrdruck. Totale Erschöpfung. Seit dem komme ich nicht mehr richtig auf die Beine. Ich fühle mich extrem schnell überfordert. Sobald Stress kommt, bekomme ich nun Kopfschmerzen, den Schwindel, Angst , brennen am ganzen Körper, Stiche in den Gelenken. Muskelzucken. Es ist eine Qual.

Meine Tochter ist ein riesiger Sonnenschein. (Sie wird jetzt im Januar 2 1/2). Kerngesund und mopsfidel. Aber ich fühle mich wie ausgelaugt. Ich möchte ihr eine starke Mama sein. Leider bin ich nun auch noch Alleinerziehende .

Aktuell nehme ich euthyrox 112, vor ca 1 Jahr war der Tsh wert bei 1,2.

Nun meine Fragen:

Meinen sie eine OP ist doch sinnvoll?

Sollte ich wieder auf Lthyrox zurückgreifen?

Was kann ich tun?

Bitte helfen Sie mir…

Liebe Grüße

Antwort:

Ihr TSH-Wert ist perfekt, so dass Sie die Thyroxin-Dosis so beibehalten sollten. Was machen die Schilddrüsenhormone FT3 und FT4? Wie hoch sind jetzt die Schilddrüsen-Antikörper? Es reicht bei Hashimoto nicht, einfach den TSH-Wert zu reguleiren, sondern wir sollten das entzündliche Autoimmungeschehen herunterregulieren. Dafür benötigen wir optimale Werte bei Vitamin D, Selen und Omega-3. All dies kann man messen und optimeiren.

Bei Erschöpfung sind natrülich auch noch andere Werte wichtig wie z.B. Eisen oder Q10. Auch andere Hormone (DHEA. Testosteron, Progesteron, Östrogen sowie das Cortisol-Tagesprofil) sind sehr wichtig. All das kann man unterscuchen, wird aber normalerweise nicht gemacht.

Sie sollten sich einen Arzt suchen, der sich mit diesen Dingen wirklich gut auskennt. Wenn Sie niemanden finden, können Sie sich natürlich auch auf den Weg in die Schweiz begeben, damit wir all dieses einmal untersuchen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Blutverdünner und Omega-3

Sehr geehrter Herr DR. Schmiedel,
Menschen mit Vorhofflimmern müssen einen Blutverdünner nehmen. Wie verhält sich dies bei einer Einnahme von Nahrungsergänzung also Fischöl, muss die Blutverdünnung während der Einnahme dann überwacht werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Da Omega-3 auch die Blutgerinnung beeinflusst (das Blut wird „dünner“, Omega-3 hat eine aspirinartige Wirkung), berichten manche Menschen, dass Sie bei einer Verletzung länger bluten oder leichter blaue Flecken bekommen. In der Regel kann aber Omega-3 zusammen mit ASS (z.B. Aspirin®) eingenommen werden. Sollten Sie jedoch stärkere Medikamente zur Hemmung der Durchblutung einnehmen (so genannte orale Antikoagulantien wie Marcumar® oder Pradaxa®) oder solche Mittel sogar spritzen, z.B. Heparin zur Thromboseprophylaxe, so sollten Sie sehr viel vorsichtiger sein. Ich habe auch hier noch nie jemanden gesehen, der Blutungen unter einer Kombination mit stärker gerinnungshemmenden Medikamenten und Omega-3 angegeben hat. Es gibt sogar eine Studie, bei der mehrere hundert Patienten diese Kombination erhielten. Es wurde keine Veränderung der Gerinnungsparameter und auch keine vermehrten Blutungsereignisse gefunden. Trotzdem wäre ich hier vorsichtig: Den INR-Wert würde ich so tief, wie es der Arzt gerade noch erlaubt, anstreben. Beispiel: Bei Vorhofflimmern wird meist ein INR-Wert von 2-3 empfohlen. Ich würde diesen eher nahe bei 2 als bei 3 haben wollen. Werden NOAKs eingenommen (die modernen Gerinnungshemmer, bei denen man nicht mehr im Blut die Gerinnung überprüfen muss), würde ich die geringste Dosis empfehlen, die der Arzt erlaubt. Und beim Omega-3 würde ich im Zweifel eher eine niedrigere Dosis empfehlen. Die Dosis sollte mit noch kleineren Mengen eingeschlichen werden. Beispielsweise kann man mit einem halben TL anfangen und dann wöchentlich um einen halben TL bis zur gewünschten Zieldosis steigern. Bei einem vermehrten Auftreten von blauen Flecken oder gar von Blutungen, sollte Omega-3 für einige Tage abgesetzt und dann mit einer geringeren Dosis wieder gestartet werden.

In einer Studie wurde bei Herzpatienten, die unter ASS standen, bei einer Einnahme von 6,9 g EPA/DHA (das sind mehr als 3 EL Fischöl!) zwar eine Verlängerung der Blutungszeit im Labor gefunden, es wurden aber weder in dieser noch in anderen Studien jemals Blutungskomplikationen gefunden. Selbst bei Einnahme von Gerinnungshemmern darf die Gabe von Omega-3 also als sicher angenommen werden, wenn nicht exzessiv hohe Mengen genommen werden. Ein wenig Vorsicht (siehe oben) kann aber nicht schaden.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Vitamin D3 und Vitamin K2

Sehr geehrter Herr Dr. med. Schmiedel,

in der Zeitschrift Bio von Oktober / November 2017 haben Sie ein Interview zu Vitamin D3 gegeben, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Ich fand den Artikel sehr fundiert und plausibel.

Dabei wurden Sie auch dazu befragt, ob Vitamin D3 zusammen mit Vitamin K2 aufgenommen werden sollte, damit Calcium in die Knochen eingelagert werden kann, statt sich bei alleiniger Vitamin D3 Aufnahme in den Arterien abzulagern.
Darauf haben Sie sehr deutlich geantwortet, ich zitiere: „diese Behauptung ist völliger Unsinn“. Das hat mich doch sehr überrascht. Laut Ihren Ausführen gibt es keine „aussagekräftigen Studien“ dazu.

Ich habe vor kurzem das Buch „Vitamin K2“ von Kate Rhéaume-Bleue gelesen in dem ausführlich über die notwendige Kombination von Vitamin D3 und Vitamin K2 geschrieben wird.
Das Buch ist mir meist zu euphorisch gehalten, aber die Ausführungen scheinen mir plausibel und es wird auf eine große Anzahl diverser Studien zu Vitamin K2, Vitamin D und auch ein paar für die Kombination von Vitamin K2 und D3 verwiesen.

Ebenso auf der Webseite http://www.vitamind.net/vitamin-k/ werden die Zusammenhänge zwischen Vitamin D3 und Vitamin K2 mit Angabe von Studien beschrieben.

Ich bin kein Experte auf dem Gebiet und Mangels Zeit und Englisch Kenntnissen bin ich auch nicht in der Lage die zahlreichen Studien zu lesen und zu beurteilen.
Ich kann mich nur darauf verlassen, dass die Autoren ehrliche Aussagen treffen und relevante Studien für Ihre Aussagen heranziehen.

Wenn man Ihnen aber Glauben schenken will, sind alle Studien, auf die in dem Buch und auf der Webseite verwiesen wird, allesamt nicht aussagekräftig?
Warum sind aus Ihrer Sicht diese Studien nicht brauchbar? Oder waren Sie Ihnen bislang noch nicht bekannt?

Ich würde ich sehr freuen, wenn Sie mir hier zu antworten könnten.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Ja, ganz genau. Keine diese Studien beweist irgendeine der Behauptungen zu Vitamin K2. Beispiel: Zitat in der Veröffentlichung: „Ohne Vitamin K2 bleiben diese Proteine inaktiv und das Calcium lagert sich als nutzlose und schädliche Schlacke im Körper ab: Verkalkungen bilden sich und schädigen Gefäße, Organe und Gewebe. Die Folge sind Nierensteine, Arteriosklerose und zahlreiche schwerwiegende Krankheiten bis hin zum Herzinfarkt. (4)“ Als Beweis wird die Studie im Zitat (4) angeführt. Diese habe ich mir angeschaut. Dort wird dargestellt, dass es aufgrund biochemischer Wirkungen von Vitamin K2 plausibel ist, dass es vor Arteriosklerose oder Nierensteinen schützen könnte. Könnte und plausibel sind aber keine Beweise.

Das etwas ein Schutzfaktor als bewiesen werden kann, weiß man, wenn man einer Gruppe Vitamin K2 gibt und der anderen nicht – am besten noch zufällig verteilt und doppelblind, damit Placebo-Effekte ausgeschlossen werden können. Hierzu gibt es aber weltweit keine einzige Studie. Schauen Sie sich doch die angegebenen Zitate in der Veröffentlichung alle einmal ein. Ich habe leider keine Zeit dafür und die Platzierung und die Beschreibung der Zitate deutet auch nicht darauf an, dass irgendeine solche, beweiskräftige klinische Studie dabei ist. Wenn sie doch eine finden sollten, dann werde ich mir diese gern einmal anschauen. Bis dahin behaupte ich weiter:

Die Aussagen, dass Vitamin D ohne K2 nicht auswirkt und dass Vitamin D ohne K2 zu Arteriosklerose oder Nierensteinen führt, sind völlig aus der Luft geholt, es gibt nicht den Hauch eines Beweises dafür und es handelt sich um dreiste Marketing-Lügen! Gern lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen, wenn mir irgendeine beweis- und aussagekräftige Studie gezeigt wird. Dass Vitamin D vor Infekten schützt, dass Omega-3 Symptome von ADHS bessert, ist nicht nur in Studien, sondern sogar in Meta-Analysen (Zusammenhang verschiedener gleichartiger Studien) eindeutig bewiesen. Zu Vitamin K2 gibt es hierzu nur heiße Luft!

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Histaminintoleranz

Sehr geehrter Dr . Schmiedel,

Ich leide trotz sehr guter Omega 3 (EPA/AA: 2,3) Versorgung an einer Histaminintoleranz.
Die Versorgung durch Folsäure aus natürlichen Quellen in Gemüsen ist nur unzureichend möglich.
Die Masse an Produkte (Nahrungsergänzung Folate, Lecithine) bestehen aus einer Soja und oder Sonnenblumenbasis bei denen ich ebenfalls sensibel reagiere. Das zeigt sich durch Migräne, Darmträgheit, Blähungen etc.
Haben Sie hierfür eine Alternativen zur ausgewogenen Versorgung mit Folaten?

MfG

Antwort:

Mir sind keine Studien bekannt, dass Omega-3 eine Histaminintoleranz günstig beeinflusst. Aus vielen anderen Gründen ist es aber sicher sinnvoll, ein AA/EPA von 2,3 zu haben (ich denke, dass Sie das meinen, denn ein EPA/AA von 2,3 habe ich noch nie gesehen!).

Wie ist denn die Diagnose Histaminintoleranz gestellt worden. Ich sehe häufig, dass ein niedriges DAO im Blut oder ein hohes Histamin im Stuhl zur Fehldiagnose Histaminintoleranz führt. Eine Histaminintoleranz liegt nur dann vor, wenn histaminreiche Lebensmittel nicht vertragen werden. Bekommen Sie typische Histaminintoleranzsymptome wie Kopfschmerzen, Flush im Gesicht oder Durchfall wenn Sie alten Käse, Rotwein oder geräucherten Fisch verzehren? Wenn Sie diese Lebensmittel vertragen, haben Sie keine Histaminintoleranz!

Wenn wirklich eine Histaminintoleranz vorliegt und die DAO niedrig ist, hilft DAOSIN ganz gut, wenn Sie z.B. mal auswärts essen und nicht wissen, ob da histaminreiches Essen dabei ist. Desweiteren sind hohe Dosen Vitamin C in der Lage, Histamin schneller abzubauen. Ich empfehle da dreimal einen Viertel TL Vitamin C täglich. Eine gute Versorgung mit Zink und Vitamin B6 ist bei Histamin ebenfalls hilfreich. Lassen Sie das im Vollblut messen und nehmen Sie ggf. ein gutes Präparat ein.

Woher wissen Sie, dass Sie einen Folsäuremangel haben? Lassen Sie die Folsäure oder das Homocystein im Blut messen. Wenn das in Ordnung ist, dann haben Sie genügend Folsäure. Die meisten Gemüse werden bei Histaminintoleranz ganz gut vertragen. Ich verstehe nicht, warum die Versorgung mit Gemüse unzureichend möglich sein soll.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Adrenalinspiegel bei Bournout

Hallo Herr Schmiedel,

in ihrem Buch über Burnout schreiben sie, dass der Adrenalin-Spiegel bei Burnout-Betroffenen erhöht ist. Ist es da nicht sinnvoll und möglich mit Medikamenten diesen zu senken, um der fundamentalen Entkräftung der Menschen entgegen zu wirken? Ich leide seit Jahren an Burnout und schaffe es nicht mehr länger als zwei Stunden am Tag zu arbeiten, obwohl ich motiviert bin. Für ihre Mühe danke ich im Voraus.

Mit freundlichem Gruß

Antwort:

In der Aktivierungsphase des Burnout können die Stresshormone aus der Nebenniere kompensatorisch noch erhöht sein, später fallen Sie dann aber ab. Es hört sich bei Ihnen schon so an, als wenn Sie eher schon in einem fortgeschrittenen Stadium sind.

Vor die Therapie haben die Götter die Diagnostik gesetzt. Bei einem schweren Burnout würde ich alle diagnostischen Geschütze auffahren und alle im Buch angebenen Blutwerte testen, außerdem aber noch Speichelhormone (z.B. DHEA, Cortisol, Testosteron, Progesteron) sowie ein Stressprofil im Urin. Wenn man da Mangelzustände findet, kann man gegensteuern. Natürlich auch, wenn Stresshormone doch noch zu hoch sein sollten.

Sie sollten sich dringend jemanden suchen, der sich mit dieser Diagnostik und den therapeutischen Konsequenzen wirklich gut auskennt. Es wird nicht ganz einfach sein, so jemanden zu finden. Wenn es Ihnen nicht gelingen sollte, steht Ihnen natürlich auch der Weg zu mir in die Schweiz frei, wenn Ihnen da nicht zu aufwändig und teuer sein sollte. Die gesetzliche Kasse in Deutschland würde sich gar nicht, die private Kasse zumindest zu einem großen Teil beteiligen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Vegane Ernährung bei Rheuma

Seit 1 Jahr habe ich rheumatoide Arthritis vor allem in den Fingern und Zehen, es sind sowohl die Grund- wie auch die Mittelgelenke betroffen. Haben Sie eine Empfehlung, was ich von der Seite der Ernährung tun kann. Ich würde sehr gerne meine Entzündungen in den Griff bekommen.
Ich versuche mich vegan zu ernähren, kein Kaffee, kein Alkohol, aber ich merke keine Verbesserung.

Über eine Nachricht von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Vielen herzlichen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Vegane Ernährung hat den Vorteil, dass sie keine Arachidonsäure enthält, die Entzündungen fördert. Leider enthält sie aber auch keine maritimen Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen hemmen. Leider ist eine vegane Ernährung oft noch ärmer an Selen und Vitamin D als die Durchschnittsernährung. Selen und Vitamin D hemmen ebenfalls Entzündungen. Bei jedem Veganer mit einer chronischen Entzündung empfehle ich, die Fettsäuren (bei www.norsan.de) und Vitamin D und Selen (beim Hausarzt, zur Not auch auf eigene Kosten) zu messen. Der AA/EPA-Quotient in der Fettsäureanalyse sollte unter 2,5 liegen, um Entzündungen in den Griff zu bekommen. Bei den meisten Bürgern messe ich Werte um die 10, bei Veganern meist über 20. Sie sollten dann 1 TL bis 1 EL Norsan vegan nehmen und nach 3 Monaten nachmessen. Vitamin D sollte bei ca. 150 nmol/l oder 60 ng/ml liegen. Dafür braucht es meist 2000-8000 IE täglich. Selen sollte an der oberen Laborgrenze oder leicht darüber liegen. Dafür brauchen die meisten 100-200 mcg. Auch Vitamin D und Selen nach 3 Monaten messen und ggf. die Dosis anpassen. Wenn Sie es mögen, verwenden Sie im Essen reichlich Ingwer und Curcuma. Damit habe ich oft deutliche Besserungen bei Rheuma und anderen Entzündungen gesehen. Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel
Maximal 1 g EPA bei Depressionen?

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

vor einiger Zeit habe ich mich aufgrund der Lektüre von: „David Servan-Schreiber: Die neue Medizin der Emotionen“ für das Präparat „Epamax“ der Fa. Merck entschieden – die Zusammensetzung, insbesondere der hohe EPA-Anteil soll günstig sein.

In Ihrem Buch „Natürlich Fisch“ schreiben Sie: „Viel hilft viel“. Das denke ich eigentlich auch immer, aber: in diesem Artikel wird gesagt, dass 1 g EPA besser gegen Depressionen hilft als 2 oder 4 g EPA. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm3_33_2004

Ich habe das auch noch irgendwo anders gelesen, finde die Quelle aber nicht wieder.

Seit einigen Jahren weiß ich von meiner Hashimoto-Erkrankung, „Epamax“ habe ich allerdings gegen Stimmungsschwankungen und Depressionen genommen. Anscheinend hilft es ja auch gegen Autoimmunerkrankungen (?)

Mir ist bekannt, dass Sie ein Präaparat der Fa. Norsan empfehlen.

Was denken Sie über die These, dass weniger EPA evt. besser ist als Schutz gegen Depressionen? Ich bin verunsichert. Was von der in der PZ beschreibenen Studie zu halten ist, weiß ich nicht. Bisher habe ich 3 Kps. Epamax täglich genommen, Wirkung? Na ja, besser als ohne, aber nicht beeindruckend.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Das ist die einzige Studie (von 1999!), bei der ein solch merkwürdiger Dosis-Wirkungs-Effekt beobachtet wurde. Vielleicht liegt es daran, dass kein Fischöl, sondern ein Ethylester verwendet wurde. Dabei werden die Fette komplett zerschlagen, aufkonzentriert und dann wieder chemisch die Fettsäuren mit Glycerin zusammengekleistert. Es entstehen dabei Fette, die in der Natur sogar nicht vorkommen. Ich bevorzuge natürliches Fischöl gegenüber einem Kunstprodukt, welches nicht die Zusammensetzung des Naturprodukts hat.
Alle Studien leiden darunter, dass jeder dieselbe Menge erhalten hat. Der eine braucht aber vielleicht ein, der nächste zwei und der ditte drei Gramm Omega-3. Eine spiegeloptimierte Studie gibt es wegen des Aufwandes bisher überhaupt nicht. So therapiere ich aber. Ich messe den Spiegel, gebe dann die Dosis, die ich erwarte, um einen AA/EPA-Quotienten von etwa 2,5 zu erreichen (den benötige ich auch für Autoimmunkrankheiten), kontrolliere nach 3 Monate und passe die Dosis ggf. an.
Genau das empfehle ich Ihnen auch. Lassen Sie Ihren Spiegel bei www.norsan.de messen. Ich glaube nicht, dass Sie mit 3 Kapseln den optimalen Spiegel aufweisen. Erhöhen Sie ggf. die Dosis. Außerdem rate ich Ihnen dringend, den Vitamin D-Spiegel zu messen und ebenfalls zu optimieren. Hier strebe ich einen Wert von 150 nmol/l oder 60 ng/ml an. Ich bevorzuge das Norsan-Fischöl wegen seiner hohen Qualität und seines guten Preis-Leistungsverhältnis. Ich habe mal geschaut: Epamax Kps. kosten 3 Kapseln etwa ein Euro (Medizinfuchs, der günstigste Anbieter). Um auf 2 g zu kommen, benötigen aber die meisten mind. 5 Kapseln. Dies entspricht einem EL Norsan, welches dann erst ein Euro kostet.
Probieren Sie es mit einer Omega-3- und Vitamin D-Optimierung aus!
MfG
Dr. Volker Schmiedel
P.S.: Hier noch eine Studie, bei der man mit Patienten, die auf Antidepressiva nicht ansprachen, mit 3 g (!) Omega-3-Fettsäuren diese aus der Depression geholt hat:
  • Krawczyk K, Rybakowski J: Augmentation of antidepressants with unsaturated fatty acids omega-3 in drug-resistant depression]. Psychiatr Pol., 2012 Jul-Aug;46(4):585-98.
  • 21 Patienten mit schwerer Depression
  • Kein Ansprechen auf 4wöchige Therapie mit Venlafaxin 300 mg und Paroxetin 60 mg
  • 3 g Omega-3 (= 24 Kapseln!)
  • Innerhalb von 4 Wo HRDS von 30 auf 11.
Asthma

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
mit großem Interesse lese ich seit Jahren Ihre Artikel in der Zeitschrift „Der Naturarzt“. Leider bin ich seit einiger
Zeit an Asthma erkrankt und sehr hilflos was meine Behandlung- und Heilungschancen angeht. Ich bin ob dieser
Situation sehr verzweifelt. Da man mir bis dato überhaupt nicht helfen konnte, wende ich mich inmeiner Verzweifelung
an Sie. Es handelt sich um nicht allergisches Asthma. Können Sie mir Mut machen und mir helfen?
Für eine Antwort Ihrerseits wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße!

Antwort:

Bei allen chronischen Entzündungen wie etwa Asthma untersuche ich Vitamin D, Selen und die Fettsäuren und optimiere diese, um die Entzündung herunterzufahren und die klinische Symptomatik zu verbessern. Magnesium kann die Muskelverkrampfung der Bronchien entspannen und wenn die Beschwerden während oder nach Infekten auftreten, würde ich noch Zink messen, um bei einem Mangel mit Zink das Immunsystem zu stärken.
Die Fettsäuren können Sie bei www.norsan.de messen lassen (Sie bekommen ein Testset). Die anderen Werte würde ich vom Hausarzt messen lassen. In meinen Artikeln auf der Homepage können Sie finden, welche Spiegel ich anstrebe. Wenn Sie keinen finden, der das für Sie bestimmt (bezahlen müssten Sie es ohnehin selbst), dann können Sie mich auch in der Schweiz besuchen, wenn Ihnen das nicht zu weit oder zu teuer ist www.paramed.ch.
Viel Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel
Hocherhitzbares Olivenöl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich hätte eine Frage zum Olivenöl. Im Biomarkt gibt es Olivenöl mit dem Vermerk „hocherhitzbar“.
Kann man dieses Öl ohne Bedenken bezügl. der Transfette wirklich hoch erhitzen?

Weiterhin würde mich interessieren, was der Unterschied zwischen dem Fischöl und dem Algenöl ist.
Warum macht man den Umweg über die Fische, wenn in den Algen doch auch alles enthalten ist?
Gibt es bezüglich der Wirkung einen Unterschied? (Fischöl 1 EL, Algenöl 1 TL)

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Die hoch erhitzbaren Olivenöle haben mehr Ölsäure und weniger hoch ungesättigte Fettsäuren als normales Olivenöl und sind darum tatsächlich etwas hitzebeständiger. Bis zum Rauchpunkt sollte man sie aber auch nicht erhitzen. In der Tat entstehen dadurch weniger Transfette (aber bei längerem Braten und höheren Temperaturen entstehen schon noch welche). Ich kann nicht den Sinn erkennen, ein künstliches Öl zum Braten einzusetzen, wenn wir mit dem Kokosöl doch das hitzebeständigste natürliche Öl zur Verfügung haben. Alternativ kann ich auch eine Pfanne einsetzen, mit der ich fast ohne Öl auskomme und darin mir nativem Olivenöl, Butter oder Ghee braten.

Zwischen Fischöl und Algenöl gibt es einige Unterschiede:
– Das Fischöl (jedenfalls das Norsan total) enthält mehr EPA als DHA und ist daher besser bei Entzündungen geeignet.
– Das Algenöl enthält mehr DHA als EPA und ist daher mehr die Kognition (z.B. Vermeidung von Demenz) geeignet.
– Das Fischöl hat etwa 30 % Omega-3-Fettsäuren, das Algenöl hat etwa 60 % Omega-3-Fettsäuren, man braucht also nur die Hälfte.
– Das Algenöl ist mehr als doppelt so teuer. Pro Gramm Omega-3-Fettsäuren ist es dann nur noch etwas teurer.

Wenn jemand Rheuma hat, würde ich also immer noch das Fischöl vorziehen. Bevor ein Vegetarier/Veganer gar nichts nimmt, ist es immer noch besser, wenn er dann wenigstens das Algenöl nimmt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Leberzirrhose

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

bei Leberzirrhose (Child A) ist doch u.a. die Einnahme von Omega-3- Fettsäuren (gg. auch nach Ermittlung des Omega 6/ Omega 3 – Quotienten) sehr sinnvoll?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Frage

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Selbstverständlich! Der AA/EPA-Quotient sollte auf jeden Fall unter 2,5 gehalten werden. Natürlich würde ich auch andere Nährstoffe wie Selen, Vitamin D, Zink usw. optimieren. Auch Phytos wie Artischocke, Mariendistel und Curcumin können zum Einsatz kommen. Das würde ich von der individuellen Konstellation des Patienten abhängig machen. Der Stuhl-pH sollte neutral bis leicht basisch gehalten werden (Probiotika, vor allem auch Präbiotika).

Ich habe einen Leberzirrhosepatienten mit Child C mehr als 10 Jahre betreut, bevor er nach einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus verstorben ist. Seiner Leber ging es aber gut. Die Internisten haben ihn sogar von Child C auf Child B zurückgestuft, was sie ein wenig verwundert hat, weil so etwas bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose sonst nicht vorkommt. Seine hepatische Enzephalopathie hat sich in den 10 Jahren ebenfalls eher verbessert unter der Lebertherapie und Omega-3 (Anti-Inflammation und Pro-Kognition). Sie haben ihn aber auch nicht gefragt, was er alles gemacht hat. Denn dann hätten sie ja ihr Weltbild korrigieren müssen.

Auch eine Leberzirrhose kann man also lange stabil halten oder sogar noch verbessern. Aber dafür muss man etwas tun. Ich empfehle allen Leberpatienten meinen Patientenratgeber „Hausputz für Leber & Galle“ (auch für Therapeuten steht da Manches hilfreiche drin).

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Dr. Volker Schmiedel

Reflux

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
möglicherweise wären Sie in der Lage mir einen Hinweis zu geben, weil die „normalen“ Mediziner bei mir ratlos sind.
Mein Leiden begann im Februar 2013 mit starkem (an der Potenzierung) Reflux und Schwitzen gegen 4 Uhr nachts. Dieser Zustand hat 3-monatelang kontinuierlich angedauert. Der ist keine Magensäure mit der ich früher zu tun hatte. Er ist bitterer und stärker. Leider konnte in der Uniklinik Freiburg im Breisgau (nach vielen Endoskopien und bildgebenden Verfahren) keine Ursache meines Leidens gefunden werden. Die Kapselendoskopie hat nur eine träge Magendarmpassage festgestellt. Allerdings im Sommer 2016 wurde bei mir per „ELISA-Spot“ Blutuntersuchung bei einem Hausarzt eine chronische Borreliose festgestellt. Diese wurde mit Doxycyclin/Quensyl- Tabletten 4-wochenlang behandelt. Danach ging es mir spürbar besser. Im Dezember 2016 waren aber die brennende Zunge mit dem Reflux und Bauchschmerzen in der Lebergegend komplett zurück. Meine Haut mit vielen neuen Pigmentierung und mein Bindegewebe/Muskeln sind wie ausgetrocknet. Brennende Venen an Händen und Beinen sind bei mir abends bemerkbar.
Auffällig ist auch der IgG4-Blutparameter, der seit Anfang der Beschwerden leicht aber permanent erhöht ist. Es gibt noch weitere Hinweise z.B. AK gegen 2B-Histone sind ebenso erhöht, was auf ein toxisches Geschehen hindeutet. Bestimmte Gruppe von meinen Leukozyten (T-Zellen, cd8+/cd3+) ist ebenso erhöht. Das sind aber Informationen die auf Virusinfektionen (chronische EBV), Entzündungen, oder aber bestimmte Krebsarten hindeuten. Leider können die Immunologen in der Uniklinik damit nichts anfangen. „Wenn Sie Krebs hätten, wären Sie schon längst tot“ so die Aussage. Diesen giftigen Reflux spüre ich jeden Tag und die bohrenden, nach hinten strahlenden Bauchschmerzen machen mir das Leben kaputt. Eine MR-CP Untersuchung im Juni 2017 in Polen hat doch im Pankreasschwanz sehr kleine (2 mm) Zysten (zystische Tumoren? http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-fuer-Allgemeine-Viszeral-Transplantations-Gefaess-und-Thorax-Chirurgie/de/0600-fachgebiete/pankreas_chir/Erkrankungen-der-Bauchspeicheldruese/Bauchspeicheldruesentumor/Zystische-Tumore/index.html) aufgedeckt. Diese werden aber als harmlos in Freiburg eingestuft. Die pH-Werte im Urin und im Stuhl sind bei mir basisch, was auch auf eine bakterielle Infektion hindeutet. Möglicherweise läuft dabei ein Gallensäureverlust-Syndrom (bei Borreliose oft der Fall) und Reizdarmsyndrom mit? Wäre das das denkbar?
Bitte Sie um Ihre kurze Rückmeldung.

Antwort:

Aus der Ferne und ohne genaue Kenntnis der Befunde kann keine individuelle Diagnose gestellt werden. Wer hat denn diese ganze Spezialuntersuchungen veranlasst? Der soll sie auch interpretieren und daraus Konsequenzen ziehen.
Bei nächtlichem Reflux habe ich einen ganzen einfachen Tipp: Legen Sie Backsteine oder Bücher unter die Pfosten des Kopfteils Ihres Bettes, so dass das Bett einen Winkel von etwa 10° aufweist. Keine Flüssigkeit läuft gegen die Schwerkraft nach oben.
Wenn das auch nicht viel bringt, müssten Sie mal zu mir in die Praxis kommen www.paramed.ch, dann kann ich vielleicht noch mehr sagen. Besteht vielleicht doch eine Übersäuerung. Ich mache da den Sandertest. Gallensäureverlust kann man ganz einfach diagnostizieren. Basischer Stuhl deutet überhaupt nicht auf eine chronische Infektion, sondern auf einen Fäulnisstuhl hin.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Borreliose

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

seit ein paar Jahren beziehe ich Ihren NL. Leider habe ich es versäumt, mich noch während Ihrer Kasseler Zeit einmal in Ihre Behandlung zu begeben. Daher vielen Dank, dass sie all Ihre „Follower“ mit Ihren aussagekräftigen Artikel beschenken. Meine Hausärztin war allerdings nicht amüsiert, als ich darauf bestand, mit ihr nach dreimonatigem Schlappheit und Unwohlgefühl und einem Artikel von Ihnen über meine Schilddrüse zu sprechen… – nun, jetzt nehme ich Tabletten und mir gehts gut.

Heutiges Anliegen: Derzeit höre ich aus allen Ecken die fürchterlichsten Geschichten über die Folgen von Zeckenbissen und der Borreliose. Eine Freundin meinte sogar, sie habe jeden Monat Schübe der Borreliose. Das läge daran, dass die Baktieren sich jeden Monat teilen würden…??? Ich würde sehr gerne gerade IHREN Kommentar dazu wissen!

Gesunde Grüße

Antwort:

Borreliose ist für mich ein ganz schwieriges Thema. Die akute, „richtige“ Borreliose gehört antibiotisch behandelt und dann ist es meist gut so. Bei der chronischen Borreliose weiß ich nicht, ob das immer wirklich eine Borreliose ist. Ich kenne keinen Test, der einigermaßen sicher anzeigt, dass wirklich noch Borrelien aktiv sind.

In jedem Fall würde ich etwas für das Immunsystem und gegen chronische Entzündungen tun, d.h. ich würde Zink, Selen, Vitamin D und die Fettsäuren messen und dann für eine Optimierung der Werte sorgen (Zink im mittleren bis hohen Normbereich, Selen an die obere Normgrenze bringen, Vitamin D auf 100-150 nmol/l bringen und AA/EPA-Quotient auf unter 2,5 einstellen. Damit wird der Körper gestärkt und kann besser mit Erregern umgehen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Künstliches oder natürliches Statin? Atorvastatin vs. Rotes Reismehl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
mit grossem Interesse habe ich Ihr Buch „Cholesterin – endlich Klartext“ gelesen.

Ich konnte mit dem roten Reismehl (genauer: Monacolin K nach Dr. Michalzik) mein erhöhtes Cholesterin auf den vom Kardiologen empfohlenen Zielwert (beim LDL) von unter 100 bringen, nämlich auf einen Messwert von 92, und zwar durch die Dosis von 3 Kapseln a 3,5 mg an einem Tag (Tagesdosis also 10,5 mg), am nächsten Tag 2 Kapseln a 3,5 mg (Tagesdosis 7 mg) usw., im Schnitt also mit einer Tagesdosis von 8,75 mg.

Mit einem davor eingenommenen Statin (Simvastatin Tagesdosis 10 mg) bin ich auf einen Wert von nur 105 beim LDL gekommen. Aktuell ist mir als Alternative zum roten Reismehl nun Atorvastatin (Tagesdosis 10 mg) verordnet. Eine Umstellung auf Atorvastatin habe ich angesichts meines grossen Vorrats von 4 Dosen Rote-Reis-Kapseln allerdings noch nicht vorgenommen.

Nun stellen sich mir drei Fragen:
– soll ich diese Umstellung angesichts des Erfolges mit den Rote-Reis-Kapseln überhaupt vornehmen?
– können die Schwankungen bei der Einnahme der Rote-Reis-Kapseln 
-die unterschiedliche Dosis im Wechsel also- auch nachteilige Wirkung haben?
– dann hatte ich gelesen, daß das rote Reismehl dem Präparat Lovastatin entsprechen soll. Ist es dann so, daß ich Lovastatin bevorzugen sollte, weil hierin angeblich oxidativ vorgesorgt ist im Gegensatz zum roten Reismehl, wo das nicht der Fall sein soll?

Der Hintergrund für meine Fragen ist eine gewisse Verunsicherung, die ich auf diese Weise gerne beseitigen oder zumindest mindern möchte (sofern das auf diesem Wege überhaupt möglich ist). Daher sage ich im voraus vielen Dank für Ihre Mühe. Wenn es Ihre Zeit nicht erlauben sollte, mir zu antworten, ist das auch in Ordnung. Aus Ihrem Buch habe ich so oder so schon viel Nutzen für mich gezogen. Auch dafür sage ich danke.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort:

Im Fußball heißt es: „Never change a winning team.“ Wenn Sie sich gegen ein künstliches Statin für ein natürliches entschieden haben und damit erfolgreich fahren, warum wollen Sie dann wieder auf ein künstliches setzen – mit der Option, alle Nebenwirkungen der Statine zu bekommen. Warum hat der Rote Reis keine Nebenwirkungen? Weil er eben nicht nur aus Lovastatin, sondern aus einer Vielzahl anderer pflanzlicher Stoffe besteht, die die Wirkung von Lovastatin verstärken und die Nebenwirkungen abschwächen. Die Pharmakologen können die Wirkungen einer Substanz betrachten. Mit natürlichen Vielstoffgemischen können Sie nicht gut umgehen, daher mögen sie sie auch nicht.

Nehmen Sie auch Fischöl? Wenn Sie koronar gefährdet oder erkrankt sind – und nur dann sollten Sie überhaupt ein Statin nehmen (90 % der Anwender müssten gar keines nehmen und sind überbehandelt) -, dann sollten Sie noch mehr für den Schutz der Gefäße tun, z.B. sollten Homocystein, Lp(a), Vitamin D und der Omega-3-Index mit über 8 % gut sein. Haben Sie all das messen lassen. Es ist der größte Fehler der Kardiologen überhaupt, nur auf das Cholesterin zu schielen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Optimale EPA- und DHA-Werte im Blut

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich habe am Wochenende Ihren Beitrag auf der Konferenz von Herr Prof. Dr. Spitz über Omega 3 gehört und gesehen. Da ich Veganer bin, kommt das von Ihnen angepriesene Öl nicht in Frage. Da ich seit längerem Hanfprotein und -Öl , sowie die Chlorella und SpirulinaAlge nehme, sollte mein DHA und EPA gebildet werden. Hierzu werde ich in den nächsten Tagen eine Blutuntersuchung vornehmen lassen. Können Sie mir bitte sagen, was für Werte im Blut von DHA und EPA sein sollten?, damit ich auch feststellen kann, ob ich so weiter machen kann, oder etwas ändern muss.

Ich danke Ihnen für Ihre Info.
Herzlichen Gruß

Antwort:

Ich habe eine schlechte und eine gute Nachricht für Sie:

Die schlechte: Die Omega-3-Fettsäure ALA aus Lein-, Hanf- oder Rapsöl wird so gut wie gar nicht in EPA und DHA umgewandelt. Ihre Fettsäureanalyse wird vermutlich – nennen wir es mal – suboptimal sein. Optimal wäre ein EPA über 3 %, DHA über 6 %, AA/EPA-Quotient unter 2,5 und Omega-3-Index von über 8 %. Veganer haben hier schlechtere Werte als die größten Fleischfresser. Chlorella und Spirulina haben zwar die Eiweisse dieser Algen, aber sehr wenig Öl.

Die gute: Es gibt von NorSan ein sehr hochwertiges Algenöl. Je nach Wert in der Fettsäureanalyse können Sie Ihren EPA/DHA-Bedarf mit einem TL bis einem EL decken. Lassen Sie nach 3 Monaten nochmals die Fettsäuren checken, dann wird es viel besser sein – und möglicherweise werden Sie auch subjektiv Unterschiede spüren.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Gürtelrose

Sehr geehrter, lieber Herr Dr.Schmiedel,

vielen dank für die newlsletter Informationen,die immer sehr interessant und hilfreich sind.
Habe eine Frage bezüglich Gürtelrose (meine 84 jährige Tante).
Was kann man gegen die Nervenschmerzen im rechten Arm und jetzt auch rechtem Bein
außer Schmerzmittel (Morphium) tun?? .Wäre sehr dankbar für Information.
Alles Gute für das neue Jahr.

Antwort:

Wo sind denn die Schmerzen? Schmerzt die Haut? Das kann man gut mit Capsaicin-Salbe beeinflussen. Man muss aber jemanden haben, der sich damit gut auskennt und genaue Anleitungen dafür gibt. Das ist etwas aufwändig und auch nicht in zwei Minuten zu erklären.

Wenn es „innere“ Schmerzen sind, dann würde ich es mit hoch dosierten B-Vitaminen und mit Alpha-Liponsäure versuchen, am Anfang als Infusion, später oral. Damit kann man solche polyneuropathische Schmerzen evtl. noch beeinflussen. Auch eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Nervenregeneration ist sehr wichtig. Man braucht aber jemanden, der sich damit gut auskennt und das alles koordiniert.

MfG und den besten Wünschen für ein gutes und gesundes Neues Jahr 2018,

Dr. Volker Schmiedel

Entzündungen und Blutverdünnung

Guten Tag Herr Dr.Schmiedel,

ich habe 2 Fragen (ich habe RA,PAVK), nehme Clopidogrel, Enbrel und Anagrelid (essent.Thromb). Zusätzlich nehme ich Selen, Zink, Vit.D,K2, Vit.C, esse täglich Zimt,Kurkuma, dunkle Schokolade in Maßen.

Frage: Ich würde gerne Bromelain einnehmen, wegen der Entzündungen und Blutverdünnung, obwohl dazu abgeraten wird. Könnte ich dadurch die Einnahme von Clopidogrel reduzieren ? Ist der Hb- Wert der Maßstab für die Blutverdünnung?

Frage: Kann ich die Seleneinnahme (200 mikrogr.) ersetzen durch ca. 5 Paranüssen, die auch diesselbe Menge an Selen bieten?

Danke Ihnen für Ihre Antwort

Antwort:

Der Hb ist eindeutig kein Maßstab für die Blutverdünnung. 200 µg Selen sind recht viel. Haben Sie Ihren Spiegel messen lassen? Der Selenspiegel sollte an der oberen Normgrenze oder leicht, aber nicht deutlich darüber liegen. Bei Paranüssen wissen wir nie ganz genau, wei viel Selen exakt drin ist. Wenn Sie immer dieselbe Sorte nehmen, können Sie auch hier über eine Spiegelmessung bestimmen, ob Sie auch im Optimalbereich liegen.

Sie nehmen sehr viele gute Substanzen bei RA. Die allerwichtigste Substanz haben Sie aber nicht erwähnt – die Omega-3-Fettsäuren. Diese würde ich Ihnen viel eher empfehlen als das Bromelain, mit dem ich wenig praktische Erfahrungen habe (bei Traumen setze ich es auch ein). Optimal wäre so viel Omega-3, dass der AA/EPA-Quotient bei unter 2,5 liegt. Wenn Blutungen oder vermehrt blaue Flecken auftreten (wegen der Kombination Omega-3 und Clopidogrel), sollte die Dosis jedoch reduziert werden.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Teure Nahrungsergänzungsmittel

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ihre Beiträge und Berichte in verschiedenen Gesundheitspublikationen finde ich immer interessant und zuletzt auch ihr Vortrag in Esslingen.

Seit vergangener Woche verwende ich auch ihr empfohlenes Fischöl.

Nun hätte ich gerne eine Auskunft von ihnen. Vor ein paar Monaten hat mir ein Heilpraktiker Juvel-5 natürliche Aminosäurekapseln empfohlen welche ich auch gekauft habe sowie ein weiteres Präparat Mindalin. Eine Einnahme dieser Mittel ist noch nicht erfolgt da ich inzwischen  skeptisch geworden bin und an der Wirksamkeit zweifle. Die Präparate waren nicht billig und ich würde sie gerne einnehmen wenn sie für mich nicht gesundheitsschädlich sind.

Seit 2008 habe ich Vorhofflimmern und 2010 hatte ich eine schwere Sepsis mit Nierenversagen und einem Hinterwandinfarkt gut überstanden. Als Betablocker nehme ich Nebivolol und den Blutverdünner Marcumar.

Ich wäre ihnen sehr dankbar wenn sie mir weiterhelfen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Ich habe bisher nicht verstanden, warum ein Großteil der Bevölkerung überhaupt Aminosäurelapseln nehmen soll. Ich kann bis auf wenige Ausnahmen wie schwere Malabsorption, bestimmte Leber- oder Nierenfunktionsstörungen keine Indikation für den Einsatz von Aminosäurekapseln erkennen. Ich kenne auch keine Studien, wo Breitspektrum-Aminosäurekapseln irgendeinen gesundheitlichen Effekt nachgewiesen hätten. Auch hier gibt es wieder wenige Ausnahmen (z.B. ganz bestimmte Aminosäurekombinationen bei der hepatischen Enzephalopathie). Aminosäuren sind die Einzelbestandteile der Eiweiße. Eiweiße haben wir aber mehr als genug in der Nahrung. In der durchschnittlichen mitteleuropäischen Ernährung wird leicht das Doppelte der empfohlenen Menge verzehrt. Wie viel enthält eine Aminosäurekapsel? 500 mg und wenn sie groß ist 1000 mg. Selbst wenn es reine Aminosäuren sein sollten, dann habe ich in einem Bissen Käse, in einem TL Soja, ja selbst in einem Esslöffel Hafer mehr Aminosäuren als in so einer Kapsel. Den Aminosäurenbedarf kann man also leicht mit der Nahrung decken. Wenn dazu noch ein Hersteller die Zusammensetzung seiner Kapseln verschweigt (ich habe trotz mehrerer Minuten des Suchens auf der Internetseite nichts finden können), dann weiß ich, dass ich ein solches Präparat keinem meiner Patienten empfehlen kann (schon gar nicht zu diesem Preis).
Vor die Therapie haben die Götter die Diagnostik gesetzt. Wer wirklich glaubt, dass er einen Aminosäuremangel habe, bei dem bestimme ich im Blut das Gesamtweiweiß und alle einzelnen Aminosäuren. Dann sehe ich, ob überhaupt Mangelzustände vorliegen. Wenn einzelne Aminosäuren fehlen (z.B. Tryptophan bei der Depression oder Arginin bei der endothelialen Dysfunktion – bei jeder KHK messe ich deswegen das ADMA, was aber die Kardiologen praktisch nicht machen, ist das bei Ihnen jemals gemacht worden?), dann gebe ich diese gezielt. Wenn das Eiweiß generell erniedrigt ist oder mehrere Aminosäuren niedrig sind, dann gebe ich Ernährungstipps zu einer verbesserten Eiweißzufuhr mit einer hochwertigen Kombination, z.B. Kartoffel/Ei, Getreide/Milch oder gebe ein gutes, aber preiswertes Eiweißpulver.
Das Mindalin ist ein Kombinationspräparat, welches viele Vitamine und Mineralstoffe in jeweils wirklich guten Mengen enthält. Hier kann man auf der Internetseite immerhin die Zusammensetzung erkennen. Aber auch solchen Kombipräparaten stehe ich prinzipiell sehr skeptisch gegenüber. Warum soll ich Kalium oder B12 einnehmen, wenn ich es über die Nahrung genügend zuführe? Vitamin D ist hingegen nur in einer Menge von wenigen hundert IE enthalten, Herzpatienten benötigen aber mehrere Tausend. Omega-3 – der allerwichtigste Stoff bei Herzpatienten – ist überhaupt nicht enthalten. Q10 – der zweitwichtigste Stoff für das Herz – ist auch nicht enthalten. Merkwürdig – wer erfindet Herzpräparate, die die für das Herz wichtigen Substanzen gar nicht enthalten? Kombipräparate enthalten Stoffe, die der Patient meist nicht braucht. Und von denen, die er braucht, enthalten sie zuwenig. Warum sollte ich sie dann nehmen?
Oder sollte ich hier nicht auch gezielt und differenziert vorgehen? Ich messe bei Herzpatienten Vitamin D, Homocystein (Vit. B6, B12, Folsäure), Magnesium, Kalium, ADMA (Arginin), Q10 und die Fettsäuren (Omega-3). Dann gebe ich gezielt nur das, was der Patient benötigt, aber in der richtigen Dosierung. Nach drei Monaten wird nachgemessen und die Feinabstimmung vorgenommen. Das kostet zwar anfangs etwas mehr an Diagnostik, dafür spare ich aber unnötige Präparate ein. Und ich weiß, was der Patient langfristig braucht, um wirklich optimal eingestellt zu sein. Davon kann ich mir dann auch gesundheitliche Effekte erwarten. Suchen Sie sich bitte jemanden, der Ihnen einen solchen Maßanzug näht und kaufen Sie sich für Ihre Gesundheit keinen Anzug von der Stange, der meistens gar nicht passt. Viel Erfolg!
Mit herzlichen Grüßen,
Dr. Volker Schmiedel
Omega-3 in der Schwangerschaft

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich bin freiberuflich tätige Hebamme und versuche derzeit, mir einen Überblick zu verschaffen über die Empfehlungen zur Einnahme von Omega 3-Fettsäuren (DHA und EPA). Meiner Erfahrung nach wird Omega 3 nur selten von Gynäkologen empfohlen und viele Schwangere wissen nicht Bescheid über die Bedeutung für ihre eigene Gesundheit und die Entwicklung Ihres Kindes. Ich möchte gerne dazu beitragen, diese Wissenslücke zu schließen.

Ist Algenöl dem Fischöl in der Wirkung vergleichbar? Welches würden Sie eher während der Schwangerschaft und Stillzeit empfehlen?

Haben die Fettsäuren Ihrer Meinung nach eine Auswirkung auf das Schmerzempfinden? Wenn ich die Zusammenhänge richtig verstanden habe, beeinflusst Omega 3 die Prostaglandin-Synthese und senkt die Prostaglandin-Produktion. Welchen Einfluss hat dies auf den Geburtsbeginn/-verlauf? Falls Sie dazu Informationen/Studien haben, würde mich das sehr interessieren 🙂

Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort:

Vielen Dank für Ihr grosses Interesse an Omega-3. Wir bräuchten mehr solche Hebammen wie Sie!

Fragen Sie doch bei norsan einmal nach, wann es das nächste Webinar für Gynäkologne/Hebammen gibt. Da werde ich in einer Stunde Ihre Fragen alle beantworten. Sie können sich auf jeden Fall das Script des Webinars senden lassen, dann haben Sie schon mal die Studien.

Zu Ihren Fragen:
– Die Empfehlungen der Leitlinien betonen das DHA für die Hirnentwicklung. Danach wäre Algenöl das bessere Öl. Fischöl enthält mehr EPA als DHA und ist daher besser zur Viorbeugung von Allergien/Asthma/Neurodermitis geeignet. Mit einem EL Fischöl hat man aber auch die Zufuhrempfehlung für DHA mehr als erfüllt. Ich würde daher jeder Frau einen EL Fischöl empfehlen. Wenn Sie das aus ethischen oder anderen Gründen nicht möchte, ist sie mit einem TL Algenöl aber auch gut aufgehoben.
– Ja, das Schmerzempfinden wird etwas vermindert, besonders wenn die Schmerzen von Entzündungen kommen. Omega-3 behindert die Bildung des (schlechten) Prostaglandin E2 und fördert die Bildung des (guten) Prostaglandin E3.
– Es gibt weniger Frühgeburten unter Omega-3, so dass im Durchschnitt die Schwangerschaftsdauer verlängert wird. Mir ist aber nicht bekannt, dass sie pathologisch verlängert wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Antworten weitergeholfen zu haben. Helfen Sie vielen Frauen und Kindern mit Omega-3 (und überzeugen Sie Ihre Kolleginnen und die Gynäkologen)!

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Schadstoffbelastung im Fischöl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Ihrem naturheilkundlichen Newsletter „Wie viel Fisch ist eigentlich noch gesund?“ entnehme ich, dass auch Fisch zu den stark belasteten Lebensmitteln gehört. Seit Jahren nehme ich einen Esslöffel San Omega-3 Total.
Meine Frage: Sollte ich das Fischöl durch ein pflanzliches Öl ersetzen und welches würden Sie empfehlen?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Am Ende meines Newsletters habe ich für wenig, aber qualitativ guten Fisch sowie für ein hochwertiges Fisch- oder Algenöl geworben. Auf der Seite
finden Sie eine Schadstoffanalyse Ihres Öles. Sie können es unbedenklich weiternehmen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Richtige Omega-3 Dosierung bei Kindern und gutes Bratöl

Sehr geehrter Dr. med. Schmiedel,

ich habe Ihren Vortrag im Rahmen einer isg-Veranstaltung besucht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir noch folgende Fragen beantworten könnten:

  1. Wie hoch sollte man Omega-3-Fettsäuren bei Kindern dosieren? Ab welchem Alter kann hier mit Nahrungsergänzungsmitteln gearbeitet werden?
  2. EPA und DHA Säuren wirken sich laut Ihrem Vortrag positiv auf das Herz- Kreislaufsystem, aber auch auf chronische Entzündungen aus. Ist bei beiden Anwendungsgebieten die Mindestgrenze von 2g festgestellt worden, ab der positive Effekte erkennbar waren oder galt dies nur für den Bluthochdruck?
  3. Haben Sie eine Übersicht über verschiedene Öle/ Fette, bei der man zum einen erkennen kann, wie viel EPA und DHA bzw. wie viel Omega 6 Fettsäuren enthalten sind, zum anderen, wie viele Transfettsäuren entstehen, wenn man diese Öle/ Fette über gewisse Temperaturen erhitzt bzw. wie hoch der Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist?
    Sonnenblumenöl wird ja aufgrund seines hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren als Bratenfett angeworben, hat allerdings ja wiederum viele Omega 6 Fettsäuren.
  4. Welches Öl/ Fett würden Sie zum Braten bzw. Backen empfehlen, um wenig Transfettsäuren, aber auch wenig Omega 6 Fettsäuren zu sich zu nehmen.

Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort:

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1. Kinder sollten ab einem Alter minus 9 Monaten Omega-3 bekommen, d.h. am besten vom Tag der Zeugung an sollte die Mutter Omega-3 nehmen. Die Dosis richtet sich bei den geborenen Kindern nach dem Gewicht: 30-40 kg 1 TL, 15-20 kg 1/2 TL, Kleinkinder 2 Tr. Fischöl pro kg KG. bei Algenöl jeweils die Hälfte.
2. Bei allen Erkrankungen scheinen die Wirkungen erst richtig ab 2 g EPA/DHA loszugehen. Optimal ist die Messung und die Einstellung des Patienten auf einen Omega-3-Index von über 8 % bei Herzerkrankungen bzw. ein AA/EPA-Verhältnis unter 2,5 bei Entzündungen. Die dafür erforderlichen Dosen können je nach sonstiger Ernährung von 1 TL bis 2 EL gehen.
3. Nein, eine Übersicht habe ich nicht, aber auf jedem Fischöl steht ja drauf, was drin ist. Eine Studie, die erforscht hat, bei welchem Öl nach wieviel Minuten bei welcher Temperatur wie viele Transfettsäuren entstehen, suche ich seit langem. Generell kann man sagen: Je höher die Temperatur, je länger das Braten und je mehr ungesättigte Fettsäuren, desto mehr Tranfettsäuren. Das Sonnenblumenbratöl ist für mich der letzte Schwachsinn. Natürliches Sonnenblumenöl darf man wegen der hoch ungesättigten Fettsäuren gar nicht zum Braten verwenden. Also hat man es künstlich verändert und den Anteil der einfach ungesättigten Ölsäure erhöht. Das macht es hitzebeständiger – aber dann kann ich doch gleich Olivenöl nehmen, welches die Ölsäure natürlicherweise in hoher Menge enthält.
4. Das beste Bratfett ist Kokosöl (nicht -fett!), dann kommt Olivenöl, dann Butter/Ghee.

MfG

Dr. Schmiedel

Autoimmunpankreatitis

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich habe einige interessante Artikel von ihnen gelesen über Bauchspeicheldrüse schwäche die in mein Krankheit Profil passen. Alles begann vor 12 Jahren auf der suche meiner Symptome die gerne als psychosomatisch erklärt wurden. Ich habe schon vieles ausprobiert, in vergleich vor 5 Jahren habe ich einige erfolge erreicht, aber verbunden mit vielen enormen kosten die ich mir nun nicht mehr leisten kann, weil ich auf Grund der Vielen Symptomen die mich schwächen meine Arbeit verloren habe und in Hartz IV gefallen bin. Ich wohne leider in der nähe von Siegen und bis Kassel ist es weit.
Meine Frage an Sie: gibt es Ärzte die sie mir empfehlen können die eine vernünftigen Diagnose stellen könnten und die in meiner nähen sich Befinden? Oder sonstige Empfehlung was ich tut könnte? Seit 2011 stellt mein behandelter Arzt fest das meine Lipase werte ständig hoch sind, mal 180, mal über 500 und sogar 1200. Aber auch die Amylase ist hoch. Erst meint mein Arzt es ist eine Pankreatitis, war 18 Monaten Krankgeschrieben für nix, Krankenkasse zahlt nicht mehr. Aber da ich keine Beschwerde habe ist es nun eine Pankreas schwäche. Ich habe Bioresonanz terapie gemacht die mir viel geholfen hat, kostet aber viel. Ich vertrag nicht gut Fructose, milcheiweis vertrage ich auch nicht immer, auch nicht Lactose frei, Sorbit auch nicht, mal kann ich etwas essen dann wieder nicht, es ist verrückt. Gluten vertrage ich etwas besser seit ich Bioresonanz gemacht habe. Seit Mai 2017 nehmen ich Heilerde in form von Flohsamen, zink und Calcium, und ein Probiotikum mit 31 verschiedene gute Bakterien, die mit sehr gut tun. Aber die Pankreas werte bleiben hoch nur wenn ich nix esse da hatte ich mal Lipase auf 48. Und trotzdem komme ich mit stress und druck nicht Klar. Es ist ein Rätzel.
Haben Sie für mich einige Tipps? Die Symptome sind viele und ich wolle Sie nicht überschütten. Sorry.

Ps. ich habe neulich herausgefunden das ich absolut mit Magnesiumsalze der Speisefettsäuren nicht Klar komme die sich leider in vielen Produkten befinden wie z.B. Sitobact Kapseln. Es hat eine negative Wirkung auf meine Psyche.

Ich möchte mich im voraus bedanken für die Zeit die sie sich für mich nehmen.

Mit Freundlichen Grüßen

Antwort:

Hohe Lipase und Amylase zeigen eine Pankreatitis an. Es gibt auch eine Autoimmunpankreatitis, die bei Ihnen vermutlich vorliegt. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann würde ich bei Ihnen Selen, Vitamin D und Omega-3 messen und dies optimal einstellen, damit die Entzündung zurückgeht. Auf jeden Fall müssen Fette und die Pankreaselastase im Stuhl gemessen werden, da eine Entzündung des Pankreas langfristig zu einer Pankreasschwäche führt. Dann müssen Enyzme genommen werden, damit die Nährstoffe, insbesondere die Fett wieder gut aufgenommen werden. Im Prinzip könnte das (zumindest der Stuhl) jeder Hausarzt auf Kasse messen – die meisten machen es aber nicht. Für die anderen Werte bräuchten Sie jemanden, der sich damit gut auskennt, aber das tun auch nur wenige.

Wenn Sie ein wenig Geld erübrigen können, dann kaufen Sie sich die Bücher „Alarm im Darm“ (dort ist die Pankreasinsuffizienz und viele andere Verdauungsstörungen erklärt) und „Omega-3 – Öl des Lebens“ (da ist alles wichtige zu Omega-3 erklärt). Dann werden Sie über vieles Bescheid wissen – besser als die meisten Ärzte.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Geschwächtes Immunsystem nach Infektion

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

gerne mache ich von Ihrem freundlichen Angebot, Ihnen Fragen stellen zu dürfen Gebrauch. Kurz zur Geschichte. Ich bin 40 Jahre alt, beruflich stark eingebunden, habe eine 3-jährige Tochter und einen sehr unterstützenden Ehemann. Im Oktober 2017 hat mich eine Coxsackie- Infektion im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Seither komme ich nicht mehr richtig auf die Beine, bin arbeitsunfähig und auch im Alltag kaum belastbar. Sobald eine gesteigerte mentale oder physische Belastung auftritt, kommt es zu einer massiven Zunahme meiner Symptomatik bestehend aus: Herzrasen, Blutdruckanstieg, Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit, Muskelbeschwerden. Initial waren auch Sehstörungen, Koordinationsstörungen, Gangstörungen dabei. Es wurde nach umfangreicher unauffälliger internistischer Diagnostik im Dezember 2017 die V.a. auf einen akuten Magnesiummangel / tetanischen Syndrom gestellt. Die Beschwerden sprechen alle auf Magnesium an und rezidiverem rasch bei einem entsprechenden Auslassversuch. Ich nehme derzeit ca. 1000mg diasporal direct p.o. Darunter kommt es aber dennoch immer wieder zu einer Zunahme der Symptome in Abhöngigkeit vom Aktivitätspensum. Ebenso ist eine Substitution des im Mangel befindlichen Vitamin-D mit einer massiven Verschlechterung der Symptomatik verbunden.

Meine Fragen:
– wie lange dauert aus Ihrer Erfahrung heraus die Substitution eines Mgnesium-Mangels bis zum Rückgang der Beschwerdren bzw. zur Arbeitsfähigkeit?
– sind diese Rückschläge normal? (Man liest sonst nur Erfolgsgeschichten)
– gibt es ggf. ein besser verträgliches Magnesium-Präparat?
– haben Sie weitere Ideen für dieses Setting?

Leider bekomme ich aus meinem ärztlichen Umfeld relativ wenige Antworten auf derartige Fragen. Die Verdachtsdiagnose habe ich letztlich auch selbst gestellt.

Herzlichen Dank und freundliche Grüße

Antwort:

Oftmals ist nach einem Infekt das Immunsystem hochreguliert und kommt nicht wieder zur Ruhe. Das kostet natürlich Energie. Ich messe in solchen Fällen immer:
Vitamin D
Selen
Zink
Ferritin (Eisenspeicher)
Fettsäure-Status
Hormonstatus (Schilddrüsenwert TSH im Blut, DHEA, Testosteron, Progesteron, Östrogen im Speichel)
ggf. ein Kortisol-Tagesprofil im Speichel
Alle Werte sollten natürlich optimiert werden. Vitmain D sollte bei 40-60 ng/ml liegen, der AA/EPA-Quotient in der Fettsäureanalyse bei ca. 2,5. Die Fettsäureanalyse können Sie selbst bei www.norsan.de durchführen lassen. Wenn Ihnen Ärzte bei der Diagnostik nicht weiterhelfen können, dann steht Ihnen natürlich auch der Weg zu mir in die Schweiz offen www.paramed.ch
Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel
Aortenklappensklerose

Lieber Herr Dr. Schmiedel,
danke für Ihren neuen Newsletter! Gibt es Möglichkeiten, eine Aortenklappensklerose möglichst lange im ersten Stadium zu halten? Auch wenn Lp(a) bei 204 statt 75 liegt? Ihre Hinweise zu Nahrungsergänzungen habe ich aufmerksam gelesen,.
Herzliche Grüße

Antwort:

Mir ist nicht bekannt, dass eine Aortenklappensklerose durch ein hohes Lp(a) verschlimmert werden kann. Eine Arteriosklerose der Gefäße kann aber leichter eintreten, wenn das Lp(a) hoch ist. Alle anderen Risikofaktoren wie Cholesterin, Blutdruck, Vitamin D oder Omega-3 sollten dann optimal eingestellt sein. In meinem Buch „Cholesterin – endlich Klartext“ finden Sie Hinweise zur natürlichen Optimierung von Cholesterin und Lp(a), in meinem Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“ finden Sie Hinweise zur Optimierung der Fettsäuren.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Positive Wirkung von Rotem Reis

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,
im Heft „Naturarzt“ 7/2016 habe ich Ihren Artikel über rotes Reismehl mit Interesse gelesen, da ich bereits ein Jahr lang ein Statin mit 20 mg Tagesdosis genommen hatte, das meinen LDL-Wert in dieser Zeit deutlich reduzierte. Danach habe ich auf Opticolin 10 mg umgestellt, was zusammen mit Omega-3-Fischöl eine weitere Verbesserung brachte.

Mein Hausarzt ist der Meinung, dass Opticolin für die Cholesterinabsenkung gut geeignet ist, aber zur Vermeidung der Ablösung von Ablagerungen – die bei mir an einer Halsschlagader leicht vorhanden sind – nichts beiträgt. Haben Sie zu diese Frage weitergehende Informationen?

Ich bedanke mich für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Roter Reis hat auch auf die kardialen Ereignisse dieselben klinischen Effekte. Hier die Studie dazu:

lJian-Jun Li et al.: Impact of Xuezhikang on coronary events in hypertensive patients with previous myocardial infarction from the China Coronary Secondary Prevention Study (CCSPS). Annals of Medicine Volume 42, Issue 3, 231-40, 2010
2704 Patienten mit Herzinfarkt, 4,5 Jahre
Koronare Ereignisse – 43 %
Herztod – 30 %
Gesamtmortalität – 35 %

Er soll sich die Studie besorgen und nachlesen. Wenn er Studien kennt, die anderes ergeben, soll er mir bitte die Quellen zugänglich machen, dann werde ich sie mir gern durchlesen. Roter Reis ist evidenzbasiert, was die Senkung des Cholesterins und die Vermeidung klinischer Ereignisse angeht. Wer etwas anderes behauptet, soll mir die wissenschaftlichen Quellen nennen oder schamvoll schweigen. Si tacuisset, philosophus manuisset.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Gemeinsame Einnahme von Heilerde und Tyroxyn

Ich habe eine Frage… Ich nehme nach einer Schilddrüsen OP regelmäßig LTyroxyn… kann ich trotzdem zusätzlich Heilerde Granulat nehmen?.. da ich zusätzlich unter Reflux leide..
Liebe Grüße

Antwort:

Ja, man kann auch Heilerde nehmen, wenn man Thyroxin nimmt – aber auf keinen Fall zusammen, da die Aufnahme des Schilddrüsenhormons durch die Heilerde beeinträchtigt sein könnte. Man sollte die Heilerde frühestens zwei Stunden nach dem Thyroxin einnehmen.

MfG

Omega-3 Gehalt von Zucht-Lachs

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich habe Ihr Grundlagen-Webinar vom 24.1.18 von Norsan gehört und fand Ihre Ausführungen sehr schlüssig und nachvollziehbar. Insbesondere der Einfluss der hohen Omega-6-Mengen war mir so nicht klar vorher. Omega-3 in der 2.000 mg Dosierung empfehle ich mittlerweile bei vielen Ernährungsumstellungen – nicht nur bei den Entzündungserkrankungen mit den hohen CRP-Werten.

Kennen Sie Werte von Zucht-Lachs? Wir haben hier auf dem platten Land um die Ecke einen Bauernhof, der Lachs züchtet und verkauft.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Zucht-Lachs ist meistens nicht zu empfehlen, da oft billige Getreidesorten oder Soja verfüttert werden – und dann haben wir auch nicht so viel Omega-3 drin wie im Wildlachs. Wenn die Lachse mit Fischen gefüttert werden, könnte der Omega-3-Geahlt hoch geung sein, aber dann bräuchte man viele Kilogramm Fische für die Produktion eines Kilogramm Lachs. Neben der Quantität ist auch die Qualität zu berücksichtigen. Es müsste qualitativ hochwertige Fischfutter, das meiste reicht jedoch streng nach Fisch, weil es bereits ranzig geworden ist. Wenn die Lachs wirklich sehr gut geüfttert werden, müssten sie einen immens hohen Preis haben.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Immunglobulin Schwäche

Hallo Herr Schmiedel,

Ich wollte Sie einmal um kollegialen Rat fragen.
In letzter Zeit bin ich sehr infektanfällig und habe
daraufhin mein Blut untersuchen lassen, wo unteranderem
ein mittelschwere Immunglobulin Schwäche (Ig G, Normwerte 11 – 18, Istwert 9,3) festgestellt wurde.
Meine Grunderkrankung ist eine Borreliose, Hashimoto-Thyreoiditis
und ich vermute eine chronischen Impfschaden.
Seit Jahren nehme ich Nahrungsergänzungsmittel gegen die „silent inflammation“, bemerkte aber in den letzten Monaten aufgrund meiner Patientenkontakte einen Anstieg meiner Infektanfälligkeit.

Gibt es naturheilkundliche Lösungsansätze den Immungobulinmangel entgegenzuwirken?
Hätten Sie eine Idee, wie man solch einen Zustand am besten
therapiert?

Liebe Grüße

Antwort:

Mit Immunglobulinen kenne ich mich nicht so gut aus. Ist so ein leichter Mangel schon eine Indikation für eine Therapie mit Immunglobulinen? Aber mit den für das Immunsystem wichtigen Nährstoffen kenne ich mich ein wenig aus. Bei Immunschwäche untersuche ich immer Vitamin D (40-60 ng/ml bzw. 100-150 nmol/l anstreben), Zink (guten, mittleren Normbereich anstreben) und Selen (Wert an der oberen Normgrenze anstreben). Darunter beobachte ich oft viel weniger Infekte. Ggf. auch einmal eine Darmuntersuchung, wie sind ide Immunglobuline sIgA im Darm. Wenn das niedrig ist, könnte man das mirkobiologisch stimulieren. Friert jemand leicht, dann reichlich Ingwerwasser trinken. Das isn auf die Schnelle meine wichtigsten Tipps.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Leinsamen- oder Fischöl zur Krebsbehandlung?

In der Dezember Ausgabe von ‘Naturarzt’ las ich den Artikel “Mit Omega-3 gegen Krebs” und kann dieser Aussage nur von ganzem Herzen zustimmen. Absolut unakzeptabel ist fuer mich allerdings die Behauptung, dass nur Omega-3 aus Fischoel wirksam sei, waehrend er Omega-3 aus Leinsamenoel als unwirksam erklaert. Auch wenn der Autor behauptet sich intensive ueber die Wirkung beider Oele informiert zu haben, so kann ich das nicht akzeptieren. Mir draengt sich also die Frage auf ‘cui bono?’ von diesem Artikel.

Als, im Januar 2015, bei mir bei, PSA 339, Prostatakrebs diagnostiziert wurde, habe ich mich sofort ueber alternative Therapien informiert, da ich die ueblichen drei Standardtherapien total ablehnte, zur grossen Ueberraeschung meines Urologen. Von den vielen Alternativen waehlte ich die ‘Budwig Diaet’, da diese Therapie mich ueberzeugte und die Behandlung einfach, Kosten guenstig und ohne jegliche Nebenwirkungen ist. Die Grundlage der ‘Budwig Diaet’ sind Quark und Leinsamenoel. Ich habe das noch ergaenzt mit etwas ZEOFIT (clinoptilolite) Curcumin, Selen und Vit. D3.

Mein Tumor hatte die Groesse von ueber 70ccm und war bereits leicht metastasiert. Nach 18 Monaten war der Tumor komplett verschwunden. Dies Ergebnis wurde im Dezember 2017 von Prof. Ulf Tunn, Offenbach, per Sonographie wieder bestaetigt. Einzelheiten meines Falles koennen Sie der beigefuegten Praesentation entnehmen.

Wenn Ihr Autor behauptet sich intensiv auch ueber Leinsamenoel gegen Krebs informiert zu haben, so kann ich mich nur wundern, um es milde zu sagen, dass er nichts ueber das Werk von Frau Dr. Johanna Budwig gefunden hat. Sie hat mit ihrer Diaet hunderte von Endstation Krebspatienten geheilt und war 7 Mal fuer den Nobelpreis vorgeschlagen. ‘Big Pharma’, mit seinem Prinzip “Profit before People”, hat es wohl verstanden die verdiente Verleihung zu verhindern.

Wenn Sie Krebspatienten wirklich helfen wollen, koennen Sie meinen Fall gerne publizieren. Dies ganz besonders, um richtig zu stellen, dass die Wissenschaft “vehement gegen die irrsinnige Auffassung” von der Wirksamkeit von Leinsamenoel sei. Einzelheiten dieser wissenschaftlichen Auffassung, die Ihr Autor gefunden hat, wuerden mich sehr interessieren.

Mit den besten Wuenschen und freundlichen Gruessen

Liebe Grüße

Antwort:

Vielen Dank für Ihren kritischen Leserbrief, der es mir ermöglicht, einiges noch einmal ganz klar zu stellen. Zunächst einmal: Ich liebe Leinöl und halte es für ein sehr wertvolles Öl. Ich schätze Frau Budwig sehr als geniale Vorreiterin für die Sache der Omega-3-Fettsäuren. Inzwischen ist aber ein halbes Jahrhundert vergangen und ich wundere mich sehr, dass viele Budwig-Anhänger immer noch nicht die modernen Fakten zu Omega-3-Fettsäuren zur Kenntnis nehmen wollen.
Es sind seit den ersten Empfehlungen von Frau Budwig über 3000 Studien zu Omega-3-Fettsäuren veröffentlicht worden, davon viele zu Krebs. Eine Übersicht über einige wichtige Studien finden Sie auf meiner Homepage:
Sehr gerne hätte ich auch positive Studien zu Leinöl und Krebs dort dargestellt, aber ich habe beim besten Willen keine gefunden – und ich weiß wirklich, wie ich danach suchen muss. Die einzige Studie zu ALA und Krebs, die mir bekannt ist, war diese:
Chavarro JE, Stampfer MJ, Li H, Campos H, Kurth T, Ma J. A prospective study of polyunsaturated fatty acid levels in blood and prostate cancer risk. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2007; 16(7): 1364–70
Hier wurden Blutproben von 14.196 Männern gesammelt. Innerhalb von 13 Jahren sind 476 Prostatakrebsfälle aufgetreten. Deren Blutproben wurden mit denen von gesunden Kontrollpersonen verglichen. Dabei konnte errechnet werden, dass sich das Risiko für einen Prostatakrebs um 43 % reduziert (also nahrzu halbiert), wenn eine gute Versorgung mit der Omega-3-Fettsäure EPA aus Fischen vorlag. Hier wurde auch die Omega-3-Fettsäure ALA aus Leinöl in die Berechnung einbezogen, die aber leider keinerlei Schutz vor Prostatakrebs bot.
So, nun ich habe ich Ihrer Aufforderung zum wissenschaftlichen Nachweis genüge getan. Nun fordere ich alle Anhänger von ALA aus Leinöl oder zum Nutzen der Budwig-Diät bei Krebs freundlich auf, doch auch wissenschaftliches Erkenntnismaterial zur Verfügung zu stellen – oder stille zu schweigen.
Ich bin überhaupt kein Gegner der Budwig-Diät. Ich würde sie allerdings nur dann empfehlen, wenn sich im Blut TKTL-1 nachweisen lässt. Dann könnte sie vielleicht wirklich sinnvoll sein. Die Empfehlung der Budwig-Diät, Fisch zu meiden, halte ich allerdings hierbei für äußerst bedenklich. Von einer solchen Budwig-Diät rate ich strikt ab.
Im Leserbrief nehme ich eine gewisse Emotionalität, ja sogar eine latente Aggressivität, wahr. Deshalb sei es mir erlaubt, auch etwas emotionaler zu werden. Daran, dass ich ein überzeugter ganzheitlich arbeitender Naturheilarzt bin, dürfte wohl kein Zweifel bestehen. Aber ich würde mir wünschen, dass überzeugte Naturhelkundler doch endlich mal aus der Big-Pharma-Verschwörungstheorie-Schmoll-Ecke herauskommen. Wissenschaftliche Erkenntnisse können auf Dauer nicht unterdrückt werden. Leider wissen auch nur wenige naturheilkundlich Interessierte, dass allein die letzten drei Nobelpreise für Medizin für naturheilkundliche Forschung verliehen wurden: 2015 für den Nutzen der Pflanze Artemisia bei Malaria, 2016 für den Nachweis der Entschlackung von Zellen (es wurde allerdings Autophagolyse genannt) durch Fasten und 2017 für die Entdeckung von molekularen Mechanismen der biologischen, inneren Uhr. Warum hat Big-Pharma das nicht verhindern können?
Zum Abschluss möchte ich noch betonen, dass ich jedem, der einem Krebspatienten Leinöl empfiehlt, von Herzen zustimme. Wird aber nur Leinöl empfohlen, ohne gleichzeitig die maritimen Omega-3-Fettsäuren aus Fisch- oder Algenöl in einer Menge von mindestens 2 g (entspricht einem Esslöffel Fischöl oder einem Teelöffel Algenöl) in guter Qualität zu geben, so wird diesem Krebspatienten nach den oben dargestellten Erkenntnis Schaden zugefügt – und das halte ich schlichtweg für unverantwortlich.
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem persönlichen Behandlungserfolg und würde mich freuen, wenn Sie die vielen positiven Erkenntnisse zu den maritimen Omega-3-Fettsäuren vorurteilsfrei prüfen könnten,
Dr. Volker Schmiedel
Herzrythmusstörungen

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

ich habe seit ca 1,5 Jahren Probleme mit starken Extrasystolen, sowie einem höheren und oft stark schwankendem Puls.Diese wurden bereits kardiologisch abgeklärt, mein Herz ist organisch gesund. Eine zusätzliche AV-Knoten-Reentry Tachykardie wurde Ende November 2017 abladiert, leider muss die Ablation jedoch infolge von bislang 4 Rezidiven wohl wiederholt werden. Mein Kardiologe empfiehlt mir zur symptomatischen Behandlung meiner Puls- bzw. Herzrhytmusprobleme lediglich die regelmäßige Einnahme von Bisoprolol 2,5 mg, was ich infolge eines komplett normalen, gelegentlich eher zu niedrigen Blutdrucks und der Tatsache, dass ich erst 42 Jahre alt bin, jedoch ablehne. Ich bin mittlerweile sehr verzweifelt, experimentiere selbst mit Magnesium, Kaliumpräparaten, aber bei Tromcardin beispielsweise habe ich eher das Gefühl einer Verstärkung meiner Symptomatik. Mein Ferretinwert ist sehr niedrig (ca 10-16 in den verschiedenen Laborauswertungen der vergangenen Jahre), die meisten Eisenpräparate vertrage ich leider nicht (mir wurde jetzt vor kurzen Eisenchelat empfohlen, was ich mir nun bestelle habe) mein Magnesiumwert zuletzt bei ca 0,8 und der Kaliumwert bei 3.6/3,7, aber auch schon erniedrigt bei nur 3,4. Am besten vertragen habe ich die Neukönigsförderer Mineralien, die ich 2017 ca 7-8 Monate regelmäßig eingenommen habe. Ich wäre Ihnen wirklich von Herzen dankbar, wenn Sie evtl Ernährungstipps (was ich besonders meiden oder besonders viel essen sollte) oder evtl andere Nahrungsergänzungsmittel Tipps für mich hätten. Ich wäre Ihnen wirklich für jeden einzelnen Tipp von Herzen dankbar. Mit sportlicher Betätigung habe ich seit Anfang Februar bekonnen (10 MInuten tägliches Crosstrainer Training).
Vielen herzlichen Dank bereits im voraus für das Lesen meiner sehr detaillierten Ausführungen
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Bei Herzrhythmusstörungen untersuche ich immer Magnesium und Kalium (aber im Vollblut, nicht im Serum), um den zellulären Gehalt zu optimieren. Besonders wichtig ist aber die Bestimmung der Fettsäureanalyse – und hier besonders der Omega-3-Index, also das Verhältnis der rhythmusstabilisierenden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA im zu allen Fettsäuren. Hier ist ein Index vn über 8 % anzustreben. Jeder Patient mit Rhythmusstörungen sollte diese Analysen durchführen lassen. Leider kennen sich nur wenige Ärzte (und noch weniger Kardiologen damit aus). Die Fettsäureanalyse kann man bei www.norsan.de selbst durchführen lassen. Für die anderen Bestimmungen müssen Sie sich jemanden suchen, der sich damit auskennt.
Wenn Sie niemanden finden, müssen Sie sich vielleicht einen Termin in der Paramed (www.paramed.ch) bei mir geben lassen. Eisen hat nichts mit dem Rhythmus zu tun, sollte aber wegen der Leistungsfähigkeit in einem guten Bereich liegen. Wenn oral keine Aufsättigung gelingt, muss man ggf. auch an Infusionen denken. Was ist die Ursache? Eisenarme, vielleicht vegetarische Ernährung? Eine Aufnahmestörung im Darm? Dann muss ggf. mit einer Stuhluntersuchung nach der Ursache gefahndet werden. Eine starke Regelblutung? Hier kann man mit bestimmten Heilpflanzen bzw. einer naturidentischen Hormontherapie nach einer subtilen Hormondiagnostik viel erreichen? Sie sehen, es gibt also viele Möglichkeiten, wenn man sich der Problematik differenziert und individualisiert annimmt.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Behandlung bei Erschöpfungsdepression

Guten Tag,

wegen einer generalisierten Angststörung und Erschöpfungsdepression, habe ich Mitte Januar Mitrazapin 15mg verordnet bekommen. nach 3 Wochen bekam ich Durchfall, Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, intensive Darmgeräusche. Nach 2 Wochen Megen-Darm-Symphtome habe ich die Tablette abgesetzt. Als Alternative habe ich vorgestern und gestern Abend, sowie heute morgen 50mg 5-htp eingenommen. Nun habe ich wieder die Darmprobleme mit sehr weichem Stuhl,mehrmals am morgen. Heißt es, dass ich 5htp auch nicht vertrage und mit der Einnahme aufhören soll?
Für meinen Eisenmangel bekam ich vor 4Wochen eine Ferritininfusion.
MfG

Antwort:

Serotonin hat viel mit dem Darm zu tun. Alles, was den Serotoninhaushalt beeinflusst, kann auch den Darm beeinflussen. Schulmedizinisch gibt es Medikamente für Reizdarm, die direkt an Serotoninrezeptoren angreifen.
Bei Angst, Depression und Erschöpfung untersuche ich wichtige Nährstoffe wie Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren und optimiere diese, siehe auch mein Artikel:
Serotonin kann man auch untersuchen – vielleicht hat der Depressive hier gar keinen Mangel, sondern benötigt etwas anderes. Auch pflanzliche Mittel wirken gut bei Ängsten und Depressionen, wenn sie eine gute Qualität und die richtige Quantität aufweisen. Bei Erschöpfung sind auch noch Hormone wie das Schilddrüsenhormon, Cortisol, DHEA und Progesteron wichtig.
Sie sehen also, man kann sehr viel machen. Suchen Sie sich bitte einen Therapeuten, der sich mit solchen Untersuchungen (und der richtigen Interpretation und den therapeutischen Konsequenzen!) gut auskennt. Wenn Sie niemanden finden, steht es Ihnen natürlich auch frei, mich einmal in der Schweiz in meiner Praxis zu besuchen:
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Volker Schmiedel

 

Small Bowel OverGrowth Syndrom

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel !
Ich weiß nicht ob sie sicher an mich erinnern können, es ist nun einige Jahr her das ich bei ihnen in der Habichtswaldklinik war. Sie haben damals bei mir einen Darmtest gemacht und eine mäßige Bauchspeicheldrüsenschwäche knapp über 200 diagnostiziert. Ich habe dann Nortase eingenommen und auch Kreon probiert,
der Stuhl blieb aber immer sehr wechselhaft bei mir. Ich habe damals noch Psychopharmaka Zyprexa genommen,
die ich jetzt schon seit nunmehr 3 Jahren vollständig abgesetzt habe. Meine Diversen Beschwerden haben sich seit
damals deutlich verbessert, nur mein Darm blieb immer wechselhaft. Reizdarmbeschwerden und auch Migräne. Nun hatte ich ziemlich viel Stress nach
einem Umzug und bekam einen Akuten Mandelabzess der sofort operiert wurde, ich bekam dann gleich ca.
4 Tage intravenös Antibiotika im Krankenhaus und noch die üblichen Nährstoffinfusionen mit Kalzium, Calium ect.
zu Hause dann noch 3 Tage Oral Antibiotika. Natürlich konnte ich auch nur Schonkost für 3Wochen essen d.h. nichts Scharfes keine Gewürze, Akohol ect.
Noch während der Einnahme der Antibiotika wurde mein Stuhl absolut perfekt.Ich hatte keinerlei Beschwerden
mehr obwohl ich sehr Fett mit viel Eiern,Butter,Milch, Käse und Hülsenfrüchte gegessen habe. Dieser Zustand hielt 3 Monate an, dann
hatte ich leider wieder einigen Stress zu bewältigen und mein Stuhlgang veränderte sich wieder so wie er vorher war. Mich hätte nun interessiert was das gewesen ist ? Ich habe versucht gleich zu essen aber so perfekt wie
er war wird es nicht mehr. Mein Hausarzt vermutet ein Over Growth Syndrom und würde ein spezielles Antibiotikum
für 4- 5 Tagen einsetzen. Was halten sie davon ?
Welchen Rat hätten sie noch für mich ?
Vielen Dank im Voraus !
MFG

Antwort:

Natürlich erinnere ich mich an Sie. Der Meinung Ihres Hausarztes schließe ich mich an: Wenn der Darm unter Antibiotika nicht schlechter wird (was meistens der Fall ist), sondern besser, liegt der Verdacht auf ein SBOG (Small Bowel OverGrowth Syndrom) oder Überwucherungssyndrom vor. Dabei dringen Bakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm vor, wo sie nicht hingehören. Eine Antibiose drängt diese Keime zurück und ist dann tatsächlich hilfreich – aber nur solange man das Antibiotikum nimmt. Wenige Tage nach Beendigung der Therapie kehrt aber der alte Zustand wieder ein.

Wir können aber die Folgen der überwuchernden Darmbakterien mildern. Diese konjugieren nämlich die Gallensäuren, die dann nicht rückrersorbiert werden können. Diese gehen dann verloren und stehen dem Körper nicht mehr zur Fettverdauung zur Verfügung. Man muss dann die Gallensäuren und die Fett im Stuhl bestimmen. Sind nur die Gallensäuren erhöht, müssen diese gebunden und neutralisiert werden. Sind auch die Fette erhöht, muss zusätzlich die Galle stimuliert werden.

Einzelheiten kann man in meinen Buch „Alarm im Darm“ bei Gallensäureverlustsyndrom nachlesen. Lassen Sie den Stuhl noch einmal entsprechend untersuchen. Wenn Sie niemanden finden, der Sie begleitet, sollten Sie vielleicht doch einmal den Weg in meine Praxis in die Schweiz finden. Die Bauchspeicheldrüse sollte im Stuhl natürlich auch noch einmal gemessen werden. Ist sie schlechter geworden, dann müsste die Therapie intensiviert werden, oder hat sie sich vielleicht sogar erholt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Psychische Erkrankung

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

als ehemalige Patienten in der Habichtswaldklinik und langjährige Leser Ihrer Newsletter wende ich mich heute mit der großen Bitte um einen Rat an Sie. Unser 25-jähriger Sohn macht uns große Sorgen und wir sind uns nicht sicher, ob er die richtige, umfassende Behandlung erhält.
Anfang Januar ist er nach einer manischen Nacht in eine Psychatrische Klinik eingeliefert worden. Dort wird das Hauptaugenmerk und die Behandlung auf die Medikamentöse Behandlung mit Neuroleptika gelegt. Anfangs mit viel zu hohen Dosen Haldol und Diazipan ohne Berücksichtigung der Ernährungsform unseres Sohnes, die Medikamente haben ihn regelrecht umgehauen. Unser Sohn war vom ca. 16.-19.Lebensjahr Veganer, danach und seitdem ist er Vegetarier, raucht und trinkt nicht, legt sehr viel Wert auf eine gesunde Ernährung und fährt ganzjährig ausschließlich Rad an seinem Studienort Freiburg. Auf unser Drängen wurden ihm kurzfristig Vitamin B12 1000er Ampullen gespritzt und ein Holo TC Test gemacht. Inzwischen wurden die Medikamente auf 2 mg Resperdal am Tag gesenkt, aber bei Blutuntersuchungen wird mehr Wert auf den Gehalt der Neuroleptika im Blut gelegt als auf wichtige Spurenelemente o.ä.
Der Chefarzt meinte, unser Sohn sei mit Vollgas durchs Leben gefahren, sprich er hat uns nie Sorgen gemacht, ist immer gerade seinen Weg durch Schule, Soziales Jahr und soziales Engagement, Studium mit Auslandsjahr, gesunde Lebensweise und Ernährungsform etc. gegangen, und nun sei aus der Kurve geflogen. Er müsse wieder auf Spur gebracht werden, damit er weiterfahren kann. Die Diagnose war lange unklar, jetzt vermutet man eine Akute Polymorphobe Psychose.
Nach 7 Wochen Klinikaufenthalt wird unser Sohn diese Woche wahrscheinlich entlassen und soll Psychologisch und Psychotherapeutisch ambulant versorgt werden. Wie gesagt, in der Klinik liegt der Schwerpunkt auf den Medikamenten. Unseres Erachtens werden viel zu wenig Therapiegespräche geführt und Therapien wie Sport etc. angeboten. Und der Mensch als Ganzes findet keine Berücksichtigung, auch Mängel in der Ernährung werden nicht weiter untersucht.
Daher bitten wir Sie um Ihren Rat – wie würden Sie bei Ihrem Sohn verfahren? Was könnte man übersehen haben? Was sollte man noch untersuchen?
Ihrer Antwort sehen wir mit großem Interesse entgegen

Antwort:

Vegane Ernährung ist leider nicht gesund, sondern eine krankmachende Mangelernährung, wenn nicht auf bestimmte Nährstoffe geachtet wird. Hat Ihr Sohn denn kein B12 genommen? Das machen immerhin die meisten Veganer. Aber auch Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Zink, Selen und Eisen gehören unbedingt untersucht. Ich würde diese Nährstoffe jetzt alle untersuchen und optimieren. Ich weiss nicht, ob es in freiburg Ärzte gibt, die sich damit – besonders mit Omega-3-Fettsäuren – gut auskennen. Im Zweifel kann er natürlich auch zu mir in die Schweiz kommen – Freiburg ist ja von Baar nicht so weit entfernt.
Die Vienna-Studie ergab, dass es allein bei guter Omega-3-Zufuhr mehr als 80 % weniger psychotische Schübe gibt – leider kennen nur die wenigsten Psychiater diese Studie. Ich betreue gerade selbst einen Patienten, der seit 20 Jahren Zwangsgedanken, Depressionen und Ängste hat. Er hatte auch zahlreiche Mangelzustände, besonders Omega-3-, Zink und Vitamin D. Zwei Wochen nach Beginn der Substitution verschwanden die Zwangsgedanken, die er trotz Einnahme seiner Medikamente immer noch hatte. Nach vier Wochen konnte er beginnen, seine Medikamten zu reduzieren.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3-Überdosierung gefährlich?

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,

Ich gerade gerade die Website des Jacobs Institut über Omega 3 bei Langzeitanwendung gelesen.

Ich fasse für mich relevante Passagen kurz zusammen:

Hier wird und anderem bei langjähriger O3I Einnahme in hohen Dosen (>1g) die Ernährungsempfehlung abgegeben „Weniger ist manchmal mehr“.

Bereits 2009 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor einer zu hohen Aufnahme von DHA und EPA, besonders durch angereicherte Lebensmittel und Supplemente.
• Erhöhung des LDL-Cholesterinspiegels ab 0,7 g DHA/EPA pro Tag
• Beeinträchtigung der angeborenen und erworbenen Immunabwehr bei älteren Menschen
• Mögliche Erhöhung der kardiovaskulären Mortalität bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen bei Langzeitanwendung
• Hinweise auf erhöhte Blutungsneigungen ab 1,5 g DHA/EPA pro Tag.

Desweiteren wird darauf hingewiesen das durch Rauchen und Überernährung die meisten freien Radikale freigesetzt werden, die Omega-3-Fettsäuren im Körper schädigen können.

Ich nehme seit 2 Jahren O3I davon seit ca. 12 Monaten Norsan Vegan und fühle mich durch etwas verunsichert. Ich habe den eindruck das es in Bezug auf Auswirkungen in Langzeitstudien relativ wenig gesicherte Informationen gibt.
Wie sicher sind die hier mehrfach propagierten 2g EPA/DHA täglich?

Könnten Sie hierzu eine „klärende“ Stellungnahme abgeben.

MfG

Antwort:

Die geschilderten Bedenken sind alle theoretische Befürchtungen von akademischen Sesselpupsern. Tut mir Leid, dass ich mich so drastisch ausdrücke, aber das sind meist Mediziner (nicht Ärzte, die Menschen behandeln), die in ihren Elfenbeintürmen wissenschaftliche Studien und Physiologielehrbücher wälzen, aber keine ieigenen praktische Erfahrungen in der Anwendung haben, geschweige denn bei Patienten die Spiegel messen, behandeln und dann kontrollieren.
Ja, Omega-3 wirkt thrombozytenaggregationshemmend, theoretisch sind da Blutungen möglich. Unter Aspirin und Omega-3 habe ich aber noch nie eine Blutung oder auch nur blaue Flecken gesehen – und ich frage meine Patienten danach.
Ja, die Entzündungsneigung wird gehemmt, theoretisch ist da eine eingeschränkte Immunabwehr möglich. Nicht aber, wenn ich mit meinem AA/EPA-Quotienten in einem physiologischen Bereich von etwa 2,5 bleibe, an den wir vermutlich seit jahrhundertausenden in der Evolutionsgeschichte adaptiert sein.
Was ich richtig gefährlich finde: Vor den angeblichen Gefahren einer potentiellen „Überdosierung“ mit Omega-3 wird gewarnt. Wo aber sind die Warnungen vor dem tatsächlich mehrheitlich zu beobachtenden Mangel. Aus Studien wissen wir, dass eine schlechte Omega-3-Versorgung zu einer Verdoppelung von Herztoden und Krebskrankheiten (und bei vielen anderen Krankheiten auch) führt. Wir müssen immer Risiko und Nutzen miteinander abwägen. Die Risiken der Nicht-Behandlung mit Omega-3 werte ich höher als die (theoretischen) Risiken einer vermeintlichen Überdosierung. Ich selbst gehe immer auf Nummer Sicher und messe bei meinen Patienten die Fettsäuren. Dann kann ich diese genau im krankheitsvermeidenden Bereich einstellen. Und das rate ich auch jedem anderen. Der AA/EPA-Quotient sollte bei 2,5 und der Omega-3-Index etwas über 8 liegen. In diesem Bereich sind nie Nebenwirkungen beobachtet worden. Und wer das behauptet, der möge sie mir bitte zeigen.
Nebenbei: Die leichte Erhöhung des LDL-Spiegels wird erwähnt. Warum aber nicht auch die Erhöhung die „guten“ HDL-Spiegels, die deutliche Senkung der Triglyceride, die leichte Blutdrucksenkung, die massive Verbesserung des Parasympathikus mit der Folge einer signifikanten Verbesserung der Herzratenvariablität – alles Schutzfaktoren für Herz und Gefäße? Warum suchen die Kritiker, die die Bevölkerung angeblich vor Gefahren schützen wollen, immer nur die Haare in der Fisch-Suppe? Das ist doch schon recht merkwürdig.
MfG – und nicht ins Bockshorn jagen lassen,
Dr. Volker Schmiedel
EPA- oder DHA-lastiges Öl bei Krankheiten?

Sehr geehrter Herr Dr.Schmiedel!
Ich möchte wissen, ob bei Depression Fischöl vorzuziehen ist – gegenüber Omega-3 vegan, jedenfalls berichten Sie immer über Fischöl bei der Dosierung = Depression=900 mg EPA/200 mg DHA. Fachkreise betonen mind. das Doppelte an EPA zu DHA. Die Vegan-Variante hat ein umgekehrtes Verhältnis 714:1176 DHA, Fischöl 1152:496 DHA! Wenn ich es richtig interpretiere, ist wohl nur Omega-3 Fischöl bei Depression angezeigt, oder??? Es git auch ein reines EPA-Produkt (Pharmepa RESTORE) auf dem Markt.
Wäre bei rheumatoider Arthritis ebenso Fischöl wegen EPA vorzuziehen? Falls ja, dann drängt sich die Frage auf, welche Wirkung (bei welchen Krankheiten) kann ich noch mit Omega-3 vegan erzielen?
Herzl. Dank, mfg

Antwort:

Ja, sowohl bei entzündlichen Krankheiten als auch bei Depressionen würde ich ein EPA-lastiges Öl wie Norsan total bevorzugen. Das heißt aber nicht, dass Norsan arktis oder Norsan vegan hier völlig unwirksam wären. Bevor jemand aus ideologischen oder ethischen Gründen gar nichts nimmt, ist das arktis oder vegan durchaus hilfreich. Das reine EPA-Produkt kenne ich nicht – aber hallo, das ist unnatürlich. Auch DHA, DPA und andere Fettsäuren sind wichtig. „Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich!“ sagte Prof. Kollath. Ein natürliches Fisch- Algenöl würde ich immer einem reinen EPA- oder DHA-Öl vorziehen.

Ein DHA-lastiges Öl wie arktis oder vegan würde ich empfehlen, wenn es primär um die Kognition geht, also etwa zur Behandlung von ADHS oder zur Vorbeugung von Demenz.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Polycythaemia Vera

Sehr geehrter Herr Schmiedel,
Ich bin 59 Jahre alt.
Aufmerksamkeit habe ich Ihr Buch Omega-3 Öl des Lebens gelesen und immer Ihre Berichte im Naturarzt.
Ihren Selbsttest habe ich gemacht Ergebnis 12:1 und 18:1.
In meinem Fall ist es so dass ich an Polycythaemia Vera erkrankt bin. ( alle 3 Monate Aderlass 1/2 Liter und 1x tgl. 500 mg Hydroxyurea (Syrea).
Syrea lt. meinem Onkologen weil meine Thrombos 2x hintereinander 600.000 – 612.000 mg, seit medikamenteneinahe zwischen 400.000 und 450.000, Einnahme seit 01.01. 2017.
Weitere Einschränkungen Cholesterin 230 -320 , Müdigkeit, antriebslos , Schwäche, Schlafprobleme, Schweißausbrüche, Asthma bronchiale, Langzeitzuckerwert 5,7- 6,1., zurzeit wieder starke Gastritis.
Es ist so, dass es nicht einfach für mich ist beim Arztbesuch .
Können Sie mir irgendwie weiterhelfen?

Antwort:

Eine kausale, naturheilkundliche Therapie bei Polycythaemia vera kenne ich nicht. Bei Erschöpfung würde ich alle dafür wichtigen Werte wie TSH, Q10, DHEA, Testosteron, Progesteron, Östradiol, Östriol (diese 5 Hormone im Speichel), Cortisol-Tagesprofil (auch im Speichel), Fettsäureanalyse (maritimes Omega-3 schützt vor Erschöpfung) messen und dann optimieren.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Multiple Sklerose

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
ich bin an MS (PPMS) erkrankt.
Im April 2016 (Diagnose der MS) betrug mein 25 – OH – D3 Spiegel 28 pg/ml. Ich habe ordentlich aufdosiert.
Im Januar 2018 wurde folgendes gemessen:
25 – OH – D3 62 pg/ml und 1,25 – OH – D3 110 pg/ml (oberster Referenzwert des Labors liegt bei 90 pg/ml. Also ist dieser Wert zu hoch.
Frage 1 : Muss ich mir daher Sorgen machen wegen einer ev. Immunsuppression (VDR – Blockade des Vitaminrezeptors)?
Frage 2 : Sollte ich noch höher gehen mit dem 25 – OH – D3, vielleicht auf 70 oder 80 pg/ml ? Geade wegen der MS?
Taglich nehme ich seit Monaten 6.000 i.E. Vitamin D3 ein. (auch Mg, Norsan Öl)
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Lassen Sie bitte nie mehr 1,25OH messen! Das macht nur Sinn bei Nierenschwäche. Sonst ist es nur verwirrend und bringt nichts. Der oft erwähnte Quotient aus 25 und 1,25 ist untauglich!
Man kann bei MS sogar noch viel, viel mehr geben (Coimbra-Protokoll), aber dafür brauchen Sie jemand, der in Coimbra gut ausgebildet ist. Unbedingt wichtiv sind aber auch Selen und vor allem eine Fetsäureanalayse (z.B. bei www.norsan.de). Wenn der AA/EPA-Quotient unter 2,5 kommt, hat man eine gute Chance, die Entzündugn zu bremsen.
Viel Erfolg,
Dr. Schmiedel
P.S.: Ich behandle in meiner Praxis auch Patienten nach Coimbrau und auch deutsche Patienten (GKV bezahlt aber nicht): www.paramed.ch
Omega-3 bei Gerinnungsstörung

Sehr geehrter Doktor Schmiedel,

darf man Omega 3 bei Willebrand Faktor 1 (Gerinnungsstörung) einnehmen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort. Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Beim Willebrand-Jürgens-Syndrom liegt ein Mangel am Wilebrandfaktor vor, der für die Blutgerinnung benötigt wird. Daher kommt es zu einer erhöhten Blutungsneigung. Die Omega-3-Fettsäuren setzen an der Thrombozytenaggregationshemmung an. Sie können daher theoretisch die Blutungsneigung verstärken. Wenn eine wirklich Indikation für Omega-3 besteht, würde ich mit höchstens einem halben TL anfangen und schauen, ob es zu mehr blauen Flecken oder Bluten kommt. Wenn nichts passiert, kann man evtl. vorsichtig speichern.
Im Zweifel sollte man den Hänatologen fragen (ich habe keine praktischen Erfahrung mit dieser Krankheit, daher sind alle meine Aussagen hierzu unter Vorbehalt, ich kann keine Verantwortung dafür übernehmen, da ich weder die genauen Befunde noch die Anamnese kenne). Wenn er strikt vor der Einnahme von ASS warnt, dann wäre ich bei Omega-3 auch zurückhaltend. Wenn er bei der Einnahme von ASS keine Bedenken hat, kann man auch Omega-3 nehmen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Nährstoffe bei biologischen Herzklappen

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel,
habe im Nov. 17 eine biologische Herzklappe wegen einer Myocarditis bekommen. Wurde nach in der Reha auf Procoralan 5mg 2×1, Ramipril ISIS 1×1 eingestellt.
Meine Frage: Kann ich OPC, Vitamin D, Omega 3 sowie Q10 dazu nehmen?
Vielen Dank und freundliche Grüße

Antwort:

OPC verschreibe ich nicht, da bisher kein erkennbarer Nutzen belegt wurde. Vitamin D sollte wie bei jedem Menschen optimal eingestellt werden (Spiegel 100-150 nmol/l). Q10 würde ich nehmen, wenn ein Mangel nachgewiesen wurde oder wenn eine eingeschränkte Herzmuskelleistung besteht – dann solte der Q10-Spiegel auf das 2-3fache des oberen Normspiegels eingestellt werden. Wenn man kein die Gerinnung beeinflussendes Medikament nimmt, dann sollte Omega-3 wie bei jedem Menschen optimal sein. Bei Herzkrankheiten empfehle ich einen Omega-3-Index von über 8, besser über 10 %. Eine Fettsäureanalyse kann man bei www.norsan.de durchführen lassen. Alle anderen Untersuchungen kann der Hausarzt durchfühen – von Ausnahmen abgesehen muss man aber dafür bezahlen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Immunsystem stärken

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

nicht nur in der aktuellen Erkältungs-/Grippezeit wird man von allen Seiten animiert, sein Immunsystem zu stärken, was ja zunächst auch einleuchtet. Ich versuche es neben Sport und gesunder Ernährung vorbeugend mit Knoblauch, Ingwer, Cystustee, Algen etc., bei einer Erkältung mit Tragant, Echinacea, Contramutan, Meerrettich etc. Die Liste der Möglichkeiten ist ja sehr lang. Aber kann man denn bedenkenlos das Immunsystem befeuern oder besteht die Gefahr, dadurch eine Autoimmunkrankheit auszulösen? Oder ist das bei diesen „Hausmitteln“ nicht zu befürchten?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Ein funktionierendes Immunsystem wird man durch immunstimulierende Maßnahmen nicht in die Autoimmunkrankheit treiben können – jedenfalls ist mir diesbezüglich nichts bekannt. Bei eingetretener Autoimmunkrankheit wird allerdings von Echinacea abgeraten. Bei Ingwer, Knoblauch oder Meerrettich bestehen diese bedenken nicht, da es sich ja um „natürliche Antibiotika“ und nicht um Immunstimulantien handelt. Wenn man präventiv vor Autoimmunkrankheiten geschützt sein will, sollten Vitamin D und Omega-3 optimal sein, d.h. Vitamin D ca. 15 nmol/l und AA/EPA-Quotient bei ca. 2,5. Damit wird das Immunsystem moduliert, d.h. ein schwaches wird gestützt, ein überschießendes wird wieder herunterreguliert. Ohne Messung, die ich allerdings sehr ans Herz lege, empfehle ich 4000 IE Vitamin D und ein EL Fischöl.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Herzrhytmusstörungen

Guten Morgen Herr Dr. Schmiedel,

ich leide unter gutartigen Herzrhytmusstörungen in Form von zahlreichen sog. Extrasystolen, die mein Leben sehr belasten. Die tägliche EInnahme von Betablockern lehne ich jedoch ab. Welche konkreten Laborwerte, Untersuchungen bzw. Ernährungsempfehlungen würden Sie bei den vorgenannten Beschwerden bei Ihnen Patienten veranlassen?Praktizieren Sie ausschließlich in der Schweiz?Für Ihre Hilfe bedanke ich mich bereits im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Ja, ich praktiziere nur in der Schweiz. Bei Herzrhythmusstörungen würde ich eine Fettsäureanalyse sowie Kalium und Magnesium im Vollblut messen lassen. Die Fettsäureanalyse können Sie bei www.norsan.de machen lassen. Es sollte ein Omega-3-Index von über 8, besser über 10 % angestrebt werden. Vollblutanalyse können Sie Ihren Arzt fragen, ob er das kennt (wahrscheinlich nicht). Er sollte schauen, ob sein Labor das macht (auch eher nicht, könnte aber sein). Ansonsten müssten Sie jemanden suchen, der das kann oder doch zu mir in die Schweiz kommen. Magnesium kann man aber so ausprobieren. Selbst wenn der Spiegel normal ist, würde ich Rhtyhmusstörungen immer schauen, ob es mit Magnesium nicht doch besser wird. Man sollte dann versuchsweise 300 mg Magnesium vor dem zu Bett gehen einnehmen. Omega-3-Ondex würde ich auf jeden Fall nach 3 Monaten nachmesse, ob der optimale Index erreicht wurde. In vielen Fällen wird es unter Magnesium, Fischöl (und Kalium, wenn es im Mangel war) deutlich besser. Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel
Nebenwirkungen bei Omega-3-Einnahme

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

nicht zum ersten Mal lese ich etwas zu den Nebenwirkungen bzw. Folgewirkungen bei Einnahme von Omega – 3 – Festtsäuren .

Ich nehme schon lange Zeit das Öll von Norsan ein (täglich 1 Esslöffel).

Besonders bezüglich der Beeinflussung des Immunsystems bin ich etwas verunsichert. Gerade in der Grippe – und Erkältungszeit wäre das kein erwünschter Nebeneffekt der Einnahme.

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=r082t4c5epq810ni2d2bl4l3p5&subnav=-1&activeMenuNr=6&activePicName=Impressum&menuSet=1&maincatid=172&subcatid=458&mode=showarticle&artid=1356&arttitle=Sicherheitsbewertung&

Vielen Dank für Ihre Antwort und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Antwort:

Sorry, da kann ich nur lachen. In diesem Link werden Studien angeführt mit einer Omega-3-Zufuhr von 6,5 g, das sind mehr als 3 EL Fischöl. Das ist weder geschmacklich noch von der Fettmenge her tolerierbar. Es werden Nebenwirkungen wie Fischgeschmack und Aufstoßen angeführt. Beides habe ich, wenn ich verdorbenenes Fischöl zu mir nehme – was leider in den meisten Kapseln enthalten ist. Bei einem guten Fischöl, welches ich empfehle, ist das nie der Fall. Immerhin sieht die EFSA eine Menge von 3 g pro Tag als absolut unbedenklich an. Das sind 1 1/2 EL. Ich setze meist 1 EL ein. In Ausnahmefällen auch mal 1 1/2 oder 2 EL, aber dann habe ich immer die Werte vorher und nachher kontrolliert und mache ein Labormonitoring, dass ich wirklich die optimalen Bereiche erziele (AA/EPA etwa 2,5, Omega-3-Index 8 %). In den meisten Studien hat man einfach eine vorher festgelegte Menge gegeben und keine individuelle ermittelte Optimaldosis gegeben. Was glauben Sie, was Ihnen besser passt: Der Anzug von der Stange oder der Maßanzug?

Mit einer indikationsbezogen und individuell ermittelten Optimaldosis habe ich noch bedenkliche Nebenwirkungen gesehen – aber viele Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, MS, Rheuma, Neurodermitis, Psoriasis, die jahrelang zu unermesslichem Leid bei den betroffenen Patienten geführt hat, deutlich gebessert oder sogar vollständig geheilt. Und da wollen Sie sich von akademischen Sesselpupsern, die niemals Patienten behandeln, sondern nur wissenschaftliche Studien am Schreibtisch analysieren, ins Bockshorn jagen lassen? Wem vertrauen Sie mehr?

MfG

Dr. Volker Schmiedel

 

Kohlenhydratlastige Ernährung bei Kindern

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

Ich bin 38 Jahre alt, Mutter zweier Kinder, 4 und 2 Jahre alt, hatte während beider Schwangerschaften einen Gestationsdiabetes. Ich bin normgewichtig (BMI ca22) und treibe regelmäßig Sport (Laufen, Radfahrern). Während der Schwangerschaften waren lediglich BZTPs nötig, die Werte waren stets gut und unter Kontrolle beim diabetologischen Kollegen. Leider esse ich sehr gern süß und habe nun, zweieinhalb Jahre nach der Schwangerschaft eine pathologische Nüchternglucose von 105. Das hat mich zum Leberfasten geführt. Meine wirkliche Sorge ist jedoch mein Sohn, er ist 4. Er isst fast nur Süßes, gern verzichtet er auf “normale” Speisen. Übergewichtig ist er nicht, aber das Spektrum der Nahrungsmittel verengt sich immer mehr und er isst hauptsächlich Kohlenhydratlastige Nahrungsmittel. Bei uns wird fast täglich frisch gekocht, wir essen viel Obst und Gemüse. Nun meine Frage. Gibt es ein Ernährungsprogramm für Kinder? Ist Ihnen Literatur hierzu bekannt?
Vielen Dank im Voraus,
Herzliche Grüße

Antwort:

Wieso hatten Sie einen Gestationsdiabetes, wenn die BZTPs doch normal waren? Das verstehe ich nicht. Einen Nüchern-BZ von 105 finde ich überhaupt nicht pathologisch. Ich sehe oft Patienten, die BZ nüchtern von 120 haben, postprandiale Werte und HbA1c sind aber völlig normal. In fraglichen Fällen lasse ich immer den HbA1c und den HOMA-Index bestimmen. Das sind die wichtigsten Werte für Diabetes und Insulinresistenz. Der Nüchtern-BZ ist der unwichtigste Wert überhaupt – wird aber leider ständig gemessen.

Haben Sie noch Schlaftstörungen und Neigung zu Depressivität? Dann liegt vielleicht ein Serotoninmabgel vor, der leicht zu behandeln. Siehe meinen Newsletter zu Serotonin.

Wenn Kinder sich kohlenhydratreich ernähren, aber gleichzeitig viel Gemüse essen und sich viel bewegen, sehe ichdas nicht als bedenklich an. Spezielle Ernährungsprogramme für Kinder kenne ich nicht.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Magnesium

Hallo Herr Dr. Schmiedel,

könnten Sie mir welche Magnesium am besten zu kaufen?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort:

Magnesium sollte man nehmen, wenn es Anzeichen für einen Mangel gibt (z.B. Wadenkrämpfe). Bei Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen oder Asthma kann es auch sinnvoll sein, aber da messe ich es vorher immer. Je nach Krankheit, Mangel udn Darmverträglichkeit muss dann individuell die richtige Dosis festgelegt. Es ist also nicht einfach so: Magnesium ist gut, jetzt nehmen wir einfach mal eines.

Gute Präparate sind Magnesium Verla oder Magnesium Diasporal. Hier gibt es aber auch Tabletten, Lutschtabletten oder Granulate zum Auflösen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Fettsäuren in Avocados

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
durch den Online-Kongress – toller Vortrag – bin ich noch stärker auf Omega 3 aufmerksam geworden. lese u.a. Ihr Buch „Omega-3“ und bin dabei die Omega-3 Fettsäure-Analyse zu machen. Danke für die Anregungen.
Meine Frage: Ich esse sehr gerne Avocados. Manche lehnen diese Frucht ab, weil das Verhältnis 3 zu 6 sehr ungünstig sein soll.
Was raten Sie mir. Vielen Dank für Ihre Antwort im voraus.
Ganz liebe Grüße

Antwort:

Avocado enthält hauptsächlich Omega-9 und wenig Omega-6 und noch weniger Omega-3. Der schlechte Quotient spielt wegen der niedrigen absoluten Dosis keine Rolle. Wenn Sie also ab und zu mal Avocado essen, ist das fettsäuremäßig kein Problem – wichtig ist, dass Sie gleichzeitig genügend Omega-3 zuführen.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Fettsäuren in Kürbiskernöl

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
nachdem ich im „ganzen Internet“ so gut wie Nichts finde und auch in ihren bisherigen Vorträgen und sonst. Veröffentlichungen – meine Frage:
Kürbiskernöl und speziell das auch bei uns ziemlich als „gesund“ und weit verbreitete Steyrische Kürbiskernöl, wie ist dies einzuordnen, betreffend die ganzen Kriterien wie Omega-x, gesättigt, ungesättigt, hitzebeständig, usw.
Über eine Inf. hierüber wäre nicht nur ich ihnen sehr dankbar.

Viele Grüße und vielen Dank im Voraus

Antwort:

Kürbiskernöl hat ein Omega-6/3-Verhältnis von ca. 100:1, ist also als sehr ungünstig zu bezeichnen. Wenn ich mir eine Kürbissuppe zubereite, verwende ich auch ein wenig Kürbiskernöl aus Geschmacksgründen. Große Mengen sollten wir hingegen nicht verwenden.

MfG,

Dr. Volker Schmiedel

Gallensäureverlustsyndrom

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel!
Bei mir wurde Gallensäureverlustsyndrom diagnostiziert. Ich habe Durchfall, meistens morgens nach dem Aufstehen. Versuche es mit Flohsamen in EinGriff zu bekommen, vergesse manchmal die Einnahme. Das vom Arzt verordnete Mittel verursacht bei mir Widerwillen. Helfen Artischockenpräparate oder gibt es noch etwas Anderes?Was passiert, wenn ich gar nichts einnehme, ausser Durchfall natürlich. Calprotectinrin ist auch erhöht, man spricht von RDS.Cholesterin
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen!
Freundlichen Gruß

Antwort:

Bei einem Gallensäurenverlustsyndrom ist die Aufnahme von Gallensäuren im Endteil des Dünndarms gestört ist. Calprotectin ist ein Entzündungsmarker. Dieser kann durch die Reizung der Darmschleimhaut durch die Gallensäuren erhöht sein, es kann aber auch eine eigenständige Darmentzündung vorliegen. Beides sind aber organische Erkrankungen. Der Reizdarm ist eine psychosomatische Erkrankung. Ein Reizdarm liegt jedoch nur vor, wenn alle organischen Störungen ausgeschlossen wurden (bei Ihnen hat man hingegen welche nachgewiesen). Es sei denn, man hat „Läuse und Flöhe“, also zusätzlich zu den organischen Störungen liegt eben auch noch ein Reizdarm vor. Das merkt man aber daran, dass psychische Probleme/Konflikte/Stress im wahrsten Sinne des Wortes auf den Darm schlagen. Ist das nicht der Fall, dann haben Sie auch keinen Reizdarm. Nach meinen Schätzungen haben 80-90 % der (angeblichen) Reozdarmpatienten keinen Reizdarm – es ist nach meiner Meinung die häufigste Fehldiagnose in Deutschland überhaupt.
Näheres zu allen Darmstörungen können Sie in meinem Buch „Alarm im Darm“ nachlesen. Flohsamen kann bei Gallensäureverlust helfen, wenn man es nach jeder Mahlzeit einnimmt und der Wert auch nicht zu hoch ist. Wenn Sie niemanden finden, der Ihnen gut weiterhilft, können Sie sich gern in meiner Praxis www.paramed.ch anmelden (Achtung: derzeit mind. 5 Wochen Wartezeit).
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Regelschmerzen

Meine Enkelin hat immer wieder unterleibsschmerzen wenn sie ihre Monatsblutung bekommt. Zuhause trinkt sie Schafgarbentee der ihr auch hilft. Unterwegs ist das schwierig. Jetzt hatte sie sich Schmerztabletten Ibuphen gekauft was mich natürlich beunruhigt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine Hilfe aus der Naturheilkunde nennen würden. Manchmal kommen ihre Blutungen auch unregelmässig.
Vielen Dank im Voraus

Antwort:

Von der Phytotherapie her würde ein Tee aus Alchemilla vulgaris (Frauenmantel) besser passen. Ibuprofen ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Das wichtigste entzündungshemmende Mittel in der Naturheilkunde sind die maritimen Omega-3-Fettsäuren. Bei regelmäßiger Einnahme von 2 g (= 1 EL Fischöl) können die Regelschmerzen milder werden. Eine weitere Ursache von Regelschmerzen kann Magnesiummangel sein. Wenn die Schmerzen sehr krampfhaft sind und vielleicht auch manchmal Wadenkrämpfe auftreten, sollte Magnesium in einer Dosis von 300 mg täglich genommen werden. Sollte das nicht ausreichen, kann die Dosis gesteigert werden, bis der Stuhl etwas weicher wird. Bei Auftreten von Durchfall sollte auf die zuletzt verträgliche Dosis reduziert werden. Eine weitere Ursache kann ein Progesteronmangel sein. Sollten weitere Symptome wie die prämenstruellen Beschwerden dicke Beine, gespannte Brüste, Schlafstörungen, Blähungen, Hunger, Gereiztheit, Depressivität, Kopfschmerzen vorliegen (es muss nicht alles sein), dann sollte mit einer Hormonuntersuchung auf Östrogen und Progesteron am 21. Zyklustag im Speichel nach einem Ungleichgewicht gefahndet und dieses ggf. mit naturidentischen Hormonen beseitigt werden. Leider kennen sich damit die meisten Gynäkologen und Endokrinologen (obwohl das deren Fachgebiet wäre) überhaupt nicht aus. Wenn man bzw. frau hier gut betreut werden möchte, muss sie sich einen Arzt suchen, der sich mit naturidentischer Hormontherapie gut auskennt.

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Keine Nahrungsergänzung als Vegetarier/Veganer

Hallo,
durch Zufalll bin ich auf Ihre Websiete gefunden, gerade weil ich über Fischkonsum gegoogelt habe,
Sie raten wenig Fisch, da er belastet ist. Ich habe seit einen halben Jahr auf vegetarisch umgestellt , habe aber ab und an noch Fisch gegessen. Jetzt lese ich Fisch ist belastet und soll trotzdem Fisch essen oder eklige Kapseln zu mir nehmen, wegen Omega 3 , für mich ein Widerspruch.
Ich kenne viele Veganer und Vegetarier , die ohne tierisches Omega 3 auskommen und gesund sind.
Dr. Ellsworth Wareham ist so alt geworden als Veganer und Kardiologe, was sagen Sie dazu?

Antwort:

Warum nennen Sie Fischölkapseln eklig? Wenn Sie schon einmal Fischölkapseln genommen haben sollten, die tatsächlich eklig waren, dann haben Sie ranzig gewordene erwischt. Würden Sie alle Äpfel als eklig bezeichnen, nur weil Sie einmal einen faulen Apfel erwischt haben? Die Kapseln von Norsan, die ich verschreibe, enthalten Fischöl, welches innerhalb von vier Stunden nach dem Fang frisch hergestellt wurde. Es wird unter Einsatz des Edelgases Argon abgefüllt, damit es nicht in Verbindung mi dem oxidierenden Sauerstoff kommt.

Ich rate nach wie vor zum Konsum von 1-2 Portionen Fisch pro Woche, was ich noch für vertretbar halte. Wenn man aber gut mit Omega-3 versorgt sein will, dann kommt man über ein qualitativ hochwertiges Fischöl oder entsprechende Kapseln nicht herum. Und für Vegetarier gibt es doch auch eine Alternative: Algenöl. Aber irgendetwas davon sollten wir nehmen, wenn wir gut mit den Omega-3-Fettsäuren EPA/DHA versorgt sein wollen. Sind wir damit schlecht versorgt, so sind die Wahrscheinlichkeiten für Herzinfarkt, rheumatischen Erkrankungen, Depressionen, MS, Krebs und Demenz enorm erhöht. Die wissenschaftliche Datenlage mit mehr als 3000 (!) Studien ist hier einfach überwältigend. Man muss schon mit wissenschaftlichen Scheuklappen durch die Welt laufen, um das zu ignorieren.

So, Frau Wareham (die ich nicht kenne) ist auch als Veganerin alt geworden? Sie kennen doch bestimmt einen Raucher, der trotzdem ohne Lungenkrebs über 80 Jahre alt geworden ist. Es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Würden Sie deshalb behaupten, dass Rauchen unschädlich ist?

Schauen Sie sich doch die Studien an, probieren Sie einmal ein qualitativ hochwertiges Fischöl/Algenöl und revidieren Sie Ihre gesundheiitsschädlichen Ansichten (ich behandle viele Veganer mit Rheuma, Neurodermitis, Asthma und anderen Omega-3-Mangelerkrankungen – warum bekommen die das eigentlich?).

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Volker Schmiedel

Muskelkrämpfe

Sehr geehrter Dr. Schmiedel,

ich habe seit einiger Zeit nachts Krämpfe in den Füßen, in den Sprunggelenken oder Zehen. Magnesium nehme ich regelmäßig (Schüsslersalze (heiße 7) und Magnerot). Die Beschwerden treten in unregelmäßigen Abständen auf.
Was könnte die Ursache sein?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Die Hauptursache von Muskelkrämpfen ist tatsächlich der Magnesiummangel. Leider beobachte ich immer wieder, dass Patienten mit einem Mangel zwar Magnesium, aber viel zu wenig einnehmen.

Beispiel: Schüsslersalz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6. Um damit die erforderliche Tagesdosis von 300 mg Magnesium zu erreichen, muss man 1.200.000 Tabletten essen. Jeden Tag! Nun ist das Wirkprinzip hier ja nicht die Substitution (auch wenn Herr Schüssler seine Therapie als Substitution bezeichnete, dürfen wir dies nicht im materiellen Sinn verstehen). Durch den „feinstofflichen“ Reiz soll Magnesium aber besser aufgenommen werden und in die Zellen gelangen. Dies könnte vielleicht tatsächlich so sein. Mit einer wissenschaftlichen Studie wurde dies allerdings noch nie bewiesen.

Beispiel: Magnerot classic. Hier liegt Magnesium in einer materiellen Form vor. Aber nur etwa 30 mg. Davon müsste man 10 Tabletten pro Tag nehmen. Liegt aber ein schwerer Mangel vor, benötigt man vorübergehend auch mal 600 mg, also 20 Tabletten.

Die Dosis macht`s! Also entweder 10-20 Tabletter Magnerot nehmen oder ein höher dosiertes Magnesiumpräparat besorgen, wenn man dem Magnesiummangel wirklich beikommen möchte.

Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Verdauungsprobleme bei Fischöl-Einnahme

Hallo Herr Dr. Schmiedel,

ich nehme jetz über 1 Jahre San omega 3 öl, und hat mir Durchfall verusacht. Was meinen Sie? soll ich aufhören zu nehmen?

VG

Antwort:

Nehmen Sie das Öl nicht zusätzlich, sondern anstelle eines anderen Öles. Wenn Sie es also in den Salat tun, dann lassen Sei dafür einen EL eines anderen Öles weg. Sie können das Öl auch auf zwei oder drei Portionen am Tag verteilen. Wenn Sie dann immer noch Probleme mit dem Stuhl haben, dann sollten Sie den Stuhl auf Fett und Pankreaselastase untersuchen lassen. Dort können Sie erkennen, ob Sie eine Fettverdauungsstörung haben. Wenn die Pankreaselastase niedrig ist, sollten Sie ein Enzympräparat nehmen. Wenn eine Fettverdauungsstörung nachweisbar ist und die Pankreaselastase normal ist, könnte eine Gallenschwäche vorliegen. Dann benötigen Sie ein gallestimulierendes Präparat.

Weitere Informationen zu Fettverdauungsstörungen finden Sie in meinem Buch: Alarm im Darm, TRIAS-Verlag

MfG

Dr. Volker Schmiedel

Neurodermitis bei Kindern

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
meine Tochter , 7 Jahre alt, hat seit Ihrem 3. Lebensmonat Neurodermitis.
Ich gebe ihr seit einem Monat 1 TL des Algenöls von Norsan mit EPA 714 mg und DHA 1176 mg.
Bisher hat sich an ihrem Hautzustand nichts verbessert. Jetzt in der Pollenzeit ist es sogar noch schlimmer geworden, da ihre Haut sehr auf Pollen reagiert. Der Hautzustand ist aber generell über das ganze Jahr gleichbleibend schlecht, es gibt keine Zeiten, wo sie beschwerdefrei ist, obwohl ich sehr auf gesunde Ernährung achte: viel Obst, Gemüse, kaum Mehl (nur Dinkelvollkorn), kaum Zucker (meistens Honig), gute Öle (Oliven/Leinöl.
Soll ich beim nächsten Kauf evtl. auf das reine Fischöl mit einem höheren Anteil an EPA umsteigen?
Soll ich zusätzlich Nachtkerzenöl verabreichen oder erstmal mit OMEGA 3 weitermachen. Außerdem bekommt sie regelmäßig Zink, Vitamin D (8000 IE), Vitamin B Komplex und Multivitamine verabreicht.
Meine zweite Tochter hat so gut wie keine Beschwerden, ich vermute das kommt daher, dass ich mich in der 2. Schwangerschaft schon gesünder ernährt habe und auch länger gestillt habe.
Ich selbst habe meinen Omega 3 Index bei Omegametrix bestimmen lassen, dieser lag bei 10,62 % also im Zielbereich. Würden Sie empfehlen den Omega 3 Index bei einem 7. jährigen Kind bestimmen zu lassen?
Vielen Dank!
Freundliche Grüße

Antwort:

Bei Neurodermitis setzt ich lieber Fischöl als Algenöl wegen des höheren EPA und der besseren Wirkung auf Entzündung ein. Vitamin D und Zink finde ich sehr gut bei Neurodermitis. Dabei müssen aber Fallstriche beachtet werden:
– Zink immer nur nüchtern mind. eine halbe Stunde vor dem Essen.
– Vitamin D niemals wöchentlich, sondern immer täglich. Bei einem siebenjährigen Kind mit Entzündung würde ich je nach Gewicht 1-2000 IE am Tag geben.
– Nachtkerzenl ist nur dann sinnvoll, wenn die Gamm-Linolensäure erniedrigt ist.
Es ist nicht ganz leicht, bei einem siebenjährigen Kind eine Blutuntersuchunge zu veranlassen, aber ich habe solche Kinder in der Praxis, die sich auch darauf einlassen. Dann würde ich eine Fettsäureanalyse, Vitamin D, Selen und Zink messen. In einem Fall von pollenassoziierter Erkrankung würde ich auch noch einen Spenglersantest machen. Dabei wird Blut mit verschiedenen homöopathisierten Bakterienpräparaten (Spenglersane) gemicht, um zu finden, welches das passende ist. Das Präparat wird dann in die Ellenbeuge eingerieben. In Kombination mit der individuell ermittelten optimalen Nährstofftherapie habe ich dann sehr gute Erfolge gesehen.
Wenn man keinen Arzt findet, der das macht, dann kann man als Mindestes bei www.norsan.de die Fettsäureanalyse bestellen. Mit ein paar Tropfen Blut aus der Fingerbeere erfährt man den AA/EPA-Quotienten (bei Neurodermitis unbedingt unter 2,5) sowie die Gammalinolensäure (muss im Normalbereich sein, sonst Nachtkerzenöl). Ich selbst würde in so einem Fall auch noch eine Nahrungsmittelallergiediagnostik und eine ausführliche Stuhluntersuchung veranlassen.
Viel Erfolg!
MfG
Dr. Volker Schmiedel
EPA- oder DHA-reiches Omega-3 ÖL?

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
meine Familie und ich nehmen regelmäßig tägl. jeweils 1 EL Omega 3 Total von Norsan.
Jetzt habe ich gerade gesehen das es das Arktis auch gibt und hier das EPA – DHA Verhältnis fast „umgedreht“ ist.
Ist es sinnvoll eventuell zwischen diesen Ölen zu wechseln?
Vielen Dank und liebe Grüße

Antwort:

EPA (normales Fischöl) ist etwas besser gegen Entzündungen, DHA (Dorschleberöl) ist etwas besser für die Kognition. Wenn Sie einfach nur so prophylaktisch Omega-3 nehmen, um gesund zu bleiben, könnte man tatsächlich zwischen den Ölen wechseln. Ob man täglich wechselt oder immer nach einer Flasche spielt dabei keine Rolle.

MfG

Dr. Schmiedel

Omega-3 und Nährstoffe bei Kinderwunsch

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel
Ich bin 37 Jahre alt und möchte gerne Kinder und bin schon seit 10 Jahren verheiratet. Es klappt einfach nicht. Ich habe auch medizinisch schon einiges versucht, möchte aber doch nicht zu weit gehen. Das Omega-3-Oel ist gemäss Ihrem Buch und Ihrer Internetseite ein sehr gutes Mittel und hilft für vieles. Kann es auch für Kinderlosigkeit helfen?
Mit grossem Interesse sehe ich Ihrer Antwort entgegen und danke Ihnen jetzt schon für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüssen

Antwort:

Die Schwangere sollte natürllich zum Zeitpunkt der Empfängnis bereits mit den wichtigsten Nährstoffen für die Schwangerschaft gut versorgt sein. Ich würde in jedem Fall den Schilddrüsenwert TSH untersuchen, der zwischen 1-2 liegen sollte. Liegt er höher, besteht eine Tendenz zu einer Unterfunktion, liegt er höher als 4, besteht eine manifeste Unterfunktion. Dann sollte abgeklärt werden, ob ein Jodmangel oder eine Schilddrüsenentzündung die Ursache dafür ist.
Vitamin D sollte zwischen 40-60 ng/ml liegen. Der Eisenwert Ferritin sollte über 50, besser über 70 liegen. Es sollte eine Fettsäureanalyse, z.B. bei www.norsan.de, durchgeführt werden, wobei der AA/EPA-Index bei etwa 2,5 liegen sollte. Ich kenne eine Studie über Omega-3 (allerdings nur bei in vitro-Fertilisation), wo unter Omega-3 mehr Follikel und mit einer besseren Morphologie gebildet wurden. Das veranlasst mich zu der Annahme, dass dies ohne hormonelle Stimulation auch der Fall sein könnte. Ich nehmen an, dass Folsäure bereits eingenommen wird.
MfG und viel Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel
Nährstoffversorgung bei Hashimoto

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

über Ihre Beiträge im Naturarzt bin ich auf sie aufmerksam geworden und lese schon seit einiger Zeit mit großem Interesse Ihre Newsletter. Ich bin gerade 40 Jahre alt geworden. 2006 wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Welches ich mit der Einnahme von L- Thyroxin gut in den Griff bekommen habe (mittlerweile L-Thyrox 125). Seit langer Zeit nehme ich nun täglich Selen (150μg) und Vitamin D (4500 i.E.). Regelmäßig (2 -3× pro Jahr) bekomme ich Eiseninfusionen. Seit 5 Jahren bin ich nun – neben regelmäßigen Blutkontrollen bei meinem Hausarzt – bei einer Heilpraktikerin. Grundsätzlich vertraue ich ihr und sie hat mir schon gut geholfen. Mittlerweile verzichte ich weitgehend auf glutenhaltige Produkte, achte auf ausreichend Eiweiß… Dennoch gehe ich nach jedem Termin mit einer Liste an neuen Nahrungsergänzungsmitteln nach Hause. Zusätzlich nehme ich seit ein paar Wochen Omega3 und einen Vitamin B-Komplex. Die Testung und die Dosierung macht die Heilpraktikern kinesiologisch. Da ich mich bewusst und meines Erachtens gesund ernähre, möchte ich meinen tatsächlichen Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln nun gerne über meine Blutwerte bestimmen lassen. Hinzu kommt, dass ich beim Autofahren immer wieder von Panikattacken überfallen werde. Da ich keine wirkliche psychische Ursache hierfür sehe, habe ich schon überlegt, ob ich möglicherweise einen Serotoninmangel habe.
Gerne möchte ich Sie diesbezüglich um Rat fragen und Sie bitten mir eine Empfehlung zu geben, welche Werte ich bei meiner nächsten Blutuntersuchen bestimmen lassen soll. Und, kann ein niedriger Ferritin-Wert durch einen Mangel an B12 begründet sein?
Dürfte ich Ihnen meine Werte nach der nächsten Untersuchung zusenden? Und wäre es möglich, dass wir hierzu telefonieren oder per Email kommunizieren. Sollte es nötig sein, kann ich auch gerne Ende Juli / Anfang August mal zu Ihnen in die Schweiz kommen.
Herzlichen Dank und mit besten Grüßen

Antwort:

Aus rechtlichen Gründen dürfen per Mail keine individuellen Ratschläge erteilt werden – außer bei den Patienten, die wirklich einmal persönlich bei einem Arzt in Behandlung waren. Ich selbst untersuche bei bestimmten Fragestellungen kinesiologisch – aber niemals bei Nährstoffen. Da verlasse ich mich schon auf die Blutwerte. Hashimoto kann man nicht mit Thyroxin in den Griff bekommen – wohl aber die daraus resultierende Unterfunktion. Den Hashimoto kann man mit Vitamin D, Selen, Omega-3-Fettsäuren und glutenarmer Ernährung in den Griff bekommen. Bei deutschen Patienten lasse ich die Fettsäuren bei www.norsan.de bestimmen. Vitamin B12 und Eisen haben nichts miteinander zu tun – außer dass sie beide an der Blutbildung beiteiligt sind. Gern können Sie sich auf Wunsch einen Termin bei www.paramed.ch geben lassen.
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Nährstoffbehandlung bei Haarausfall

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,
Ich durfte bei einem Seminar in Elfershausen von Ihren Therapieansätzen erfahren. Unsere Tochter leidet an massiven kreisrundem Haarausfall. Können Sie uns bei dieser Erkrankung Hinweise zur Therapie geben? Ich würde mich sehr über eine Nachricht von Ihnen freuen. Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Bei der so genannten Alopecia areata handelt es sich um ein Autoimmunerkrankung bei der sich das körpereigene Immunsystem gegen die Haarwurzeln richtet. Ich behandele diese Autoimmunopathie genau wie Psoriasis, Neurodermitis und jeden anderen Selbstangriff des Körpers auch. Das überschießende Immunsystem muss herunterreguliert werden. Meine wichtigsten Bausteine sind dabei Vitamin D, Selen und Omega-3-Fettsäuren. Vitamin D sollte zwischen 40 und 60 ng/ml liegen, Selen knapp oberhalb der Normgrenze und der AA/EPA-Quotient sollt bei ca. 2,5 liegen. Damit kann man viele Autoimmunprozesse zum Stillstand bringen. Sollten die Haarwurzeln noch nicht irreversibel zerstört sein, können Sie sich ggf. erholen. Wenn nicht, dann kann man den Körper zumindest vor weiteren Autoimmunkrankheiten schützen, die unbehandelt drohen.

Ich würde also diese Werte messen und optimieren. Viel Erfolg!

Dr. Volker Schmiedel

Omega-3 bei Vorhofflimmern

Wieviele Esslöffel Omega3 Fischöl sind bei tachykardem Vorhofflimmern neben Betablockern zu empfehlen ?
Danke und Gruß

Antwort:

Mit einem EL ist man schon ganz gut dabei. Optimal sollte der Omega-3-Index in der Fettsäureanalyse über 8 % liegen. Eine solche Analyse kann man beispielsweise bei www.norsan.de vornehmen lassen. Achtung: Bei Vorhofflimmern werden ja meist Blutverdünner eingenommen. Daher bitte die Omega-3-Dosis nur langsam steigern, z.B. mit einem TL beginnen. Sollten vermehrt blaue Flecken oder Nasenbluten auftreten, müsste entweder die Dosis des Blutverdünners oder des Omega-3 etwas reduziert werden. Es gibt Studien, die belegen, dass Marcumar und Omega-3 nicht zu einer erhöhten Blutungsneigung führen (INR sollte dann aud 2-2,5 eingestellt werden). Mit ASS habe ich noch nie einen vermehrte Blutungsneigung gesehen. Bei den neuen NOAKs gibt es noch keine Studien und wenig Erfahrung. Im Zweifel, immer vorsichtig und weniger Omega-3 nehmen!
MfG
Dr. Volker Schmiedel
Tageshöchstdosis Omega-3

Hallo Herr Kollege Schmiedel,

meinen Patienten bekommen auch das NORSAN-Öl, dazu eine kurze Frage: Bis zu welcher Tageshöchstdosis gehen Sie, wenn der gemessene Index (Ometrix) 4-5% ist und der Patient unter Depressionen leidet. Hier würde ich gern schnell auffüllen, weiß aber nicht, ob es sinnvoll ist, mehr als 6g. tgl zu geben wegen der Resorptionsmöglichkeit.

Wie ist Ihre Erfahrung? Herzliche Grüße und viele Dank für Ihre Hilfe

Antwort:

Die EFSA sieht bis zu 5 g als unbedenklich an. Wenn ich schnell aufsättigen möchte, würde ich also morgens 1TL, mittags und abends 1 EL geben. Nach 4 Wochen würde ich auf 1-2 EL zurückgehen (je nach Körpergewicht. Nach 3 Monaten sollte noch einmal gemessen und die Dosis angepasst werden: Omega-3-Index über 8 %, AA/EPA unter 2,5.

Viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Mirgäne bei Kindern

 

Lieber Herr Dr. Schmiedel,

können Sie mir für meine 11jährigen Tochter einen Tipp geben, welche Mikronährstoffe hilfreich sein könnten bei Migräne, die (zumindest zum Teil) von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgelöst wird?
Bauchschmerzen und Übelkeit sind schon lange ihre Begleiter. Die Migräne kam nun neu dazu.

Zweimal war sie auch für mehrere Minuten „ohnmächtig“ und wachte dann mit starken Schmerzen im Bauch bzw. Kopf auf.
Sie wurde in der Uniklinik durchgecheckt: EKG, EEG, SchlafEEG nach Schlafentzug, Kopf-MRT, Bauchultraschall -> alles okay
Übliche Allergietests in Blut und Stuhl haben nichts ergeben.

Außerdem hat mein Tochter sich schon immer (auch schon als Baby) schwer getan mit dem Einschlafen.
Starken Juckreiz auf der Haut und in den Augen, Gelenkschmerzen hat sie immer wieder mal.

IgG4 Tests zeigten eine starke Sensibilisierung auf Milcheiweiße, Gluten und Soja, eine leichte bei Ei und Mandel.

Die Darmflora ist nicht so gut, wie sie sein sollte. Darum gab ich ihr immer wieder mal Symbiolact, Omnibiotik usw.

Seit kurzem nimmt sie vor jeder Mahlzeit, bei der wir uns unsicher sind Allergoval.

Der Durchbruch lässt noch auf sich warten.
Haben Sie eine Idee, was man sinnvollerweise untersuchen lassen sollte? Was oder wer helfen könnte?
Die Kinderärtzin ist sehr engagiert, aber es ist eben echt schwierig.

Bin gespannt, ob Sie eine Idee haben.
Herzliche Grüße

Antwort:

Bei Migräne gibt es nicht das Zaubermittel, sondern es ist nach einer indivuellen Lösung zu suchen. Siehe auch meine Berichte dazu
Manchmal ist es eine Störung des Serotonstoffwechsels https://www.dr-schmiedel.de/?s=serotonin (besonders bei Schlafstörungen).
Manchmal ist eine Progesteronstörung (besonders bei prämenstrueller Migräne).
Manchmal sind es Mangelzustände an Magnesium, Q10, Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren. Dies untersuche ich alles und optimiere dann die Nährstoffe.
Ich bin selbst Migränepatient (seit der Kindheit). Nach Amalgamsanierung und vernünftigem Umgang mit Kaffee (2x pro Woche koffeinfreie Tage) wurde es deutlich besser, seit ich vor 5 Jahren mit Omega-3 begonnen habe, habe ich nicht mehr eine einzige Aspirin gebraucht.
Ich hoffe, Sie finden jemanden, der mit den in den Internetartikeln erwähnten Dingen etwas anfangen und Ihre Tochter individuell messen und beraten kann.
MfG
Dr. Volker Schmiedel

 

Fettstoffwechsel-Störungen/Cholesterin

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedel,

Ihr Artikel / Info über Omega 3 Fettsäuren interessiert mich sehr.
ich habe übrigens vor ein paar Jahren Ihr Buch über Fettstoffwechsel-Störungen/Cholesterin gelesen. Ich habe mit den dort genannten Tips (Artischocke/Haferkleie) sehr gut meinen zu hohen Cholestetinspiegel senken können, leider vertrage ich Artischocke nicht mehr so gut.
Mein Triglycerid Spiegel ist sehr hoch , obwohl ich nicht trinke , kein Zucker esse , schlank bin und viel Sport treibe,. Ich will diesen mit Omega 3 senken . Auf Ihrer Web-Site sprachen Sie von Fischöl / EL. Könnten Sie mir da eines empfehlen?
Zur Zeit nehme ich Fischölkapseln, die aber sehr niedrig dosiert sind. Wäre es evtl. nicht sinnvoller ein gut kontrolliertes/ Arzneimittel von pharmazeutischer Qualität zu nehmen, wie z.B. Omacor Kapseln?
Bei den üblichen Nahrungsergänzungsmitteln sehe ich die Gefahr, dass deren Qualität weit weniger gut kontrolliert ist als bei Arzneimitteln. Oftmals ist nicht klar wo und wie diese hergestellt wurden, welche Rohstoffe verwendet wurden etc. Auch die Angaben über die Wirkstoff-Stärke/Menge sind m.E. fraglich. Besonders kritisch sehe ich das bei fettlöslichen Vitaminen D und E.

Aber nun nochmal zu meiner Person; ich bin gerade 52 Jahre alt geworden und weiss seit Beginn meines Studiums also mit Anfang 20, dass ich zu hoheBlutfettwerte/Cholesterin habe. Ich war immer sehr schlank und bin es auch jetzt noch. Es gab bei uns immer sehr wenig Fleisch und viel Rohkost.
Trotzdem messe ich jetzt morgens einen relativ hohenNüchtern- Blutzucker ,bei 110 auch mal 115. Ich mache mir Sorgen wegen Pre-Diabetes bzw. metabolisches Syndrom. Seit meinem 50. Lebensjahr lasse ich 1 mal im Jahr meine Gefässe ( Herz, hirnversorgende und Beine) auf Arteriosklerose checken. Bisher ok ( der Arzt hat mir mein Alter nicht geglaubt “ Sind Sie Sportler?“) aber seit 1 Jahr leichte Arteriosklerose im Bein.
Ich nehme an, dass ich zu den sog. “ dünnen Dicken gehöre d.h. wenig Muskelmasse im Verhältnis zum Körperfettanteil besitze. Auch mit Krafttraining nicht effektiv steigerbar, weil ich wahrscheinlich einfach zu alt bin um noch signifikant Muskelmasse aufzubauen.

Antwort:

Hohe Triglyceride kommen von Übergewicht, fettreicher Ernährung, Zucker (sowohl im Blut als auch in der Nahrung), Alkohol und/oder den Genen.

Wenn man nicht übergewichtig ist und sich nicht fettreich ernährt, dann muss man auf den Zucker achten. In der Nahrung sollte man ihn ohnehin weitestgehend zu meiden (auch nicht zu viel Zucker aus Früchten, mehr als eine Portion am Tage sollte es gar nicht sein). Wenn die Zuckerwerte (vermutlich der Nüchternblutzucker) etwas erhöht sind, dann sollte man die Werte eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme messen, die viel wichtiger sind als der Nüchternblutzucker. Oft sind diese Werte dann ganz normal, dann besteht keine Gefahr. Wenn sie erhöht sind, sollte noch der Langzeitblutzucker HbA1c gemessen werden, im Zweifel sollte auch ein oraler Glukosetoleranztest beim Arzt durchgeführt werden. Weitere Infomationen über die Diagnostik und Therapie von Diabetes finden Sie in meinem Buch „Typ II Diabetes – Heilung ist doch möglich“. Beim Namen Bachus muss man natürlich auch an den Alkohol denken. Das tägliche Gläschen Rotwein, welches doch so gesund sein soll, kann bei Neigung zu erhöhten Triglyceriden diese nochmals erhöhen. Experiment: 10 Tage gar keinen Alkohol trinken und nochmals die Triglyceride messen. Sind sie dann deutlich besser, so spielt Alkohol eine Rolle. Die Gene kann man natürlich (leider oder Gott sei Dank) noch nicht ändern. Gibt es in der Verwandtschaft auch schlanke, sportliche und sich gesund ernährende Menschen, die sehr hohe Triglyceride haben, dann ist die Genetik wahrscheinlich der Hauptbösewicht.

Schulmedizinisch helfen die Statine bei den Triglyceriden nicht so gut wie beim Cholesterin. Hier werden als erstes Mittel der Wahl immer noch die Fibrate empfohlen. Sogar in der kardiologischen Leitlinien sind aber auch die Omega-3-Fettsäuren erwähnt. Allerdings brauchen wir dafür hohe Dosen. 2 g EPA/DHA, besser sogar 4 g führen zu einer massiven Senkung. Dafür bedarf es 4 Kapseln Omacor, 30 herkömmlichen Fischölkapseln oder 2 EL eines qualitativ guten Fischöls. Ich selbst nehme und empfehle meinen Patienten das Norsan total. Die Schadstoffanalysen habe ich eingesehen, aber jeder Nutzer kann sie auch von der Firma bekommen: Schwermetalle oder fettlösliche Toxine befinden sich unterhalb der Nachweisgrenze. Der Totox-Wert, der über Oxidation bzw.Ranzigkeit Auskunft gibt, liegt weit unterhalb der vom Gesetzgeber geforderten Werte. Wir brauchen diesen Wert aber gar nicht. Wenn wir auf eine Kapseln beißen und das austretende Fischöl schmeckt sehr tranig, dann ist es verdorben. Nach meiner Schätzung sind etwa 80 % aller Fischölpräparate auf dem Markt verdorben. Das Omacor hat gegenüber dem Norsan zwei entscheidende Nachteile: Es enthält keine natürlichen Fischöle, sondern künstliche Fettsäureester. Dadurch enthalten die Kapseln ca. 80-90 % Fettsäuren, aber es sind künstliche Fette. Außerdem ist ein Gramm Omega-3 etwa dreimal so teuer wie bei Norsan. Nähere Einzelheiten zu den Fettsäuren finden Sie in meinem Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“.

Wer sehr hohe Triglyceride hat, sollte drei Monate lang einen, besser zwei EL Fischöl zum oder ins Essen nehmen. Dann sollte noch einmal gemessen werden, um zu schauen, um wie viele Prozent der Wert gesenkt wurde.

MfG und viel Erfolg,

Dr. Volker Schmiedel

Neurodermitis und psoriasisartige Hautkrankheiten

Sehr geehrter Herr Dr. med. Schmiedel,

mein Name ist Amelie, ich bin 22 Jahre alt und komme aus München.
Ich habe gestern in der Zeitschrift Naturarzt Ihren Artikel „Gesunde Haut mit den richtigen Nährstoffen“ gelesen und bin sehr begeistert!
Ich leide seit meiner frühen Kindheit an Schuppenflechte und habe gefühlt alles ausprobiert, was es auszuprobieren gibt und bin zeitweise ziemlich verzweifelt. Zu Hautärzten gehe ich schon lange mehr, da mir die dort verabreichten aggressiven Mittel langfristig immer geschadet haben. Aber auch bei Heilpraktikern habe ich letztendlich immer nur viel Geld investiert .. gebracht hat mir die Behandlung jedoch nie etwas.
Somit versuche ich nun schon seit längerer Zeit meine Haut selbst zu heilen.. durch die „richtige“ vegane Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel etc., Erfolge sehe ich jedoch immer nur zeitweise und nie langfristig.
Durch Ihren Artikel habe ich neue Hoffnung bekommen, sowohl in Bezug auf die Medizin als auch auf meine Behandlung von innen.
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Arbeit und den Artikel!
Ich werde jedenfalls versuchen einen Termin bei Ihnen in der Praxis zu bekommen, auch wenn ich dafür etwas weiter fahren muss.
Eine Frage schon vorweg: Gelten Ihre Empfehlungen für die Behandlungen von Neurodermitis ebenso für psoriasisartige Hautkrankheiten?

Vielen Dank und schöne Grüße

Antwort:

Ja, zu Psoriasis gibt es sowohl wissenschaftliche Studien als auch eindrucksvolle Kasuistiken. In meinem Buch „Omega-3 – Öl des Lebens“ habe ich einen solchen Einzelfall ausführlich dargestellt. Der dort beschriebene Psoriasis-Patient hat sich selbst gemeldet, weil er mitteilen wollte, dass er sich nach langer Odysse selbst mit einem EL Norsan geheilt hat.
Optimal ist natürlich, die beschriebenen Nährstoffe zu messen und dann zu optimieren. Wenn Sie in Deutschland niemanden finden, der dazu bereit ist oder die Werte nicht zu interpretieren vermag, so können Sie mich gern in meiner Praxis www.paramed.ch aufsuchen. Neben den erwähnten Nährstoffen gibt es bei Autoimmunkrankheiten noch viele andere Behandlungsansätze, die ich in dem Artikel gar nicht alle erwähnen konnte.
Entweder man misst vorher alle Werte einschließlich Omega-6/3-Fettsäuren oder man nimmt schon einmal drei Monate einen EL Fischöl (z.B. Norsan total) und misst dann die Werte, um Sie zu optimieren.
MfG und viel Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel
Fettverdauungsstörung

Guten Tag Herr Dr. Schmiedel
Ich habe folgende Frage: ich möchte unbedingt ein Omega 3 -Fischöl einnehmen, vertrage aber leider alle bisher ausprobierten Omega 3 – Fischölprodukte nicht. Von Norsan habe ich die Kapseln ebenfalls nicht vertragen. Das Fischöl von Norsan habe ich dann nicht mehr getestet. Ich bekomme Magenkrämpfe und Übelkeit, obwohl ich die Omega 3 – Kapseln nach dem Essen eingenommen habe. Leider bekomme ich dieselben Symptome nach Leinöl (1TL), Hanföl, Chiasamen usw. Ich weiss nicht, ob es da überhaupt noch Sinn macht, Algenöl-Kapseln zu testen….
Ich bin absolut überzeugt von der Notwendigkeit einer Einnahme von Omega 3 – Fischöl aber ich bekomme jedesmal die sehr unangenehmen Magenkrämpfe und Übelkeit. Ich bin sehr verzweifelt über diese Situation. Dasselbe mit Säure-Basenprodukten…. Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen! Kann es sein, dass man Omega 3 (schon in kleinsten Mengen….) nicht verträgt? Haben Sie mir vielleicht einen Tipp, wie ich doch noch zu meinem Omega 3 kommen könnte? Herzliche Grüsse

Antwort:

Wenn alle Öle nicht vetragen werden, ist es wohl kein Problem von Omega-3, sondern der Fettverdauung. Oft ist dann allerdings bei Einnahme von Ölen auch die Verdauung gestört (z.B. Blähungen, Durchfälle). In so einem Fall würde ich meinen Patienten dazu anhalten, zwei Tage „normal fett“ zu essen, wie jeder Bundesbürger und evtl. ein wenig Leinsamen, Leinöl, Chiasamen etc. dazu zu verzehren. Dann sollte eine Stuhluntersuchung auf Fett quantitativ z.B. bei www.enterosan.de erfolgen (kostet knapp 30 Euro).
Ist die Fettverdauung gestört, so muss nach weiteren Ursachen gefahndet werden, siehe meine Buch Alarm im Darm, TRIAS-Verlag. Wenn man die Fettverdauung wieder in Ordnung bekommt, dann sollten auch Fisch- und Leinöl wieder vertragen werden.
Wenn mit der Fettverdauung alles in Ordnung ist, würde ich eine unspezifische Anregung der Verdauung vorschlagen, z.B. 15 Tr. Iberogast oder 2 Kapseln Ardeycholan eine halbe Stunde vor (das ist wichtig!) dem Einnehmen von Öl oder Fett.
Viel Erfolg,
Dr. Volker Schmiedel
ADHS bei Kindern

Sehr geehrte Herr Dr. med Schmiedel,
ich habe Ihre berichte über Omega 3 gelesen, da es mich sehr interessiert, wie ich die Medikation für meinen Sohn (voll ausgeprägter ADHS-Patient) umgehen kann.
Ich möchte ihn nicht mit Medikamenten zustopfen und bin daher auf der suche nach Alternativen..
Welche OMEGA 3 Kapseln können Sie für einen 8 jährigen empfehlen? Ich möchte Ihn so gerne alternativ und gesund helfen, bin aber ehrlich gesagt sehr überfordert mit der aktuellen Situation.

Ich freue mich sehr von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen aus München

Antwort:

Am besten ist es, die Omega-3-Fettsäuren vorher zu messen. Sie können das selbst zuhause tun mit einem kleinen Stich in die Fingerbeere. Den Test können Sie besorgen bei www.norsan.de
Dort können Sie bei einer telefonische Beratung auch erfahren, wie viel Ihr Sohn dann an Omega-3 benötigt.
Wenn Ihr Sohn den Stich in den Finger nicht toleriert oder sie dies aus Kostengründen nicht möchten (Test kostet 89 Euro), dann kann man es aus Gewicht und Ernährung auch abschätzen:
Ein 75 kg schwerer Erwachsener, der etwa 3x in der Woche Fleisch und 1x in der Woche Fisch isst, benötigt einen EL Fischöl tgl. für eine gute Versorgung. Ist er viel schwerer, benötigt er entsprechend mehr. Isst er viel mehr Flesich oder viel weniger Fisch, benötigt er auch mehr.
Ein achtjähriger Junge wiegt etwa 25 kg. Wenn er sich also wie oben ernährt, braucht er etwa 1/3 EL Fischöl. Ich bevorzuge das flüssige Fischöl Norsan total, weil man damit bei sehr hoher Qualität eine grosse Menge zu vertretbaren Kosten hat (1/3 EL kostet 30-40 c). Ist Ihr Sohn schwerer, benötigt er vielleicht 1/2 EL. Wie oft isst er Fisch? Nach meiner Erfahrung essen Kinder wenig Fisch und ADHS-Kinder noch weniger (das ist ja eine der Ursachen für das ADHS). Dann braucht er vielleicht 2/3 EL.
Wenn er das Öl (ins Essen tun!) absolut nicht toleriert, dann stehen als Alternative seit kurzem sehr gut schmeckende Omega Jellies zur Verfügung. 8 Jellies haben dabei so viel Omega-3 wie ein EL. Wenn er sich hat messen lassen, wäre nach 3 Monaten Therpaie einen Kontrollmessung sehr sinnvoll. Der AA/EPA-Quotient sollte dabei etwa 2,5 betragen. Liegt er höher, sollte die Dosis gesteigert werden. Die Kosten für die Kontrollmessung betragen dann nur noch 59 €. Die Therapie sollte mindestens 6 Monate konsequent durchgeführt werden, um einen Erfolg beurteilen zu können.
Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Studien, die den Nutzen von Omega-3 bei ADHS klar beweisen. Viel Erfolg!
MfG
Dr. Volker Schmiedel