Auflösung der Quizfrage

Keine Frage: Eine Schwangere braucht mehr Nährstoffe. Für sich und das Kind, welches sich ja innerhalb von 9 Monaten aus einer Ei- und einer Samenzelle zu einem mehrere Kilogramm schweren Wonneproppen entwickelt.

Doch wie viel ist gut? Ich werde die offiziellen Empfehlungen darstellen und weiter unten kommentieren. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denjenigen entschuldigen, denen der Newsletter manches Mal zu lang geraten ist. Das geht mir ja selbst auch so. Aber wenn ich erst einmal angefangen habe zu schreiben, kann ich kaum noch aufhören. Es steht Ihnen natürlich stets frei, den Hauptbeitrag, die Studie oder die Glosse nur zu überfliegen oder gar nicht zu lesen, wenn Sie das Thema nicht anspricht. Ich glaube aber auch, dass es viele meiner Leser schätzen, wenn in diesem Newsletter nicht nur dünne Bretter gebohrt werden, sondern ein Thema auch mal ausführlicher behandelt wird.

Folsäure: Ja, 400 µg sind gut. Das Risiko für Neuralrohrfehlbildungen oder Abort kann damit massiv gemindert werden. Diese orthomolekulare Empfehlung hat sich nach meiner Einschätzung inzwischen breit durchgesetzt. Ich sehe kaum eine Schwangere, die keine Folsäure einnimmt. Meist geschieht dies in Form eines Multi-Präparates, wo dann eben auch diese 400 µg enthalten sind. Wer ganz sicher gehen will oder in wessen Familie Aborte oder Neuralrohrfehlbildungen vermehrt vorgekommen sind, sollte das Homocystein messen. Homocystein ist ein funktioneller Marker für einen Mangel an den Vitaminen B6, B12 und/oder Folsäure. Wenn das Homocystein nur ganz leicht erhöht ist (10-12 µmol/l), dürfte ein Vitamin B-Präparat, welches auch die besagten 400 µg enthält, ausreichen. Liegt der Wert aber deutlich höher (um die 15 µmol/l oder höher) dürfte entweder ein schwerer Vitamin B12-Mangel oder eine MTHFR-Mutation vorliegen. MTHFR steht für Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase. Das ist ein Enzym, welches für den Homocystein-Stoffwechsel verantwortlich ist. Die Häufigkeit einer homozygoten Mutation in der Bevölkerung wird immerhin mit 4-16 % angegeben. Dann reichen die 400 µg Folsäure als Mono-Therapie oder in einem Kombi-Präparat meist nicht aus. Man bzw. frau muss dann 5 mg am Tag nehmen.

Jod: Ja, obwohl es fast nur noch jodiertes Speisesalz gibt und auch in Brot, wenn es damit zubereitet wird, sowie in Milchprodukten (das Kraftfutter für Kühe enthält meist sehr viel Jod) relativ viel Jod enthalten ist, reicht dies für eine optimale Versorgung meist nicht aus. Mit 200 µg täglich oder 1500 µg einmal in der Woche ist die Schwangere auf der sicheren Seite. Kann Jod nicht auch gefährlich sein? Ja, bei einer Jodunverträglichkeit/Allergie oder einer Überfunktion der Schilddrüse darf kein Jod genommen werden. Symptome finden Sie unter: https://www.dr-schmiedel.de/hashimoto/ Im Zweifel müsste ein Arzt eine Überfunktion ausschließen. Ansonsten muss man keine Angst vor Jod haben. In Japan verzehren viele Menschen aufgrund des hohen Konsums an Fischen und Algen Jod nicht im µg-, sondern im mg-Bereich.

Eisen: Ich halte den offiziellen Eisenmangelwert von < 30 ng/ml für etwas zu niedrig. Nach meiner Erfahrung sind Menschen < 50 ng/ml selten optimal leistungsfähig. Ein Wert von 50 ist für mich gerade einmal ausreichend, über 75 ist schon ganz gut und über 100 ist sehr gut. Wenn sich jemand mit 80 aber gut fühlt, muss er nicht unbedingt in den 100er-Bereich kommen – außer Sportler, die unter 100 kaum ihre optimale Leistung bringen. Viele Kombi-Präparate für Schwangere haben bereits Eisen mit bis zu 30 mg Inhalt. Das muss gar nicht immer sein und kann auch mal zu Nebenwirkungen wie Magenschmerzen oder Verstopfung führen. Je nach Ausmaß des Eisenmangels empfehle ich 10-30 mg. Sollte der Spiegel sehr tief liegen und massive Beschwerden vorliegen, darf es zur schnelleren Aufsättigung auch mal eine Infusion sein. Wenn bei Einnahme von oralem Eisen Nebenwirkungen auftreten, sollte auf ein Eisen mit einer Chelat-Bindung umgestellt werden, was meist sehr gut vertragen wird (siehe Empfehlungen ganz am Ende des Newsletters).

Vitamin D: 800 I.E. während der Schwangerschaft ist ein Witz, wenn man wirklich gute Werte anstrebt. Ein in Deutschland durchschnittlicher (Mangel-)Wert von beispielsweise 46 nmol/l würde damit etwa auf 66 nmol/l ansteigen. Das ist jetzt kein dramatischer Mangel mehr, aber auch kein optimaler Wert, der von vielen Therapeuten und Experten, die sich intensiv mit Vitamin D beschäftigen, mit 100-150 nmol/l angegeben wird. Um auf einen solchen Wert zu kommen, benötigt die Schwangere aber ca. 5000 IE (je nach Spiegel und Körpergewicht meist 2000-8000 IE). Am besten Vitamin D vor der Einnahme messen, dann die vermutlich richtige Dosis konsequent zu einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen und nach 3 Monaten messen, um zu sehen, ob der Zielwert von 100-150 nmol/l erreicht wurde. Es gibt klare wissenschaftliche Hinweise darauf, dass viele Schwangerschaftskomplikationen darunter deutlich weniger häufig und stark auftreten.

DHA: Das Gehirn besteht etwa zur Hälfte aus Fett. Und davon bildet die Omega-3-Fettsäure DHA etwa die Hälfte des Gewichts. Keine Fettsäure kommt in einer größeren Menge in Gehirn und Nervensystems. Sie ist wichtig die Bildung der Gehirn/Nervenzellen und der Neuroregeneration. Der großen Bedeutung der DHA für die Entwicklung des kindlichen Nervensystems haben auch die großen Ernährungs- und Gynäkologie-Gesellschaften Rechnung getragen und empfehlen der Schwangeren/Stillenden die Zufuhr von 200 mg DHA täglich. Nun, das ist besser als nichts, aber es ist doch schade, dass man – wenn man schon Omega-3 empfiehlt – nur etwas für das Nervensystem, aber nichts gegen die heute sehr große Gefahr von atopischen Erkrankungen tun will. Allergien, Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis sind Geißeln der heutigen Kinder. Früher kamen diese nur vereinzelt vor, was u.a. auf die Erhöhung von Arachidonsäure (in tierischen Fetten) und Verminderung von EPA (aus Meeresprodukten) zurückgeführt wird. Bei entzündlichen Erkrankungen spielt die EPA eine größere Rolle als die DHA. In großen Studien konnte belegt werden, dass Kinder wesentlich seltener an diesen Erkrankungen meiden, wenn die Mutter in der Schwangerschaft 2-3 g EPA/DHA zu sich nimmt. Das sind die wirklich empfehlenswerten Dosen, die in 1-1,5 EL Fisch- oder 1-1,5 TL Algenöl enthalten sind.

Jede Frau sollte diese Nährstoffe (außer Jod) zu Beginn der Schwangerschaft (besser noch bei Kinderwunsch) messen lassen und optimieren. Kontrollen zur Mitte und gegen Ende der Schwangerschaft wären wünschenswert, um eine Feinabstimmung vorzunehmen. Damit könnten bei Mutter (Depression, Schwangerschaftskomplikationen) und Kind (s.o.) viele Krankheiten vermieden werden (zu Omega-3 in der Schwangerschaft siehe auch https://www.dr-schmiedel.de/omega-3-fettsaeuren-der-schwangerschaft/ ). Produktempfehlungen zu den einzelnen Nährstoffen siehe Empfehlungen am Ende des Newsletters.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Dr. Volker Schmiedel

 

 

Studie des Monats

Middleton P, Gomersall JC, Gould JF, Shepherd E, Olsen SF, Makrides M (2018) Omega-3 fatty acid addition during pregnancy. Cochrane Database Syst Rev 11:CD3402. https://doi.org/10.1002/ 14651858.CD003402.pub3

Bei 7416 Geburten wurde der Tod während und kurz nach der Geburt registriert. Unter Placebo gab es 83 Todesfälle bei 3701 Geburten. Hatten die Mütter jedoch Omega-3 während der Schwangerschaft genommen, so kam es nur zu 62 Todesfällen unter 3715 Geburten. Dies entspricht einer relativen Risikoreduktion von etwas einem Viertel. Die absolute Risikoreduktion betrug hingegen nur 0,28 %, also nur etwa ¼ Prozent, weil es eben insgesamt bei uns eine sehr  niedrige Säuglingssterblichkeit gibt. Die NNT (number needed to treat = Anzahl der Menschen, die behandelt werden müssen, um einen vor einer Krankheit oder vor Tod zu bewahren) liegt also bei knapp 400. Etwa 400 Schwangere müssten Omega-3 einnehmen, um einen perinatalen Tod zu verhindern. Dies scheint eine geringer Effekt zu sein. Manchmal sind die absoluten Zahlen aber bedeutsamer als die relativen oder absoluten Risikominderungen in Prozent. Werden etwa 3700 Schwangere mit Omega-3 behandelt, so müssten 21 Babys weniger sterben, 21 weniger Menschen, die gleich nach ihrer Geburt von ihren Eltern zu Grabe getragen werden müssen bzw. umgekehrt ausgedrückt: 21 mehr Kinder, die lachen, weinen, sprechen lernen und später einmal in die Kita gehen dürfen.

Buchtipp des Monats:

 

Passend zum Thema Ernährung in Schwangerschaft/Stillzeit/Säuglingszeit. Dieses Buch richtet sich zwar primär an Veganer, aber die Nährstoffhinweise gelten für alle. Und nebenbei: Die Rezepte sind echt lecker – und dürfen sogar von Carnivoren nachgekocht werden.

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aufgeschnappt und kommentiert – aufgeschnappt und kommentiert
Zitat des Monats:

Charlie Brown: „Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy.“
Snoopy: „Ja, das stimmt, aber an allen anderen Tagen nicht.“

Schöne Grüße an Prof K. („Kassandra“) Lauterbach!

Corona zum Dritten (oder Vierten oder Fünften oder ich weiß es nicht mehr)
 
Dr. med. Quintus Querulantius merkt hierzu an: Schon wieder Corona. Ich würde ja auch lieber etwas anderes schreiben. Aber die Viren sind noch da. Und die Maßnahmen sowieso. Keine Sorge – dieses Mal gibt es keine Statistiken, sondern nur meine ganz persönlichen, subjektiven Bewertungen.

Einige von Ihnen haben es sicher schon gemerkt: Ich bin Rechtsradikaler und Linksradikaler, ich bin Impfgegner und Homöopath, ich bin Antifa und AfD, ich bin Aluhut-Träger und Verschwörungstheoretiker – kurz gesagt: Ich bin ein Corona-Skeptiker. Genauer gesagt: Ich leugne nicht die Existenz der Corona-Viren, aber bezweifele die Effizienz mancher Corona-Maßnahmen.

Beweis: Ich war in München auf der Corona-Demo. Ok, ich bin nicht deswegen hingefahren, sondern wegen eines Seminars. Mein Hotel befand sich aber in der Nähe der Theresienwiese. Und nach dem Seminar hörte ich von meinem Hotelzimmer aus Geräusche, die zu einer Demo passten. Und da fiel es mir ein: Sollte heute nicht die Corona-Demo sein? Na, das schau ich mir doch einmal genauer an. Allein schon, damit ich meinen ungeborenen Enkeln später einmal antworten kann, wenn diese mich fragen: „Opa, was hast Du denn damals getan, als unsere Demokratie zu Grabe getragen wurde?“ Und da will ich wenigstens sagen können: „Ich habe für unsere Freiheit und für unsere Demokratie in München demonstriert!“

Die Theresienwiese – dort findet sonst um diese Zeit das Oktoberfest statt – war weiträumig von der Polizei abgesperrt. Ich fragte den mir nächststehenden Polizisten, ob das die Corona-Demo sei, was dieser (noch freundlich) bejahte. Ob er mich denn durch die Absperrung hineinließe? Nein, ich müsse um die gesamte Theresienwiese herum zum offiziellen Einlass gehen. Echt jetzt? Ja, aber es habe sowieso keinen Zweck, da die Veranstaltung in einer Viertelstunde zu Ende gehe. Na, dann könne er mich doch hineinlassen. Ich würde dann ja gerade noch die Bühne erreichen. Nein, der unerbittliche Verteidiger des Rechtsstaates sah keine Möglichkeit, mich durchzulassen.

Ich trottete also weiter und traf zehn Meter später auf den nächsten Staatshüter, der gerade eine junge Mutter mit Kinderwagen unter der Absperrung hinausließ. Die Absperrung erwies sich also als semipermeable Membran – raus ja, rein nein. Ich war ja schon vorsichtig geworden und fragte zaghaft: „Sie können mich da jetzt nicht reinlassen oder?“ Zu meiner großen Überraschung war die Antwort: „Doch.“ Ich wollte also unter der Absperrung durch, wurde aber durch den Schutzmann gebieterisch aufgehalten: „Haben Sie eine Maske dabei?“ Stolz zog ich meine Maske aus meiner Hosentasche, nahm an, dass dies mein Ticket zur Demo war, und ging weiter. „Halt, Sie müssen Sie anziehen!“, was ich gern tat, auch wenn sich mir der Sinn nicht ganz erschloss. Schließlich war die nächsten 500 m vor mir kein Mensch zu sehen, was sollte da die Maske? Wenn das mal kein Sicherheitsabstand war! Ok, nach 10 m nahm ich die Maske wieder ab und näherte mich behenden Schrittes der Bühne.

Um die Bühne herum standen etwa 10.000 Menschen – ohne Maske, aber alle mit Sicherheitsabstand! Ich hielt dann intensive Ausschau nach Skinheads oder Reichsbürgerflaggen – aber ich fand nur deutsche, schwedische und Regenbogenflaggen. So sehr ich auch nach Aluhut-Trägern, Covidioten oder anderweitig Verwirrten fahndete – ich sah nur ganz normale Menschen. Und die Redner – ok, ich habe nur die letzten Redner erlebt – sprachen nicht von Umsturz, Gewalt und Terror, sondern nur von Demokratie, Freiheit und Liebe.

Was ich hier berichte (oben und unten) ist übrigens keine Satire, sondern reine Realität. Na gut, wahrscheinlich ist der Begriff „Realsatire“ passender.

Vor kurzem lief ich nämlich in der herbstlichen Mittagssonne (Vitamin D schützt vor viralen Infektionen, nachweislich sogar vor schweren Verläufen von Corona, nur erfahren wir in den Medien nichts davon) auf meiner Jogging-Strecke entlang der Lorze, einem kleinen Flüsschen, welches sich sanft plätschernd dem Zuger See näherte. In der Ferne konnte man bei azurblauem Himmel die Rigi, den Zuger Hausberg, und den majestätischen Pilatus bewundern. Ja, die Schweiz ist schon schön. Und die Schweizer sind so herrlich unaufgeregt. Jedenfalls die meisten.

Als ich an einer jungen Frau vorbeilief, sprang diese plötzlich wie von der Tarantel gestochen beiseite und schrie panisch: „Abstand!“ Da wurde mir klar, welchen Verbrechens ich mich schuldig gemacht hatte. Ich war in nur 50 cm Abstand anstelle von 200 cm an ihr vorbeigelaufen. Quel faux pas! Ich realisierte erst jetzt: Die arme Frau hatte Angst, ich würde sie mit Corona infizieren.

Als ehemaliger Mathematik-Leistungskursler habe ich mal nachgerechnet: Wenn die Spaziergängerin 5 km/h schnell ging und ich mit 9,4 km/h lief, dann lag unsere Passiergeschwindigkeit bei 14,4 km/h. In einem „gefährlichen“ Abstand von plus/minus 2 m befanden wir uns also genau eine ganze Sekunde lang. In der Zeit kann ich noch nicht einmal vollständig ausatmen. Ich hätte sie in dieser einen Sekunde (korrekt war ich ihr ja nur ½ Sekunde von Angesicht zu Angesicht gegenüber) direkt anniesen oder anhusten müssen, um sie anstecken zu können, wäre ich denn überhaupt infektiös gewesen. Die Reaktion dieser armen Frau war weniger Ausdruck eines sorgsamen Infektionsschutzes als vielmehr einer krankhaften Angststörung. Und da sind wir schon beim nächsten Thema.

Vor kurzem war ich auf einer ärztlichen Fortbildung im Schweizer Hof in Zürich (geht es überhaupt noch helvetischer?). Dabei war natürlich auch Corona ein Thema. Eine Kollegin berichtete mir von einer paranoiden, schizophrenen Patientin. Wir wissen ja, dass Patienten mit psychischen Störungen, insbesondere Angststörungen in der Corona-Krise unter vermehrten Problemen leiden. Die Kollegin erzählte aber, dass es ihrer Patientin in den letzten Monaten ausgesprochen gut gehe.

Das war für mich völlig unerklärlich und ich bat die Kollegin um Aufklärung. Die Patientin meinte (sinngemäß): „Endlich bin ich nicht mehr alleine paranoid. Jetzt spüren die Gesunden einmal, wie es mir die ganze Zeit geht. Das entlastet mich ungemein.“

Ich weiß nicht, ob ich das lustig oder tragisch finden soll. Aber ich finde es schon bemerkenswert, dass eine paranoide, schizophrene Patientin uns „Normopathen“ in dieser Weise den Spiegel vorhält. Sie hat erkannt, was Politiker, Wissenschaftler, Soziologen, Psychologen, Journalisten und Ärzte (in der Mehrheit) nicht zu erkennen vermögen: Wir befinden uns derzeit in einer kollektiven, paranoiden Angststörung. Generationen künftiger Wissenschaftler werden angesichts der statistischen Zahlen rätseln, wie es unerklärlicherweise zu dieser massenhaften Panikstörung kommen konnte. Ich kann nur inständig hoffen, dass sie zu einem Ergebnis kommen werden, welches uns vor weiteren Ereignissen schützen kann. Ich wage dies allerdings zu bezweifeln, da wir ja aus der Schweinegrippe auch nichts gelernt haben. Mit „wir“ meine ich jetzt das tumbe Wahlvolk, nicht die verantwortlichen Regierenden. Diese haben aus der Schweinegrippe schon gelernt. Im Gegensatz zur Schweinegrippe wissen sie jetzt, wie sie die Panik bis zur messianischen Impfung aufrecht erhalten können.

Zum Schluss kommen wir noch einmal auf die „Studie des Monats“ zurück. In Deutschland gab es 2019 insgesamt 778.100 Geburten (Statistisches Bundesamt). Für Deutschland liegen mir keine Zahlen über die Einnahmehäufigkeit von Schwangeren für Omega-3 vor, aber übertragen wir einmal simplifizierend die aus einer australischen Studie berichteten Zahlen von 30 % Schwangeren, die Omega-3 einnehmen, so errechnen sich für Deutschland 778.100/3.700*21*70 % = ca. 3000 tote Babys weniger, wenn alle Schwangeren Omega-3 nehmen würden!

Nun müssen wir das ins Verhältnis setzen. Das ist überhaupt der größte Fehler in der gesamten Corona-Krise – die fehlende Verhältnismäßigkeit. Wir setzen nicht die Infizierten (falsch: die positiv Getesteten. Positiv getestet heißt noch lange nicht infiziert. Infiziert heißt noch lange nicht erkrankt.) ins Verhältnis zu den Testen. Wir setzen nicht die (an oder mit) Corona Verstorbenen ins Verhältnis zu Alter und Vorerkrankungen. Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention), sozusagen das amerikanische Pendant zum RKI, hat publiziert, dass nur 6 % der Corona-Toten keine Vorerkrankungen hatten, also wirklich ausschließlich an Corona gestorben sind. 6 %! Sagen keine Verschwörungstheoretiker, sondern eine amerikanische Bundesbehörde!!!
Wir haben bis jetzt ca. 9000 Corona-Tode in Deutschland. Legt man die Erkenntnisse des CDC zugrunde, sind es nur etwas mehr als 500, die allein an Corona gestorben sind. Deswegen legen wir die gesamte Wirtschaft in weiten Teilen lahm und vernichten ganze Betriebe und persönliche Existenzen. Und wir könnten 3000 kleine Babys retten, wenn wir nur dafür sorgen würden, dass alle Schwangeren Omega-3 einnehmen würden. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Frau Merkel, Herr Spahn, Prof. Lauterbach: Sie könnten mit der flächenhaften Versorgung von Schwangeren mit Omega-3 viel mehr Nutzen erreichen als mit Lockdown und Maskenpflicht zusammengenommen.

In Deutschland sterben jährlich 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
In Deutschland sterben jährlich 75.000 Menschen an den Folgen von Übergewicht.
In Deutschland sterben jährlich 74.000 Menschen an den Folgen von Alkohol.

Wenn der Politik die Gesundheit und das Leben der Menschen am Herzen läge, dann müsste sie sofort den Lockdown aller Fastfood-Restaurants und das Verbot von Tabak und Alkohol beschließen. Tut sie aber nicht. Statt dessen wird wegen vermeintlich 9000 Corona-Toter (500 ist wohl realistischer) die Wirtschaft an die Wand gefahren, Existenzen vernichtet und Menschen mit Masken gequält, deren Nutzen wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde (weshalb die WHO, das RKI und Prof. Drosten bis zum März von der Maskenpflicht strikt abgeraten haben).

Wo ist die Verhältnismäßigkeit?
Wo ist der Verstand?
Wo ist die Vernunft?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. Quintus Querulantius

 

aufgeschnappt und kommentiert – aufgeschnappt und kommentiert

Zum Schluss noch Hinweise für die nächsten Vorträge, Seminare und Webinare:


NORSAN Online-Seminare:

Bitte aufgepasst! Kognition Demenz

Demenz gehört zu den häufigsten Krankheiten im Alter. Sie definiert sich durch eine konstante bzw. fortschreitende Beeinträchtigung des Denkens, Gedächtnisses oder anderer Gehirnleistungen. Doch was genau steckt eigentlich hinter dieser Krankheit und welche Möglichkeiten gibt es um Demenz vorzubeugen? Und was können Betroffene tun um sich nicht so verloren zu fühlen? In diesem spannenden Online Seminar bekommen Sie Anregungen aus erster Hand.

Termin:
Mittwoch, 21.10.2020
19:30 Uhr – 21:00 Uhr

zum NORSAN Online-Seminar: Kognition Demenz

weitere NORSAN ONLINE-SEMINARE 


Drei spannende Themen –
NatuGena-Akademie:

Teil 1: Melatonin – Das Rhythmushormon für Tag und Nacht

Wer gedacht hat, dass Melatonin „zum Einschlafen“ sei, hat zwar im wörtlichen Sinne recht, aber nicht im Übertragenen. Es ist eines der interessantesten, jedoch am wenigsten beachteten Hormone in der Medizin.

  • Wussten Sie, dass Melatonin seit mehr als 300 Millionen Jahre existiert?
  • Ist Ihnen bekannt, dass Melatonin eines der stärksten Antioxidantien ist?

Haben Sie schon von den beiden wichtigsten Nebenwirkungen von Melatonin gehört – es gibt Hinweise, dass es vor Krebs schützen kann und möglicherweise auch bei Covid-19 und anderen viralen Infektionen unterstützend hilfreich ist.

Termin:
Mittwoch, 04.11.2020
19:00 Uhr – 20:30 Uhr

zum NatuGena Online-Seminar: Melatonin – Das Rhythmushormon für Tag und Nacht


Teil 2: Welche Nährstoffe modulieren das Immunsystem? Power-Sixpack für das Immunsystem

Die Vitamine A, D und C, die Spurenelemente Zink und Selen sowie das Omega-3 sind die einzelnen Muskelpakete des Power-Sixpacks für das Immunsystem. Die physiologischen Grundlagen der Wirkung werden genauso vorgestellt wie klinische Studien zur Wirksamkeit zitiert.

  • Wussten Sie, dass man mit Vitamin C die Sterblichkeit von Covid-19 auf der Intensivstation halbieren kann?

Haben Sie schon gehört, dass Vitamin D bei stationären Patienten, die Verlegungsrate auf die Intensivstation von 50 auf 2 % zu senken vermag?

Termin:
Mittwoch, 18.11.2020
19:00 Uhr – 20:30 Uhr

zum NatuGena Online-Seminar: Welche Nährstoffe modulieren das Immunsystem?


Teil 3: Tatort Migräne – Den Tätern komplementärmedizinisch auf der Spur

Migräne ist für Betroffene unfassbar belastend. Während eines Anfalls ist ein normaler Arbeitstag unmöglich. Die Schulmedizin stellt nur eine symptomatische Therapie zur Verfügung. Wie mit Nährstoffen, Hormonen und Phytotherapie Frequenz und Schwere der Anfälle meist deutlich gelindert werden kann, erfahren Sie in diesem „hoffentlich nicht allzu kopflastigen“ Webinar.

Termin:
Mittwoch, 02.12.2020
19:00 Uhr – 20:30 Uhr

zum NatuGena Online-Seminar: Tatort Migräne – Den Tätern komplementärmedizinisch auf der Spur

Produktempfehlungen

Weil ich nach dem Erscheinen von Newslettern immer wieder von Usern nach konkreten Produktempfehlungen gefragt werde und ich einfach nicht mehr die Zeit habe, jedem einzeln zu antworten, führe ich hier einige Produkte auf, die ich von der Qualität und vom Preis-Leistungs-Verhältnis gut finde und die leicht online beschafft werden können. Es gibt natürlich viele andere gute Produkte, die damit keinesfalls diskreditiert werden sollen, aber diese gehören im Moment zu meinen Favoriten:

  • Folsäure: Es gibt viele Einzel- und Kombi-Präparate mit 400-800 µg. Ein gutes Kombi-Präparat ist HydroVitamine von Natugena. Ein hoch dosiertes Folsäure-Präparat bei sehr hohem Homocystein ist die Folsäure 5 mg Tabletten von Hevert aus der Apotheke.
  • Jod: Es gibt zahlreiche Jod-Präparate.
  • Eisen: Ein gutes Eisenpräparat ist das Eisen vegan von Natugena mit 14 mg aus pflanzlichem Eisen (Curryblatt-Extrakt) und Vitamin C (Acerola-Kirsche) in einer Chelat-Bindung. Nach meiner Erfahrung gibt es hierunter wesentlich weniger Magenschmerzen oder Verstopfung.
  • Vitamin D: Jede Schwangere tut gut daran, 5000 IE am Tag zu nehmen. Diese Menge ist in 1 Tr. Lipovitamine forte von Natugena enthalten. Wer lieber Tabletten mag, kann Vitamin D 4000 Tabl. von Hevert aus der Apotheke nehmen.
  • DHA: Norsan total enthält in einem EL 2 g EPA/DHA enthalten (mehr EPA als DHA, also besser gegen Entzündung und Depression). Norsan vegan enthält in einem TL 2 g EPA/DHA (mehr DHA als EPA, also besser für das Nervensystem). Man kann auch eine Flasche davon und dann eine Flasche davon abwechselnd nehmen.

Die Produkte gibt es bei www.natugena.de (in der Schweiz www.natugena.ch). Bei Angabe des Codes Willkommen10 gibt es einen Begrüßungsrabatt. Das Omega gibt es bei www.norsan.de. Bei Angabe des Codes Willkommen15 gibt es einen Begrüßungsrabatt für die Fettsäureanalyse und die Produkte. In der Schweiz www.swissmedicalplus.ch mit dem Rabattcode Kongress2020.
Dr. Volker Schmiedel, M.A.
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