3. Teil: Corona-Virus – wir kommen nicht daran vorbei

„Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit.
Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

Abraham Lincoln (1809-1865), 16. amerikanischer Präsident im Milwaukee Daily Journal, 29. Oktober 1886

Originaltext: You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.

Wir werden derzeit getäuscht. Man zeigt uns Zahlen und Graphiken, die uns ängstigen sollen. Nicht aber solche, die die Realität widerspiegeln. Das kann man eine Zeitlang tun – aber nicht auf Dauer. Quintus Querulantius sollte in diesem Newsletter eigentlich in seiner Glosse nur auf ein paar Aspekte der Corona-Krise satirisch eingehen – dann wurde es aber immer mehr und mehr. Und so habe ich mich entschieden, das übliche Format mit Quiz-Frage, Informationsteil, Studie des Monats, Buch des Monats und Glosse zugunsten eines eigenen und leider sehr lang gewordenen Corona-Beitrages zu verlassen.
Es wird sicher nicht allen gefallen, was ich heute schreibe, aber ich kann nicht mehr schweigen angesichts der einseitigen, teilweise auch falsch geschilderten, vor allem aber wegen der uns vorenthaltenen Informationen in Wissenschaft, Politik und offiziellen Medien. Wer meine Meinungen nicht teilt, darf dies tun, aber jeder sollte sich aus den Informationen, die er bekommen kann, sein eigenes Bild machen. Und die offiziellen Informationsquellen sind leider nicht immer die besten. Ich wage es, den Finger in die Wunde legen, auch wenn es manchmal wehtut. Ich bitte alle um Verständnis dafür!
Der deutsche Chef-Virologe Prof. Drosten (jeder Deutsche kennt ihn mittlerweile) hat etwas Bedeutsames gesagt: „Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann.“

Also Leute: Ran an die Impfspritze, wenn sie erst einmal da ist, so wie sie Heilsbringer-gleich herbeigesehnt wird! Eine kleine Richtigstellung möchte ich Ihnen allerdings nicht verschweigen: Er hat das vor ca. 10 Jahren bei der Schweinegrippe-Pandemie gesagt. Zitiert nach: 

https://www.sueddeutsche.de/wissen/schweinegrippe-die-welle-hat-begonnen-1.140006

Ich muss gestehen, dass ich damals nicht geglaubt habe, dass sich ein solcher Betrug an der gesamten Weltbevölkerung noch einmal wiederholen könnte. Damals wurden für Tamiflu® und Schweinegrippen-Impfstoffe Milliarden ausgegeben, bevor sich dann herausstellte, dass die Schweinegrippe eine der harmlosesten Grippevirus-Epidemien der letzten Jahre gewesen war. Von Tamiflu® wissen wir heute, dass die Krankheitsdauer im Durchschnitt um ganze 8 Stunden (Stunden, nicht Tage!) verkürzt wurde und vor Komplikationen wie Lungenentzündungen, Krankenhauseinweisungen oder Todesfällen schützte es genauso gut wie ein Placebo. Die Impfung führte wegen der Adjuvantien (Begleitstoffe zur Verstärkung) vermutlich zu mehr schweren Impfkomplikationen als dass Menschen vor dem Grippetod geschützt wurden. Eine merkwürdige Randnotiz der Geschichte war, dass Regierungsstellen einen anderen Impfstoff (ohne diese Adjuvantien!) bekamen als die Normalbürger. All dieses kann man in diesem immer noch sehenswerten Film finden:

Ein Großteil der von den Institutionen angeschafften Impfstoffe und das Tamiflu® wurden später vernichtet, weil sie abgelaufen waren. Eigentlich hätten die Staaten und Krankenkassen damals Schadensersatz von den Firmen fordern müssen, weil sie einer künstlich geschürten Massenhysterie anheimgefallen waren.

Nebenbei: Dieser wirklich sehr gute Arte-Film ist bei Arte verschwunden. Bei youtube findet man daher nur diese von der technischen Qualität her bescheidene, aber von der inhaltlichen Qualität her ausgezeichnete Kopie. Man kann sich beim Anschauen des Eindrucks eines Déjà-vus nicht erwehren! Jetzt gibt es endlich eine Fortsetzung. Und wir erleben auch noch ein Comeback: Fast alle Akteure der ersten Staffel sind wieder dabei. Vorneweg „Prof. Drostenberg und sein Panik-Orchester“ vom Robert Koch Institut (RKI) mit den Nummer 1 Hits: „Wozu sind Viren da?“ und „Hinter dem Horizont geht es wahrscheinlich noch sehr lange mit den Einschränkungen weiter“.

Kommen wir nun zu unserer Corona-Kanzlerin. Sie hat vor zehn Jahren genau mitgekriegt, wie die gesamte Weltbevölkerung, alle Staaten und jeder einzelne über den Tisch gezogen worden sind. Ich dachte immer, wir sollen aus Geschichte lernen?

Und das habe ich dann am 20.04. leider lesen müssen:

Ich weiß, dass ich mich jetzt extrem unbeliebt mache. Ich erwarte auch durchaus einen Shitstorm oder eine Welle von Abmeldungen von diesem Newsletter. Ich habe auch die Zahlen des Politbarometers vom 25.04. gesehen – mit Zustimmungen von 84 % für die Bundeskanzlerin und von 90 % für die Bundesregierung. Ich kann psychologisch verstehen, dass sich in einer Krise im Sinne einer Wagenburg-Mentalität die Bevölkerung erst einmal hinter die Führer und deren Maßnahmen stellt – das beobachten wir gerade weltweit. Aber trotzdem oder gerade deswegen muss es gestattet sein, kritische Fragen zu stellen, wenn man merkt, dass der Angriff auf die Wagenburg doch nicht so schlimm wie befürchtet war oder wenn die Angreifer schon dabei sind, sich zurückzuziehen.

Kann Frau Merkel denn keine Zahlen, keine Statistiken lesen? Sie ist gelernte Physikerin. Gerade sie als ausgebildete Wissenschaftlerin müsste mit den Daten besser umgehen können, auch wenn sie keine Medizinerin ist  – vielleicht sogar gerade deshalb. Mediziner (und das darf ich sagen, weil ich selbst 6 Jahre Studium und 35 Jahre Arztberuf überblicke) sind in der Regel nicht gerade die besten Naturwissenschaftler.

Sie hat diese Worte nicht im Februar oder März gesagt, sondern die Pressemeldung stammt eben vom 20.4.20. Schauen wir uns doch einmal an, welche Daten uns da schon zur Verfügung standen:

Seit dem 16.03.20 gehen die Zahlen der neuen Fälle ständig zurück! Im letzten Newsletter habe ich dargestellt, dass der Anstieg der Fälle wohl mehr mit der Ausweitung der Testungen als mit einem realen Anstieg zusammenhängt. Und jetzt sinken sogar die Neuinfizierten – obwohl man mehr misst als je zuvor! Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Krise vorbei ist. Und von welchem Verschwörungstheoretiker stammt diese die Corona-Pandemie so verharmlosende Graphik? Von niemand anderem als von unserem lieben RKI!

Doch es geht noch weiter. Wie das Goldene Kalb beten unsere Wissenschaftler und Politiker ja diese ominöse Reproduktionszahl an. Der Höhepunkt war etwa am 11.3. mit einem Wert von knapp 3,5. Zu diesem Zeitpunkt steckte also ein Infizierter rein statistisch 3,5 andere Menschen an. Ziel aller Bemühungen war es, diese Zahl rasch auf unter 1 zu drücken, weil dann damit gerechnet werden kann, dass die Infektionswelle ausläuft. Und genau das haben wir schon seit langem erreicht, wie die Graphik zeigt, die aus derselben Quelle vom RKI stammt:

Die gestrichelten senkrechten Linien zeigen besondere Ereignisse an. Bei der ersten Linie wurden Großveranstaltungen untersagt, bei der mittleren wurden Kitas und Schulen geschlossen und bei der letzten Linie kam es zum Lockdown. Wann begann die Kurve zu sinken? Wenige Tage nach dem Verbot der Massenveranstaltungen kam es zum Wendepunkt. Unter dem Aspekt der Inkubationszeit von wahrscheinlich durchschnittlich einer Woche kam das eigentlich sogar zu früh. Vielleicht wäre es auch ohne das Verbot zum Wendepunkt gekommen. Aber wenn überhaupt irgendeine Maßnahme etwas gebracht hat, dann wohl diese. 

Wie schaut es mit dem zweiten Verbot aus? Nachdem den Kindern die Kita und die Schule verboten worden war, sank die Reproduktionszahl weiter, aber genauso schnell wie vorher – eher langsamer. Sie hätte aber sogar schneller sinken müssen, wenn die Maßnahme wirksam gewesen wäre. Die ungefährdetsten Mitglieder unserer Gesellschaft, bei denen eine schnelle Durchseuchung wünschenswert wäre, hat man vor den Viren geschützt – mit der Folge, dass sich die Herdenimmunität in der Gesellschaft langsamer aufbaut und die Risikopersonen länger gefährdet bleiben werden. 

Und was war nun mit dem harten Lockdown (dritte Linie)? Diese die Freiheit des Einzelnen einschränkenden und die wirtschaftliche Existenz Vieler gefährdenden Maßnahmen müssen doch was gebracht haben. Ist die Reproduktionszahl denn wenigstens unter die wichtige 1 gesunken! Die gute Nachricht: Ja, sie ist endlich unter diese segensreiche Zahl gesunken. Die schlechte Nachricht: Sie ist bereits vorher unter 1 gesunken. Vor (!) den Maßnahmen. Das heißt nichts anderes, als dass diese überflüssig waren! Haben sie denn wenigstens noch einen Zusatznutzen gehabt? Haben sie dazu geführt, dass die Zahl noch schneller und noch weiter absinken konnte? Nein, sie ist seitdem konstant knapp unter 1. Diese Maßnahmen haben nichts, aber auch gar nichts gebracht!

Und es kommt noch schlimmer: Diese Zahlen waren ja dem RKI und Prof. Drosten und – ich nehme es jedenfalls an – auch Herrn Spahn und Frau Merkel bekannt. Warum wurden diese Maßnahmen dann überhaupt noch durchgeführt? Und wenn man sie schon durchgeführt hat, warum hat man diese unnützen, aber unsere Bevölkerung nötigenden und Armut verursachenden Maßnahmen nicht spätestens nach dem weiteren Abfallen der Neuerkrankungen komplett zurückgenommen? Bis auf die Abstandsregel, den Verzicht auf große Menschenversammlungen und weitere Hygienemaßnahmen, die natürlich bei jeder Grippewelle hilfreich waren und auch jetzt unbedingt anzuraten sind, haben sie keinen Nutzen entfaltet. Nein, die unsinnigen Maßnahmen werden nicht nur nicht zurückgenommen, sie werden wider besseres Wissen sogar ausgebaut. Seit einigen Tagen gibt es fast überall in Deutschland die Maskenpflicht – ohne jeglichen wissenschaftlichen Beweis für deren Wirksamkeit. Die WHO rät davon ab. Der Weltärztepräsident Montgomery findet es sogar lächerlich. Und für mich das stärkste Argument: Die Schweiz verzichtet weiterhin auf die Maskenpflicht! Man kann nun Vieles über die Schweizer sagen, aber bestimmt nicht, dass sie leichten Herzens vermeidbare Risiken eingehen. Wenn es nur den geringsten Beleg für einen Nutzen gäbe, dann hätten die sehr an Sicherheit orientierten Schweizer Behörden das bestimmt durchgesetzt. So belassen sie es bei der Empfehlung (!), in vollen (!) öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske zu benutzen. Warum kann das (oft) besserwisserische Deutschland nicht mal was vom (kleinen) schlauen Nachbarn lernen? Nebenbei: Die normale Maske schützt höchstens marginal den Träger vor einer Infektion, aber die Umgebung in gewissem Maße vor den Viren des Trägers, wenn dieser infiziert sein sollte – man schützt also gar nicht sich selbst, sondern die anderen (wenn überhaupt). Die professionellen FFP2/FFP3-Masken, von denen wir nur wenige haben, die wirklich den Profis im Gesundheitssystem vorbehalten sein müssen, die direkt mit Corona-Patienten arbeiten, schützen hingegen nur den Träger, nicht aber die Umgebung vor den möglichen Viren des Trägers.

Kommen wir zurück zu Frau Merkel. Sie sieht die Corona-Krise als größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg. Zu Ihrer Ehrenrettung sei erwähnt, dass sie das am 18.03. gesagt hat. Damals wussten wir noch nicht so recht, was auf uns noch zukommen würde. Aber in China waren die Fallzahlen schon damals nahezu auf Null gesunken. Die Infektionswelle konnte also nachweislich besiegt werden. Hat sie nicht geschworen, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden? Ist unnötige Panik nicht auch ein Schaden? Wie viele Angstpatienten bekommen jetzt neue Panikattacken? Wie viele Suizide einsamer, alter Menschen wird es geben? Wie viele Herzinfarktpatienten gehen jetzt zu spät oder gar nicht ins Krankenhaus und sterben deshalb unnötig? Wie viele lebensnotwendige Krebs- und andere Operationen werden jetzt verschoben? Wir werden erst im Nachhinein diese „Kollateralschäden“ aufarbeiten können. Aber Kritiker meinen jetzt schon, dass diese Schäden durch die Maßnahmen gegen das Virus möglicherweise größer sein werden als diejenigen durch das Virus selbst.

Aber schauen wir uns doch einmal die „Weltkriegsschäden“ durch das Virus an. In der folgenden Abbildung sind die Sterbefallzahlen der letzten Jahre aufgeführt. Betrachten wir nur den Zeitraum zwischen Mitte Februar und Anfang April – also den Höhepunkt der Infektionswelle, der, wie wir oben gesehen haben, längst überschritten ist.

Uns fällt sofort eine blaue Delle nach oben auf. Das war die Übersterblichkeit durch die Influenza-Grippe-Epidemie 2017/18. Sie erinnern sich doch noch daran? In diesem schrecklichen Winter gab es den ersten Lockdown in der Geschichte der Bundesrepublik: Millionen verloren ihren Arbeitsplatz, tausende Ehen wurden danach geschieden, und weil die Desinfektionsmittel ausgingen, desinfizierten die Menschen ihre Hände und Rachen mit 54 %igem Übersee-Rum, die Weihnachtsmärkte mussten schließen und am Heiligen Abend durften die Kinder ihre Großeltern nicht umarmen, von denen trotz all dieser Maßnahmen schätzungsweise 25-30.000 starben. Wie bitte, Sie erinnern sich gar nicht mehr daran? 

Die Erklärung ist ganz einfach: Ich habe dies alles erfunden. Alles, bis auf die 25-30.000 Grippetoten in der Bevölkerung über 65 Jahre. Das stimmt. Und es war eine der schlimmsten und tödlichsten Infektionswellen der letzten Jahre. Wenn man einen Lockdown hätte machen müssen: 2017/18 wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, dann wären vielleicht „nur“ 5-10.000 gestorben. Haben wir da eine Warnung vom RKI gehört? Gab es jeden Abend in der Tagesschau die Zahlen der Neuinfizierten und der Grippetoten? Haben wir diese Grippewelle überhaupt bemerkt? Nein, haben wir nicht, weil kein Journalist, kein Politiker, kein Normalbürger hingeschaut hat.

Schauen wir uns doch jetzt mal die „Übersterblichkeit“ des Jahres 2020 an. Sehen Sie auf die rote Linie! Und was sehen Sie? Sie sehen gar nichts. Sie sehen, dass die Kurve deckungsgleich mit den Kurven der letzten Jahre verläuft – mit der Ausnahme des wirklich schlimmen Jahres 2018. Es existiert in Deutschland keine Übersterblichkeit durch Corona! Die Infektion ist – bezogen auf die Gesamtsterblichkeit – genauso gefährlich wie jede Influenza-Grippe. Inzwischen haben wir auch genauere Zahlen bezüglich der Sterblichkeit bei einer Corona-Infektion. Die meisten Forscher gehen heute von 0,1-0,4 % aus. Bei über 70 Jahre alten Menschen sind es vermutlich 1 %. Bei über 80 Jahre alten Mitbürgern wohl zwischen 3 und 15 % – je nachdem, welche Vorerkrankungen vorliegen. Diese wären aber vermutlich auch dann gestorben, wenn sie sich einen Influenza-Virus eingefangen hätten.

Frau Merkel, ist es Ihnen nicht peinlich, eine gar nicht vorhandene Übersterblichkeit durch das Corona-Virus mit dem Zweiten Weltkrieg zu vergleichen? Es ist faktisch einfach falsch. Es stimmt noch nicht einmal ansatzweise. Und schlimmer noch: Ich persönlich empfinde einen solchen Vergleich als Verunglimpfung der Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges! 
Am 24.04. erfahre ich aus dem Fernsehen, dass Sie sich Sorgen machen, dass das Vorgehen bei der jetzigen leichten Lockerung (einige Geschäfte dürfen unter ganz gewissen Umständen wieder öffnen) forsch, ja sogar zu forsch sei. Kümmern sie nicht die oben beschriebenen Kollateralschäden der Maßnahmen? Kümmern Sie nicht die wirtschaftlichen Existenznöte der Bevölkerung? Noch einmal: Wenn bestimmte Maßnahmen nachweislich der Gesundheit dienen und Leben retten, so sollten diese ergriffen werden. Aber diese Nachweise existieren schlichtweg nicht!

Und was höre ich noch von Ihnen? Sie beklagen „Öffnungsdiskussionsorgien“. Dieses schlimme Wort hat bestimmt einige Chancen, das „Unwort des Jahres“ zu werden. OK, Sie sind in der DDR sozialisiert worden. Da gab es wenig Spielraum für Diskussion. Aber Sie sind jetzt im „freien Westen“ (von dem ich im Moment allerdings sehe, dass er immer weniger frei wird)! Wir dürfen nicht nur, wir müssen existentielle Grundrechte und deren Einschränkung sowie die Rücknahme dieser Einschränkungen diskutieren. Wenn wir dies nicht mehr tun, was bleibt dann noch von unserer vielbeschworenen Demokratie übrig?

Frau Merkel, Sie galten bisher auch als „Krisen-Kanzlerin“ (z.B. Finanzkrise, Flüchtlingskrise). Ihr Verhalten in der Flüchtlingskrise hat mir sogar Respekt abgenötigt (das meine ich jetzt nicht ironisch, sondern völlig ernst). Da ist zwar leider nicht alles ganz glücklich verlaufen, aber (in meiner Wahrnehmung) haben Sie da zum ersten Mal nicht Ihr Fähnchen in den politischen Wind gehängt, sondern eine klare, eine christliche, eine ethisch respektable Position eingenommen. Das haben Ihnen nicht wenige übel genommen. Vielleicht haben Sie daraus (leider das Falsche!) gelernt und gehen jetzt wieder auf „Nummer sicher“. Sie schwimmen im vermeintlichen Mainstream, Sie verlassen sich auf angebliche Experten. Da kann man doch nichts falsch machen oder?

Aus all diesen Gründen werde ich noch einmal musikalisch und bediene mich dieses Mal der Rolling Stones:

„Angie, Angie, ain’t it time we say goodbye?“

Sie und die anderen Hardcore-Lockdown-Politiker haben mein Vertrauen, Krisen zu meistern, komplett verloren. Und nehmen Sie bitte die wissenschaftlich inkompetente Leitung des RKIs gleich mit, wenn sie gehen. Warum dieses? Das RKI hat Ihnen die eigenen Zahlen und Graphiken (siehe oben) entweder nicht gezeigt oder nicht richtig interpretiert. In jedem Fall haben diese versagt und Sie haben die falschen Maßnahmen getroffen.

Zur Ehrenrettung von Ihnen und den anderen Politikern sei noch gesagt: Es wurde ja nicht alles falsch gemacht. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Maßnahmen, die Quarantäne der zwölf Mitarbeiter des bayrischen Betriebes, die sich nach einem beruflichen Kontakt mit chinesischen Infizierten angesteckt hatten. Die Quarantäne der Rückkehrer aus China (nebenbei: Wenn diese in China geblieben wären, hätten sie ein geringeres Risiko gehabt, sich anzustecken, als jetzt im „virus-verseuchten Deutschland“) war auch richtig. 

Dann kamen aber Heinsberg, Tirschenreuth und Bad Ischgl. Wer konnte denn damit rechnen, dass sich Corona-Viren auf Karnevalsveranstaltungen, in Bierzelten und beim Aprés ski wohlfühlen würden? Ich persönlich hätte gedacht, die Viren werden allein schon durch die dort gespielte Musik abgetötet. Spaß beiseite. Damals waren wir zu wenig restriktiv, aber das mache ich den Politikern und Wissenschaftlern noch nicht einmal zum Vorwurf. Das konnten wir wohl alle nicht ahnen. Aber ab diesem Zeitpunkt war das Kind unwiderruflich in den Brunnen gefallen. Erkennen und Isolieren aller Infizierten war ab da unmöglich geworden, da bereits viel zu viele infiziert waren. Aus Heinsberg wissen wir inzwischen, dass 15 % der Bevölkerung bereits Corona hatten – die meisten, ohne das geringste zu bemerken. Ein solches Virus kann man nicht mehr einfangen, man kann die Infektionsketten nicht mehr erkennen. Dies ist bisher übrigens die einzige repräsentative Untersuchung in Deutschland, wenn auch in einem Hotspot. Wir haben immer noch überhaupt keine Ahnung, wie weit das Virus bei uns verbreitet ist. Das RKI hat in all den Monaten nicht nur keine repräsentativen Studien durchgeführt, die uns gezeigt hätten, wie viele überhaupt infiziert sind, sondern das RKI hat auch aktiv Obduktionen der angeblichen Corona-Toten verhindert, mit denen wir hätten erkennen können, ob Menschen nur mit oder an Corona sterben. Das wären die wichtigen Zahlen gewesen, die wir bräuchten – und nicht die gebetsmühlenartig jeden Abend in den Nachrichten wiederholten Zahlen der angeblichen Corona-Toten, von denen es immer noch keine Statistik gibt, wie viele davon Diabetes oder eine schwere Lungenerkrankung hatten, wie viele immunschwächende Medikamente einnahmen und  wie viele an einem Herzinfarkt oder Verkehrsunfall gestorben – wenn der Test zum Todeszeitpunkt positiv war, dann ist es ein Corona-Toter. Ich verstehe auch nicht, warum Naturwissenschaftler nicht aufstehen und endlich einmal sagen, dass dies ein völlig unübliches und unwissenschaftliches Procedere im Umgang mit Todesursachen ist. Noch nie wurden wissenschaftliche Grundregeln so sehr mit Füßen getreten – und keiner wehrt sich dagegen.

Doch zurück zu den Maßnahmen: Das Verbot der Massenveranstaltungen, die Hygieneregeln, die Abstandsregel – all das war dann gut und richtig, weil das Maßnahmen sind, die sich bei jeder Epidemie bewähren. Sie konnten mit dazu beitragen, die Kurve abzuflachen. Übrigens: Corona-Viren (nicht dieses neue Virus) sind seit langem in der Bevölkerung. Jedes Jahr infizieren sich Menschen im Winter mit Corona-Viren. Und jedes Jahr bricht im April/Mai die Corona-Epidemie zusammen. Die Viren verbreiten sich nicht weiter – egal was gemacht wird oder nicht gemacht wird. Das wird auch dieses Jahr und mit diesem Virus mit großer Wahrscheinlichkeit so sein. Dass das Virus verschwindet, werden sich dann die Befürworter des Lockdowns auf die Fahnen schreiben – dabei ist es nur dem saisonalen Verlauf geschuldet. Die jetzigen harten Maßnahmen gegen das Virus haben mit dem Rückgang der Fallzahlen vermutlich nicht mehr zu tun als wenn es anfängt zu regnen, wenn Anhänger einer Naturreligion ihre rituellen Regentänze aufgeführt haben. Corona-Viren verschwinden im April/Mai natürlicherweise aus der Bevölkerung – gell, das wissen Sie doch, Herr Prof. Drosten?

Aber dann konnte es einigen Politikern nicht hart genug zu gehen. Hier trägt auch das „Wahlvolk“ eine gerüttelt Maß an Verantwortung: Gerade die Hardliner, die immer mehr und härtere Einschränkungen forderten, gewannen in den Umfragen an Ansehen. Und ebenso wie die Bevölkerung überreagierte (wir konnten über die Toilettenhamsterkäufe nur noch lachen, aber eigentlich ist es ganz traurig), taten dies auch die Politiker. Und genau das durften sie nicht.

Ich möchte hier mal den alten Schul-Lateinspruch umkehren:
Quod licet iovi, non licet bovi. = Was dem Gott Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt.

Es muss vielmehr heißen:
Quod licet bovi, non licet iovi. = frei übersetzt: Was der Normalbürger darf, ist den Regierenden nicht erlaubt.

Die verantwortlichen Politiker dürfen sich eben nicht von populistischen Meinungen oder von überzogenen Angstgefühlen leiten lassen. Sie müssen rational, klug und weise entscheiden. Da sie die Fakten als Grundlage für ihre Entscheidungen erst einmal nicht haben, müssen sie sich diese besorgen. Dazu sind sie selbstverständlich auf Experten angewiesen. Und hier beginnt ihre Verantwortung. Ich behaupte: Die Politiker haben von Anfang an einseitig auf nur wenige und die falschen Experten gesetzt, die sie notabene auch schon bei der Schweinegrippe falsch beraten haben!

In der Medizin gibt es eine wichtige Regel: Vor schweren Operationen oder anderen Maßnahmen, bei denen man sich nicht sicher ist, ob der erhaltene Vorschlag der richtige ist, holt man sich eine Zweitmeinung, vielleicht sogar eine Drittmeinung ein. Warum wurde dies in einer solch existentiellen Krise sträflich unterlassen? Man hätte rasch ein Gremium aus Virologen (aber verschiedenen!), Epidemiologen und Immunologen bilden müssen. Ja, Immunologen – es kommt nämlich nicht nur auf das Virus, sondern auch auf das Immunsystem an. Natürlich ist es wichtig, das Virus an der Ausbreitung zu hindern. Wenn wir aber wissen, dass viele praktisch kein Risiko für Komplikationen und Tod haben, manche aber ein sehr hohes, dann müssen wir uns doch die Frage stellen, woran das liegt und was wir zum Schutze der Gefährdeten (außer weitgehender Isolierung, die bei diesen Risikopersonen, aber nur bei diesen, zweifellos richtig ist) noch tun können. Dafür brauchen wir Epidemiologen und Immunologen.

Ich habe im Fernsehen weder die Empfehlung gehört, doch wenigstens jetzt mal mit dem Rauchen aufzuhören (einer der größten und auch noch vermeidbaren Risikofaktoren), noch mit den behandelnden Ärzten darüber zu sprechen, ob eine immunsupprimierende Medikation in dieser Situation wirklich noch zwingend notwendig ist oder doch mal überdacht werden sollte.

Von der Hinzunahme der Ratschläge von Ganzheitsmedizinern, die sehr viel über die Stärkung des Immunsystems mit physikalischen und psychologischen Maßnahmen, Pflanzenheilkunde und Ernährung und natürlich auch über Nährstoffe wissen, wage ich ja gar nicht zu träumen. Obwohl das so sinnvoll wäre. Keine Nebenwirkungen, geringe Kosten, aber möglicherweise große Wirksamkeit.

Ein Beispiel: Egal, welche Maßnahmen die verschiedenen Länder getroffen haben – die Zahlen der Neuinfizierten sinken fast überall. Dies wird mit der Wärme und der Sonne im Frühling erklärt. Ja, praktisch alle Erkältungsviren ziehen sich im Frühjahr zurück. Könnte das etwa damit zusammenhängen, dass die Vitamin D-Spiegel in der Bevölkerung zu steigen beginnen?
Ein anderes Beispiel: Gerade habe ich erfahren, dass die dunkelhäutige Bevölkerung in New York doppelt so häufig von Corona betroffen ist, wie man es nach ihrem Bevölkerungsanteil erwarten würde. Könnte das damit zusammenhängen, dass die Vitamin D-Spiegel bei diesen Menschen noch niedriger sind als in der hellhäutigen Bevölkerung?

In keiner einzigen Fernsehsendung habe ich bisher auch nur das Stichwort „Vitamin D“ gehört. Alles, was wir aus epidemiologischen, interventionellen und Grundlagenstudien zu Vitamin D, Immunsystem und Virus-Infektionen wissen, läuft auf ein gemeinsames Ziel hinaus: Vitamin D stärkt das Immunsystem und schützt vor Virus-Infekten! Es gibt keinen klinischen Beweis, aber warum sollte dies nicht auch bei Corona der Fall sein?

Warum werden nicht die Vitamin D-Spiegel bei den Erkrankten gemessen und geschaut, ob und wie die Höhe des Vitamin D den Verlauf (Krankheitsdauer, Symptomatik, Intensivpflichtigkeit, Tod etc.) beeinflusst? 

Es gibt im Moment kein Medikament, welches den Krankheitsverlauf bei COVID-19 sicher verbessern kann (die verheißungsvollsten Daten aus China gibt es im Moment zu Vitamin C-Infusionen, aber davon habe ich im deutschen Fernsehen auch noch nichts gehört). Vitamin D würde weit weniger als 1 € am Tag kosten. Ein Tag mit Beatmung auf der Intensivstation kostet in der Größenordnung ca. 1000 €. Wenn sowieso nichts gesichert hilft, warum probiert man es nicht einmal mit dem Vitamin D?

Von Messungen der anderen Nährstoffe für das Immunsystem (neben Vitamin C und D sind dies Vitamin A, Selen, Zink und Omega-3) wage ich ja erst recht nicht zu träumen. 

Ich verweise daher noch einmal auf meinen letzten Newsletter:
https://www.dr-schmiedel.de/corona-virus-wir-kommen-nicht-daran-vorbei-2-teil/

Ich verweise auch noch einmal auf den Superimmun-Kongress, den Sie sich nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen anderer Infekte, Autoimmunkrankheiten und Allergien ansehen sollten:
https://www.superimmun-kongress.de

Ich verweise auf die youtube-Interviews zu Nährstoffen:
https://www.youtube.com/watch?v=n3nNkQpWWPQ
https://www.youtube.com/watch?v=vcY44HDHz1E
https://www.youtube.com/watch?v=Y1XUTBMJads

Wer nicht nur von ARD, ZDF, Privatsendern, konventioneller Presse etc. einseitige Informationen haben möchte, sondern über Corona und Politik auch alternative Sichtweisen erfahren möchte, ist hier gut aufgehoben:
https://www.infosperber.ch/
https://www.zeitpunkt.ch/

Und mein Favorit: Bei Youtube nach „Schiffmann“ und „Corona“ suchen. Jeden Tag ein neues, informatives und (leider auch) verstörendes Video, weil Dr. Schiffmann mit fundierten Informationen gegen den üblichen Strom anschwimmt.

Ich entschuldige mich bei allen, die sich durch diesen emotionalen und an einigen Stellen sarkastischen Newsletter auf den Schlips getreten fühlen! Die mitunter auch sehr polemisch angegriffenen Politiker, Wissenschaftler und Journalisten fordere ich auf, meinen Attacken argumentativ zu begegnen und mir zu erklären, warum der Allgemeinbevölkerung wichtige Zahlen und Graphiken, die wir benötigen, um uns ein objektives Bild zu machen, vorenthalten werden. Warum muss ich Graphiken, die belegen, dass es viel besser ausschaut als uns weisgemacht wird, erst mühsam im Internet suchen?

Ich hasse es, so oft gegen den Mainstream anzuschwimmen und Menschen und Institutionen ans Bein zu pinkeln. Ich möchte mich aber später nicht fragen lassen, was ich denn eigentlich gegen die Einschränkung unserer demokratischen Grundrechte und für die Stärkung unserer Gesundheit getan habe, und dann keine Antwort geben können.

Immerhin gibt es Anzeichen (nicht nur die oben erwähnten alternativen Informationsquellen), dass es Widerstand gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=jo5P8J5PlQI Rede eines österreichischen Abgeordneten

https://www.youtube.com/watch?v=4zCOx3thH5Y Rede von Lindner am 24.04. im Bundestag

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-stimmung-wird-kippen-li.82070 Artikel in der Berliner Zeitung

https://beta.20min.ch/story/schuetzt-vitamin-d-vor-dem-coronavirus-204702947989 Die erste positive Pressemitteilung zu Vitamin D, die ich in der ganzen Korona-Krise gefunden habe

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32252338 Erstes Review in einer großen wissenschaftlichen Zeitschrift, wo 10.000 IE Vitamin D für einige Wochen, dann 5.000 IE täglich und ein Spiegel von 40-60 ng/ml empfohlen werden

Und zum Schluss noch einmal die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität für Deutschland vom 29.04.:

Solche oder ähnliche Graphiken werden uns im Fernsehen gezeigt (Infizierte in Deutschland). Wir sehen, die Kurve flacht zwar ab, aber es geht immer höher und höher. Es werden immer noch mehr! Aber müssten wir nicht eigentlich die Kurve der jetzt aktuell Infizierten zeigen? Dafür müssten wir aber die Genesenen (und die Gestorbenen) abziehen. Dann sähe das ganz anders aus. Ich habe in den offiziellen Medien nirgendwo solche Kurven gesehen, aber die wären wahrscheinlich viel zu beruhigend. Was macht die obige Kurve mit unseren Ängsten? Und warum zeigt man uns nicht die folgende Kurve der täglichen Neuinfektionen (gemessen anhand positiver Teste)?

Weil dann jeder sofort erkennen würde, dass die Infektionswelle längst vorbei ist. Und hier fehlt noch die Kurve der Anzahl der Teste. Im März hatten wir noch wenig Teste. Doch trotz stetiger Steigerung der Teste, was zwangsläufig einen Anstieg der positiven Teste zur Folge haben muss, fallen die Zahlen ab. Wir haben kaum noch Neuinfektionen! 

Ich komme auf den Titel zurück: Corona – wir kommen nicht dran vorbei. Doch kommen wir. Corona ist schon vorbei, man sagt es uns nur nicht. Und es ist nicht wegen der Maßnahmen vorbeigegangen, sondern weil das der ganz normale saisonale Verlauf einer Virus-Infektionswelle ist. 

Wir kommen hieran aber nicht vorbei: 
⦁    Wir kommen nicht daran vorbei aufzuarbeiten, was Wissenschaftler, Politiker und Journalisten mit uns gemacht haben (und immer noch tun). 
⦁    Wir kommen nicht daran vorbei, wie wir unser Immunsystem im Herbst stärken wollen – da kommt nämlich die nächste Infektionswelle, egal, ob Influenza, Corona oder ein anderes Virus, jedes Jahr kommen neue Infektionswellen und es werden Menschen daran sterben.
⦁    Wir kommen nicht daran vorbei, uns Gedanken machen, wie wir uns vor unnötigen Zwangsmaßnahmen, vor der unberechtigten Vernichtung unserer Unternehmen, Arbeitsplätze und des Volksvermögens und vor verfassungswidrigen Eingriffen in unsere Grundrechte schützen.

Herzliche Grüße, bleiben Sie gesund und kritisch!

Dr. Volker Schmiedel